19:55:09 | Dienstag, 10. November 2009
Seitdem man in der Kirche den Dialog und die Geschwisterlichkeit entdeckt hat, haben Streit und Konflikte Hochkonjunktur. Jetzt bemüht sich die Diözese Chur um eine „Gesprächskultur“.

Ende Oktober publizierte das Bistum Chur „Grundsätze zur Gesprächskultur“
(kreuz.net) Kürzlich publizierte die Schweizer Diözese Chur „Grundsätze zur Gesprächskultur im Bistum
Chur – mit besonderem Blick auf die Bistumsregion Zürich“.
Diese besondere Perspektive ist damit begründet,
daß die antikatholischen Kräfte in den dortigen staatskirchlichen Strukturen am stärksten sind.
Das
Papier wurde von einer
bischöflichen Projektgruppe erarbeitet. Es geht ihm um die Förderung der „Gesprächs-
und Konfliktkultur“.
Die Projektgruppe hat nach eigenen Angaben auf der Grundlage „wissenschaftlicher
und empirischer Erkenntnisse“ Vorschläge erarbeitet, um die Gesprächs- und Konfliktkultur zu optimieren –
heißt es im Vorwort.
Man kam zu Erkenntnis, daß es für eine „optimale Gesprächs- und Konfliktkultur“
einer weitmöglichen Transparenz der zu besprechenden Situationen und Entscheidungen bedürfe:
„Viele
Konflikte rühren daher, daß nur Teile von Argumenten bekannt (gemacht) werden und somit eine Entscheidung
nicht verstanden wird.“
Eine Gesprächs- und Konfliktkultur müsse sich an vorgegebene Strukturen halten.
Diese ist in der Diözese Chur durch die spannungsgeladene Dualität der offiziellen Kirche und der autonomen
Kirchensteuer-Verwaltung geprägt:
„Beide können nur gut miteinander kooperieren, wenn sie auch gut
miteinander kommunizieren“ – hält das Papier fest.
Kritisiert wird ein „getrenntes Auftreten von Konfliktpartnern
in der Öffentlichkeit“ – wie es in der Vergangenheit die Regel war. Das erzeuge Gerüchte und Spekulationen.
Zweckoptimistisch wird auch von der „Krise als Chance“ geredet. Um Wahrheit müsse gekämpft werden –
auch in der Kirche.
In Personalfragen sei – wie in der Schweizer Armee – der Dienstweg einzuhalten:
„Dabei ist zu bedenken, daß Personalfragen vertraulich zu behandeln sind, direkt Betroffene zuerst informiert
werden müssen und Indiskretionen eine geordnete Information sabotieren können.“
Das ist vielleicht
eine Anspielung auf die Informationen, die von der Züricher Staatskirche regelmäßig an den antikirchlichen
Journalisten Michael Meier weitergeleitet werden.
Im Konfliktfall empfiehlt das Papier zuerst das Gespräch,
dann die Anrufung der vorgesetzten Stelle und – wenn alles nichts hilft – eine Schlichtungsstelle – „unter
Wahrung der Letztverantwortung des Diözesanbischofs“.
Wie diese gewahrte „Letztverantwortung“ inhaltlich
aussieht, läßt das Papier offen.
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Sarastro 16:22:50 | Mittwoch, 11. November 2009
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Methodist 23:32:11 | Dienstag, 10. November 2009
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Shuca 23:17:32 | Dienstag, 10. November 2009
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Paulaner † 23:16:35 | Dienstag, 10. November 2009
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Gotthard 23:08:33 | Dienstag, 10. November 2009
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Shuca 22:47:48 | Dienstag, 10. November 2009
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Paulaner † 22:02:31 | Dienstag, 10. November 2009
#1
Gotthard 21:52:37 | Dienstag, 10. November 2009