Alte Messe
Der neue Sekretär von Ecclesia Dei im Interview
Nach Angaben von Prälat Guido Pozzo ist ein Exemplar der Umfrage bis zum Heiligen Vater gelangt.
Ein Bild für die Photographen: Prälat Guido Pozzo in Soutane und Birett
Ein Bild für die Photographen: Prälat Guido Pozzo in Soutane und Birett
(kreuz.net) Das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ richtet sich an alle Katholiken, die den Alten Ritus wünschen.

Das erklärte der Präsident der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’, Prälat Guido Pozzo, am 23. Oktober in einem Interview mit dem italienischen Blog ‘messainlatino.com’.

Das Motu Proprio betreffe somit nicht nur jene Gläubigen, die bereits vor seiner Veröffentlichung mit dem Alten Ritus verbunden waren.

Es sei „ein Ziel des Dokumentes, die Verbreitung der außerordentlichen Form auch bei denen zu erlauben, die ihn noch nicht kannten“.

„Die immer größere Verbreitung dieses liturgischen Schatzes und Erbes der Kirche kann viele geistliche Vorteile auch hinsichtlich der Berufungen bringen.“

Prälat Pozzo äußert sich auch über die Dreijahresfrist, die vom Motu Proprio vorgesehen ist. ‘Summorum Pontificum’ verlangt, daß danach die Meinungen der Bischöfe eingeholt werden sollen, um die Situation zu beurteilen.

Diese Frist zielt nach Angaben des Prälaten nur auf eine Bilanz und nicht auf eine Infragestellung des Motu Proprios: „Wenn es ernsthafte Schwierigkeiten gäbe, wird man für geeignete Abhilfen sorgen und dabei immer das wesentliche Ziel des Motu Proprio im Auge behalten.“

Auf die Frage, was eine Gruppe tun soll, die in der Umsetzung des Motu Proprio in der eigenen Pfarrei auf Schwierigkeiten stößt, erklärt der Prälat:

„Die Antwort steht bereits im Motu Proprio: Man muß sich an den Pfarrer wenden und möglicherweise einen bereitwilligen Priester suchen.“

Wo sich das als unmöglich erweise, sei es notwendig, sich an den zuständigen Bischof zu richten, der die Pflicht habe, eine geeignete Lösung zu finden:

„Wenn man auch auf diese Weise keine befriedigende Lösung finden würde, soll man der Kommission ‘Ecclesia Dei’ schreiben, die sich mit den Bischöfen in Verbindung setzt, die unsere natürlichen Gesprächspartner sind:

Von ihnen wird dann eine Beurteilung der Situation gefordert, um festzustellen, was die effektiven Schwierigkeiten sind und wie man eine Lösung finden kann.“

Zur Meinungsumfrage der französischen Bewegung ‘Paix Liturgique’ erklärt Prälat Pozzo:

„Das sind in der Tat beachtliche und ermutigende Daten, besonders diese absolute Mehrheit der praktizierenden Katholiken, die, zumindest nach Angaben der Umfrage, die Koexistenz der zwei Formen der Messe in den Pfarreien für ganz natürlich hält.

Es scheint mir, daß ein Exemplar der Umfrage auch an den Heiligen Vater gelangt ist.“

Ein Leser ‘Anonimo’ kommentiert das Interview: „Das nächste Mal könntet ihr ihn fragen, warum der Papst nicht im außerordentlichen Ritus zelebriert.“

Leser ‘Filippo’ ergänzt: „Wenn der Papst eine Alte Messe zelebrieren sollte, dann würden meiner Meinung nach alle, Lefebvristen oder nicht, an jenem Tag nach Rom pilgern, um an diesem glorreichen Anlaß teilzunehmen.“
      
15 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#16   waldluft †   15:35:05 | Montag, 26. Oktober 2009
schweigen aus furcht
gestern sind die söldner der antichristen wieder auf den tempelberg gezogen. der papst schweigt.der vatikan ist auch kein sicherer ort für den papst, denn da wimmelt es nur so von den spionen und attentätern der zionisten.der papst ist praktisch umzingelt.
ich glaube er hat ein geschäft gemacht mit der talmudistischen tempelwache.
jesus kann man nicht verkaufen, nur die eigene seele.
Redaktion benachrichtigen
#15   Franz Kappes   10:49:58 | Montag, 26. Oktober 2009
@kilohtak.
Es gibt viele Riten, darum geht es nicht. Lies mal, was P. Franz Schmidberger der Südwestpresse dazu gesagt hat.
Redaktion benachrichtigen
#14   waldluft †   10:02:23 | Montag, 26. Oktober 2009
meinung von franz. bernardo
welche aufgabe hat der Stellvertreter jesu auf der erde? warum haben wir einen stellvertreter?
wenn er nun der stellvertreter ist, warum macht er nicht seine aufgabe?
seine aufgabe ist das menschenrecht auf der erde zu verteidigen, wir erwarten von ihm die befreiung des heiligen landes, den schutz des tempelberges. wir erwarten von ihm, dass er den krieg auf der erde verhindert. der stellvertreter muss mutig und wahrhaftig sein im wissen um die vergänglichkeit des lebens.
er muss sich für die wahrheit einsetzen.
warum haben wir einen papst, wenn er das nicht tut?
jesus kommt aus palästina und der papst tut nichts für jesus.
also warum bauchen wir einen papst?
und wer will noch an das christentum glauben, wenn der papst die lehre jesu nicht verkörpert?
damit wird der ganzen christenheit schwerer schaden zugefügt. das vorbild der christen soll vermitteln und kämpfen für die menschheit, so wie jesus.
das heilige land und der tempel ist in gefahr. der papst schweigt.
wer unterdrückt ihn so, dass er nur in der rolle einer schwachen puppe aufzutreten vermag.
das amt des papstes ist nur für wirklich starke , mutige, aufrechte .jesus war kein politiker, sondern ein gott ergebener. das ist der unterschied.
Redaktion benachrichtigen
#13   Sefirot   21:46:36 | Samstag, 24. Oktober 2009
Da wedelt wohl der Schwanz…
Das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ richtet sich an alle Katholiken, die den Alten Ritus wünschen.
Auch wenn nur ein Motu Proprio veröffentlicht wird, kann
es ja nicht sein, dass es sich nur an eine sektiererische Gruppe wendet, weil die auf Biegen und Brechen ihre
altlitrugischen Vorstellungen wieder in Gang setzen will.
Da wedelt wohl der Schwanz mit dem Hund…hääh! :-!
Redaktion benachrichtigen
#11   Ottonis   13:33:46 | Samstag, 24. Oktober 2009
Landorganist
deswegen der Aufruf dierekt an die Kommision Ecclesia Dei zu schreiben … und eben nciht den Dienstweg einzuhalten … ich finde diese Aufforderung zeigt wie wichtig das Mortu Pripori für Rom ist und was sie von einer Reihe von Bischöfen wissen und halten …
Redaktion benachrichtigen
#10   noch ein Landorganist   13:29:51 | Samstag, 24. Oktober 2009
kann man sich ausrechnen
Prälat Pozzo äußert sich auch über die Dreijahresfrist, die vom Motu Proprio vorgesehen ist. ‘Summorum Pontificum’ verlangt, daß danach die Meinungen der Bischöfe eingeholt werden sollen, um die Situation zu beurteilen.
ääh, ok … und wer erwartet von der Mehrzahl der deutschen Anti-Papst-Bischöfe etwas anderes als lauter Lügen über die Situation?
Redaktion benachrichtigen
#9   Leo Miles   13:21:55 | Samstag, 24. Oktober 2009
@Johannes Paul I.
Richtig, das reicht natürlich noch lange nicht. Es muß natürlich in erster Linie das Wort Gottes als feste, unveränderliche Wahrheit und die Existenz der Übernatur, des Gerichtes, des Himmels und der Hölle als absolute Realität anerkannt werden.
Aber ohne die gültigen Sakramente ist das alles für den Menschen – gerade in der heutigen Zeit – schwer zu glauben. Deswegen bedarf es nicht irgendeinen Ritus, sondern das einzig wahren und einzig gültigen. Denn wenn die Sakramente keine echten Sakramente mehr sind, dann werden sie auch nicht mehr das Entsprechende bewirken.
Redaktion benachrichtigen
#8   Johannes Paul I.   12:11:16 | Samstag, 24. Oktober 2009
Papst ist nicht dazu verpflichtet
Wenn ich mich zurückerinnere, mit welcher fast schon hysterischen Ungeduld – auch auf diesen Seiten – das „Motu proprio“ erwartet wurde, wie dann sogenannte und nicht notwendig erscheindene Ausführungsbestimmungen wiederum fast hysterisch herbeigeredet wurden, so ist nun die nächste Hysterie abzusehen: wann endlich würde der Papst selbst eine besondere Form des Römischen Ritus zelebrieren? Diese Engführung ist aber nicht sinnvoll. Die konkrete rituelle Form ist nicht entscheidend, entscheidend ist das jeweils gültige Heilige Meßopfer. Es gibt kein besseres oder schlechteres oder kein gültigeres oder weniger gültigeres Meßopfer. Weiters sind oft phantastische und unrealistische Erwartungen geschürt worden: als ob die Verwendung der außerordentlichen Form automatisch pure Sündelosigkeit und hellste Glorie aller Teilnehmer garantierte, als ob durch die außerordentliche Form selbst fast schon die Folgen des Sündenfalles automatisch nicht mehr zur Wirksamkeit kämen. Als ob mit der Verwendung der Form alle Häresien automatisch ausgelöscht und alle moralischen Defekte nur der neuen Form angedichtet werden könnten. Durch die noch zu errichtenden anglo-katholischen Personalordinariate (-diözesen) wird die gesunde Vielfalt im lateinischen Ritenbereich weiter zunehmen. Doch gerade das Beispiel der Anglikaner lehrt: traditionelle Formen waren und sind noch lange keine Garantie für immerwährende Katholizität im vollen Sinne des Wortes.
Redaktion benachrichtigen
#7   proetcontra   11:43:28 | Samstag, 24. Oktober 2009
Ihr Heuchler!
Die lefebvristische Abfall-Sekte hat keine Existenzberechtigung innerhalb der rkkirche!
Ginge es diesen Häretikern wirklich nur um die Frage des Ritus, so hätte sie den Weg der Petrusbruderschaft gefunden!
Es ist ein gänzlich falsches und nichtkatholisches Verständnis von Tradition und christlichem Glauben, was dieser Abfall-Sekte eigen ist! Das wird ihr in den aktuellen Gesprächen in Rom verdeutlicht werden. Möge Gott ihre verstockten Herzen öffnen, dass sie seinen Willen und Weg für unsere zeit erkennen!
Und jene – gerade auch hier! –, die dann meinen, dass auch die Econe-Vereinigung die rkkirche „verraten“ hätten, …der Pseudo-Pater und Sedisvakantistenphantast Lingen wird sich eurer erbarmen! Sektenvolk!
Redaktion benachrichtigen
#6   pamino   11:08:56 | Samstag, 24. Oktober 2009
Meilenstein
Der Papst hat vor Jahren als Präfekt der Glaubenskongregation in der ehemaligen Jesuitenkirche in Weimar zusammen mit Petrusbrüdern ein großes Pontifikalamt im alten Ritus zelebriert. Wenn er das noch nicht in St. Peter gemacht hat, so kann der Grund dafür nicht sein, daß er grundsätzlich dagegen ist.
Redaktion benachrichtigen
#5   Thomasius   11:03:23 | Samstag, 24. Oktober 2009
@kilohtak@Franz Kappes
Richtig: Misa ist die Bezeichnung der „Veranstaltung“
Alt oder lateinisch bedeutet, die Reduzierung des Pfingserlebnisses auf eine damalige – meist – Fremdsprache in späterer Zeit.
Redaktion benachrichtigen
#4   kilohtak. †   10:19:09 | Samstag, 24. Oktober 2009
@Franz Kappes
Es gibt nur eine Messe!
Richtig!
Aber mehrere Riten!!!!!
Redaktion benachrichtigen
#3   Franz Kappes   10:17:15 | Samstag, 24. Oktober 2009
@kilohtak.
Es gibt nur EINE Messe, oder?
Redaktion benachrichtigen
#2   kilohtak. †   10:16:32 | Samstag, 24. Oktober 2009
Alle????
Als nicht an alle, sondern nur die, die den alten Ritus wünschen. Unser Papst ist doch weitsichtig.
Redaktion benachrichtigen
#1   Franz Kappes   10:11:22 | Samstag, 24. Oktober 2009
Für ALLE Katholiken
Das Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ richtet sich an alle Katholiken, die den Alten Ritus wünschen.
Ich habe gedacht, als Adressaten würden ALLE Katholiken gelten. Irre ich mich?
Redaktion benachrichtigen
Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
Alte MesseDie Gläubigen wollen die Alte Messe Alte MesseDie Luft der Glaubwürdigkeit wird dünn Alte MesseEin unglaublicher Aufwind Alte MesseDer Tsunami kam nach der Liturgiereform Alte MesseDamit wäre vielen Traditionalisten die Argumentationsgrundlage entzogen Alte MesseSchweizer Bischof zelebriert im Alten Ritus Alte MesseLiturgischer Mißbrauch im Alten Ritus Alte MesseAlso bin ich wieder eingetreten Alte MesseDer Kampf der Zwillinge Alte MesseTiefe Krise nach dem Motu Proprio Alte MesseDie Neue Messe ist mangelhaft Alte MesseTagung über ‘Summorum Pontificum’ verboten Alte MesseDie Antworten des neuen Sekretärs Alte MesseBistum Eichstätt: Alles begann mit zwei, drei Gläubigen Alte MesseAusgerechnet in Trient
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net