Benedikt XVI.
Fürchtet sich der Vatikan nicht vor dem „Bürgermeister“ der City of Man?
Warum geht die Sozialenzyklika mit keinem Wort auf die Apokalypse ein? Hält die Kirche die Wahrheit ihrer Lehre und ihres Glaubens nicht mehr für zumutbar? Von Universitäts-Dozent Friedrich Romig.
(kreuz.net) Die Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI. erklärt im Paragraph 7, daß die „Globalisierung“ geschichtsphilosophisch ein Prozeß sein solle, der die Völker in einer Familie und in „der Stadt des Menschen“ vereint.

Ist es nicht Lehre der Kirche, daß der allmächtige Bürgermeister dieser „City of Man“ der Antichrist ist und die Stadt den Namen „Babylon“ trägt? Sie wird in der Apokalypse des Heiligen Johannes als „die große Hure“ bezeichnet, „die zur Ware hat Leiber und Seelen der Menschen“.

Warum wird nicht auf die klaren Aussagen des Heiligen Paulus über die Notwendigkeit des Abfalls vom Glauben und das Auftreten des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ verwiesen?

Immerhin wird dieser Sohn des Verderbers und Widersachers sich ja – so der zweite Thessalonicherbrief – „über alles hinwegsetzen, was Gott heißt“.

Er wird – wenn der Heilige Paulus recht hat – mit Zwangsgewalt ausgestattet und die in Paragraph 67 der Enzyklika genannte „Autorität der Internationalen Gemeinschaft“ verkörpern.

Warum wird mit keinem Wort und in keiner der 159 Fußnoten des päpstlichen Rundschreibens auf die Apokalypse eingegangen, die doch für die Geschichtsphilosophie und Geschichtstheologie der Kirche von ausschlaggebender Bedeutung ist? Ist sie aus der Soziallehre der Kirche getilgt?

Verlangt „die Liebe in der Wahrheit“ nicht das Eingeständnis, daß die Kirche und alle, die ihr in dieser Welt folgen, nur die Funktion des „Aufhalters“ erfüllen können, der „hinweggeräumt“ wird, bevor der Antichrist in persona erscheint und – so der Heilige Paulus – „sich auf den Thron Gottes setzt und vorgibt, Gott zu sein“?

Darf verschwiegen werden, daß dieses „Hinwegräumen“ mit einem furchtbaren Martyrium für die Kirche und ihre Getreuen verbunden sein wird?

Müßte dies nicht in der Soziallehre der Kirche gebührende Berücksichtigung finden?

Hält die Kirche die Wahrheit ihrer Lehre und ihres Glaubens nicht mehr für zumutbar?

Der Autor lehrte politische Ökonomie in Wien, Graz und Aachen. Er erhielt für seine Habilitationsschrift den Kardinal Innitzer-Förderpreis und war Mitglied der Europakommission der ‘Österreichischen Bischofskonferenz’. Letzte Publikation: „Prava naroda“ (Die Rechte der Nation), Bratislava 2008.
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Keine Einmischung der Kirche in staatliche Belange? 2. Eine Soziallehre aus Bruchstücken? 3. Mehr als eine Erbauungsschrift? 4. Systemlosigkeit und Verschwommenheit 5. Vatikanische Tipps für einen folgenreichen Konkurs? 6. Nur der Tod ist Demokrat 7. Wie anders als durch die Setzung von Grenzen?
8. Fürchtet sich der Vatikan nicht vor dem „Bürgermeister“ der City of Man?
      
17 Lesermeinungen
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#17   pneumat   21:49:12 | Dienstag, 3. November 2009
Hans im Glück:
[kursiv]Wer sich über romig informiernwill geht am besten hier hin www.lizaswelt.net/…01/romigs-furor.html
Romig:Die USA seien zum „Zentrum des Zionismus“ geworden.
Irrt sich der Autor? …ebuch.files.wordpress.com/…wo-ist-der-stern.jpg
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#16   IZAAC   19:57:37 | Dienstag, 3. November 2009
Lutheraner_72
Gerade ihr Lutheraner solltet doch die Heilige Schrift mehr lesen und kennen als Katholiken?
Oder lesen die Lutheraner auch nicht mehr?
Oder schlimmer, glauben die Lutheraner nicht mehr NUR DER SCHRIFT ALLEIN???
Da steht zumindest das drinnen, was hier im Artikel bezüglich Paulus etc. genannt wird.
Und, so wahr es den EWIGEN gibt, die Schrift ist wahr und das Wort wird sich erfüllen!
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#15   Sign   19:04:54 | Dienstag, 3. November 2009
man sollte den Leute hier sage
das es auch im 21. Kirchen-Jahrhundert noch viele andere Themen als die Apokalypse gibt.
Manche sind ja direkt besessen davon.
Obwohl es wirklich so gute Auslegungen gibt wie z.B. die von Pater Buob.
Wenn ihr euch sowas nie anguckt, dann seid ihr selber schuld das ihr die Apokalypse in einer Sozial-Enzyklika sucht.
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#14   wolfgang e.   18:15:38 | Dienstag, 3. November 2009
Warum geht die Sozialenzyklika mit keinem Wort auf die Apokalypse ein?
Vielleicht, weil es eine Sozialenzyklika ist, und keine Apokalypsenenzyklika?
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#13   Lutheraner_72   08:15:53 | Dienstag, 3. November 2009
Huuuh, der Teufel
Ihr Fundamentalisten habt wohl zu viele Fantasie-Filme geguckt, in denen schwarze Magier und Dämonen wild umher tanzen. :-D
Wie wäre es, wenn ihr eine Teufelsaustreibung für den Papst beantragt?
Also ehrlich… wie kann man nur in solchen Kategorien denken?
Die armen Kinder, die in solchen Kreisen aufwachsen müssen. Das ist ja schon die Hölle auf Erden!
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#12   FXaver   08:13:36 | Dienstag, 3. November 2009
Was in Österreich alles so an der Uni lehren darf…
Hat der Herr Prof. aust. Dr. mult. habil. Hofrat Romig nicht mal in ein Geschichtsbuch geguckt. Seit jeher haben Endzeit-Propheten, auf englisch sehr treffend „doomster“ genannt, versucht die Offenbarung des Johannes auf ihre Zeit hin auszulegen. Und immer lagen sie falsch. Wenn ich mich nur an all die Spinner erinnere, die kurz vor 2000 durch das Netz geisterten…
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#11   r.ruhrgebietler   07:11:27 | Dienstag, 3. November 2009
City Of Man
= com
ueberall im internet gibt es also webseiten mit dieser endung. ein harmloses beispiel www.zoo.com/
die gepriesene oder auch eingeforderte soziallehre ergiesst sich in einer elementaren ablehnung Gottes. Romigs Fragen stellen nur einen winzigen ausschnitt dessen dar, was sich jeder Christgläubige fortwährend stellen sollte!
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#10   pneumat   02:38:38 | Dienstag, 3. November 2009
von ausschlaggebender Bedeutung
Die allen berechtigten Warum dieses Artikels treffen genau den Kern des RKK-Abfalls. In keinem Predigt wird die prekäre Lage der Gegenwart von verängstigten geistlosen Geistlichen angesprochen.
Schade nur, dass Autor nicht den Mut fassen konnte, die wahre Hure Babylons zu nennen*.
*Die Hure Babylon ist eine der biblischen Allegorien für die Gegner der Gläubigen im Allgemeinen und das römische Weltreich de.wikipedia.org/wiki/Hure_Babylon im Speziellen
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#9   Elijahu †   00:49:51 | Dienstag, 3. November 2009
Der Papst hat sich von Jesus Christus abgewandt und ihn verraten
Papst und im grunde die gesamte katholische Bischofshierarchie stehen längst auf der Seite des Antichristen. Selbst diese „glaubensfesten“ Männer lassen sich lieber vom Glanz des Teufels blenden und reden dem 666er-Pöbel nach dem Mund, als die unbequeme Glaubenswahrheit Jesu Christi zu verkünden.
Die grosse Läuterung naht mit gewaltigen Schritten.
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#8   Gotthard   21:43:07 | Montag, 2. November 2009
Romig fiebert
vermisst dieser Romig in der Enzyklia auch die „Finanz-Shoa“, oder eine Verschwörung „jüdisch-trotzkistischer linksrevolutionärer Neokonservativer“ ?
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#7   santa rita   21:22:13 | Montag, 2. November 2009
Ratzinger als falscher Prophet
Rabbi Ratzinger ist unterwegs zum Punkt Omega, mit Hegel, Darwin und Teilhard de Chardin im Gepäck.
Ehrensache für ihn, dass er seinen älteren Brüdern bei der Installierung ihres Messias behilflich ist.
Deshalb musste auch Fatima gedeckelt und für beendet erklärt werden, weil Fatima auf die Apokalypse hinweist und damit der hegelianisch-teilhardistischen Geschichtsphilosophie diametral entgegengesetzt ist.
Man munkelt, dass nach Ratzingers Fatima-Betrug das Antlitz Christi auf dem Schweisstuch der Veronica verschwunden ist.
Zur Vertuschung und Ablenkung hat man dann den Manopello-Schwindel inszeniert: Man nehme ein , stricke eine fromme Legende drumherum und fertig ist der neue Wallfahrtsort.
Man stelle sich vor: Das Schweissnaives Gemälde de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Vo… der Veronica, das viele Jahrhunderte verehrt wurde und viele Künstler inspiriert hat, ist gar nicht das echte Schweisstuch der Veronica! Das echte Schweisstuch der Veronica wurde vielmehr kürzlich von einem Journalisten des zionistischen Springer-Verlags „gefunden“.
Wie dumm muss man eigentlich sein, um so etwas zu glauben?
Ohne Hegel kein Darwin.
Nietzsche
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#6   DJM †   20:48:28 | Montag, 2. November 2009
Fridericius
Ergo wird dieser Kram einfach nicht mehr verkündet.
Worte reichen dafür einfach nicht aus.
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#5   Fridericius †   20:47:02 | Montag, 2. November 2009
MessagefromMary: Tja – das beweist mal wieder
dass es der Kirche nur um Macht und Einfluss geht – der Glaube ist da schlicht scheissegal.
Und heute merken die Kirchenoberen halt, dass mit diesem ganzen mystischen Unfug kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, anders als früher.
Ergo wird dieser Kram einfach nicht mehr verkündet.
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#4   MessagefromMary   20:42:10 | Montag, 2. November 2009
„Öde“ ist der Artikel ganz bestimmt nicht
Hier wird endlich einmal Klartext von einem kompetenten Theologen gesprochen – und zwar über die für gläubige Christen so wichtigen Themen wie die Apokalypse, die bei der Sozialenzyklika übergangen werden.
Kein Gläubiger wird zum Beispiel über die Bedeutung von dem „Tier aus der Erde“ aufgeklärt oder den „Antichristen“ und die „Hure Babylon“, dafür um so mehr über Umweltschutz und Globalisierung.
Hält die Kirche die Wahrheit ihrer Lehre und ihres Glaubens nicht mehr für zumutbar?
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#3   Hans im Glück   20:01:30 | Montag, 2. November 2009
Wer sich über romig informiernwill geht am besten hier hin
www.lizaswelt.net/…01/romigs-furor.html
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#2   Herrenschuh   19:51:59 | Montag, 2. November 2009
Dieser sogenannte „Universitäts-Dozent“ ist dermaßen öde
das erinnert einen an diesen Medjugorge-Folgeroman… :-S :-S
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#1   Shuca   19:50:08 | Montag, 2. November 2009
Bewahrung der Sünde
Wer die Schöpfung bewahren will,bewahrt die Sünde und arbeitet der totalen Machtergreifung Satans zu.Es kann aber auch sein, das ein führender Katholik den Gegenschlag Christie provozieren will.Denn wenn die Zeit nicht abgekürzt wird, werden alle verloren gehen.
Per Mariam ad Christum.
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