Der deutsche Vatikanist Paul Badde: „Es ist nicht ohne eine gewisse historische Ironie, daß dem Wunsch vieler Anglikaner zur Rückkehr nach Rom heute dasselbe Motiv zugrunde liegt, das damals zur Abspaltung führte.“
(kreuz.net) Die Rückkehr der Anglo-Katholiken in den Schoß der Kirche wird als „Wendepunkt in der Geschichte
der Ökumene“ gelten.
Das erklärte der Autor und Journalist Paul Badde am 12. November in der kirchenfeindlichen
deutschen Tageszeitung ‘Welt’.
Badde spricht sogar von einem „neuen Kirchenmodell“, das der Papst mit
diesem Schritt eingeführt hat – „doch nicht zum Nulltarif.“
Den Anglo-Katholiken werde die Annahme der
katholischen Lehre ebenso abverlangt wie die Anerkennung der päpstlichen Autorität.
Damals und heute
Der Journalist erinnert daran, daß Heinrich VIII. († 1547) die Reformation in England einleitete, weil
der Papst sich weigerte, seine Ehe mit Katharina von Aragonien aufzuheben:
„Es ist nicht ohne eine gewisse
historische Ironie, daß dem Wunsch vieler Anglikaner zur Rückkehr nach Rom heute dasselbe Motiv zugrunde
liegt, das damals zur Abspaltung führte.“
Badde sieht den Grund der Rückkehr in der Konsequenz der
Päpste, „dem Zeitgeist nicht nachzugeben und in Lehr- und Glaubensfragen keinen Rabatt zu gewähren.“
Damals habe die Bewahrung der sakramentalen Identität der Ehe durch die Päpste zur Abspaltung der Anglikaner
von Rom führte:
„Heute bewegt vor allem die Bewahrung der sakramentalen Identität der Priesterweihe
durch die Päpste viele konservative Anglikaner, sich der Römischen Kirche wieder anzuschließen“.
Das
ist für Badde deshalb „pikant“, weil viele der Heimkehrer den Katholiken näher stehen als den Altliberalen:
„Mit der lateinischen Tridentinischen Liturgie etwa wäre unter ihnen wohl keiner zu schrecken.“
Baddes
Fazit: „Die Katholische Kirche wird wieder katholischer unter dem Papst aus dem Land der Reformation.“
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30 Lesermeinungen
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#31 _zeitgeist 15:55:27 | Samstag, 21. November 2009
Archbishop of Canterbury and Pope to ‘seek closer ties’ The Archbishop of Canterbury and the Pope agreed
to seek closer relations between Anglicans and Catholics at a meeting in Rome, the Vatican has said. It
follows tensions over the Vatican’s offer to welcome disenchanted Anglicans into the Catholic fold. Pope
Benedict’s proposal would allow Anglicans to convert while preserving many of their traditions and practices.
A Vatican statement said the „cordial“ talks reiterated „the shared will“ to move toward closer relations.
It said the discussions, which lasted around half an hour, „also focused on recent events between the
Catholic Church and the Anglican Communion.“ It was the first meeting between the Pope and the Archbishop,
Dr Rowan Williams, since the Vatican initiative. The archbishop has said he does not believe the initiative
will harm relations. Some Anglicans have accused the Pope of interfering at a sensitive time for the Church
of England. ‘Negative’ issues The Vatican says its invitation came in response to pleas from Anglicans
unhappy about the creation of women bishops. BBC Rome correspondent Duncan Kennedy said: „The way the
commentators are looking at this is that it is good the two men are talking, but really one meeting is
not going to resolve the differences between the two sides over these really large issues that separate
them.“ Dr Williams has signalled he would like to build a new relationship, emphasising shared fundamental
beliefs rather than „negative“ secondary issues such as women clergy,…
#29 Mathilde 17:17:33 | Dienstag, 17. November 2009
@Jörg Guttenberger, Köln:wenn doch Axel Springer so tiefreligiös war, warum hat er dann Frau und Kinder
aus erster Ehe verlassen wegen seiner jetzigen Witwe, Erbin und Magnatin Friede Springe, die ursprünglich
als Kindermädchen im Hause Springer angestellt war und so Zugang zu Axel Springer bekam ?
Unaufhaltsam nähert sich die ZWANGSABSCHIEBUNG für zwei muselmanische Frauen aus Österreich. Dagegen
hat sich auch Kardinal Schönborn im ORF deutlich ausgesprochen. WER ABER VERHINDERT DIE ZWANGSABSCHIEBUNG
VON HUBERT BAYER AUS DEM WALDVIERTEL ??? Am 1. Dez. beginnt dessen Herbergssuche – ach, selbst die Tiere
haben einen Ort, wo sie hinkönnten, aber dieser Kollegiatskanoniker hat keinen Stein für sein wuchtiges
kettenrauchendes Haupt… HELFT DOCH BALDE !!!
Hummel und andere: „DIE WELT“ Den Ausführungen von Hummel stimme ich vollinhaltlich zu! Mit Intgeresse
erfahre ich, daß die FAZ zuzmindest in diesem Punkte nicht besser ist. Ich habe schon einmal an einen
Bezugswechsel gedacht, will aber nicht vom Regen in die Traufe kommen. Es kommt sicher noch hinzu, daß
es dem 68er, nicht um sachliche Info, sondern um Selbstdarstellung geht. Ruhrgebietler beschreibt in scharfer
Form, was ich mit weniger Emotionen formuliert habe, geht aber in Sachen Kirchenfeindlichkeit völlig
sachfremd noch darüber hinaus. Der Springer-Verlag ist zwar judenfreundlich, aber nicht in jüdischer
Hand. Es stimmt leider, das Niveau der „WELT“ ist in den Jahren nach Springers Tod stark gesunken, zu
guten Teil sicher durch den Einstieg eines linken Verlages, so weit ich mich erinnere WAZ, verursacht.
Ruhrgebietler: daß ich mein religiöses Wissen weder aus der WELT insbesondere, noch aus der Tagespresse
allgemein beziehe, dürfte Ihnen aufgrund meiner Beiträge klar sein.
#25 PeterHummel1 18:52:56 | Freitag, 13. November 2009
@Jörg Guttenberger / ruhrgebietler Dass man DIE WELT nicht als kompetentes Blatt in Sachen Kirche und
Glaube heranziehen kann, ist klar. Das ist aber bei den meisten Zeitungen so: sie zeigen eine erschreckende
Unkenntnis bzw. Halbwissen in diesen Dingen. Auch die FAZ, die früher, als Hans-Joachim Fischer noch
aus dem Vatikan schrieb, über gute Informationen verfügte, offenbart in letzter Zeit in dieser Hinsicht
einen zunehmend schlimmen Zustand. Das steht außer Frage. Deshalb würde ich aber weder WELT noch FAZ
als kirchenfeindlich hinstellen, eher als kirchenfern und schlecht informiert bzw. von unwissenden Schreibern
„besetzt“. Das teilen diese Zeitungen aber mit allen Medien, ob TV, Rundfunk oder Printmedien. Die heutigen
Journalisten sind entweder nicht gut ausgebildet, haben wenig Allgemeinwissen und reden und schreiben
über Sachen, von denen sie nichts oder nur sehr wenig verstehen. Die Zeiten gut recherchierter Berichte –
gleich auf welchem Gebiet – sind leider vorbei. Die junge Generation ist schulisch mangelhaft ausgebildet
und wird mit ihrem Halbwissen auf die Menschheit losgelassen. Natürlich sind sie an den Schulen bzw.
Unis auch vielen kirchenfeindlichen Lehrern begegnet, und das färbt natürlich ab. Doch jedes Blatt,
was nicht vom Vatikan approbiert ist, als kirchenfeindlich zu bezeichnen, halte ich für unangemessen.
Und das geschieht bei kreuz.net leider immer wieder. Das ist genauso unseriös wie viele Berichte in Presse
und Fernsehen.
#21 Brandenburgis 10:42:49 | Freitag, 13. November 2009
Wenn man die früherern Jahrzehnte der „Welt“ kennt, dann muß man doch sagen, daß diese Gleichschaltung
beispiellos ist. Schlimm, daß immer noch KOnservative auf diese Betrügerei hereinfallen.
#20 Antipacelli † 10:40:51 | Freitag, 13. November 2009
@Sefirot: Die unterste Schublade ist und bleibt das Halachajudentum! Ob Sie und Ihresgleichen à la Zollitsch &
Ko. es wahrhaben wollen oder nicht und ob es Ihnen gefällt oder nicht! o^/
Antipacelli: Sie wissen schon, dass Sie rassereines nazistisches Gedankengutverbreiten. Auch wenn einem
die Bildzeitung nicht liegen mag, gehören solche massiven Äußerungen in die unterste Schublade… Aber
unter Protektion von kreuz.net, darf man das schon mal wagen…?
#17 Paulaner † 10:24:57 | Freitag, 13. November 2009
Laß den Mantel der Gottesmutter so breit werden, daß beide Seiten drunter passen. Ihr auch Franz Kappes:
Der Vater des Gedankens Hört endlich auf mit den Lügen und mit den vermeintlich „klugen“ Halbwahrheiten,
die jeder Gymnasiast erkennt! Und wandelt sie um in die erforderliche Demut, als ob ihr in einen Orden
eintreten müßtet.
DIE WELT ist eines DER kirchen- und glaubensfeindlichen Kolumnen des Jahres 2009! Die Berichterstattung
über Glaubens- und Kirchenfragen ist von erschreckender Unkenntnis und redaktioneller Stümperei geprägt!
Aber das ist ja auch gar Gegend dieser Gazette! Die vom Vorposter beschriebene Stelle der Ausgabe vom
12.11.09, Seite 5 in der Gerhard Gnauck im Zusammenhang mit P. Tadeusz Rydzyk CSSR (Radio Maria) schreibt,
dort ist der freimaurerische Seitenhieb unverkennbar! Den Papst des jahres 2009 als „ultrakatholischen
Pater“ ist eine Frechheit – wo er so liberal und im Geist des Modernismusse versunken ist! Wem als Christ
der kath. Kirche Judenfeindlichkeit angedichtet wird ist eben nicht auf dem aktuellen Stand. Insofern
hätte Gauck sich seine wichtiguterische Wortschöpfung „Ultrakatholisch“ noch vor Drucklegung sparen
können und dafür eine Anleitung zum Rosenkranzgebet drucken sollen! Wer nach 40 Jahren DIE WELT immer
noch als Informationsquelle für Glaubens- und Kirchenfragen heranzieht, der hat sein Geld 40Jahre zum
Fenster sinnlos herausgeworfen und Freimaurerm, Atheisten, Glaubens- und Kirchenfeinde unterstützt!
DIE WELT ist in der Tat nicht kirchenfeindlich, nach gut 40-jähriger Lektüre kann ich das beurteilen.
Axel Springer war sogar ein tief religiöser Mann, ich habe ihn 1979 als Gast in einer Benediktinerabtei
erlebt, in der er von einem der dortigen Patres Einzelexerezitien erhielt. Bei mehreren persönlichen
Begegnungen in besagter Abtei durfte ich mich von seiner spürbaren menschlichen Wärme überzeugen, er
hat mir im Refektorium gegenüber gesessen. Leider ist die kirchliche Berichterstattung nicht immer von
vertiefter Sachnkenntnis getrübt, wenn z. B. Facius im Zusammenhang mit der r.-k. Kirche vom Katholizismus
spricht, als habe es das Konzil nie gegeben: es war gerade Absicht von VATII, die r.-k. Kirche aus der
geistigen Enges des Katholizismus (= im 19. Jahrhundert entstandene ideologische Ausgabe der Katholizität)
zurückzuführen in die geistige Weite ihrer ursprünglichen Katholizität. („Wo Christus ist ist die
katholische – nicht etwa die katholizistische – Kirche“, so der Apostelschüler Ignatius von Antiochien.
In der Ausgabe vom 12.11.09, Seite 5 oben schreibt Gerhard Gnauck im Zusammenhang mit P. Tadeusz Rydzyk
CSSR (Radio Maria) sogar von einem „ultrakatholischen Pater“, als habe seine ihm zur Last gelegte Judenfeindlichkeit
überhaupt etwas mit der r.-k. Kirche zu tun! Judenfeindlichkeit ist laut Gnauck offenbar der Superlativ
des Katholischen! „Ultrakatholisch“ ist eine Wortneuschöpfung von Herrn Gnauck.
#12 PeterHummel1 20:24:57 | Donnerstag, 12. November 2009
Kirchenfeindlich? Was soll eigentlich der Unfug, Zeitungen wie „DIE WELT“ als kirchenfeindlich zu bezeichnen?
DIE WELT ist eine unabhängige Zeitung, kein Sprachrohr irgendeiner Institution, auch nicht der Kirche.
Deshalb ist sie noch lange nicht kirchenfeindlich! Für kreuz.net ist es offensichtlich Voraussetzung,
dass jede Publikation mit dem Imprimatur eines Bischofs versehen sein muss. Auch wenn das manche nicht
begreifen: Ob man es begrüßt oder nicht, wir leben nun mal in einer pluralistischen Gesellschaft.
#11 lateiniheini 20:19:59 | Donnerstag, 12. November 2009
@Shuca Hat den die russisch-orthoxe Kirche ihre Beziehungen zur EKD beendet oder nur ausgesetzt?Ich glaube
es geht um irgendeine Bischöfin. Ich weiß es nicht! Und es ist mir auch egal! Wenn eine andere Teilkirche
Christi meint, aufgrund einer Personalentscheidung einer anderen Teilkirche ihre Beziehungen zu dieser
ruhen zu lassen oder zu beenden, dann muß sie dies tun! Würde eine Personalentscheidung meiner Teilkirche
von der Reaktion einer anderen Teilkirche abhängig gemacht werden, wüßte ich nicht, ob ich weiterhin
Mitglied dieser Teilkirche sein könnte!
#10 Shuca 20:15:46 | Donnerstag, 12. November 2009
Hat denn nun Hat den die russisch-orthoxe Kirche ihre Beziehungen zur EKD beendet oder nur ausgesetzt?Ich
glaube es geht um irgendeine Bischöfin. Per Mariam ad Christum.
#9 Antipacelli † 16:12:55 | Donnerstag, 12. November 2009
Welche „Bewahrung der sakramentalen Identität“ denn??? „Heute bewegt vor allem die Bewahrung der sakramentalen
Identität der Priesterweihe durch die Päpste viele konservative Anglikaner, sich der Römischen Kirche
wieder anzuschließen“. Wissen diese Leuten eigentlich nicht, dass die heutigen, unter Scheinpapst „Paul
VI.“/Montini eingeführten – Weiheriten mehr Ähnlichkeit mit den – von Papst Leo XIII. als ungültig
verurteilten – anglikanischen Weiheriten haben als mit den traditionell-katholischen Anscheinend nicht!!!
#6 Paulaner † 13:59:09 | Donnerstag, 12. November 2009
Was für die Kleriker unvorstellbar ist, eine unerhörte Barriere, das ist für die Gläubigen nur ein
Katzensprung: die Ökumene. IZAAC: Der dumme Suppen-KASPER wollte genau das verhindern Genauso müssen
auch die Lutheraner zurück. Und wenn sie nicht wollen, dann sollen sie bleiben wo sie sind! Es waren
ja immer nur die Theologen und die Priesterkaste, die aus Eigennutz die Mauern aufgerichtet haben und
vom Willen Gottes gelogen.
okay! Auf Faschisten wie lateinheini hat eh keiner Lust, also bleib ruhig in deinem Loch. Leider hat das
Loch Internet, sonst wäre auch diese Seite mit dem heini endlich einen der großen Oberfaschisten los.
Der dumme Suppen-KASPER wollte genau das verhindern aber wir können froh sein, dass es ihm nicht gelungen
ist! Die Rückkehr der abgespaltenen ist der richtige Weg! Genauso müssen auch die Lutheraner zurück.
Und wenn sie nicht wollen, dann sollen sie bleiben wo sie sind! Aber die sog. Ökum. ist nichts anderes
als billiges Menschentum – Satan weiche!
#1 Paulaner † 12:51:05 | Donnerstag, 12. November 2009
Pikant ist nur die Patent-Nomenklatur „Katholiken“. Das ist für Badde deshalb „pikant“, weil viele der
Heimkehrer den Katholiken näher stehen als den Altliberalen: „Mit der lateinischen Tridentinischen Liturgie
etwa wäre unter ihnen wohl keiner zu schrecken.“