Intellektuelle, die sich um die Homosexuellen-Ehe sorgen, passen nicht mehr in die Wirklichkeit. Aus einem Artikel von Ronald D. Gerste in der Neuen Zürcher Zeitung zum Ausgang der Wahlen in den USA.
(kreuz.net / NZZ) „Nach der Wiederwahl Präsident Bushs stehen die Demokraten vor einem Dilemma:
Die
USA haben sich verändert. In ländlichen Regionen war die Partei chancenlos, und quer durch die Nation
scheint ihr der Zugang zu jenen Wählern versperrt, bei denen das religiöse Bekenntnis eine entscheidende
Rolle für die politische Standortbestimmung spielt.
Ostküsten-Intellektuelle, die sich um die Homosexuellen-Ehe
und den Klimawandel sorgen, scheinen nicht mehr in die Realität zu passen. Eine Realität, die der Historiker
Gary Wills voller Bitterkeit einer in europäischen Augen längst untergegangenen Epoche zuordnet.
Der
Mittwoch der Wahlentscheidung war, so der Professor von der Northwestern University in Illinois, der Tag,
an dem die Aufklärung in einem Land erlosch, in dem wieder mehr Bürger an die jungfräuliche Geburt
glauben als an Charles Darwins Evolutionslehre.“
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