Medjugorje
Nichts Authentisches
Pater Tomislav Vlašić wurde nicht aufgrund seines Zusammenhanges mit dem Medjugorje-Phänomen aus dem Priestertum und Franziskanerorden entlassen. Allerdings war Vlašić aufs engste mit Medjugorje verbunden.
Die Pfarrkirche von Medjugorje
Die Pfarrkirche von Medjugorje
© korom, CC
(kreuz.net) Der tragische Fall von Pater Tomislav Vlašić verbreitete sich im letzten Jahr weltweit. Vlašić wurde zuerst mit fünf Sanktionen belegt. Vorher hatte ihm die Provinz der Franziskaner in Mostar bereits die Beichterlaubnis entzogen.

Zugleich gab es eine Erklärung, daß Pater Tomislav nicht „aufgrund des Phänomens von Medjugorje noch wegen seiner persönlichen Haltung diesem Phänomen gegenüber“ bestraft worden sei.

Dann wurde Vlašić in diesem Jahr mit zwei endgültigen Sanktionen bestraft – der Entlassung aus dem Orden und aus dem Priestertum.

Jetzt tauchte eine Erklärung der römischen Generalkurie der Franziskaner auf, daß „er die Anklagen, die gegen ihn erhoben wurden, nicht anerkannt und darum auch die Sanktionen nicht angenommen hat. Er hat in der Folge verlangt, von der Ausübung des Priesteramtes dispensiert und aus dem Ordensstand entlassen zu werden.“

Vlašić hat somit seinen verbohrten Ungehorsam bewiesen, nicht nur häufige Male dem Ortsbischof gegenüber, sondern auch gegenüber dem Heiligen Stuhl, indem er mehr der „Erscheinung von Medjugorje“ glaubte, die seine Spiritualität, seine Führung und sein Leben gelobt hat.

Einige Schlußfolgerungen

Erstens. Bei den Maßnahmen gegen Vlašić wurde sowohl letztes wie dieses Jahr deutlich gesagt, daß sein Fall, „im Kontext des Phänomens von Medjugorje“ studiert wurde, und, zweitens, daß ihm streng verboten wurde, Erklärungen – besonders bezüglich des „Phänomens von Medjugorje“ – abzugeben.

Der kluge Leser möge aus dem, was hier über seine direkten Kontakt, seine Beteiligung und seinen Einfluß auf das „Phänomen von Medjugorje“ vorgelegt wurde, seine Schlußfolgerungen ziehen.

Zweitens. Häufig wird die Erklärung von Tarcisio Kardinal Bertone, zitiert – so auch in der genannten Stellungnahme der römischen Franziskanerkurie vom Juli dieses Jahres.

In dem von Kardinal Bertone – Staatssekretär von Benedikt XVI. und ehemaliger Sekretär der Glaubenskongregation – publizierten Buch „Die letzte Seherin von Fatima“ (Edizione Rai-Rizzoli, 2007, Seiten 103-104) kann man lesen, daß:

„die Erklärungen des Bischofs von Mostar [zum Phänomen Medjugorje] dessen persönliche Meinung wiedergeben und kein definitives und offizielles Urteil der Kirche sind.

Alles ist in der Erklärung von Zara der Bischöfe von Ex-Jugoslawien vom 10. April 1991 enthalten, welche die Türen für weitere Untersuchungen offenläßt. Die Abklärungen müssen darum weitergehen.

In der Zwischenzeit sind private Pilgerreisen mit pastoraler Begleitung der Gläubigen erlaubt. Schließlich können alle katholischen Pilger nach Medjugorje – einem Ort der Marienverehrung – reisen, wo man sich mit allen Andachtsformen ausdrücken kann.“

Bezüglich der „Pilgerfahrten“ ist allerdings an den gesamten Wortlaut der Erklärung von Kardinal Bertone zu erinnern, der dem, was der Kardinal in dem gleichen Buch schreibt, direkt vorausgeht:


„Was privat organisierte Pilgerfahrten nach Medjugorje betrifft, hält diese Kongregation sie für erlaubt, solange sie nicht als eine Bestätigung der laufenden Ereignisse betrachtet werden, die noch eine Prüfung von Seiten der Kirche verlangen.“

Mit anderen Worten: Pilgerfahrten nach Medjugorje sind nicht erlaubt, wenn sie die „laufenden Ereignisse“ für authentisch halten.

Bisher haben sowohl der Ortsbischof, als auch die Bischofskonferenz und der Heilige Stuhl im „Phänomen von Medjugorje“ nichts Authentisches anerkannt oder proklamiert.


Der Artikel ist Teil eines Textes, der am 26. September auf der Webseite der herzegowinischen Diözese Mostar-Duvno über die Hintergründe des „Phänomens Medjugorje“ publiziert wurde.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Tomislav Vlašić war von Anfang an in Medjugorje dabei 2. Die Daumenschrauben werden angezogen 3. Der Pfarrvikar von Medjugorje muß schweigen 4. Hat sich die Muttergottes getäuscht? 5. Gospa gegen Bischof 6. Tomislav Vlašić – die leuchtende Gestalt von Medjugorje? 7. Die Phantasien von Tomislav Vlašić über den Geburtstag der Gospa 8. Ein neuer Geburtstag der Muttergottes? 9. Die Gospa widerspricht dem Bischof 10. Auch ohne Ankündigung 11. Das Phänomen Medjugorje war angekündigt 12. Das Fest Mariae Geburt ist abgeschafft 13. Probleme mit dem Kalender 14. Der angebliche Geburtstag der Gospa wird zum Jugendfest
15. Nichts Authentisches
      
7 Lesermeinungen
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#8   Sinah   00:33:06 | Montag, 26. Oktober 2009
Herabwürdigung echter anerkannter Botschaften – Bejubeln ominöser Botschaften!
Tarcisio Kardinal Bertone!
kreuz.net verschonen Sie uns künftig, sein Buch „Die letzte Seherin von Fatima“ vorzustellen. Es erzeugt Attacken!
Blauer Dunst von Anfang an! Diese Unterschiebungen, die in Lucias Mund gelegt werden, sind ungeheuerlich. Niemals sind das Worte Lucias.
Nein, der Himmel widerspricht sich nicht und ändert auch nicht seine Pläne!
Buch von Bertone:
„…daßdie Erklärungen des Bischofs von Mostar >zum Phänomen Medjugorje< dessen persönliche Meinung wiedergeben und kein definitives und offizielles Urteil der Kirche sind.
„dessen persönliche Meinung“!
Die Beurteilg. v. Erscheing. ist offiziell dem Ortsbischof übertragen. Er ist es, der eine Form von Verehrung zulassen kann oder nicht. Er ist es, der das Phänomen aufmerksam betrachten muß. Die erste Zuständigkeit kommt ihm zu. Der Hl. Stuhl kann intervenieren, wenn der Ortsbischof darum ersucht. Der zu Beginn der Erscheing. zuständ. Bischof Zanic v. Mostar war der Erstbetroffene, die Sache zu beurteilen u. zwar anhand der vorgeschrieb. Kriterien. Somit ist es eben nicht seine persönliche Meinung!
Seine Kommission, nämlich die Bischof Zanics v. Mostar, hat ein negatives Urteil über Medjugorje abgelegt. Er wurde daraufhin von seiner Zuständigkeit entbunden u. der Bischofskonferenz übertragen, die von „Gewährleistung einer gesunden Verehrung de Seligsten Jungfrau Maria“ sprach.
Auch sein Nachfolger R. Peric lehnte die Erscheinungen ab!
Verteidig. durch die BiKonferenz – entgegen der Feststellg. d. Ortsbischöfe!
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#6   MessagefromMary   18:33:26 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Außerhalb der Kirche
müssten dann alle Bischöfe und Priester sein, die dem Papst ungehorsam sind.
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#5   Arkanum/kreuts.net †   18:13:17 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
außerhalb der Kirche
kann man sich natürlich verbinden, womit man will … nur bleibt dann bloß noch ein winziger Rest, siehe Necedah. Es mag schon sein, daß der „harte Kern“ früher oder später ins Schisma geht, aber damit ist kein Staat mehr zu machen.
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#4   MessagefromMary   16:56:54 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Es besteht
für niemanden ein Verbot sich mit Medjugorje zu verbinden, also auch nicht für Pater Tomislav.
Ich glaube auch nicht, dass er aus dem Priestertum entlassen wurde, weil er immer Priester bleibt.
Er wurde nur von den Rechten und Pflichten eines Priesters entbunden.
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#3   hieronymus333   15:38:56 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Tja, die einen bringen illegal Geld aus Jugosalwien
nach Deutschland und werden Bischof, die Anderen verbrauch ihr Geld an Ort und Stelle und werden aus dem Orden geschmissen. Iustitia mundi. :-D
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#2   esra   15:05:49 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
medju_WAHN in kreuznet
Shalom!
Nun ja, der Himmel wird auch noch den medju-Wahn
von kreuznet verkraften.
Ich faende es gut, sich mal mit der systematischen
Zerschlagung der Pfarreien in Deutschland zu befassen
und die Weigerung der dt. Bischoefe, junge Priester aus
jungen, wirklich katholischen Orden in die Pfarreien zu
holen.
Shalom!
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#1   lateiniheini   14:28:46 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Auch nicht authentisch!
Ich bin ja heilfroh, dass ihr euch hier mit diesen Themen beschäftigt und nicht die gestrige Niederlage des FC Bayern thematisiert.
Aber mal ganz im Ernst – könnte es sein, dass es eine freimaurerische Verschwörung gegen den FC Bayern gab?
Vielleicht waren die Schiedsrichter homoperverse Lustknaben? Vielleicht wurde ja die Mannschaft aus Bordeaux vor dem Spiel von Bischof Fellay gesegnet? Oder waren andere satanische Kräfte im Spiel? Hatte Thomas Müller kurz vor seinem Platzverweis vielleicht eine unerklärliche Marienerscheinung?
Ist bei Daniel van Buyten ein Exorzismus erforderlich oder muss die gesammte Mannschaft nach Zaitzkofen in Klausur?
Diese Fragen bewegen einen doch heute wirklich…
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