09:42:24 | Donnerstag, 12. November 2009
Nicht auszudenken, wenn er nicht ein Scheiß-Priester, sondern ein Scheiß-Rabbiner gewesen wäre. Aber so wird die Sache von der deutschen Polizei verniedlicht.

Am Freitag berichtet die Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’ über die Vertreibung des verheirateten russisch-orthodoxen Priesters Aleksejs Ribakovs
(kreuz.net) Am Freitag wird die Berliner Wochenzeitung
‘Junge Freiheit’ einen Artikel über den von Schlägerbanden
aus Bochum vertriebenen verheirateten russisch-orthodoxen Priester
Aleksejs Ribakovs (33) publizieren.
Ribakovs stammt aus Lettland und arbeitet hauptberuflich als IT-Manager für Software von Altenheimen.
Als Firmenwagen fährt er einen silberfarbenen Mercedes.
Nach Feierabend tauscht er nach Angaben der
‘Jungen Freiheit’ Anzug und Krawatte gegen Kreuz und Soutane.
Er kam vor zehn Jahren nach Deutschland
und nahm sich eine Wohnung im Ruhrpott – im Bochumer Stadtteil Querenburg.
Damals lebten dort zahlreiche
Osteuropäer: Ribakovs fühlte sich wohl.
Doch inzwischen sind die meisten einstigen Nachbarn weggezogen.
Die Gegend ist heruntergekommen.
Der Anteil der muslimischen Bevölkerung ist stark gestiegen – erklärt
er vor der ‘Jungen Freiheit’. Zudem hat die Kriminalität zugenommen.
Ribakovs verallgemeinert nicht:
„Wir haben muslimische Nachbarn, die absolut freundlich und hilfsbereit sind“, sagt er.
Doch seit fünf
Jahren gab es Probleme. Wenn er mit der Soutane unterwegs war, beleidigten ihn in Burka gekleidete Frauen.
Der Priester wurde angespuckt. Es folgten Einbrüche in seinen Mercedes. Die Täter raubten das Navigationsgerät,
nahmen seine christlichen Musik-CDs aus dem Wagen und zertraten sie auf dem Boden.
Dreimal mußte er
im vergangenen Jahr deswegen zur Polizei.
Von dem guten Dutzend Autos auf dem Parkplatz vor seiner Wohnung
hatten die Verbrecher es stets nur auf seinen Wagen abgesehen.
Das Fahrzeug wurde auch mit Fäkalien
beschmiert.
Kürzlich kehrt er an einem Sonntagabend vom Gottesdienst zurück. Er trug seine schwarze
Priestersoutane, ein großes Silberkreuz, in den Händen einen Koffer mit religiösen Utensilien und
die liturgischen Paramente.
Vor dem Eingang zu seinem Wohnhaus wurde er von drei Jugendlichen angehauen.
Einer war Türke (17), ein weiterer hatte einen libanesischen Akzent, der Dritte war blond und europäisch.
Dann wurde der Geistliche von dem Libanesen bedroht: „Was trägst Du für ein Kleid, so kannst Du nicht
vor uns auftauchen. Ich schlage Dich so, daß du keine Anzeige machen kannst.“
Ribakovs will die Türe
aufschließen. In diesem Augenblick wird er von den Kriminellen mit Faustschlägen traktiert, bespuckt,
als „Scheiß-Christ“ und „Scheiß-Priester“ beschimpft. Ribakovs kann sich nicht wehren.
Schließlich
gelingt es ihm, über sein Mobiltelefon die Polizei zu rufen. Die Täter rennen davon – in eine Sackgasse,
die mit einer Eisengittertür verschlossen ist. Doch einer von ihnen besitzt den Schlüssel. Die Verbrecher
müssen in seiner Nachbarschaft wohnen.
Wenige Tage später erkennt Ribakovs den 17jährigen Türken
auf der Straße. Er ruft die Polizei. Der Jugendliche wird gefaßt und bald wieder freigelassen. Er ist
ein polizeibekannter Gewalttäter.
Über den Angriff auf Ribakovs behauptet der Bochumer Polizeipressesprecher
Frank Plewka: „Die Tat hat keinen religiösen Hintergrund.“
Auch bei den Einbrüchen in den Mercedes
sowie der Zerstörung christlicher Musik-CDs sieht die Polizei keine Belege für ein religiöses Motiv.
Plewka: „Der hat ja auch nur christliche CDs in seinem Wagen.“
Ribakovs will jetzt aus der Gegend weg
ziehen. Er müsse seine Frau und seine Kinder schützen.
Polizeipressesprecher Plewka sieht keinen Grund
zur Panik: Querenburg sei ein Viertel mit zahlreichen Kulturen, die Zahl der Muslime wachse nicht, die
Kriminalitätsrate sei rückläufig.
Die Sache sei nur deshalb so „hochgekocht“, weil sich ein Ratsmitglied
der CDU sowie die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in den Fall eingeschaltet hätten.
Sie und
Ribakovs hätten „alle möglichen Medien angeschrieben“.
Ribakovs fällt über die Aussagen des Polizeipressesprechers
aus allen Wolken: „Das ist absoluter Quatsch!“
In der ehemaligen Sowjetunion wüßte er, wie mit dem
Fall umzugehen: „Da brauche ich nur zum Imam zu gehen, und der spricht mit den Jugendlichen.“
Angesichts
der deutschen Situation ist er ratlos: „Ich weiß auch nicht, was man tun kann, aber so geht es doch nicht
weiter“.
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DJM † 21:21:04 | Donnerstag, 12. November 2009