Schweiz
Streiten nach Regeln
Seitdem man in der Kirche den Dialog und die Geschwisterlichkeit entdeckt hat, haben Streit und Konflikte Hochkonjunktur. Jetzt bemüht sich die Diözese Chur um eine „Gesprächskultur“.
Ende Oktober publizierte das Bistum Chur "Grundsätze zur Gesprächskultur"
Ende Oktober publizierte das Bistum Chur „Grundsätze zur Gesprächskultur“
(kreuz.net) Kürzlich publizierte die Schweizer Diözese Chur „Grundsätze zur Gesprächskultur im Bistum Chur – mit besonderem Blick auf die Bistumsregion Zürich“.

Diese besondere Perspektive ist damit begründet, daß die antikatholischen Kräfte in den dortigen staatskirchlichen Strukturen am stärksten sind.

Das Papier wurde von einer bischöflichen Projektgruppe erarbeitet. Es geht ihm um die Förderung der „Gesprächs- und Konfliktkultur“.

Die Projektgruppe hat nach eigenen Angaben auf der Grundlage „wissenschaftlicher und empirischer Erkenntnisse“ Vorschläge erarbeitet, um die Gesprächs- und Konfliktkultur zu optimieren – heißt es im Vorwort.

Man kam zu Erkenntnis, daß es für eine „optimale Gesprächs- und Konfliktkultur“ einer weitmöglichen Transparenz der zu besprechenden Situationen und Entscheidungen bedürfe:

„Viele Konflikte rühren daher, daß nur Teile von Argumenten bekannt (gemacht) werden und somit eine Entscheidung nicht verstanden wird.“

Eine Gesprächs- und Konfliktkultur müsse sich an vorgegebene Strukturen halten.

Diese ist in der Diözese Chur durch die spannungsgeladene Dualität der offiziellen Kirche und der autonomen Kirchensteuer-Verwaltung geprägt:

„Beide können nur gut miteinander kooperieren, wenn sie auch gut miteinander kommunizieren“ – hält das Papier fest.

Kritisiert wird ein „getrenntes Auftreten von Konfliktpartnern in der Öffentlichkeit“ – wie es in der Vergangenheit die Regel war. Das erzeuge Gerüchte und Spekulationen.

Zweckoptimistisch wird auch von der „Krise als Chance“ geredet. Um Wahrheit müsse gekämpft werden – auch in der Kirche.

In Personalfragen sei – wie in der Schweizer Armee – der Dienstweg einzuhalten:

„Dabei ist zu bedenken, daß Personalfragen vertraulich zu behandeln sind, direkt Betroffene zuerst informiert werden müssen und Indiskretionen eine geordnete Information sabotieren können.“

Das ist vielleicht eine Anspielung auf die Informationen, die von der Züricher Staatskirche regelmäßig an den antikirchlichen Journalisten Michael Meier weitergeleitet werden.

Im Konfliktfall empfiehlt das Papier zuerst das Gespräch, dann die Anrufung der vorgesetzten Stelle und – wenn alles nichts hilft – eine Schlichtungsstelle – „unter Wahrung der Letztverantwortung des Diözesanbischofs“.

Wie diese gewahrte „Letztverantwortung“ inhaltlich aussieht, läßt das Papier offen.
      
12 Lesermeinungen
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#13   Paulaner †   16:28:20 | Mittwoch, 11. November 2009
Siebenundsiebenzich Sohlenstreich!
Sarastro: Schreibkultur
Du hast auch nichts zur katholischen Schreibkultur beigetragen, diesmal hältst DU deine Füßlein hin!
:-D
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#12   Sarastro   16:22:50 | Mittwoch, 11. November 2009
Schreibkultur
Sowohl Originaltexte wie Kommentare haben leider meistens eine unsäglich traurige Qualität, für einen Katholiken eigentlich nicht geniessbar.
Vielleicht könnte einmal zur Kenntnis genommen werden, dass es in Zürich keine Staatskirche gibt. Die Katholiken, wie andere auch, sind nur eine öffentlich-rechtlich anerkannte Kirche. Einen Dualismus gibt es nicht mit der „autonomen Kirchensteuerverwaltung“ sondern mit der Kirchenbasis der meisten praktizierenden Katholiken im Kanton und anderswo.
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#10   Paulaner †   23:50:27 | Dienstag, 10. November 2009
Wem, Shuca, gegenüber, verlangst du denn „Gehorsam“, ha?
Shuca: Es gibt keine größere Kraft
Wenn man ihn aber auffordet zu bekennen das Jesus Christus der Sohn Gottes ist und nur allein Ihm die Anbetung zusteht.Dann verweigert er den Gehorsam
Steht dir denn als Stellvertreter, als Inquisitor, als Statthalter, sowas zu? DAS IST DER KNACKPUNKT, nicht der Gehorsam Gott gegenüber. Sogar hier im Kreuznet schwingen sich allerlei Halbfertige und Halbseidene auf um stellvertretend Angst einzujagen – was früher problemlos funktioniert hat, plumpst jetzt ins Leere und verursacht große Augen.
Dieser Kirche, euch Klerikern, trauen wir Gläubigen das Recht einfach nicht mehr zu, „im Namen Gottes“ irgendwas einzuklagen. Ihr habt zu viel öffentlich gezankt, habt euch öffentlich zu viel bloßgestellt.
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#9   Methodist   23:32:11 | Dienstag, 10. November 2009
Na ja…
Bin ja mal gespannt, ob nun etwas mehr Ruhe einkehrt im Bistum Chur… glaub ich ja eher nicht… Da steht noch die Ernennung eines Weihbischofs ins Haus… und da könnte es nochmal so richtig knallen… Immerhin, man will sich anständig benehmen… ich wünsche den Geschwistern, dass ihnen das gelingt. Denn über das unterirdische Heckmeck zu Zeiten von Haas und teilweise auch von Huonder (Bischof von Chur) freuen sich ja in der Regel doch nur wieder die antikirchlichen Medien… Warten wirs ab.
Methodist
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#8   Shuca   23:17:32 | Dienstag, 10. November 2009
Es gibt keine größere Kraft
Es gibt keine größere Kraft des Glaubens,wenn der gläubige Mensch den Wolf im Schafspelz erkennt.Der Wolf im Schafspelz redet nur hummanistisches Zeug.Er tut völlig harmlos.Wenn man ihn aber auffordet zu bekennen das Jesus Christus der Sohn Gottes ist und nur allein Ihm die Anbetung zusteht.Dann verweigert er den Gehorsam und redet sich mit allen nur denkbaren Varianten raus.Er benützt sogar den Vater als Waffe gegen den Sohn.
Per Mariam ad Christum.
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#7   Paulaner †   23:16:35 | Dienstag, 10. November 2009
Das Selbergutzureden, damit das Gelee-Rückgrat in Form bleibt.
Gotthard: @siegfried
von welcher Kraft sprichst Du? Ich erkenne keinerlei Kraft, die dieser Verein verströmt – habe noch nie etwas von ihm gehört außerhalb dieses Forums.
Gekennzeichnet durch Abgrenzung und Mauern gegen die Andern, die Modernisten, die Homos, die Konzilskatholiken, die Bischöfe und natürlich – die Sünder als solche.
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#6   Gotthard   23:08:33 | Dienstag, 10. November 2009
@siegfried
die Piusbruderschaft stellt ihre Kraft,
von welcher Kraft sprichst Du? Ich erkenne keinerlei Kraft, die dieser Verein verströmt – habe noch nie etwas von ihm gehört außerhalb dieses Forums.
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#5   Shuca   22:47:48 | Dienstag, 10. November 2009
Befehl und Gehorsam ?
Befehl und Gehorsam gegen über Christus das geht auf keinen Fall.Es reicht schon wenn der Sohn aus Gehorsam gegen über den Vater in den Tod geht.Der modernen Katholik haßt den Gehorsam.Und wenn er die Handkommunion nimmt,freut er sich das Christus in die Hände seiner Feinde gefallen ist.Ob bewußt oder unbewußt.
Per Marium ad Christum.
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#4   Legolas der Schnelle   22:44:43 | Dienstag, 10. November 2009
Bischof Williamson hat anscheinend die meisten Klicks bei Kathtube:
kathtube.com/player.php?id=7989
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#3   Siegfried   22:43:07 | Dienstag, 10. November 2009
zu Gotthard: Streiten
die Piusbruderschaft stellt ihre Kraft, so wie es die Kirche in den ersten 2.000 Jahren gemacht hat, für die Missionierung und für die Glaubensweitergabe und erreicht so etwas vom Gründer der Kirche erteilten Auftrag.
Die nachkonziliaren Kirche benötigt den gesamten Kräfteaufwand für den Familienstreit, den Ungehorsam und die Verbreitung sehr vieler persönlicher Glaubenswahrheiten, verbunden mit dem großen Ungehorsam gegenüber dem Heiligen Vater. Das Ergebnis, das gleiche wie bei den Protestanten, entleerte Kirchen und einen Schwund an glaubenden Mitgliedern.
Eine Verfehlung des erhaltenen Missionsauftrages ist das Hauptergebnis. An den Früchten ist zu erkennen, wo die Wahrheit beteiligt ist. Hoffen wir, daß im Gespräch Rom / Piusbruderschaft, die innerkirchliche Wahrheit wieder den Sieg erringen wird. Beten wir zu Gott um diesen Segen.
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#2   Paulaner †   22:02:31 | Dienstag, 10. November 2009
Ach – das liegt daran, daß JEDER der Gescheiteste ist,
die andern glauben es bloß nicht.
Was will man denn da regeln?
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#1   Gotthard   21:52:37 | Dienstag, 10. November 2009
Streiten
Seitdem man in der Kirche den Dialog und die Geschwisterlichkeit entdeckt hat, haben Streit und Konflikte Hochkonjunktur.
Befehl und Gehorsam sollten wieder oberstes Prinzip sein – nehmen wir uns den Pius-Verein als Vorbild.
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