14:46:07 | Mittwoch, 21. Oktober 2009
Das „Jugendfestival“ in Medjugorje wird schon seit zwanzig Jahren ohne Wissen und Zustimmung des vom Papst ernannten zuständigen Ortsbischofs durchgeführt.
(kreuz.net) Es lohnt sich, daran zu erinnern, daß mit dem Mladifest – dem Jugendfestival in Medjugorje –
im Kontext mit dem erfundenen „Geburtstag“ der Muttergottes vom 5. August begonnen wurde.
Die Jugendlichen
der Welt kommen folglich, um der Gospa Geburtstagsglückwünsche zu überbringen! Nach der „Chronik der
Erscheinungen“ hat sich das so zugetragen.
Jugendfestival zu Ehren des erfundenen GeburtstagesDas „Mladifest“
wird schon seit zwanzig Jahren ohne Wissen und Zustimmung des Ortsbischofs durchgeführt.
Man hat offensichtlich
im Zusammenhang mit den Phantasien um einen angeblichen Geburtstag der Gospa am 5. August begonnen, das
Jugendfest zu organisieren.
Dann bezog man sich auf die angebliche „Botschaft der Gospa“ im „Jahr der
Jugend“ (1988-1989) und dann erinnerte man sich an den „Geburtstag der Muttergottes“ in Medjugorje, von
dem Pater Slavko Barbarić ausdrücklich schreibt.
Das erste JugendtreffenBeginnen wir mit den „Botschaften“
der „Gospa von Medjugorje“. Darüber schreibt Pater Slavko als Pfarrvikar von Humac und Chronist von Medjugorje:
„5.8.1989. [Samstag]. Um 18.00 Uhr begann in der Kapelle des Friedhofes Kovačica die Ewige Anbetung,
die von Jugendlichen organisiert wird. Morgen beginnt die Novene zur Gospa mit vielen Jugendlichen, weil
das Jahr der Jugend zu Ende geht, das die Gospa am Himmelfahrtsfest des Jahres 1988 am Ende des Marianischen
Jahres verlangt hat.“Was für ein liturgischer Mißbrauch, daß man in der Kapelle des Friedhofs Kovačica
„die Ewige Anbetung“ organisiert: Wem ist diese Idee in den Sinn gekommen und mit welcher kirchlichen
Erlaubnis und Zustimmung?
Aus dem Text geht hervor, daß diese „Anbetung von den Jugendlichen organisiert
wurde“, daß „viele Jugendliche“ anwesend waren, daß das am Ende des „Jahres der Jugend“ stattfand, daß
die „Erscheinung“ von Medjugorje im vorausgegangenen Jahr, am Ende des Marianischen Jahres (1987-1988)
ausdrücklich verlangt hat, ein „Jahr der Jugend“ auszurufen, das nach der Chronik vom Himmelfahrtsfest
1988 bis zum Himmelfahrtsfest 1989 dauern sollte.
Das zweite JugendtreffenBeim zweiten Jugendtreffen
im Jahr 1990 lesen wir unter dem Datum vom 30. Juli 1990, daß „Pater
Tomislav Vlašić die ganze Woche
leitet“.
Am Ende des „Festivals“ heißt es in der Chronik unter dem Datum vom 6. August:
„Um 14.00 Uhr
haben sich die Organisatoren mit Pater Tomislav Vlašić und Pater Slavko getroffen. Wir haben beschlossen,
(im nächsten Jahr) die gleiche Woche zu nehmen. Es werden verschiedene Themen vorgeschlagen. Wir haben
beschlossen, am Ende des Jahres ein genaues Programm zu veröffentlichen. Wir spüren das Bedürfnis,
mit diesen Treffen weiterzumachen, weil sie wichtig sind. Vor dem Festival werden für die Organisatoren
Seminarien angeboten.“Daraus folgt, daß Pater Tomislav, der seit dem Jahr 1987 nicht in der Herzegovina
ist und aus Italien anreist, noch im Jahr 1990 nicht nur direkt in das „Phänomen von Medjugorje“ involviert
ist, sondern mit der franziskanischen Gemeinschaft in Medjugorje so vertraut ist, daß er persönlich
die ganze Woche und das „Jugendfestival“ leitet.
Das dritte JugendtreffenDie „Chronik der Erscheinungen“,
die seit dem Jahr 1991 von Pater Slavko Barbarić – alias Pfarrvikar von Humac – geführt wird, hat vom
25. Juli bis zum 5. August keine Einträge.
Unter dem Datum des 6. Augusts 1991 steht in der Chronik:
„Viele Jugendliche sind die ganze Nacht geblieben und haben die Heilige Messe erwartet. Um 5.15 Uhr haben
wir begonnen, Litaneien zu singen und das Lied „Wir sind zu dir gekommen, liebe Mutter“.
Der Heiligen
Messe steht Pater Tomislav Vlašić vor. Er hat ermahnend vom Kreuz, dem Frieden und der Verklärung gesprochen.
Konzelebranten: 21.
Viele von unseren Leuten sind da, alle zusammen etwa 1500 bis 2000. Pater Leonardo
hat erneut das Wort an alle Jugendlichen gerichtet und sie eingeladen, im Frieden zu leben und den Frieden
anderen weiterzugeben.
Dann haben wir alle das Glaubensbekenntnis und sieben Vaterunser rezitiert. Wir
haben drei grosse Brote verteilt als Zeichen der Gemeinschaft.“Auch im Jahr 1991 nimmt Pater Tomislav
Vlašić an den Ereignissen von Medjugorje teil. Er steht der Schlußmesse vor und spielte beim Abschied
die Hauptrolle.
Das vierte JugendtreffenZum vierten Jugendtreffen des Jahres 1992 schreibt Pater Slavko
Barbarić:
5.8.1992. [Mittwoch]. Der Geburtstag der Gospa. Um 21.30 Uhr begann das Festival zu Ehren
des Geburtstages der Gospa. Die Kirche war ganz voll. Alles in perfekter Ordnung.
Es haben einzelne und
Gruppen daran teilgenommen. Gesungen haben die Jugendlichen von Medjugorje, die Gemeinschaft von [Schwester]
Elvira, Pero und Mile, die den Gesang während des Festivals leiteten. Sie haben mit den Jugendlichen
zwei Lieder gesungen. Auch die deutsche Gruppe ist aufgetaucht.
Die Einzelsänger waren Mirko aus Čitluk,
Gino aus Italien, Dajan aus America, Cristina aus Argentinien. Die Schwestern haben auch ein Lied gesungen.
Alle Lieder waren für die Gospa.
Zwei Ordensleute aus Frankreich und Italien, Mitglieder der Gemeinschaft
der Seligpreisungen, haben auf Hebräisch gesungen, sowie eine Jugendgruppe aus Irland. Am Ende waren
alle von der Band aus Mostar begeistert. Sie haben drei Lieder gesungen: „An die Gospa“, eines aus Dalmatien,
und „Im Kampf“… Alle waren begeistert.
Nach dem Programm haben wir an alle Blumen verteilt, die in
einer Prozession singend vor die Statue der Gospa getragen wurden. Das war berührend, von innen heraus.
Um 11.30 Uhr war der Abschluß. Viele Jugendliche der Kirche sind auf den Križevac gezogen.Aus diesem
schriftlichen Zeugnis geht klar hervor, daß die Franziskaner von Medjugorje – zumindest einige von ihnen –
fest entschlossen waren, den „Geburtstag“ der Gospa am 5. August zu feiern, außerhalb der rechtgläubigen
katholischen Welt, gemäß den von der Kirche nicht anerkannten „Erscheinungen“.
Sie beschlossen, die
Jugend der Welt nach Medjugorje zu bringen, um dort „das Festival zu Ehren des Geburtstages der Gospa“
zu organisieren und „der Mutter die Geburtstagsglückwünsche zu überbringen“ und den Jugendlichen nebenbei
auch noch andere Inhalte anzubieten.
Der Artikel ist Teil eines Textes, der am 26. September auf der
Webseite der herzegowinischen Diözese Mostar-Duvno über die Hintergründe des „Phänomens Medjugorje“
publiziert wurde.Nächstes Mal: Nichts Authentisches
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#9
Fridericius † 18:18:38 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#8
FioreGraz 09:09:57 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#7
MessagefromMary 21:54:24 | Mittwoch, 21. Oktober 2009
#6
schamane40 21:52:38 | Mittwoch, 21. Oktober 2009
#5
Prälat Hinter † 20:08:01 | Mittwoch, 21. Oktober 2009
#3
MessagefromMary 17:44:24 | Mittwoch, 21. Oktober 2009
#2
chico flojo 16:18:36 | Mittwoch, 21. Oktober 2009
#1
Kraut 16:09:03 | Mittwoch, 21. Oktober 2009