Österreich
Wenn der Bischof zum Metzger seiner Diözese wird
Sogar kirchenferne Journalisten merken, daß die Skandal-Diözese Linz ein Doppelleben führt. Der von Bischof Ludwig Schwarz vom Zölibat dispensierte Pfarrer Josef Friedl ist nur ein Beispiel unter vielen.
Bischof Ludwig Schwarz von Linz
Bischof Ludwig Schwarz von Linz
© Pressefoto Bistum Schwarz
(kreuz.net, Wien) „Die Erkenntnis, daß die offizielle Kirchenlehre von immer weniger verstanden wird, ist nicht neu.“ An der Gültigkeit der Kirchenlehre ändere das aber trotzdem nichts.

Das erklärt der Journalist Dietmar Neuwirth in der morgigen Druckausgabe der antikirchlichen österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’. Der Text ist online bereits abrufbar.

Parallel zur Kirchenlehre hat sich eine inoffizielle Kirchenlehre der kleinen Pfarrer und Pastoralassistenten entwickelt – stellt Neuwirth fest:

„Diese inoffizielle Kirchenlehre ist vor allem leichter praktikabel und kommunizierbar, aber teilweise mit dem, was Rom sagt, nicht einmal mehr unter den größten intellektuellen Verrenkungen und sogar bei bestem Willen nicht in Einklang zu bringen.“

Die „inoffizielle Kirchenlehre“ werde von Bischöfen durch fortgesetztes angestrengtes Wegschauen mehr oder weniger geduldet und dadurch positiv sanktioniert – konstatiert Neuwirth.

Als Beispiel nennt er den vom Linzer Bischof vom Zölibat dispensierten Pfarrer von Ungenach, Hw. Josef Friedl (66).

Hw. Friedl lebt seit Jahrzehnten mit einer Kebse und wird von deren Enkelkindern als „Opa“ angesprochen.

Neuwirth kritisiert, daß Kandidaten vor der Priesterweihe das Gelübde zum ehelosen, keuschen Leben abgeben müssen – ein Bruch dieses Versprechens aber in der Praxis ohne Folgen bleibt.

Daraus zieht er den Schluß, daß die Kirche „um ihrer Glaubwürdigkeit willen“ die „offizielle Kirchenlehre“ an die „inoffizielle“ angleichen müsse.

Skandal-Pfarrer mit vielen offenen Fragen

Skandal-Pfarrer Friedl ist in der morgigen Ausgabe von ‘Die Presse’ auch Gegenstand eines Artikel der Journalistin Georgia Meinhart.

Frau Meinhart hat Bischof Schwarz und den Linzer Generalvikar, Pater Severin Lederhilger, zum Fall Friedl um eine Stellungnahme gebeten.

Doch beide erklärten, daß „alles gesagt“ sei. Darum stellt Frau Meinhart die Fragen in ihrem Artikel:

„Warum beruft sich [Mons.] Schwarz auf ein schriftliches Reuebekenntnis Friedls, von dem dieser stets behauptet hat, nichts zu wissen?

Warum lebt Friedl nach wie vor in einer Beziehung und bekleidet gleichzeitig weiterhin seine Funktion als Pfarrer?

Und schließlich: Warum hält die Kirche am Zölibat fest bei gleichzeitig offenkundiger Unfähigkeit, bei Verstößen auch zu handeln?“


Das Doppelleben von Hw. Friedl ist nach Angaben von Frau Meinhart schon seit langem allgemein bekannt.

An dörflichen Veranstaltungen nehme der Skandal-Priester nach wie vor in Begleitung seiner Kebse teil.

Es sei lediglich ein Stillschweigen vereinbart worden.

Frau Meinhart kennt mehrere Beispiele von zölibatsbrechenden Priestern.

In einer Pfarrei lebe ein Priester seine Unzucht ganz offen: „Er gründete eine Familie, seine Kinder ministrieren.“

Die Journalistin kommentiert: „Daß dies alles der Ortskirche nicht bekannt sein soll, muß bezweifelt werden.“
      
24 Lesermeinungen
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#26   Franz Kappes   11:35:09 | Freitag, 13. November 2009
„Bleib bei Deinen Leisten“
Metzger bleibt Metzger. Traurig genug.
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#24   a.t.m   16:56:54 | Samstag, 24. Oktober 2009
Zölibat
Es bleibt auch jeden Menschen ein leben lang freigestellt ob er Priester wird oder nicht. Das wahre Dillemma in der heutigen Zeit ist es, dass das Priestertum nicht mehr als besondere Berufung zum Dienst an Gott dem Herrn und seinen Volk angesehen wird, sondern nur mehr als eine Art Beruf. Ich habe noch nie gesehen das während der Spende des Sakramentes zum Priestertum jemand genötigt worden ist, sich zum Zölibat zu entschliesen. Wenn ein Priester draufkommen sollte das das Zölibat nichts für ihn ist, so ist es auch mit seiner Berufung zum Dienst in der HRKK nicht weit hergeholt.
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#23   Simon Boccanegra   23:47:58 | Freitag, 23. Oktober 2009
Glaubenstreue Priester sind da ein Dorn im Auge!
Sie müssen in solch einer Diözese selbstverständlich gemobbt und ausgegrenzt werden. Was für ein Lump trägt eigentlich die Verantwortung für solche Zustände?
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#22   Mi.cha.el   22:55:50 | Freitag, 23. Oktober 2009
Väterchen,
strebt man mit einem angeblichen „Meineid“ wirklich ein „von Gott berufenes Priestertum“ an?
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#21   Prälat Hinter †   15:21:14 | Freitag, 23. Oktober 2009
Das ZWANGSZölibat ist eh unmenschlich, denn
kein Weltpriester hat wirklich eine Wahl. Entweder zölibatär leben „wollen/müssen/dürfen“ oder eben gar keine Priesterweihe.Das ist von Anfang an eine Farce zu behaupten, d. Zölibat sei eine „freie Entscheidung nach langem Abwägen im vollen Bewußtsein getroffen“. Wie kann eine derart rigoros ins Intimleben reinreißende Kirchenrechtsbestimmung auch nur annähernd als „frei gewählt“ bezeichnet werden wenn doch viele Priesteramtskandidaten sich sagen: OK, ohne Zölibat kann ich mein von Gott berufenes Priestertum nicht erreichen. Da schwören halt viele den geforderten „Meineid“ mangels einer wirklichen Alternative. Also das ist doch ein grundlegendes Problem in diesem völlig unvernünftig durchargumentierten Zwang „um des Himmelreiches willen“. Entweder man kann wirklich wählen, ob man dieses „Zölibat“ als Prieser auf sich nehmen will – oder man kann sich bis zum Tod immer noch so oder so entscheiden. Aber eine perfide erzwungene Entscheidung wie die des seit der Synode von Elvira durchgeboxten Zölibats für Weltprieter ist einfach ein Hohn für normal denkende Christen im Jahre 2009 und schon seit vielen Jahrzenten davor sicher auch. – Ein Ordens-Priester aber sollte dieses Zölibat schon auf sich nehmen, da es dem Ordensleben sehr entspricht. Für Weltprieter gehört d. Zölibat nicht abgeschafft sondern FREIGESTELLT – lebenslang!
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#20   wickerl   13:32:00 | Freitag, 23. Oktober 2009
logisches Konzept
Mehrfach stellten Journalisten die Frage warum sich Pfarrer Fridl überhaupt ohne jegliche Not „outete“. Insider meinen dazu, das sei absichtlich und gezielt, weil die Diözesen Tirol, Salzburg und Linz vollendete Tatsachen hinsichtlich der „ viri probati“ schaffen wollen, und sie davon ausgehen, dass der Papst dann so umfällt wie der Vergänger bei den von ihm verbotenen Ministrantinnen umgefallen ist. Das Konzept ist jedenfalls logisch, schließlich hat Papst Benedikt Dr. Wagner 2005 und 2009 zwei Mal als Bischof fallen lassen.
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#19   Sefirot   10:29:38 | Freitag, 23. Oktober 2009
Schüttel: Und dann begrüßt der
Bürgermeister den hochwürdigen Herrn Pfarrer mit der ebenso wertgeschätzten Frau Kebse. Nur heißen die Frauen nicht alle so mit Familiennamen… :-D :-D :-D
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#18   michaelamaria †   10:25:57 | Freitag, 23. Oktober 2009
Haushälterin als Kebse?
Eine Pfarrhaushälterin kann nur dann als Konkubine oder abewertend als Kebse bezeichnet werden, wenn sie mit ihrem Pfarrer geschlechtlich verkehrt.
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#17   Schüttel   10:16:55 | Freitag, 23. Oktober 2009
Das ist doch schön, wenn die Kinder des Pfarrers
bei der Messfeier ministrieren. Das ist bei Anglikanern die Regel. Sie werden jedenfalls in der Sakristei oder im Pfarrhaus nicht von zölibatären Perverslingen sexuell missbraucht.
Was sagt die kreuz.net-Redaktion dazu, wenn ein Pfarrer so dreist ist, sich auf einer dörflichen Veranstaltung in Begleitung seiner allen bekannten Haushälterin zu
zeigen? Muss man die dann auch „Kebse“ nennen?
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#16   Huxley   09:59:48 | Freitag, 23. Oktober 2009
Offizielle ist …
… Verstoß gegen das 6. Gebot eine schwere Sünde. Offiziell sind auch andere Sünden schwere Sünden.
Inoffiziell hat sich folgendes durchgesetzt:
a) Man nimmt es nicht so genau und glaubt eh nicht mehr so recht an die Todsünden
b) Man wendet die Heinrich Heine-Methode an, die auch die Kirche anwendet. Heine auf die Frage, ob er wegen seiner rotzfrechen Texte nicht Angst vor Gottes Richterstuhl habe: „Nein, denn Verzeihen ist sein Job“.
Wenn also Gott eh verzeiht (angeblich nur denen, die bereuen), aber in Wahrheit sollen es doch mehr sein, denn man muss ja gewisse entschuldbare Abartigkeiten in Rechnung stellen (Stalin war paranoid, hitler war ein Soziopath usw), dann erübrigt sich ohnehin die ganze Einteilung in schwere und lässliche Sünden.
Und was das Fegefeuer betrifft, so ist das eine frei erfundene Geschichte.
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#15   silesius   09:23:36 | Freitag, 23. Oktober 2009
Frage
Hallo, wollte nur mal fragen: Gibt es noch in der kath. Kirche den Begriff „schwere Sünde“? Wenn ja, ist dann ein Bruch des Zölibats eine schwere, eine leichte oder gar keine Sünde?
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#14   kilohtak. †   09:12:17 | Freitag, 23. Oktober 2009
@wickert
Wieso? Stimmt doch.
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#13   wickerl   09:07:53 | Freitag, 23. Oktober 2009
@kilotak
Den Begriff Kebse finde ich auch sehr abfällig und unnötig lieblos, Sie allerdings schreiben in der Form auch nicht besser, Reaktion auf gleichem Niveau
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#11   wickerl   08:58:28 | Freitag, 23. Oktober 2009
subtiler
Bischof Schwarz hat sich über die Vorwürfe gegen Dr. Wagner sehr gefreut und sie begierig aufgenommen,er triumphierte schadenfroh, und jetzt hebelt er fleißig den Zölibat aus, manche sprechen in dieser Angelegenheit von einer Achse Innsbruck – Salzburg – Linz die „ viri probati“ auf die Beine stellen will.
Ich glaube auch nicht dass die kirchenfernen Journalisten das schreiben um Bischof Schwarz zu kritisieren, sondern dass sie versuchen Bischof Schwarz als Verbündete zu Hilfe zu eilen, dessen neuer Dreiervorschlag für einen Weihbischof in Rom liegt, und es ist unverkennbar dass die österreischischen Medien den Grieskirchner Pfarrer Gmeiner durchdrücken wollen, der schon am ersten Dreiervorschlag in Rom durchfiel.
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#10   hieronymus333   08:17:58 | Freitag, 23. Oktober 2009
Hans im Glück
Es ist schon sehr eigenartig sich ständig bei Bischöfen mit Williamson auseinanderzusetzen. Ansonsten gebe ich ihnen Recht.
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#9   jolie   07:53:58 | Freitag, 23. Oktober 2009
das bild ist total niedlich
und ist ein putziger kommentar zu diesem unsäglichen artikel über die desaströsen zustände…
denkt sich
der freche
jolie
:-P
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#8   Hans im Glück   00:46:06 | Freitag, 23. Oktober 2009
Da zweifele ich doch sehr daran, dass die Katholiban,
eine christliche Gsinnung haben nur dumm sind. Die sind nicht dumm sondern wissen sehr wohl was sie tun, deshalb kann ihre Gesinnung auch nicht christlich sein.
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#7   Fragender   00:41:25 | Freitag, 23. Oktober 2009
@ Hans im Glück
Tja- wer diese Hetze für „katholische Nachrichten“ hält mag auch schon den sonderbaren Herr Williamson für eine Bischof halten und seine dreckigen Revisionistenlügen für gottgefällig…
die Dummheit der Katholiban ist im Unterschied zu ihrer christlichen Gesinnung grenzenlos,
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#6   Hans im Glück   00:29:55 | Freitag, 23. Oktober 2009
Der Hass des Schreiberlings gegen einen Bischof
ist sehr bezeichnend. Der Bischof zählt zu denen die dem jeweiligen Papst niemals in den Rücken fallen würde. Webb einer der deutschspachigen Bischöfe an der Seite des Papstes steht dann der. Die Bischöfe die kreuz.net mag müssen schon mindestens Williamson heißen. Gegenüber dieser Figur hat der hier angefeindete Bischof hundert mal mehr für den Glauben getan.
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#5   Fragender   00:24:48 | Freitag, 23. Oktober 2009
Die Diözese Linz…
… ist somit zumindest etwas weniger verlogen als andere Diözesen, was die widernatürliche Lebensform des Zölibats angeht…
Das daß die mutmaßlich schwulen Piushanseln in ihren weissen Spitzenkleidchen stört, ist auch kein Wunder…
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#4   sct   22:33:09 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
@RJH…
Und ich erst!
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#3   Brandenburgis   22:30:10 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Wo ihr aber in eine Stadt kommt,
da sie euch nicht aufnehmen, da geht heraus auf ihre Gassen und sprecht: Auch den Staub, der sich an uns gehängt hat von eurer Stadt, schlagen wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, daß euch das Reich Gottes nahe gewesen ist. Ich sage euch: Es wird Sodom erträglicher gehen an jenem Tage denn solcher Stadt.
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#2   RJH   22:14:57 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Lk 12, 49
Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
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#1   hieronymus333   21:49:09 | Donnerstag, 22. Oktober 2009
Wenn der Bischof zum Metzger seiner Diözese wird,
dann ist das für die Bischöfe und das gläubige Volk Alltag!
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