Deutschland
Der altliberale Geist der Ausgrenzung gegenüber dem Religiösen bleibt
Das oberste deutsche Laiengremium wählte heute wie abgesprochen einen altliberalen Präsidenten. Die Amtsbischöfe hüllen sich in Jubel oder feiges Schweigen.
Das 'ZdK' hat einen neuen altliberalen Präsidenten
Das ‘ZdK’ hat einen neuen altliberalen Präsidenten
(kreuz.net) Am Freitag wählte das 240 Mitglieder starke deutsche Laiengremium ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ den früheren bayerischen Landtagspräsident Alois Glück (69) zum neuen Präsidenten.

Der pensionierte Politiker war der einzige Kandidat. Er wird Nachfolger des nach zwölf Jahren aus dem Amt geschiedenen Hans Joachim Meyer (73).

Katholisch ist katholisch

In seiner Bewerbungsrede forderte Glück von der Kirche unterstellend mehr „Mut zur Vielfalt“ und „weniger Ängstlichkeit gegenüber der modernen Welt“.

„Eine missionarische Kirche wird ohne die Erfahrung und Mitwirkung der Laien wenig wirksam sein können“ – warf er mit altliberalen Sprüchen um sich.

Es sei entscheidend, daß das Ringen um Wahrheit vom Respekt vor dem anderen geprägt sei und nicht vom Geist der Ausgrenzung.

Beobachter bezweifeln, daß Glück die Ausgrenzung der deutschen Altgläubigen im Blick hatte.

Glück wandte sich gegen den Anspruch, daß „nur die eigene Position die allein katholische sei“.

Als wichtige Themen für das Laiengremium nannte der Politiker politische Anliegen: die Suche nach einem zukunftsfähigen Lebensstil, den demografischen Wandel, die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats angesichts massiver Verteilungskonflikte, die Ernährung der Weltbevölkerung und den Klimawandel.

Religiöse Interessen hat der neue Vorsitzende offenbar keine.

Der eine ist des anderen wert

Glück hat nur kurz vor seiner Wahl seine Ämter bei dem antikirchlichen Mütterberatungsverein ‘Donum Vitae’ unbereut niedergelegt.

Er ließ die leitende Mitarbeit ruhen, ist aber weiterhin Mitglied des unmoralischen Vereins.

Der altliberale Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg gratulierte dem altliberalen Glück überschwenglich: „Gerne bestätige ich diese Wahl auch namens der Deutschen Bischofskonferenz.“

Glück verfüge „anerkanntermaßen über ein hohes Ansehen innerhalb und außerhalb der Kirche“ – behauptete Mons. Zollitsch.

Die Bischofskonferenz schätze das Laiengremium – stellte er die Ehrbarkeit der deutschen Bischöfe offen in Frage.

Der Erzbischof will mit Glück „so gut wie möglich Lähmungen überwinden, die es in der jüngeren Vergangenheit bisweilen auch gegeben hat“.

Die altliberale Lähmung hält an

Der Vorsitzende des neokonservativen ‘Forums Deutscher Katholiken’, Hubert Gindert, kritisierte in einer Stellungnahme vor der neokonservativen Linzer Kommerz-Webseite ‘kath.net’ die Wahl des neuen Präsidenten und das Zentralkomitee insgesamt:

„Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ ist nicht die Vertretung der Katholiken, weil es nicht die Fragen aufgreift, für die es zuständig wäre, zum Beispiel die verheerende demographische Entwicklung, den Sexualkundeunterricht an Schulen, der die Frühsexualisierung der Kinder fördert, die Kinderkrippenpolitik, die Genderisierung.“

Das Zentralkomitee habe sich bei den bei Altliberalen beliebten Unterhosen-Themen Zölibat, Frauenordination und Laienpredigten gegen das kirchliche Lehramt gestellt.

Mit der Wahl von Glück zum Präsidenten sei der nötige radikale Kurswechsel nicht zu erwarten – bedauerte Gindert.
      
28 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#28   Graf von Galen   22:47:00 | Sonntag, 22. November 2009
Wider VII, ZDK
Was ist die Steigerung von tot ?
Tot, toter, Deutscher Verbandskatholizismus.
Laßt die Toten die Toten begraben. Es ist sinnlos,
seine Zeit mit den Ewiggestrigen des ZDK zu
vergeuden.
Redaktion benachrichtigen
#27   Thomasius   20:42:08 | Samstag, 21. November 2009
@Brandenburgis
Ausgangspunkt ist der Begriff „Altliberal“. Liberal betont die Persönlichkeit. „Rechts“ bedeutet nicht „richtig“ sondern eher „eingebildet“. Rechts bedeutet auch „faschistisch“, Diktatur. Diktatur aber unterdrückt die Persönlichkeit, betrachtet den Menschen als bloßes Objekt. Daher gleichen sich die Extreme – rechts und links – einander an. Ausdruck dessen war die Bezeichnung „Nationalsozialismus“.
Redaktion benachrichtigen
#26   Brandenburgis   16:59:14 | Samstag, 21. November 2009
Weil „Rechts“
synonym mit „richtig“ ist. (Und links mit falsch, verlogen, verschlagen, bösartig.
Redaktion benachrichtigen
#25   Thomasius   16:56:28 | Samstag, 21. November 2009
@Das Kind
Seit wann ist die Wahrheit rechts?
Redaktion benachrichtigen
#24   Brandenburgis   15:54:38 | Samstag, 21. November 2009
Eigenlich alle Gleichnisse Jesu sind „rechts“
das heißt für Personalität und gegen Kollektivität. Für LInke schon unerträglich das Diktum Jesu „Die Letzten werden die Ersten sein“. Das widerspricht jedem tarifvertraglichem Denken.
Redaktion benachrichtigen
#23   Das Kind   15:49:02 | Samstag, 21. November 2009
Thomasius
Christus ist die Wahrheit, also erübrigt sich die Frage. War die Wahrheit je auf seiten der Linken?
Redaktion benachrichtigen
#22   Thomasius   15:40:22 | Samstag, 21. November 2009
@Brandenburgis
Glauben Sie im Ernst, dass Jesus Christus „rechts“ war? Haben Sie ein Gleichnis gelesen, in dem er sich als „rechts“ geoutet hat?
Redaktion benachrichtigen
#21   MessagefromMary   11:36:39 | Samstag, 21. November 2009
Friederich: Die Beichte
der „Toten“ kann man vergessen.
Sie beichten mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von Gott.
Redaktion benachrichtigen
#20   Brandenburgis   11:19:29 | Samstag, 21. November 2009
„Altliberal“ bdeutet „links“
und zwar „Linke etwas gehobeneren Alters“, also etwa „Altachtundsechziger“
Redaktion benachrichtigen
#19   Thomasius   10:50:56 | Samstag, 21. November 2009
Frage an die Foristen:
Wer oder was ist „altliberal“? Dürfte eigentlich im Gegensatz zu „neuliberal“ stehen.
Oder geht es nur um altfaschistisch und neufaschistisch ?
Redaktion benachrichtigen
#18   Fridericius †   10:27:08 | Samstag, 21. November 2009
Message from Marie
Wieso?
Man kann doch beichten!
Redaktion benachrichtigen
#17   MessagefromMary   10:22:53 | Samstag, 21. November 2009
Ja, die Predigt des Reiches Gottes,
der lebendige Glaube an Jesus Christus und die Orientierung nach den Geboten Gottes – dann erübrigen sich leidige Themen wie Massenabtreibung, Wirtschaftskriminalität, überfüllte Gefängnisse mit Schwerverbrechern und Schwerkranke in Krankenhäusern, Massenselbstmorde, Seuchen und Hungersnot.
Wer diesen subtilen Krieg als Frieden bezeichnet hat ein versteinertes Herz – noch schlimmer – ist tot. Der Geist dieser Menschen ist so schwach, dass ihr Körper über ihn herrscht.
Redaktion benachrichtigen
#16   rums   09:10:23 | Samstag, 21. November 2009
@Herodias
(…)In 100 Jahren seid ihr nicht mal ein Krümel der kath. Kirchengeschichte. Gottlob.
Macht nix, sie sind derweilen schon verfault! :-D
Redaktion benachrichtigen
#15   Herodias †   08:48:41 | Samstag, 21. November 2009
@sct: Immer wieder geschehen Wunder,
auch heute noch. Dergestalt nämlich z. B., dass Versteinerungen am PC schreiben können, z.B. solchen Schwachsinn wie „Zeitgeisthurerei hoch 10!Ist denn die (Deutsche)Katholikenvertretung schon soweit von den linken,grünen und sonstigen Gesocks unterwandert?“ sct und ähnliches Gesocks: Ihr seid versteinert von oben bis unten – aber ihr zerbröselt. Zu Staub. Und den weht der Wind des hier so geschmähten Zeitgeistes hinweg. Ins Nichts. In 100 Jahren seid ihr nicht mal ein Krümel der kath. Kirchengeschichte. Gottlob.
Redaktion benachrichtigen
#14   Samurai   22:50:50 | Freitag, 20. November 2009
@ DasKind
Sicher sind das nicht die einzigen Themen, um die sich Christen kümmern sollten- und die Predigt des Reiches Gottes ist wichtig – aber Christen, die sich in einem religiösen Elfenbeinturm verschanzen, weil sie meinen, daß sie mit Themen wie Globalisierung, Arbeitslosigkeit, Klimawandel usw. nichts zu tun haben, weil das „keine Aufgaben für Christen“ sind, sind naiv oder weltfremd oder inhuman.
Redaktion benachrichtigen
#13   sct   21:18:31 | Freitag, 20. November 2009
Die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats und
der angebliche Klimawandel.Prima!Zeitgeisthurerei hoch 10!Ist denn die (Deutsche)Katholikenvertretung schon soweit von den linken,grünen und sonstigen Gesocks unterwandert?Das soll zukunftsfähig sein?Das ist doch Parteiengeschwätz der untersten Sorte,man kann nur noch den kopf schütteln,das ist kein V2 sondern schon V3 oder V4.Man kann nur Gott dankbar sein für FSSPX!
Redaktion benachrichtigen
#12   Rodolfo Panetta   21:05:07 | Freitag, 20. November 2009
Pöstchen für abgehalfterte Politiker
Seit jahren fällt auf, daß dieser Posten durchwegs an abgehalfterte Politiker der Altparteien geht. Ziel ist es, einen kirchlichen Anspruch für die christenfeindliche Politik der korrupten Parteien zu konstruieren.
Redaktion benachrichtigen
#11   Thomasius   16:07:24 | Freitag, 20. November 2009
@Das Kind
Ich kenne es nur so, dass „von der Kanzel“ Jesu Lehre erläutert wird.
Redaktion benachrichtigen
#10   Das Kind   15:56:11 | Freitag, 20. November 2009
Thomasius
Was soll Ihre Bemerkung? Was haben ich mit kreuz.nez zu tun?
Ich habe lediglich bemängelt, daß die Kirche in Deutschland schon lange zu einem langweiligen Debatierklub verkommen ist, die keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlockt, weil sie sich nicht um das kümmert, was ihre ureigenste Aufgabe ist.
Früher habe ich geglaubt, daß die Verantwortlichen für den Niedergang einfach nur blind sind. Jetzt aber weiß ich schon seit längerer Zeit, daß der Untergang gewollt ist. Es fehlt nur noch, daß Zollitsch, Käßmann & Konsorten von der Kanzel verkünden: „Lieber Turban statt Tiara.“
Redaktion benachrichtigen
#9   Thomasius   15:46:29 | Freitag, 20. November 2009
@Kind
Was soll schon dabei herauskommen, wenn kreuz.net einen Artikel schreibt?
„Die verheerende Demographische Entwicklung“? Wer regt sich daüber auf, dass die Lebenserwartung der Deutschen gestiegen ist?
„Kinderkrippenpolitik“? Wer regt sich darüber auf, dass in Deutschland Kinder geboren werden?
„Genderisierung“? Wer regt sich darüber auf, dass alle Menschen gleich und als Geschöpfe Gottes gleichwertig sind?
Wer regt sich schließlich darüber auf, dass „Lehrer“ (Amtskirche) sich (die Lehre Jesu Christi) den „Schülern“ (Laien) verständlich machen sollen?
Redaktion benachrichtigen
#8   MartinBieger   15:08:11 | Freitag, 20. November 2009
@Kind
Bei diesen von dir aufgezählten Problemen hilft uns auch kein Gott sondern nur wir können uns selbst helfen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Das Kind   15:06:30 | Freitag, 20. November 2009
Themen
Die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats, die Ernährung der Weltbevölkerung, der Klimawandel … blablabla
All das sind Themen, wie sie jede x-beliebige Partei und jeder Club der Weltverbesserer aufgreift. Von Gott ist kein einziges Mal die Rede und vom „Christentum“ wird gesprochen, wie von einer austauschbaren Ideologie.
Aber was soll schon dabei herauskommen, wenn heutzutage sich ein Politiker über Religion äußert?
Redaktion benachrichtigen
#6   Ruptschik   14:31:13 | Freitag, 20. November 2009
Peinlich!
„Das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ ist nicht die Vertretung der Katholiken, weil es nicht die Fragen aufgreift, für die es zuständig wäre, zum Beispiel die verheerende demographische Entwicklung, den Sexualkundeunterricht an Schulen, der die Frühsexualisierung der Kinder fördert, die Kinderkrippenpolitik, die Genderisierung.“
Religiöse Interessen hat Gindert offenbar keine. ^-^
Redaktion benachrichtigen
#5   Absal †   14:11:41 | Freitag, 20. November 2009
kreuz.net ist das „Unterhosen“.net schlechthin!
Preisverdächtig!!!
>:)
Redaktion benachrichtigen
#4   noch ein Landorganist   14:09:25 | Freitag, 20. November 2009
„weniger Ängstlichkeit gegenüber der modernen Welt“.
da hat er zumindest dem Wort nach Recht, vielleicht nicht nach der Intentenion, aber das sollten sich manche feigen Bischöfe voller Medienängsten hinter die Ohren.
Widerborstigkeit ist nicht gegenüber Rom, sondern gegenüber den linken und altliberalen Kirchenfeinden angebracht.
Weg mit der Angst – mitten hinein stoßen! Nach Christi Vorbild! :)3
Redaktion benachrichtigen
#3   undogmatisch   14:08:30 | Freitag, 20. November 2009
Religiöse Interessen hat der neue Vorsitzende offenbar keine
Die Zukunftsfähigkeit des Sozialstaats, die Ernährung der Weltbevölkerung, der Klimawandel…all das sind sehr wohl religiöse Themen: Hier geht es darum, welche Welt wir unseren Kindern hinterlassen, bzw. wie war das grösste Gebot Jesu, nämlich die Nächstenliebe, im praktischen Leben umsetzen. Diese Probleme lösen wir nicht, indem wir ‘Alte Messen’ feiern.
Redaktion benachrichtigen
#2   Das Kind   13:47:10 | Freitag, 20. November 2009
Nihil novi sub sole
Wann löst sich dieses ZK endlich auf?
Redaktion benachrichtigen
#1   Pontifex   13:37:28 | Freitag, 20. November 2009
Ist es nicht
+net, dass bevorzugt über sog. „Unterhosenthemen“ berichtet?
Der Rest des Artikels ist, wie üblich, keines Kommentars wert. Hohles Geschwätz.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
DeutschlandMerkt Euch ihre Namen DeutschlandSchwere Probleme mit dem Katechismus DeutschlandUmnachtete Oberhirten DeutschlandEine angenehme und freundliche Atmosphäre DeutschlandSchwelgen in der Vergangenheit DeutschlandHysterieanfälle deutscher Bischöfe DeutschlandErhebliche Defizite in der Konzilsrezeption Deutsche BischofskonferenzSie wollen den totalen Krieg DeutschlandIn Aachen wird abgeräumt DeutschlandFaustdicker Pharisäismus DeutschlandKardinal Lehmann kritisiert das ‘Zentralkomitee der deutschen Katholiken’ DeutschlandMachtkampf zwischen deutschen Bischöfen und Zentralkomitee DeutschlandBischofskonferenz und Zentralkomitee palavern DeutschlandBischöfe verhindern üblen Kirchenfeind als deutschen Oberlaien DeutschlandKirche behält umstrittenen ‘Weltbild’-Verlag
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net