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Eine Eiligsprechung? + Keine Konkubinierenden als Religionslehrer + Katholischer Frauenverein fühlt Zwang zum Homo-Konkubinat + Aggressiv und überflüssig + Die Volksrepublik, der Vatikan und ein Visum
Eine Eiligsprechung?Vatikan. Die Kardinäle sind sich – will man einer Schlagzeile des deutschen Boulevardmagazins ‘Stern’ glauben – darüber uneins, ob und wie schnell Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen werden soll. Einige sollen es besonders eilig haben und seien bereits daran, Unterschriftenbögen zu unterschreiben, um eine schnelle Eröffnung des Prozesses durchzusetzen. Die Unterschriftenliste soll dem nächsten Papst überreicht werden. Die Quelle für die Spekulationen des ‘Stern’ ist offenbar der polnische Sekretär der Heiligsprechungskongregation, Erzbischof Edward Nowak. Der Erzbischof meinte gegenüber einer italienischen Zeitung, daß er bereits die nächste Bischofssynode im Oktober als geeignete Gelegenheit empfinde, um eine entsprechende Verkündigung zu machen. Der verstorbene Papst könnte – so Erzbischof Nowak – äußerst schnell heiliggesprochen werden.
Keine Konkubinierenden als Religionslehrer
Österreich. „Aufgrund der persönlichen Lebensumstände dieser Religionslehrerin ist ein Unterrichten momentan nicht vorstellbar.“ Der Leiter des Schulamts der Diözese Innsbruck im Westen von Österreich blieb trotz Proteste bei seiner Entscheidung. Eine Religionslehrerin darf in den nächsten beiden Jahren keine Religionsstunden übernehmen. Der Grund: Die Pädagogin und Mutter ist geschieden und lebt mit einem ebenfalls geschiedenen Mann im Konkubinat.
Katholischer Frauenverein fühlt Zwang zum Homo-Konkubinat
Schweiz. Der Schweizerische Katholische Frauenbund kämpft nach eigenen Angaben schon seit fünf langen Jahren „engagiert“ für die gesellschaftliche und rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Unzüchtiger. Die katholischen Frauen verkündeten in einer gestrigen Stellungnahme, daß Sexualität eine Gabe Gottes und die Homosexualität angeblich eine Variante davon sei. Die Anerkennung des Homo-Konkubinates durch den Staat sei „zwingend“. Im Rahmen eines Referendums stimmen die Schweizer am 5. Juni über ein „Partnerschaftsgesetz“ ab. Künftig soll das Konkubinat homosexuell gestörter Menschen juristisch der Ehe gleichgestellt werden.
Aggressiv und überflüssig
Frankreich. Die im März untersagte Werbung des französischen Modehauses „Marithe et Francois Girbaud“ bleibt weiterhin verboten. Die Plakate stellen zwölf Frauen und einen ungenügend bekleideten Herr im Abendmahlssaal dar. Im Rechtsstreit zwischen der katholischen Kirche und der Modefirma bestätigte das Pariser Berufungsgericht das verhängte Verbot. Mitte März hatte ein Pariser Gericht festgestellt, daß die Plakate einen „aggressiven und überflüssigen Eingriff in das Innerste des Glaubens“ darstellten.
Die Volksrepublik, der Vatikan und ein Visum
China. Das chinesische Außenministerium warf dem Vatikan vor, angeblich neue diplomatische Hindernisse aufzubauen. Der Sprecher des Außenministeriums der kommunistischen Diktatur reagierte auf Berichte, wonach der taiwanesische Staatspräsident ein Visum erhalten habe, um an den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Papst teilzunehmen. China habe zwar sein Beileid zum Tode von Papst Johannes Paul II. bekundet, unter den gegenwärtigen Umständen habe die kommunistische Regierung aber keine Delegation zur Trauerfeier entsenden können. Der Heilige Stuhl unterhält diplomatische Beziehungen zu Taiwan. Die chinesischen Kommunisten erwarten vom Vatikan, daß diese Beziehungen abgebrochen werden.
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Samstag, 16. April 2005 02:48
franco.felice: „Eiligsprechung“?
Daß ausgerechnet dem Magazin „Stern“ das Wohl der Kirche so am Herzen liegt, hat mich, wenn ich sagen darf, mit unschuldiger Freude erfüllt. Bruder „Stern“ auf dem Wege nach Canossa? Es geschehen auch hier also Zeichen und Wunder …
Mittwoch, 13. April 2005 07:49
FioreGraz: Interresant
…an der Insbrucker Geschichte finde ich. Sie hat ein freiwilliges (Buß)jahr, das dann in ein defacto
Berufsverbot umgewandelt wurde. Er (ebenfalls Reli-Lehrer) hatte keine Konsequenzen durch die Scheidung,
und darf sich schnappen was ihm vor die Flinte kommt, hauptsache er machts heimlich.
Also die FRau wird für Ehrlichkeit bestraft? Man bestraft also jene die womöglich moralisch integer ist (denn die Scheidungsgründe kennen wir ja nicht) und noch dazu Kinder hat?
Bei soviel (schein)heiliger (un)gerechtigkeit wird mir „speiübel“, da lobe ich mir doch die östliche praxis.
LG
Fiore
Also die FRau wird für Ehrlichkeit bestraft? Man bestraft also jene die womöglich moralisch integer ist (denn die Scheidungsgründe kennen wir ja nicht) und noch dazu Kinder hat?
Bei soviel (schein)heiliger (un)gerechtigkeit wird mir „speiübel“, da lobe ich mir doch die östliche praxis.
LG
Fiore
Mittwoch, 13. April 2005 00:37
spectator †: @ Yersinia
wesentlich erscheint mir, die Dinge offenzulegen und darüber einen öffentlichen Diskurs zu führen…
Wozu offen legen? Wirst du vor Gott für das Leben der anderen (z.B Priestern) dich verantworten müssen???
Die Frage der Abschaffung des Zölibats (sowie auch die der Frauenordination) ist nicht das Problem der Weltkirche, sondern das Problem der faschistischen Mentalität der Deutschen Laien – es darf keine Autorität (Kirche) geben, die sich selbst verwaltet und sich der Beurteilung der deutschen Gesellschaft entzieht (<- so das Wunschdenken der deutschen Mentalität).
Das Priestertum und das Zölibat ist nicht euer Problem, eingebildetes Laientum. Es ist eine innerkirchliche Angelegenheit.
Die evangelische Kirche in Deutschland verliert jährlich mehr Gläubige als die katholische, obwohl dort die Pastoren heiraten dürfen und obwohl dort die Frauen Pastorinnen werden dürfen.
Also, das immer wieder erwähnte und dämliche Argument „Priestermangel“ (in der Frage der Abschaffung des Zölibates) hat hier keine Bedeutung.
Wozu offen legen? Wirst du vor Gott für das Leben der anderen (z.B Priestern) dich verantworten müssen???
Die Frage der Abschaffung des Zölibats (sowie auch die der Frauenordination) ist nicht das Problem der Weltkirche, sondern das Problem der faschistischen Mentalität der Deutschen Laien – es darf keine Autorität (Kirche) geben, die sich selbst verwaltet und sich der Beurteilung der deutschen Gesellschaft entzieht (<- so das Wunschdenken der deutschen Mentalität).
Das Priestertum und das Zölibat ist nicht euer Problem, eingebildetes Laientum. Es ist eine innerkirchliche Angelegenheit.
Die evangelische Kirche in Deutschland verliert jährlich mehr Gläubige als die katholische, obwohl dort die Pastoren heiraten dürfen und obwohl dort die Frauen Pastorinnen werden dürfen.
Also, das immer wieder erwähnte und dämliche Argument „Priestermangel“ (in der Frage der Abschaffung des Zölibates) hat hier keine Bedeutung.
Dienstag, 12. April 2005 23:56
Yersinia: bei den Priestern?
oder bei DEN Priestern? natürlich gibt es nicht wenige Priester, die ein geglücktes zölibatäres Leben führen; ich kenne selber welche – aber, guter Freund, dass viele Priester ein „anderes“ Leben führen, ist eine – traurige oder einfach festzustellende – Tatsache; auch da kenne ich welche, eigentlich sogar den weitaus größeren Teil; nun kann man dazu moralisch stehen, wie man will; wesentlich erscheint mir, die Dinge offenzulegen und darüber einen öffentlichen Diskurs zu führen;
Dienstag, 12. April 2005 18:30
Sulpicius: Wenn ich das schon höre…
… bei den Priestern. Bitte etwas mehr Fingerspitzengefühl, Yersinia.
Dienstag, 12. April 2005 18:19
Yersinia: „Keine Konkubinierenden als Religionslehrer“
nun ja, dann sollte man als erstes bei den Priestern beginnen …
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