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Dienstag, 9. November 2004 17:51
Jungfrauengeburt statt Homo-Ehe
Intellektuelle, die sich um die Homosexuellen-Ehe sorgen, passen nicht mehr in die Wirklichkeit. Aus einem Artikel von Ronald D. Gerste in der Neuen Zürcher Zeitung zum Ausgang der Wahlen in den USA.
(kreuz.net / NZZ) „Nach der Wiederwahl Präsident Bushs stehen die Demokraten vor einem Dilemma:

Die USA haben sich verändert. In ländlichen Regionen war die Partei chancenlos, und quer durch die Nation scheint ihr der Zugang zu jenen Wählern versperrt, bei denen das religiöse Bekenntnis eine entscheidende Rolle für die politische Standortbestimmung spielt.

Ostküsten-Intellektuelle, die sich um die Homosexuellen-Ehe und den Klimawandel sorgen, scheinen nicht mehr in die Realität zu passen. Eine Realität, die der Historiker Gary Wills voller Bitterkeit einer in europäischen Augen längst untergegangenen Epoche zuordnet.

Der Mittwoch der Wahlentscheidung war, so der Professor von der Northwestern University in Illinois, der Tag, an dem die Aufklärung in einem Land erlosch, in dem wieder mehr Bürger an die jungfräuliche Geburt glauben als an Charles Darwins Evolutionslehre.“
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