09:30:27 | Montag, 26. Oktober 2009
Mit viel Aufwand und Geld organisierte die Erzdiözese Wien eine Riesentagung, um Frauenordination und Priesterehe zu propagieren. Kardinal Schönborn hörte zu und schwieg.

Handauflegung durch den Kardinal am Ende der Delegiertenversammlung im Wiener Stephansdom.
© Pressefotos:
kathbild.at/Rupprecht(kreuz.net, Wien) Vom Donnerstag bis Samstag tagten im Wiener Stephansdom 1.200 Delegierte aller Pfarreien
der Erzdiözese.
Die Versammlung stand unter dem Motto „Apostelgeschichte 2010“. Christoph Kardinal Schönborn
von Wien sagte im Vorfeld mehrmals, daß er sich von der Tagung eine Missionierung seiner Erzdiözese
erwarte.
Er nahm an der Versammlung teil, hörte zu und ergriff gelegentlich selber das Wort.
Beobachter
sprechen davon, daß die Versammlung im wesentlichen von altliberalen Stimmungsmachern dominiert wurde.
Die Webseite der Erzdiözese Wien ‘Stephanscom’ berichtete in vielen Artikeln von der altliberalen Veranstaltung.
„Apostelgeschichte 2010“

Pressebild: kathbild.at/Rupprecht

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Forderung nach Frauenordination unkommentiert stehengelassen
Am Freitag arbeiteten die Delegierten in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen.
Die Ergebnisse wurden
auf Plakate geschrieben und am Nachmittag im Stephansdom der Versammlung vorgetragen.
Ein Plakat arbeitete
gezielt mit Verwirr-Formulierungen: „In einem Volk von Priestern kann es keinen Priestermangel geben.“
Eine Arbeitsgruppe begehrte gegen das sechste Gebot auf.
Zum Thema Ehebrecher schrieb eine Arbeitsgruppe
auf ein Plakat: „Es wird in Zukunft immer wichtiger sein, wie wir mit Brüchen in den Lebensgeschichten
der Menschen umgehen.“
Ferner sprachen die Delegierten der Erzdiözese über Frauenordination und die
üblichen Unterhosen-Themen wie Zölibat oder konkubinierende Abfall-Priester.
Mehrere Stimmen wünschten,
daß „berufene Frauen und Männer mit Ämtern beauftragt und bevollmächtigt“ würden.
Zum Thema Frauenordination
gab es spontanen Applaus im Stephansdom.
Ein Delegierter seufzte auf der Bühne besonders salbungsvolle
Worte: „Sehen wir einer Kirche entgegen, in der Sie, Herr Kardinal, uns als Laien, die Hände auflegen,
auf daß wir in die Gemeinden gehen und den Menschen die Füße waschen.“
Kardinal Schönborn erklärte
zu den altliberlaen Themen laut ‘Stephanscom’, daß er die geforderten Reformen „nicht versprechen“ könne:
„Ich werde noch mehr als bisher das Gespräch und den Austausch mit den Bischöfen suchen.“
Altliberale
und Neokonservative fröhlich vereintDie Diözesanversammlung wurde von mehreren neokonservativen Gemeinschaften
besucht und mitgetragen – unter anderem von den aus Frankreich stammenden Gemeinschaften ‘Emmanuel’, Gemeinschaft
vom Lamm und Gemeinschaft des Heiligen Johannes.
Einen sogenannten Sendungsgottesdienst hielt am Samstag
Pater Johannes Lechner von der Johannesgemeinschaft.
Er predigte: „Wenn ich sehe, wie die Christen dieser
Diözese sich mit ihren Hirten auf dem Weg machen, möchte ich mit dem Augen des heiligen Johannes, den
Augen des Glaubens sagen, der uns das Unsichtbare im Sichtbaren erkennen läßt: Es ist der Herr, er ist
es, der das bewirkt. Er ist mitten uns.“
Der Pater behauptete ferner, daß den altliberalen Delegierten
„die Erfahrung des ersten Apostelkonzils in Jerusalem“ zuteil geworden wäre.
Pater Johannes wandte sich
auch gegen die Kategorien liberal oder konservativ. Das seien keine biblischen Kategorien.
Die Altliberalen
wollten angeblich, „daß etwas weitergeht“ und Konservate versuchten, das Wertvolle aus der Tradition
bewahren.
Probleme sieht Pater Johannes bei jenen, die „aggressiv auftreten“, und jenen, die nur „lau“
für ihren Glauben eintreten.
Glasmonstranzen als GeschenkAm Ende des Gottesdienstes überreichte Kardinal
Schönborn den drei Wiener Bischofsvikaren jeweils eine Glasmonstranz.
Es handelte sich um mit Farbe
beschmierte Glasgefäße. Sie sollen ab 2010 als angebliche Wandermonstranzen durch die Pfarreien wandern
und zur Anbetung einladen.
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#20
IZAAC 16:28:42 | Montag, 26. Oktober 2009
#17
Fragender 14:03:30 | Montag, 26. Oktober 2009
#11
diakonus 10:54:52 | Montag, 26. Oktober 2009
#7
wickerl 10:27:13 | Montag, 26. Oktober 2009