Ein Ritus mit zwei Formen, die sich gegenseitig ausschließen?
„Es ist schwierig, zu sehen, wie Katechese und Pastoral des Alten Ritus mit Seelsorge und Katechese des Neuen Ritus in der Pfarreien harmonisiert werden können.“
(kreuz.net) Am 18. November gewährt der Sekretär der Päpstlichen Kommission ‘Ecclesia Dei’ der neokonservativen
französischen Zweiwochen-Zeitung ‘L’Homme Nouveau’ ein Interview.
Die kirchliche Situation – zwei Jahre
nach der Veröffentlichung von ‘Summorum Pontificum’ – beurteilt der Prälat dabei als „eher unterschiedlich“.
In Frankreich und Mitteleuropa seien die Probleme „akuter“. Aber das ist für den Geistlichen angesichts
der Periode des Überganges verständlich.
Prälat Pozzo nennt verschiedene Schwierigkeiten: Widerstände
gegen die Alte Messe, praktische Schwierigkeiten wie der Mangel an Priestern, welche die Alte Messe zelebrieren
können.
„Im übrigen ist es schwierig zu sehen, wie Katechese und Pastorale des Alten Ritus mit Seelsorge
und Katechese des Neuen Ritus in der Pfarreien harmonisiert werden können“ – fügt der Prälat hinzu.
Unvermittelt erklärt er sodann, daß alle eingeladen seien, beide Formen als Ausdruck „eines einzigen
liturgischen Ritus“ zu betrachten.
Die angebliche „Erneuerung des Zweiten Vatikanischen Konzils“ müsse
„in Kontinuität mit der großen Lehrtradition der Kirche verstanden werden.“
Reform der Reform in den
Sternen
Wenn Priester oder Bischöfe die Feier des Alten Ritus verweigerten, dann müsse die Vorgangsweise,
die im Motu Proprio festgelegt ist, respektiert werden.
Prälat Pozzo erinnert daran, daß zuerst der
Pfarrer und dann der Bischof kontaktiert werden müssen. Erst in einem dritten Schritt sei – wenn sich
keine Einigung ergebe – die Kommission anzurufen.
Zu einer bereits vor Monaten angekündigten Interpretationshilfe
für das Motu Proprio erklärt Mons. Pozzo: „Das Projekt ist in der Prüfungsphase.“
Die Frage, ob die
Arbeit von ‘Ecclesia Dei’ auch im Rahmen einer anvisierten Reform der Liturgiereform zu sehen sei, ist
Prälat Pozzo vorsichtig.
Diese Idee sei vom damaligen Kardinal Joseph Ratzinger vorgeschlagen worden:
„Wenn ich mich nicht falsch erinnere, hat er hinzugefügt, daß diese Reform nicht das Resultat einer
Arbeit am grünen Tisch sei.“
Man müsse aber auf eine gegenseitige Bereicherung der beiden Formen des
Römischen Ritus hinarbeiten. Diese Haltung könne in einer nicht zu fernen Zukunft zu einer „Reform der
Reform“ beitragen.
Um einen vertieften Sinn der katholischen Liturgie wiederzugewinnen, sei es heute
notwendig, den sakralen Charakter der liturgischen Handlung, die zentrale Bedeutung des Priester als Mittler
zwischen Gott und dem christlichen Volk und den Opfercharakter der Heiligen Messe zu betonen.
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#67 Lycobates 10:27:39 | Montag, 30. November 2009
zu guter Letzt @Leo Miles Tut mir leid, daß sich keine gemeinsame Basis für eine fruchtbare Erörterung
des Themas ergibt. Ihre Auffassung ist nicht mit der Lehre der Kirche zu vereinbaren. Ein guter Anfang
wäre, die Lehren des Vatikanischen Konzils (1869-70) zu Glauben und Kirche (wieder) einmal ernsthaft
vorzunehmen. Wünsche Erleuchtung und Segen.
#66 Leo Miles 23:11:08 | Freitag, 27. November 2009
@Lycobates Es gab und gibt immer auch Häretiker in der Kirche. Die Kirche ist nicht frei von Fehlern
bzw Fehlentscheidungen, auch öffentliche. Die Kirche lehrt Unfehlbarkeit für die Festschreibung der
theologischen, sittlichen und moralischen Dogmen. Und diesbezüglich hat keiner der jüngeren Päpste
ein neues bzw häretisches Dogma festgeschrieben, was er ja auch eben nicht kann. In allen anderen Fällen
sind Häresien in der Kirche immer möglich. Zu hinterfragen ist hierbei auch, ob die ständigen Fehlbeurteilungen
bzw Häresien, die von den jüngeren Päpsten geäußert wurden/werden, tatsächlich mit dem entsprechenden
Bewußtsein der wissentlichen und willentlichen Falschaussage und Irreführung geäußert werden. Zudem
ist es durchaus möglich, daß jemand, der sich seelisch in der Kirche befindet, von Verblendung ergriffen
wird. Es ist durchaus möglich, daß jemand innerhalb der Kirche von dämonischen Kräften attackiert
bzw mehr oder weniger überwältigt wird. So wie Gott es zuläßt, daß Satan höchstpersönlich die Kirche
Gottes korrumpiert und von ihr teilweise Besitz ergreift, so wird Er es auch bei einzelnen Personen innerhalb
der Kirche zulassen. Sie sind dann verblendet und eine Gefahr für die Gläubigen und die Kirche, aber
sie sind dadurch nicht automatisch ihres Amtes verlustig gegangen.
#65 Lycobates 11:55:50 | Mittwoch, 25. November 2009
Häresie und Amt @Leo Miles Häresie bedeutet, daß man etwas anderes als den wahren Glauben glaubt. Wenn
ein Gläubiger Zweifel bekommt und bei sich zuläßt, so begeht er zwar eine schwere Sünde (gegen das
1. Gebot), aber er ist keineswegs automatisch exkommuniziert bzw außerhalb der Kirche. Richtig. Aber
hier geht es um öffentlich, und zwar wiederholt und pertinaciter, geäußerte Häresie, die zudem von
(usurpierten) Amts wegen den Gläubigen anzunehmen auferlegt wird. Beispiele sind Legion. Das ist was
ganz anderes als ein Zweifel. Ein anderes Beispiel: Ein Priester ist stille Häretiker und glaubt nicht
an die Realpräsenz. Aber er äußert seinen Zweifel nicht und tut weiter seinen regulären Dienst. Sind
seine Sakramente gültig? Ja. Ist dort die Kirche? Ja. (siehe Hostienwunder von Lanciano) Die Sakramente
sind gültig. Aber der Priester ist nicht mehr in der Kirche. Sein Amt verliert er allerdings nur, und
zwar von Rechts wegen, wenn er seine Häresie auch öffentlich kundgibt (etwa in einer Predigt). Sie verwechseln
hier wiederum Häresie und Gültigkeit der Sakramente. Es gibt gültige Sakramente außerhalb der Kirche.
Aber es gibt keine Häretiker in der Kirche.
#64 Leo Miles 20:33:19 | Dienstag, 24. November 2009
@Lycobates es gibt aber keine Häretiker in der Kirche, und sie haben in ihr kein Amt (legitim) inne,
auch dann nicht, wenn es den Anschein hat Häresie bedeutet, daß man etwas anderes als den wahren Glauben
glaubt. Wenn ein Gläubiger Zweifel bekommt und bei sich zuläßt, so begeht er zwar eine schwere Sünde
(gegen das 1. Gebot), aber er ist keineswegs automatisch exkommuniziert bzw außerhalb der Kirche. Ein
anderes Beispiel: Ein Priester ist stille Häretiker und glaubt nicht an die Realpräsenz. Aber er äußert
seinen Zweifel nicht und tut weiter seinen regulären Dienst. Sind seine Sakramente gültig? Ja. Ist dort
die Kirche? Ja. (siehe Hostienwunder von Lanciano) Die Kirche lehrt, daß ein Papst kein falsches Dogma
festschreiben kann. Aber sie lehrt nicht, daß ein Papst nie irren könnte oder nie verblendet sein könnte.
Im Grunde legen die Sedisvakantisten die Erklärung der Unfehlbarkeit auf dem 1. VK einfach viel zu weit
aus… Dann sind sie als Vertreter des „Sammelbeckens aller Häresien“ aber exkommuniziert (nach St. Pius
X.) und außerhalb von Kirche und Amt. EB Lefebvre (so sehr ich ihn sonst geschätzt habe) hat das nicht
genug beachtet, und nicht konsequent durchgedacht. Er hat es durchaus konsequent zu Ende gedacht, weil
er nämlich richtigerweise sagt, daß wir Menschen nicht darüber abschließend urteilen können, wie
es um das Papstamt tatsächlich steht. Das allein fällt letztendlich Gott zu. Der Mensch kommt nur zu
allerlei spekulativen Theorien und verzettelt sich darin.
Nun, werter Wolfgang, mir scheint, Sie sollten Gelegenheit haben, aus Ihrem obsessiven Hobby eine Lebensaufgabe
zu machen, indem man Sie dem Apostolischen Stuhl als Censor pontificum tam antiquorum quam recentium vorschlüge.
Hätten Sie sich erst einmal zum Hl. Petrus vorgearbeitet, könnten sie Ihre Untersuchungen sicher – als
Maßnahme gegen die Langeweile – auch auf die Rechtmäßigkeit der Pontifikate bis zu Gaius Papirius Cursor
ausdehnen …
#62 Lycobates 12:03:23 | Dienstag, 24. November 2009
noch Einiges @Leo Miles Sie haben recht, daß die Art der Sedisvakanz seit 1958 sich nicht nur quantitativ
(ihre Länge), sondern auch qualitativ (es gibt gleichzeitig nämlich einen Usurpator) unterscheidet von
der „natürlichen“ Sedisvakanz, wie Sie sie nennen. Trotzdem ist, im Lichte der Kirchenlehre zu Häresie
und Amt, diese Sedisvakanz die heute einzig gangbare theologische Konklusion. Ich sehe dies wie gesagt
als endzeitliches Faktum: „Ich werde den Hirten schlagen, und die Herde wird zerstreut werden“. Ich wollte
nur darlegen, daß Sedisvakanz an sich, wie sie nach dem Tode eines jeden Papstes eintritt, kein Argument
gegen die Sichtbarkeit der Kirche ist, auch dann nicht, wenn sie länger dauern sollte. Denn die Kirche
lehrt auch, daß auch jene Sakramente, die von Häretikern gespendet werden, grundsätzlich gültig sind.
Die Kirche lehrt also auch, daß die Kirche durchaus auch da ist, wo Häretiker sind. Ersteres stimmt
(mit Einschränkungen), letzteres nicht. Es gibt einige gültige Sakramente außerhalb der Kirche (z.B.
die Taufe bei vielen Protestanten); es gibt aber keine Häretiker in der Kirche, und sie haben in ihr
kein Amt (legitim) inne, auch dann nicht, wenn es den Anschein hat. Die jüngsten Päpste sind sicher
Modernisten Richtig. Dann sind sie als Vertreter des „Sammelbeckens aller Häresien“ aber exkommuniziert
(nach St. Pius X.) und außerhalb von Kirche und Amt. EB Lefebvre (so sehr ich ihn sonst geschätzt habe)
hat das nicht genug beachtet, und nicht konsequent durchgedacht. Schade!
#61 Leo Miles 22:31:58 | Montag, 23. November 2009
@Lycobates Ich halte die Sedisvakanz für eine nicht begehbare Theorie. Und zwar aus folgendem Grund:
Jeweils nach dem Tode eines Papstes ist Sedisvakanz, meistens nur einige Wochen, manchmal einige Monate
oder gar Jahre. Ja, aber nur solange das Verfahren der Wahl dauert. Das ist dann also eine „natürliche“
Sedisvakanz. Bei den letzten Päpsten sind aber (zumindest offiziell) gültige Wahlen abgehalten worden
die auch zu einem (zumindest offiziell) gültigen Ausgang gelangten. Man kann also hierbei nicht gleichfalls
von einer „natürlichen“ Sedisvakanz sprechen. Man kann sie nur durch Spekulation hineininterpretieren.
Doch sind wir Menschen wirklich in der Lage, uns bei dieser rein spekulativen Frage festzulegen? Erzbischof
Lefebvre und seine Nachfolger sagen richtigerweise „nein“. Die Kirche ist da, wo der apostolische Glaube
und die wahren Sakramente sind Ja, das ist nicht falsch. Aber es ist auch nicht vollständig richtig.
Denn die Kirche lehrt auch, daß auch jene Sakramente, die von Häretikern gespendet werden, grundsätzlich
gültig sind. Die Kirche lehrt also auch, daß die Kirche durchaus auch da ist, wo Häretiker sind. Diese
Häretiker haben aber unrecht bzgl gewisser Glaubensfragen. Aber die Sakramente haben erstmal Gültigkeit,
solange nicht vom Papst das Gegenteil festgestellt ist. Die jüngsten Päpste sind sicher Modernisten
und mehr oder weniger verblendet. Aber sie haben noch kein häretisches Dogma verkündet, sondern „nur“
falsche Ansichten zu gewissen Themen.
#60 Paulaner † 22:13:44 | Montag, 23. November 2009
So viel Energie habt ihr FSSPX gar nicht, daß ihr dauernd den Rückstoß ins Vakuum aufbringen könnt
Sinah: Wiederholung! mit der Tradition allein als „irgendeinen“ fiktiven Anhaltepunkt.
Wiederholung! @Galatea: Tradition = Wiederholung – bis es klebt! Wiederholen ist unaufgebbar! Solange
z.B. ein FXaver v. einer „Rückkehr“ der FSSPX in die röm.kath. Kirche spricht, ist „Wiederholung“ angezeigt.
Im folgenden nochmals eine Wiederholung eines allbekannten hochgeschätzten Kanzelredners (Auszug): „Ich
hab’ das schon öfters gebracht. Aber ich will es noch einmal wiederholen. Wer hat beispielsweise den
Hitler hochgebracht und hochgehalten? Waren es die Nazis? Nein! Das waren zu wenige! Waren es die Anti-Nazis?
Selbstverständlich nicht. Aber die Masse der Nicht-Nazis. Die waren der Zement, der den Nationalsozialismus
gebunden, gefestigt und gehalten hat. Und wie ist es heute im offiziellen kirchlichen Raum? Wer bringt
den Progressismus hoch, wer hält ihn an der Stange, wer hält ihm die Steigbügel? Nicht die Progressisten,
die dezidierten Progressisten – sind eine Minderheit! Selbstverständlich auch nicht die Anti-Progressisten!
Aber die Nicht-Progressisten! Die Konservativen! Denen verdanken die Progressisten ihre Macht. Das sind
diejenigen, die immer so nach allen Seiten hin sich offenhalten wollen und der Meinung sind, wenn man
die Nase zuhält und jeder festen absoluten Behauptung gegenüber eine sog. ironische Distanz hält, dann
wäre man geistig. Und gerade die so denken, die sind die MASSE. Genau die! Die katholische Wahrheit ist
nur behaust bei der Minderheit der klaren Antiprogressisten. Die sind nicht konservativ, nicht progressiv –
die sind katholisch!“
@Leo Miles Ich vergaß bei der Aufzählung natürlich die FSSPX. Die hat sich auch von der lebendigen
Wurzel der Tradition, dem Papst, getrennt und geht ihren eigenen Weg und meint wie die anderen, dies sei
ein Bewahren der Tradition. Warum z.B.: hat die FSSPX aus eigenem Recht beschlossen die minimalen Änderungen
in den Karfreitagsfürbitten im VOM, die zu erlassen der Papst jedes Recht hatte, nicht zu übernehmen?
Weil die ihr eigenes Ding durchziehen. Mögen sie zurückfinden.
#57 Paulaner † 13:25:11 | Montag, 23. November 2009
Was sonst als die Tradition ist den Tradis wichtig? Was für eine Substanz ist da? Lycobates: wichtige
Fragen @Paulaner Wenn ich hier von der Priesterschaft als Zusatz zum (evangelisch propagierten) Abendmahl
geschrieben habe, um den Tradis wenigstens eine Spur zu legen, dann war Schweigen im Walde, im Gegenteil,
lustig haben sie sich gemacht über mich. Aber das wenigstens wäre ein Ansatzpunkt gewesen: wo unterscheiden
sich Katholen von den Evangelischen? Doch nicht im (NT-)Biblischen. Ihr Piusbrüder seid auf eurem eigenen
Fachgebiet Nieten. Und nicht einmal im Zank gegen die Experten im Vatikan habt ihr die geringste Chance.
#56 Lycobates 12:59:34 | Montag, 23. November 2009
wichtige Fragen @Paulaner Gut, daß so wichtige Fragen nicht von unwichtigen Wichtigtuern geklärt werden
müssen die ihre Partikularinteressen durchdrücken möchten. Sie haben vollständig recht. Wenn auch
anders, als Sie meinen. Zur Klärung solch wichiger Fragen (in der Tat könnte es im Leben der Kirche
heute kaum eine wichtigere geben !) kann und darf nur die überlieferte kirchliche Lehre, wie sie von
erprobten Theologen interpretiert und vom Lehramt vorgelegt worden ist, als Maßstab genommen werden.
Darauf müssen wir Jüngere uns stützen. Bestimmt in einer Zeit, wo seit 51 Jahren das lebendige Lehramt
verstummt ist. Nil innovetur nisi quod traditum est. Partikularinteressen darf die katholische Kirche
nicht kennen bzw. berücksichtigen.
#55 Paulaner † 12:40:33 | Montag, 23. November 2009
Gut, daß so wichtige Fragen nicht von unwichtigen Wichtigtuern geklärt werden müssen, Lycobates: Papstfrage
@Leo Miles die ihre Partikularinteressen durchdrücken möchten. Wenn es nämlich nach SOLCHEN ginge,
dann hätte die fast 2000-jährige Kirche schon seit > 1600 Jahren keinen Papst mehr. Denn Wichtigtuer,
theologische Rechthabereien und Partikularinteressen von Abspaltern hat es immer schon gegeben.
#54 Lycobates 11:24:54 | Montag, 23. November 2009
Papstfrage @Leo Miles Sie fragten: Gibt es Ihrer Meinung nach einen Papst? Nein, ich halte dafür (und
das kann gut begründet werden, auf Grund der überlieferten Lehre der Kirche), daß Papst Pius XII. der
letzte (sicher) legitime Papst war. Ab dem 9. 10. 1958 ist Sedisvakanz. Die Bischöfe Roncalli, Montini,
Luciani, Wojtyla, und der Priester Ratzinger waren bzw. sind nachweislich in verschiedener Schattierung
und Ausformung Modernisten (Bf. Wojtyla hat sich dazu noch öffentliche Akte der Apostasie zuschulde kommen
lassen) und demnach als Häretiker untauglich für das Papstamt. Wenn „nein“: Kann die von Jesus Christus
eingesetzte Kirche tatsächlich ohne entsprechende irdische Institution mit dem entsprechenden irdischen
Oberhaupt existieren? Nein, jedenfalls nicht prinzipiell, nur akzidentell. Für die Zeit der Sedisvakanz
ist keine Frist gesetzt. Jeweils nach dem Tode eines Papstes ist Sedisvakanz, meistens nur einige Wochen,
manchmal einige Monate oder gar Jahre. Daß es jetzt 51 Jahre geworden sind, ist außergewöhnlich, und
sehr problematisch für das Leben der Kirche, aber möglich. Ich sehe es als eine Strafe. Ist sie bereits
von den Pforten der Hölle überwunden worden? Wenn nicht, was und wo ist die existente römisch-katholische
Kirche? Dazu haben sich schon andere Zuschreiber geäußert. Die Kirche ist da, wo der apostolische Glaube
und die wahren Sakramente sind, in prinzipieller Unterordunung unter dem Papst, auch wenn es ihn z.Z.
nicht gibt (und nur durch ein Wunder wieder geben könnte).
#53 Paulaner † 01:25:56 | Montag, 23. November 2009
Die Sturen, die Kleingeistigen, die Unbeweglichen, die Rechthaberischen sind nicht die Besten! Auch nicht
die Progressiven, die die Traditionalisten ausgrenzen. Die Demütigen auf beiden Seiten, die bereit sind,
sich unter den Mantel Mariens zu ducken. Sinah: „Ist sie bereits von den Pforten der Hölle überwunden
worden?“ Die Besten, denen es um die Wahrheit geht, die Schweigenden, die sühnenden Beter, die Verteidiger
der überlieferten Messe, sie vertreten heute die Katholische Kirche und den Raum, den Boden, der besetzt
ist von denen, die nicht dazugehören, von den Uneigentlichen, die heute sich erdreisten, sich mit der
katholischen Kirche zu verwechseln und verwechseln zu lassen u. die das Wort führen im Namen einer Kirche,
die sie rundum nichts angeht. ES GEHT ALLE WAS AN, DU ARROGANTER STURSCHÄDEL! Dir steht es nicht zu,
Andere auszuschließen wie in der verfluchten Inquisitionszeit.
@ Sinah Christus wollte die Kirche hierarchisch, so wie wir sie kennen. Gott ist der Anfang der Kirche
und folglich auch ihr Ende. Daran gibt es keinen Zweifel. Sie wurde – der Papst als Oberhaupt an der Spitze –
mit der Sendung betraut, Seine Offenbarung allen Menschen zu verkünden. Es gibt keine „Offenbarung“ im
eigentlichen Sinn, denn wie Jesus lehrt: Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar wird. Die letzte
Begründung und das tiefste Verständnis der einzigen Kirche Jesu Christi gibt uns die Lehre vom Mystischen
Leib des Herrn: Christus das Haupt, wir Seine Glieder. Wir haben Anteil an einem Leib, an einem Tempel.
Der Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes. Des Geistes Christi. Er ist die Kirche, denn fragen Sie
einem Priester im Beichtstuhl, für ihn ist nichts wichtiger, als Ordnung im Haus Gottes zu machen. „In
3 Tagen wieder aufbauen“, damit meinte Christus Seinen Hochheiligen Leib, der zerstört und wieder auferbaut
wurde. Padre Pio soll einem Text nach auch drei Tage lang vor dem Altar verbracht haben, bevor er in den
Himmel eingehen durfte. Die drei Tage sind sehr wichtig. In den drei Tagen hat Christus etwas getan, er
stieg hinab in das Reich der Toten, dh. in den Limbus. Man kann hier großartig Theologie betreiben, indem
man danach fragt, ob Christus auch in der Hölle war. Er war den Sünden der ganze Welt beladen. Er trug
die Sünde, unschuldig! Er nahm alles auf sich. Alle Sündenschuld. Wie kann diese vor der göttlichen
Gerechtigkeit bestanden haben?
Die Kirche als sichtbares Reich Gottes auf Erden @DJM: Christus wollte die Kirche hierarchisch, so wie
wir sie kennen. Sie wurde – der Papst als Oberhaupt an der Spitze – mit der Sendung betraut, Seine Offenbarung
allen Menschen zu verkünden. Die letzte Begründung und das tiefste Verständnis der einzigen Kirche
Jesu Christi gibt uns die Lehre vom Mystischen Leib des Herrn: Christus das Haupt, wir Seine Glieder.
„In 3 Tagen wieder aufbauen“, damit meinte Christus Seinen Hochheiligen Leib, der zerstört und wieder
auferbaut wurde.
@ Sinah Niemals kann und wird die Kirche zerstört werden! Was ist denn „die Kirche“? Vielleicht meinte
er den Tempel. In drei Tagen wollte er ihn wieder aufbauen und das tat er.
„Ist sie bereits von den Pforten der Hölle überwunden worden?“ @ LeoMiles, wo ist Ihr Glaube? Wenn wir
aus dem Munde CHRISTI – der die WAHRHEIT IST – hören: „Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“,
dann ist das unverbrüchlich wahr, absolut wahr! Niemals kann und wird die Kirche zerstört werden! Doch
welche sind diejenigen, die jetzt für dieses Konzil sind und für die Reformen? Das sind diejenigen,
die früher die Gegner der Konzilien waren. Sie brauchen sich nicht mehr an Maßstäbe zu binden, nicht
mehr eindeutige Wahrheiten bekennen. Sie können so hin und her pendeln, unverbindlich. Es sind die, die
die Finsternis mehr lieben als das Licht, dieses große Massengewimmel! Das konziliare Gebilde hat sich
über die Kirche gelegt als Fremdkörper seit der Machtergreifung seit bald 50 Jahren. Und dieses Besatzungsregime
kann sich dieser fragwürdigen Masse erfreuen, während diejenigen, die Nein sagen diejenigen sind, die
an die Wahrheit die höchsten Ansprüche stellen. Die Besten, denen es um die Wahrheit geht, die Schweigenden,
die sühnenden Beter, die Verteidiger der überlieferten Messe, sie vertreten heute die Katholische Kirche
und den Raum, den Boden, der besetzt ist von denen, die nicht dazugehören, von den Uneigentlichen, die
heute sich erdreisten, sich mit der katholischen Kirche zu verwechseln und verwechseln zu lassen u. die
das Wort führen im Namen einer Kirche, die sie rundum nichts angeht. Beides, die von JESUS CHRISTUS auf
Petrus, dem Fels, gebaute Kirche u. das Petrusamt können ihrer Existenz nicht verlustig gehen nach den
Worten des HERRN.
#47 Leo Miles 19:36:08 | Sonntag, 22. November 2009
@FXaver Die von Ihnen aufgezählten Glaubensgemeinschaften haben mit der so genannten Konzilskirche alle
eines gemeinsam: sie lehnen allesamt die römisch-katholische Tradition – also die richtige Auslegung
des Wortes Gottes und die richtige Nachfolge Christi – ab. Die Konzilskirche hat sich zu jenen „favorites“
gesellt und will nun deren ökumenischer Anführer sein (siehe „Religionstreffen von Assisi“).
cosi fan tutte So machen sie es alle. Die Kirche ist vom wahren Glauben abgewichen, wir die [add your
favorite here] haben ihn bewahrt. Mögliche Einsetzungen für favorites: Altkatholiken evangelische Kirche
selbständige evangelische Kirche Calvinisten Zeugen Jehovas … Einzig die Orthodoxen sind hier eine
Ausnahmen, das Schisma kam durch ein Versagen beider Seiten zustande.Diesen Riss zu heilen, sollte das
erste Ziel der Ökumene sein. Die anderen christlichen Kirchen können dann mit Zugeständnissen beim
Zölibat, bei der Liturgie,bei der Verteilung der Kompetenzen innerhalb der Hierarchie zurückgeholt werden
#45 Leo Miles 10:04:58 | Sonntag, 22. November 2009
@Lycobates Gibt es Ihrer Meinung nach einen Papst? Wenn „ja“: Wer ist es Ihrer Meinung nach? Wenn „nein“:
Kann die von Jesus Christus eingesetzte Kirche tatsächlich ohne entsprechende irdische Institution mit
dem entsprechenden irdischen Oberhaupt existieren? Ist sie bereits von den Pforten der Hölle überwunden
worden? Wenn nicht, was und wo ist die existente römisch-katholische Kirche? @FXaver Die rkk kann das
Problem eher aussitzen. Sie wird sich höchstens selbst aussitzen. Denn die Häresie und der Unglaube
haben keinen ewigen Bestand. Der wahre Glaube und die wahre Religion – und somit die wahre RKK – haben
aber nach dem Worte Jesu ewigen Bestand (egal wie klein er am Ende auch sein mag). Die Tradition sitzt
diesbezüglich am längeren Hebel. Sie ist – so wie Bischof Williamson es treffend formuliert hat – die
heutige Arche. Alle haben Noah verlacht und auch gemeint „das sitzen wir aus“. 120 Jahre haben sie es
ausgesessen, dann wurden sie weggespült…
#44 Paulaner † 00:11:52 | Sonntag, 22. November 2009
Beide am sind Staatswesen und an anderen Großorganisationen interessiert, Schwächlinge und Starke unbestechlicher:
Lieber Paulaner Jesus hat niemals eine Kirche geplant oder gegründet. Warum auch? Gäbe es einen einzigen
Grund dafür? Diese Kirchen sind reiner Aberglauben, es gibt nur Gott und keine Stellvertreter. Religionen
haben bislang nur geschadet. Alter Ritus – neuer Ritus? Wer braucht so etwas? Nur Sektierer, Ungläubige,
Schamanisten und Esoteriker. Kirchen – die Kirche hat sich aus dem Überbau aus den Paulinischen „Gemeinden“
gebildet – und lächerlicherweise aus theologischen Rechthaberei-Streitereien zum Zweck der bestmöglichen
und einheitlichen, gemeinsamen Verehrung Gottes nach dem vorhandenen Evangelium. Wir „Einfachen“ haben
ein dringendes Bedürfnis nach Echtheit, Eichwesen und Punzen, nach echten Stempeln, Diamanten, Gerichtsurteilen
und Schriftstücken und an Weihen und Inquisition. Der Zweck ist verständlich: eine übergeordnete Gemeinschaft
soll verhindern, daß mich ein pfiffigerer Mitmensch übern Tisch zieht. Bis vor 2 Jahren haben wir sogar
noch Banken für sowas gehalten.
Lieber Paulaner Diese RK-Glaubensgemeinschaft ist total überflüssig und entbehrlich. Zudem biblisch
und theologisch nicht begründet, genauso wie Ratzinger in Rom. Dieser Kirchenschwachsinn sowieso am Absterben.
Jesus hat niemals eine Kirche geplant oder gegründet. Warum auch? Gäbe es einen einzigen Grund dafür?
Diese Kirchen sind reiner Aberglauben, es gibt nur Gott und keine Stellvertreter. Religionen haben bislang
nur geschadet. Alter Ritus – neuer Ritus? Wer braucht so etwas? Nur Sektierer, Ungläubige, Schamanisten
und Esoteriker. Gute Nacht Paulaner Dein Unbestechlicher
#42 Paulaner † 23:30:36 | Samstag, 21. November 2009
Noch ungeschickter hättest du nicht formulieren können, daß du nicht der RK Glaubensgemeinschaft angehörst,
unbestechlicher: Sinah: bitte keine Aufregung es gibt keinen Papst, sondern nur den Diktator des Zwergstaates
Vatikan in der schönen Römerstadt. Selbstverständlich gibt es den Papst, aber du akzeptierst für
dich seine Position in der Kirche nicht.
Sinah: bitte keine Aufregung es gibt keinen Papst, sondern nur den Diktator des Zwergstaates Vatikan in
der schönen Römerstadt. Total wurscht was aus den Gemäuern abgesondert wird, alter Ritus, neuer Ritus
oder Potters Zaubereien. Alles Aberglauben oder Esoterik. Oder Williamsons Nazi-Gelaber. Es gbit nur den
Gott der Humanität und des Glaubens an das Gute. Ist in jeder Religion drin. Alle Religionen sind gleich
und total überflüssig. Viele Grüße vom Unbestechlichen
Das ist unglaublich! Nach dem Winkelzug in den päpstlichen Gemäuern: „Also der Streich ist gespielt;
das ist unglaublich!“ (Lefebvre, Sept.1990 in Econe) Und siehe da: Die FSSPX geht davon aus, daß ihnen
kein Streich gespielt wird! Das ist unglaublich! „Sie reichen denen die Hand, die die Kirche abbrechen,
denen, die modernistische und liberale Ideen haben, die doch von der Kirche verurteilt worden sind.“ Nun
trifft auf die PB, was Erzbischof Lefebvre über die wandelbaren Halbkonservativen zu sagen pflegte: „Oh,
wenn man uns die gute Messe gewährt, kann man Rom die Hand reichen, gibt es kein Problem. Ja so geht
das! Sie sind in einer Sackgasse, denn man kann nicht zugleich den Modernisten die Hand reichen und die
Tradition bewahren wollen. Wie soll man Leute trauen, die den Bruch des Konzils mit der Tradition leugnen!“(Erzbischof
Lefebve, Sept. 1990 in Econe)
Neuer oder alter Ritus? Alles Hokuspokus, reine Esoterik und Schamanismus in Hochkultur. Biblisch und
theologisch total wurscht. In den Kirchen werden die Teilnehmer der Gottesdienste immer weniger. Vorschlag:
20 € pro Nase pro Teilnehmer für einen Gottesdienst (egal welcher). Das ist die Lösung! Gruß vom
Unbestechlichen
Der Preis für die Einigung wird die Spaltung sein. Die FSSPX wird für eine vollständige Rückkehr in
die rkk den Preis in Form einer Spaltung bezahlen. Die Frage ist nur, wie groß der Anteil der FSSPX sein
wird, der den Weg zurück nicht mitgeht und in Richtung einer sedisvakanistischen und / oder schismatischen
Sekte abdriftet. Doch kommt es zu keiner Einigung, werden irgendwann in der FSSPX wieder Bischofsweihen
notwendig sein, und dann wird das Schisma endgültig zementiert und auch dann wird ein nennenswerter Teil
der FSSPX das Angebot zur Rückkehr in die rkk annehmen. Die rkk kann das Problem eher aussitzen.
Es gibt keinen Kompromiß! Wir wollen ein klares Bekenntnis der Trennung von dieser Konzilskirche, die
Msgr. Benelli selbst so genannt wissen wollte, jener Kirche, der wir nicht angehören wollen und nicht
angehören können, weil sie im Widerspruch steht zur katholischen Kirche. Wollte der Papst der einen,
heiligen, katholischen und apostolischen Kirche vorstehen, so müßte er unweigerlich durch Aufhebung
des unseligen II. Vatikanischen Konzils die Einheit mit der gesamten Tradition sofort herstellen, die
Einheit mit der Kirche aller Zeiten und der wahren Heiligen. Es bedarf dann keiner Sondererlaubnis des
hl. Meßopfers, dieses Meßopfers, das die Kirche immer gefeiert hat und immer feiern wird. Wie absurd,
etwas zu erlauben, was gar nie verboten werden konnte! Die vollständige Bekräftigung des WAHREN HEILIGEN
MESSOPFERS hätte notwendigerweise das VERBOT der Neuen Liturgie zur Folge. ES GIBT KEINEN KOMPROMISS!
Durch diese blasphemische Verunstaltung des Heiligen Meßopfers, das man als Messe gar nicht mehr bezeichnen
kann – die Progressisten tun es auch gar nicht, sie nennen es Herrenmahl oder Eucharistiefeier – durch
diese ganz auf den Menschen ausgerichtete, verprotestantisierte Mahlfeier, durch die gefälschten, aus
der Intention der katholischen Kirche herausgerissenen Wandlungsworte, kann die Neue Messe gar nicht mehr
vollzogen werden. @Lyco – @ LeoM: Hochachtung für beide Beiträge!
#36 Lycobates 14:09:00 | Samstag, 21. November 2009
gallikanisch @JosefG Ich habe den Terminus hier in einem etwas übertragenen Sinne gebraucht. Gemeint
ist die Ekklesiologie der PB, insbesondere ihre Einschränkung der Unfehlbarkeit auf das außerordentliche
Lehramt und ihr Abhängigmachen des Gehorsamsanspruchs (auch in rein disziplinarischen Sachen) auf was
mit der eigenen Auffassung übereinstimmt. Die PB wurde als diözesane pia unio anerkannt, von einem rechtgläubigen
Bischof (Charrière), experimenthalber, für sieben Jahre. Vor Ende der Frist wurde die Anerkennung von
den Modernisten (Hw. Mamie von Rom gesteuert) zurückgenommen. Diese Maßnahme wurde von der PB und vom
EB bestritten, und die PB hat sich immer weiter beworben um Anerkennung (kanonisch und lehrmäßig), die
ihr von den Modernisten aber immer verweigert wurde. Das Problem ist, daß die PB, und weiland der EB
(von ein paar mehr erleuchteten Momenten abgesehen) nie die Legitimität und Jurisdiktion der modernistischen
Usurpatoren überhaupt bestritten haben, sondern nur ad hoc, nämlich nur dann, wenn die Maßnahme mit
dem Glauben unvereinbar schien. Sonst hätten sie sich ja nicht um Anerkennung bemüht, und gäbe es jetzt
keine Gespräche. Der Punkt ist aber, daß Glaubensverlust (Häresie oder Apostasie), auch in nur einem
Punkt (Beispiel: NOM), Amts- und Jurisdiktionsverlust mit sich führt, und damit auch alle anderen Maßnahmen,
auch belanglose und im Prinzip rechtgläubige, keine kirchliche Existenz haben. Gallikanisch ist, den
Papst als Papst anerkennen, und dann nicht tun, was er will.
#35 Leo Miles 12:41:33 | Samstag, 21. November 2009
Es gibt aber nicht Man müsse aber auf eine gegenseitige Bereicherung der beiden Formen des Römischen
Ritus hinarbeiten. zwei Römische Riten, sondern nur einen. Der von 1969 ist keiner, denn er ändert die
katholische Religion, den katholischen Glauben. Somit ist die „neue Messe“ kein Römischer Ritus. Um einen
vertieften Sinn der katholischen Liturgie wiederzugewinnen, sei es heute notwendig, den sakralen Charakter
der liturgischen Handlung, die zentrale Bedeutung des Priester als Mittler zwischen Gott und dem christlichen
Volk und den Opfercharakter der Heiligen Messe zu betonen. All das hat ja die „neue Messe“ ausgerottet.
Wie sollte sie es also wieder herstellen?
„Entscheidungen des Lehramts: provisorische Verfügungen!“ So einfach ist das bei Ratzinger: das Gegenteil
von dem sagen zu können, was die Päpste vor dem Konzil immer gesagt haben. Jetzt findet unser berühmter
Ratzinger sich in Verlegenheit, weil er gesagt hat, daß das II. Vatikanum ein Antisyllabus ist. Deshalb
hat er eine Erklärung in seinem Dokument gefunden, die er am 27.6.1990 gegeben hat. „Das Dokument“, sagt
der Kardinal, „versichert vielleicht zum erstenmal (!) mit solcher Klarheit, daß es Entscheidungen des
Lehramts gibt, die nicht das letzte Wort über die Materie als solche sein können, sondern die eine wesentliche
Verankerung in dem Problem“ (der Schlaue!) „und vor allem ein Ausdruck pastoraler Klugheit sind. Eine
Art von provisorischer Verfügung.“ Er entlastet sich von der Anklage, gegen den Syllabus, gegen die päpstlichen
Entscheidungen und das Lehramt zu sein: ein Kern bleibt, aber die speziellen Aspekte, auf die die speziellen
Umstände der Zeit einen Einfluß haben, können späterer Berichtigungen bedürfen. Also der Streich
ist gespielt; das ist unglaublich!“ (Mitteilungsblatt Nov. 1992)
Dass Sie, Frl, Sinah, ein wenig gleichförmig argumentieren, das sei dahingestellt. Dass Sie aber das,
was zu Sie glauben begriffen haben vom gutkatholischen Glauben wie ein Kreisel wiederholen, das hat was
Ungutes und allmählich klebriges. Das hat mit Tradition nicht das geringste zu tun. Sie sollten Flugblättchen
nach der Hl. Messe meiden und sich besser informieren. Und nein, die Welt geht erst mal nicht unter.
Quo vadis, FSSPX? Unvermittelt erklärt er sodann, daß alle eingeladen seien, beide Formen als Ausdruck
„eines einzigen liturgischen Ritus“ zu betrachten. Mittels der eingegangenen ehebrecherischen Umarmung
(„Wir haben uns umarmt“) schluckt die PB das locker! Und folgt der Einladung sogleich! Wir jedoch weisen
sie zurück, Herr Prälat! Die angebliche „Erneuerung des Zweiten Vatikanischen Konzils“ müsse „in Kontinuität
mit der großen Lehrtradition der Kiche verstanden werden“. Genau diese Kontinuität hat das Zweite Vatikanische
Konzil durchbrochen. Sie hat diese Grundsätzlichkeit aufgegeben und sich dadurch alles verwirkt. Deswegen
muß das Zweite Vatikanische Konzil als ungültig erklärt und bis zum Ende der Zeit als die größte
Tragödie der ganzen Kirchengeschichte verstanden werden, Euer Gnaden! „Wir sind nicht für einen Dialog,
der den Irrtum ebenso wie die Wahrheit, die Tugend ebenso wie das Laster anerkennt… Man sucht einen
Dialog, eine Verbrüderung, eine Verallgemeinerung der Kirche, aber man sucht nicht mehr die Einheit im
Glauben.“ (Erzbischof Lefebvre, 9.4.1978 in Essen) Man sucht eine widersinnige Verallgemeinerung des Ritus!
„Der Große Monarch wird kommen und alles wieder in Ordnung bringen.“ Daß er doch sofort käme!
Belastbar ist er ganz bestimmt nicht, wenn die Attacken aus ungeahnten Sphären auf ihn niedertrommeln .
ich würde mal sagen, er ist zu gut für diese altliturgische Welt…!
#25 Ben Sira † 17:28:27 | Freitag, 20. November 2009
@ sefirot „Das Bild eines altliturgischen Priesters mit einer Baskenmütze“. Soweit ich erkennen kann,
ist das keine Baskenmütze, sondern ein – eher seltenes – Birret ohne Bommel. Aber das ist natürlich
völlig nebensächlich. Wäre man nicht auf schwarz-braun-net, würde man denken, es sei ein Bild aus
den 1950er Jahren …
#24 Siegfried 16:58:10 | Freitag, 20. November 2009
Das Problem ist der Bischof in der Ortskirche den Bischöfen fehlt das sakrale Verständnis und die sakralen,
religiösen, theologischen und liturgische Grundkenntnisse. Der Fachkenntnisse gleichen einem angeblichem
Braumeister, der den Unterschied zwischen Gerste und Gerstenmalz nicht kennt. Der in das Staunen kommt,
wenn er damit in Kenntnis gesetzt wird, daß in Asien Rohfrucht wie Mais eingebraut wird. Mit diesem Wissen
aber abends in der Kneippe versuchen eine einmalige Gleichheit in der Herstellung von Wein, Bier und Wisky
aufzeigen wollen. Bei dieser Dummheit verläßt jeder die Kneippe und jeder Gläubige selbstverständlich
die Kirche. Bischöfe ohne Kenntnis sind nicht in der Lage einen Klerus zu führen und beim Klerus das
Gebetsleben zu festigen. Schaden, die Narren zerstören und merken nicht, daß sie in den Dreck stürzen.
Das Bild eines altliturgischen Priesters mit einer Baskenmütze, dem es viel besser stehen würde, ein
NOM-Gewand zu tragen. Außerdem schaut er verängstigt aus, als hätte er Probleme als Vorsteher einer
altliturgischen Feier entdeckt zu werden. Offen schaut er jedenfalls nicht in die Welt…!
wakatho also wenn überhaupt könnten das nur von einem der guten Hand voll Faschisten hier geschehen
sein, aber ob mit genau diesen Worten? – keine Ahnung – weil die Aussagen von Faschisten vergess ich gleich
wieder – sind ja inhaltlich nichts wert. wakatho – hast du eigentlich auch die selbe Wichsstörung wie
herrenschuhe – mensch, wo habt ihr euch das Zeug denn geholt? Passt doch mal besser auf euch auf
Das Bild zeigt einen jungen Priester mit wachen und freundlichen Augen. Sowas kennt die verbitterte und
tingeltangelshowaffine V2-Sekte natürlich nicht mehr, deshalb kommt das dem Sefirotz natürlich befremdlich
vor und „gibt ihm Rätsel auf“ wie sowas denn sein kann, wo er doch so voller Eifer für die Zerstörung
eines solchen Arbeit.
#17 Lycobates 13:37:32 | Freitag, 20. November 2009
Tröstlich @Brandenburgis Man sollte sich nicht entmutigen lassen. Gott ist Herr der Geschichte, wie gesagt.
Christus vincit. Nur wissen wir, daß es einmal so kommen mußte, wie es jetzt gekommen ist. „Wenn der
Menschensohn wiederkommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?“ Luk. 18 Die heutige Krise,
beispiellos in ihrem Ausmaß, muß wohl, ohne Panikmache, als endzeitliches Faktum gewertet werden. Nur
wissen wir zu unserem eigenen Heile nicht, wie lange diese dauern wird. Am kommenden Sonntag werden wir
im Evangelium wieder daran erinnert. Die „kleine Herde“, die den apostolischen Glauben unverkürzt bewahrt,
wird es aber bis zuletzt geben. Die Pforten der Hölle werden die Kirche nicht überwältigen. Diese Verheißung
bleibt uns sicher. Sie gilt nicht allen kirchlichen Strukturen, die verschwinden könnten wie sie gekommen
sind, wohl aber der Reinheit des Glaubens, und der Fortsetzung der Gnadenmittel in den wahren Sakramenten,
durch die unverkürzte apostolische Sukzession unter Petrus und seinen legitimen Nachfolgern (wenn auch
letzteres heute nur „in potentia“ während der Sedisvakanz), vielleicht nur in kleinem Rahmen. So fing
es ja auch an. Das möglich bevorstehende Scheitern der PB kann auch ein reinigendes Gewitter sein. Ihr
gallikanischer Geburtsfehler konnte ja nicht ungestraft bleiben. Wie gesagt, keine Panikmache! „Wenn aber
diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“
Luk. 21 Warten wir ab. Orate sine intermissione.
Das Bild mit dem Priester gibt mir ziemliche Rätsel auf: zunächst einmal die Frage, ob er ernst gesundheitlich
gefährdet ist. Zum andern, ob er wirklich dazu in der Lage ist, die Frohe Botschaft ohne Einschränkungen
zu verkünden und stattdessen liebend gern im Morast von Sünden- und anderen makabren Geschichten herumwühlt
und Versatzstücke vorzeigt?
#12 Lycobates 12:44:35 | Freitag, 20. November 2009
Predigt Sicher gehört zum Predigen Talent und eine gewisse Fertigkeit und Erfahrung. Daher kann und soll
nicht jeder Priester unbedingt auch Prediger sein. Es gibt (gab) darum in der Kirche besondere Orden,
wie gerade die Predigerbrüder (Dominikaner), aber auch die Redemptoristen, Karmeliter und Kapuziner,
u.a., die in den Pfarren zu gewissen Anlässen besondere Missionen predig(t)en, und zwar öfter außerhalb
der Messe. Diese Patres sind (waren) besonders zum Predigen geschult. Das ist ein besonderer Beruf. Wesentlich
für den Priester ist nicht das, sondern Christi Opferpriester zu sein und die Messe zu feiern, sowie,
im Namen der Kirche, das öffentliche Chorgebet zu verrichten. Während der meisten Gottesdienste wird
ja überhaupt nicht gepredigt. Nur an Sonntagen soll es nach der Vorschrift des Tridentinums wenigstens
anläßlich des Hauptgottesdienstes eine Homilie geben (Erklärung der Perikope). Bei den Protestanten
ist das anders. Dort ist die Predigt wesentlicher Anteil des Gottesdienstes, die ja keine Messe ist, und
keinen Opferpriester kennt. Dort ist Gottesdienst im wesentlichen Verkündigung. Ein Novum der Neuerer.
Die Konzilssekte hat das, wie manches andere, übernommen, nur schneiden dort (wie ich höre) die Prediger
im Durchschnitt oratorisch viel schlechter ab als ein lutherischer oder reformierter Pastor. Daher wohl
das Gähnen der Gemeinde.
#11 lateiniheini 12:25:09 | Freitag, 20. November 2009
@goldengel Zum Predigen gehört auch Talent. Das ist sicherlich richtig! Denn- auch wer nicht Priester
ist- kann Talent zum Predigen haben!Ich habe des öfteren schon Laienpredigten gehört, die waren aussagekräftiger
als das, was mancher Priester zum Besten gibt! In diesem Sinne möchte ich aber auch auf viele Stimmen
gerade röm.-kath. Christen aus meinem Umfeld hinweisen, die vor allem evangelische Pfarrer bzgl. ihres
Predigttalents ausdrücklich loben! Ich kann mich an manche Predigt, die ich gehört habe, teilweise noch
heute sehr eindrucksvoll errinnern, z.B. die Predigt des Pfarrers bei der Konfirmation meines Patenkindes,
die Predigt des Pfarrers bei meiner Trauung, aber z.B. auch die Predigt von Kardinal Lehmann am Reformationstag
in der Bonner Kreuzkirche!(Die Nennungen sind stellvertretend, es gibt noch mehr gute Predigten, die Spuren
bei mir hinterlassen haben)! Den Vogel abgeschossen hat aber jüngst ein Benediktinerpater, der durch
seine tolle und eindrucksvolle Predigt (ganz im Sinne von Pater Anselm Grün)- ohne das er dies besonders
erwähnt hat, jedem evangelischen christen die Gewissheit gegeben,zur Heiligen Kommunion durch Jesus Christus
eingeladen zu sein. Ich habe ihn nach der Messe drauf angesprochen und er meinte lächelnd:„Es ist schön
zu hören, dass ich offensichtlich viel mehr erreicht habe, als ich eigentlich gedacht habe!“
#10 Goldengel 12:06:02 | Freitag, 20. November 2009
noch ein Landorganist: Ich glaube nicht, dass eine Priesterausbildung immer schuld ist bei diesem Dilemma.
Wer wirklich Priester werden will, mit Herz und Blut, der kann predigen. Dem ist das Wort Gottes und die
Wahrheit des Gottessohnes ins Herz geschrieben. Zum Predigen gehört auch Talent. Dieses Talent bringt
nicht jeder Priester mit. Das Talent zum Prahlen jedoch viele.
Sefirot Sefirot : „… wobei liebend gern auf das Volk verzichtet wurde. Während bei NOM die Gemeinde
sehr wohl eine wichtige Funktion bei der Feier der Eucharistie hat.“ Im Alten Ritus bin ich als Laie mehr
beachtet als im Neuen Ritus. Eigene Erfahrung! Sefirot : „… Werr wollte auch schon den Rückmarsch antreten
in das finstere altliturgische Reich.“ Finster sieht es in den heutigen Event- und teilweise Disko-Veranstaltungen
(Gottesdienste?) aus, also da, wo die Liturgie und in vielen Köpfen auch Gott selbst längst tot sind.
Wer glaubt denn von den dort Handelnden noch an die persönliche und leibliche, wesenhafte Vergegenwärtigung
Christi während der Wandlung? Glauben Sie daran?
Goldengel Das mit den Predigten ist tatsächlich auch ein wesentliches Problem. Aber das ist keine Ritusfrage,
denn ich habe auch im „Alten Ritus“ schon Gähn-Predigten vernommen und habe mich von solchen im NOM angesprochen
gefühlt. Das Tridentinum hat ja damals die Priesterausbildung verbessert. Das bräuchten wird heute wieder
am meisten bessere Priesterausbildung und dadurch bessere Priester. Und teil dieser Ausbildung müssen
Predigtkurse „bis zum Erbrechen“ sein! Denn darauf kommt’s wohl am meisten an. Dass die Predigt was zu
sagen hat!
#6 Goldengel 11:40:36 | Freitag, 20. November 2009
wenn die Messe zum Gähnen ist Das Volk braucht eine ordentliche Predigt. Eine Wertvermittlung gehört
wieder her. Eine ordentliche Erklärung von Bibeltexten und kein heruntergeleierter Wortschwall, wo die
Leute bald zu gähnen beginnen. Eine Messe, wo interessante Aussagen von Jesus Christus vom Priester erklärt
werden, bei dem das Volk auch von der Wahrheit des Gottessohes mitgerissen wird. Doch muss natürlich
auch der Priester willens sein, sich über Christus auch Gedanken zu machen, was leider immer seltener
der Fall ist, denn anscheinend ist auch die Messe für manche Priester schon zum Gähnen.
Sefirotz’ Weisheiten aha, der „alte Ritus“ verzichtete liebend gerne auf das Volk, der NOM will ihm eine
„wichtige Funktion geben“ Problem: das Volk verzichtet liebend gerne auf den NOM – durch fernbleiben
Harmonie wäre fauler Kompromiss Im übrigen ist es schwierig zu sehen, wie Katechese und Pastorale des
Alten Ritus mit Seelsorge und Katechese des Neuen Ritus in der Pfarreien harmonisiert werden können“
Was soll sich harmonisieren lassen? Heraus käme ohnehin nur ein fauler Kompromiss. Der Alte Ritus hatte
seine Katechese und Pastorale, wobei liebend gern auf das Volk verzichtet wurde. Während bei NOM die
Gemeinde sehr wohl eine wichtige Funktion bei der Feier der Eucharistie hat. Werr wollte auch schon den
Rückmarsch antreten in das finstere altlitrugische Reich …
#1 Franz Kappes 10:56:21 | Freitag, 20. November 2009
„Ecclesia Dei“ plaudert Es wäre zu wünschen, wenn sich hier momentan eher produktive Stille ausbreiten
würde. Ist aber nur so eine Idee. Wer Gutes will, dem wird der Wunsch der Traditionalisten bekannt sein.