10:59:45 | Mittwoch, 18. November 2009
Der Rektor des Schulamtes der Diözese Linz sprach kürzlich über die Liturgie: „Neue Schuhe drücken. Schuhe muß man lange genug tragen, daß man sich darin wohl fühlt.“

Vortrag von Hw. Baumgartinger in St. Pölten
© Pressefoto Bistum Sankt Pölten(kreuz.net, Sankt Pölten) „Liturgie ist Performance, was sonst?“ Das erklärte der Krawatten-Priester
und Rektor des Schulamtes der Diözese Linz, Hw. Christoph Baumgartinger, bei einem Studientag in Sankt
Pölten.
Darüber berichtete die Pressestelle der Diözese Sankt Pölten am Dienstag.
Hw. Baumgartinger:
„Bei der sinnfälligen Darstellung des Heilsgeschehens ist der ganze Kirchenraum »Bühne« und das Meßbuch
das »Rollenbuch«“.
Die Messe sei zwar ein „Gemeinschaftsgeschehen“. Es bleibe dennoch unerläßlich,
daß bestimmte „Protagonisten“ das Ritual leiteten.
Dafür sei auch die liturgische Kleidung ein notwendiges
Zeichen.
Hw. Baumgartinger forderte, daß auch Lektoren, Kantoren und andere liturgische Kleidung tragen
sollten: „Kleidung macht etwas mit uns. Wir bewegen uns anders, gehen anders.“
Gleichzeitig erklärte
Hw. Baumgartinger, daß die Messe nicht „
wie ein Event“ aufgezogen werden dürfe.
Bei einem Event, wo
es „viel »Action« und Abwechslung“ gebe, blieben die Teilnehmer passiv: „Bei einem Ritual bin ich aber
selber gefordert.“
In unserer Zeit des Individualismus sei die Messe als angebliches „Gemeinschaftsgeschehen«“
nicht einfach zu vermitteln.
Die Menschen würden „mit sehr unterschiedlichen Erwartungen“ kommen.
Der
Linzer Priester stellte sich gegen die Forderung, daß ein Ritual „wohl tun“ solle:
„Neue Schuhe drücken.
Schuhe muß man lange genug tragen, daß man sich darin wohl fühlt.“
Gleichzeitig lobt Hw. Baumgartinger
die nachkonziliare Liturgiereform. Er glaubt, daß die Messe danach „verständlicher“ geworden sei.
Es
sei dennoch „ein weiter Weg“ für jeden einzelnen das Ritual zu „bewohnen“: „Rituale geben Geborgenheit,
aber erst, wenn ich sie mir zu eigen gemacht habe.“
In diesem Sinne sei Wiederholung etwas Wertvolles
und Notwendiges. Hw. Baumgartinger will „stets das wiederholen, was als bedeutsam erlebt wurde“.
Er will
in der Messe auch „etwas Fremdes zu wagen“:
Die angeblich modernen Lieder – vermutlich meint Hw. Baumgartinger
rhythmische Gitarrenschlager aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts – betrachtet er als „neue Impulse“
in der Liturgie.
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Tridentinus 08:32:50 | Donnerstag, 19. November 2009
#18
Mathias Wagener 07:34:56 | Donnerstag, 19. November 2009
#17
Paulaner † 00:31:09 | Donnerstag, 19. November 2009
#16
PeterHummel1 20:15:09 | Mittwoch, 18. November 2009
#15
Herrenschuhe 18:59:28 | Mittwoch, 18. November 2009
#14
Fridericius † 14:31:54 | Mittwoch, 18. November 2009
#13
für die Kirche 14:24:19 | Mittwoch, 18. November 2009
#12
Ernst von Zwiefalten 14:23:46 | Mittwoch, 18. November 2009
#11
Freinsberg 14:13:37 | Mittwoch, 18. November 2009
#10
noch ein Landorganist 13:48:37 | Mittwoch, 18. November 2009
#9
Sefirot 13:44:13 | Mittwoch, 18. November 2009
#8
noch ein Landorganist 13:42:53 | Mittwoch, 18. November 2009
#7
diakonus 13:37:49 | Mittwoch, 18. November 2009
#6
Freinsberg 13:23:10 | Mittwoch, 18. November 2009
#5
Tridentinus 13:06:33 | Mittwoch, 18. November 2009
#4
solideo 12:26:17 | Mittwoch, 18. November 2009
#3
Ernst von Zwiefalten 12:12:35 | Mittwoch, 18. November 2009
#2
Prälat Hinter † 12:03:20 | Mittwoch, 18. November 2009
#1
Domenico Tuttisanti 11:20:22 | Mittwoch, 18. November 2009