Liturgie
„Liturgie ist Performance, was sonst?“
Der Rektor des Schulamtes der Diözese Linz sprach kürzlich über die Liturgie: „Neue Schuhe drücken. Schuhe muß man lange genug tragen, daß man sich darin wohl fühlt.“
Vortrag von Hw. Baumgartinger in St. Pölten
Vortrag von Hw. Baumgartinger in St. Pölten
© Pressefoto Bistum Sankt Pölten
(kreuz.net, Sankt Pölten) „Liturgie ist Performance, was sonst?“ Das erklärte der Krawatten-Priester und Rektor des Schulamtes der Diözese Linz, Hw. Christoph Baumgartinger, bei einem Studientag in Sankt Pölten.

Darüber berichtete die Pressestelle der Diözese Sankt Pölten am Dienstag.

Hw. Baumgartinger: „Bei der sinnfälligen Darstellung des Heilsgeschehens ist der ganze Kirchenraum »Bühne« und das Meßbuch das »Rollenbuch«“.

Die Messe sei zwar ein „Gemeinschaftsgeschehen“. Es bleibe dennoch unerläßlich, daß bestimmte „Protagonisten“ das Ritual leiteten.

Dafür sei auch die liturgische Kleidung ein notwendiges Zeichen.

Hw. Baumgartinger forderte, daß auch Lektoren, Kantoren und andere liturgische Kleidung tragen sollten: „Kleidung macht etwas mit uns. Wir bewegen uns anders, gehen anders.“

Gleichzeitig erklärte Hw. Baumgartinger, daß die Messe nicht „wie ein Event“ aufgezogen werden dürfe.

Bei einem Event, wo es „viel »Action« und Abwechslung“ gebe, blieben die Teilnehmer passiv: „Bei einem Ritual bin ich aber selber gefordert.“

In unserer Zeit des Individualismus sei die Messe als angebliches „Gemeinschaftsgeschehen«“ nicht einfach zu vermitteln.

Die Menschen würden „mit sehr unterschiedlichen Erwartungen“ kommen.

Der Linzer Priester stellte sich gegen die Forderung, daß ein Ritual „wohl tun“ solle:

„Neue Schuhe drücken. Schuhe muß man lange genug tragen, daß man sich darin wohl fühlt.“

Gleichzeitig lobt Hw. Baumgartinger die nachkonziliare Liturgiereform. Er glaubt, daß die Messe danach „verständlicher“ geworden sei.

Es sei dennoch „ein weiter Weg“ für jeden einzelnen das Ritual zu „bewohnen“: „Rituale geben Geborgenheit, aber erst, wenn ich sie mir zu eigen gemacht habe.“

In diesem Sinne sei Wiederholung etwas Wertvolles und Notwendiges. Hw. Baumgartinger will „stets das wiederholen, was als bedeutsam erlebt wurde“.

Er will in der Messe auch „etwas Fremdes zu wagen“:

Die angeblich modernen Lieder – vermutlich meint Hw. Baumgartinger rhythmische Gitarrenschlager aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts – betrachtet er als „neue Impulse“ in der Liturgie.
      
19 Lesermeinungen
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#19   Tridentinus   08:32:50 | Donnerstag, 19. November 2009
Die Gläubigen sollen
die Ihnen zukommenden Teile lateinisch beten oder singen können (Choral) (vgl. Vat. II, SC). Wenn sie unter anderem dies tun, dokumentieren sie auch nach außen, daß sie kein unbeteiligtes Publikum oder Auditorium sind.
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#18   Mathias Wagener   07:34:56 | Donnerstag, 19. November 2009
Messe
Die gegenwärtige Messe ist schon fremd genug.
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#17   Paulaner †   00:31:09 | Donnerstag, 19. November 2009
Wozu braucht ein Bischof denn noch einen Rektor des Schulamtes der Diözese?
Wozu braucht er überhaupt ein Schulamt?
Was für Leute werden, unnötigerweise, in einem Studientag, zeitschinderisch festgehalten? Was tun die danach, nach den Studien? Gläubige verscheuchen? Demonstrieren? In „Club-2“ TV-Diskussionen die katholische Glaubensgemeinschaft blamieren?
:-D >:)
:-( RAUS MIT DEM ÜBERBAU! :-O
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#16   PeterHummel1   20:15:09 | Mittwoch, 18. November 2009
@Herrenschlappe
Was sind Sie doch für ein blöder Schwätzer!
Sie müssen bestimmt wenn Sondermüll abtransportiert im Haus bleiben, sonst werden Sie versehentlich mitgenommen (was wohl nicht schlimm wäre!).
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#15   Herrenschuhe   18:59:28 | Mittwoch, 18. November 2009
Schuhe? Da kenn ich mich aus!
Der stinkige Stiefel „katholische Liturgie“ käme bei mir allerdings gleich in den Schuhcontainer.
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#14   Fridericius †   14:31:54 | Mittwoch, 18. November 2009
Damit würde Willi
nur seinem Hirn folgen.
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#13   für die Kirche   14:24:19 | Mittwoch, 18. November 2009
@Freinsberg: ja, aber „Heiliges“ Spiel, daher nicht willkür, noch
theaterperformance, noch weniger die dümmsten Regietheater.
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#12   Ernst von Zwiefalten   14:23:46 | Mittwoch, 18. November 2009
Was ist da dran?
Soeben erhalte ich die Nachricht Bischoff Williamson liege im Sterben. Fake oder wahr?
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#11   Freinsberg   14:13:37 | Mittwoch, 18. November 2009
theatrum
Romano Guardini sprach von der Liturgie als heiligem Spiel.
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#10   noch ein Landorganist   13:48:37 | Mittwoch, 18. November 2009
Ja, nur ein
Sefirotz im Geiste langweilt sich eben in der Gegenwart Gottes. Aber wie fies, das ungezählten Generationen rechtgläubiger Katholiken zu unterstellen, die noch kein Breitenbach-Trauerspiel ertragen mussten.
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#9   Sefirot   13:44:13 | Mittwoch, 18. November 2009
Es ist doch besser dem theatrum sacrum
fernzubleiben, als sich bei dessen Ablauf entsetzlich
zu langweilen, dabei einzuschlafen oder die Zeit mit mehr als tertiären Volksfrömmigkeitsübungen nolens volens zu überbrücken, Kreuzworträtsel zu lösen und über Schweinefleisch- oder Holzpreise zu gestikulieren…damit die Stunde rum geht. Das kann es
doch nicht sein, einem Gottesdienst beizuwohnen… :-(
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#8   noch ein Landorganist   13:42:53 | Mittwoch, 18. November 2009
Es gibt aber
einen Unterschied zwischen „Theatrum Sacrum“ (ein heute ungebräuchlicher Begriff übrigens) zum Lobe Gottes und zum Heil aller Menschen und einer Laienblödelei zur kurzweiligen Belustigung gelangweilter Wohlstandsbürger.
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#7   diakonus   13:37:49 | Mittwoch, 18. November 2009
ad Freinsberger: stimmt: „gibt!“
Es gibt nur Mit-spielende = Mit-feiende = Mit-lebende.
Wenn nicht, dann ist es eben keine Litrgie.
Genau das wr doch eines der Hauptprobleme der alten Messe. Natürlich gab es Gläubige, die fromm und andächtig am Geheimnbis teilgenommen haben.
Viele, sehr viele haben aber einfach gewartet, dass es endlich vorbei ist. Die bleiben jetzt halt zu Hause.
Dass dieser Umstand der Liturgiereform unterstellt wird, ist nicht besonders sinnig.
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#6   Freinsberg   13:23:10 | Mittwoch, 18. November 2009
Natürlich ist Liturgie auch ein Theatrum Sacrum
… aber eines, in dem es nur Mitspieler/innen und kein Publikum gibt (bzw.: geben sollte).
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#5   Tridentinus   13:06:33 | Mittwoch, 18. November 2009
Natürlich ist Liturgie auch ein Theatrum Sacrum
Das sieht man nirgends besser als in einem tridentinischen Levitenamt!
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#4   solideo   12:26:17 | Mittwoch, 18. November 2009
An Prälat Hinter
Auch ohne Schuhe lässt sich laufen,Worüber schreiben Sie eigentlich????!!!!
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#3   Ernst von Zwiefalten   12:12:35 | Mittwoch, 18. November 2009
@Prälat Hinter
In Korsika ist ein Fresspaket für den Hww. Hrn. Hubert Bayer hinterlegt, allerdings würde der dortige Dekan M.A. Fioso das Paket auch gerne Balti in Moldavien schicken- so es den Hww. Herrn dorthin ziehen würde.
Reicht das als Erste Hilfe?
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#2   Prälat Hinter †   12:03:20 | Mittwoch, 18. November 2009
In den Schuhen der alten Liturgie lässt sich immer noch am zuverlässigsten laufen!
Das meint sicher auch unser bay. Hl. Vater, sonst hätte er sich nicht so sehr um deren Normalisierung und um die altehrwürdige Piusbruderschaft bemüht, die sich vornehmlich ja gerade um diese Liturgie bemühen sollte und nicht mit moralistischen Zeigefinger-Aktionen von ihrer ihr besser zustehen würdenden Demut ablenken sollte.
Möge es bald eine Einigung geben und die Piusbrüder – ähnlich der frommen Wigratzbader und Petrusbruderschaft – Einsicht und Demut zeigen, damit sie zur Ehre Gottes die Hl. Opferliturgie in feinster Weise darbningen können. Aus allem andern sollten sie sich besser klug heraushalten und der Liturgie gerade dadurch einen Rang erhalten, der ihr gebührt. Das Hinzutreten zu den Hl. Engeln verträgt sich nicht mit moralin spritzenden Anfeindungen durch die Piusbrüder! – Also zurück zum wichtigsten Anliegen – weg von Hetze und Attütüden! – Und rettet Hubert Bayer aus Reinprechtspölla vor dem 1. Dez. d. J. !!!
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#1   Domenico Tuttisanti   11:20:22 | Mittwoch, 18. November 2009
Vergleich hinkt!
Schuhe muß man lange genug tragen, daß man sich darin wohl fühlt.
Der Schuh „Erneuerte Messe“ war aber als Rundum-Wohlfühl-und-Bequem-Schuh angepriesen worden. Und nun wird er von den Katholiken in großer Mehrheit gar nicht mehr getragen, sondern schlicht und einfach weggeworfen www.dbk.de/…mme/kath-gott-07.pdf!
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