13:57:15 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Pater Tomislav Vlašić wurde nicht aufgrund seines Zusammenhanges mit dem Medjugorje-Phänomen aus dem Priestertum und Franziskanerorden entlassen. Allerdings war Vlašić aufs engste mit Medjugorje verbunden.

Die Pfarrkirche von Medjugorje
© korom, CC(kreuz.net) Der tragische Fall von Pater Tomislav Vlašić verbreitete sich im letzten Jahr weltweit.
Vlašić wurde zuerst mit
fünf Sanktionen belegt. Vorher hatte ihm die Provinz der Franziskaner in Mostar
bereits die Beichterlaubnis entzogen.
Zugleich gab es eine Erklärung, daß Pater Tomislav nicht „aufgrund
des Phänomens von Medjugorje noch wegen seiner persönlichen Haltung diesem Phänomen gegenüber“ bestraft
worden sei.
Dann wurde Vlašić in diesem Jahr mit zwei
endgültigen Sanktionen bestraft – der Entlassung
aus dem Orden und aus dem Priestertum.
Jetzt tauchte eine Erklärung der römischen Generalkurie der
Franziskaner auf, daß „er die Anklagen, die gegen ihn erhoben wurden, nicht anerkannt und darum auch
die Sanktionen nicht angenommen hat. Er hat in der Folge verlangt, von der Ausübung des Priesteramtes
dispensiert und aus dem Ordensstand entlassen zu werden.“
Vlašić hat somit seinen verbohrten Ungehorsam
bewiesen, nicht nur häufige Male dem Ortsbischof gegenüber, sondern auch gegenüber dem Heiligen Stuhl,
indem er mehr der „Erscheinung von Medjugorje“ glaubte, die seine Spiritualität, seine Führung und sein
Leben gelobt hat.
Einige SchlußfolgerungenErstens. Bei den Maßnahmen gegen Vlašić wurde sowohl
letztes wie dieses Jahr deutlich gesagt, daß sein Fall, „im Kontext des Phänomens von Medjugorje“ studiert
wurde, und, zweitens, daß ihm streng verboten wurde, Erklärungen – besonders bezüglich des „Phänomens
von Medjugorje“ – abzugeben.
Der kluge Leser möge aus dem, was hier über seine direkten Kontakt, seine
Beteiligung und seinen Einfluß auf das „Phänomen von Medjugorje“ vorgelegt wurde, seine Schlußfolgerungen
ziehen.
Zweitens. Häufig wird die Erklärung von Tarcisio Kardinal Bertone, zitiert – so auch in der
genannten Stellungnahme der römischen Franziskanerkurie vom Juli dieses Jahres.
In dem von Kardinal
Bertone – Staatssekretär von Benedikt XVI. und ehemaliger Sekretär der Glaubenskongregation – publizierten
Buch „Die letzte Seherin von Fatima“ (Edizione Rai-Rizzoli, 2007, Seiten 103-104) kann man lesen, daß:
„die Erklärungen des Bischofs von Mostar [zum Phänomen Medjugorje] dessen persönliche Meinung wiedergeben
und kein definitives und offizielles Urteil der Kirche sind.
Alles ist in der Erklärung von Zara der
Bischöfe von Ex-Jugoslawien vom 10. April 1991 enthalten, welche die Türen für weitere Untersuchungen
offenläßt. Die Abklärungen müssen darum weitergehen.
In der Zwischenzeit sind private Pilgerreisen
mit pastoraler Begleitung der Gläubigen erlaubt. Schließlich können alle katholischen Pilger nach Medjugorje –
einem Ort der Marienverehrung – reisen, wo man sich mit allen Andachtsformen ausdrücken kann.“
Bezüglich
der „Pilgerfahrten“ ist allerdings an den gesamten Wortlaut der Erklärung von Kardinal Bertone zu erinnern,
der dem, was der Kardinal in dem gleichen Buch schreibt, direkt vorausgeht:„Was privat organisierte
Pilgerfahrten nach Medjugorje betrifft, hält diese Kongregation sie für erlaubt, solange sie nicht als
eine Bestätigung der laufenden Ereignisse betrachtet werden, die noch eine Prüfung von Seiten der Kirche
verlangen.“
Mit anderen Worten: Pilgerfahrten nach Medjugorje sind nicht erlaubt, wenn sie die „laufenden
Ereignisse“ für authentisch halten.
Bisher haben sowohl der Ortsbischof, als auch die Bischofskonferenz
und der Heilige Stuhl im „Phänomen von Medjugorje“ nichts Authentisches anerkannt oder proklamiert.
Der Artikel ist Teil eines Textes, der am 26. September auf der Webseite der herzegowinischen Diözese
Mostar-Duvno über die Hintergründe des „Phänomens Medjugorje“ publiziert wurde.
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#8
Sinah 00:33:06 | Montag, 26. Oktober 2009
#6
MessagefromMary 18:33:26 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#5
Arkanum/kreuts.net † 18:13:17 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#4
MessagefromMary 16:56:54 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#3
hieronymus333 15:38:56 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#2
esra 15:05:49 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
#1
lateiniheini 14:28:46 | Donnerstag, 22. Oktober 2009