10:42:47 | Samstag, 21. November 2009
Eine Regionalzeitung wollte den Bischof von Basel aufs Glatteis führen. Dieser antwortete mit einem Redeschwall. Das hat den Vorteil und Nachteil, daß niemand genau weiß, was er meinte – und die meisten danach so klug sind wie zuvor.

Die Webseite des Bistums Basel veröffentlichte das Interview von Bischof Kurt Koch im Wortlaut
(kreuz.net, Basel) Am Freitag sprach Bischof Kurt Koch von Basel mit der antikirchlichen Regionalzeitung
‘Neue Luzerner Zeitung’ über das Meßopfer.
Das Interview ist auf der Webseite des Bistums Basel nachgedruckt.
Bischof Koch erklärte, daß die Kirche im Gegensatz zu den Protestanten nicht vom Abendmahl sondern
von der Eucharistie rede.
Denn diese sei nicht eine bloße Erinnerung an das Letzte Abendmahl.
Mons.
Koch definiert das Meßopfer etwas langatmig als „das große Dankgebet der Kirche für die Gegenwart Jesu
Christi und seiner Ganzhingabe, seines Leibes und Blutes für uns Menschen.“
Indem Christus uns seinen
Leib in der Eucharistie schenke, forme er uns zugleich zu seinem Leib, der die Kirche ist.
Die eucharistischen
Gaben würden „vom auferstandenen Christus derart in Anspruch genommen, daß sie von innen her verwandelt
werden und Christus in ihnen sich selber geben kann“.
Das sei ein metaphysisches und kein chemisches
Geschehen: „Die Kirche hat nie eine stofflich-materielle Umwandlung gelehrt. Das wäre Umfunktionalisierung.
Es geht aber um Wesensverwandlung.“
Zur Frage, was das bedeute, bringt Mons. Koch einen Vergleich: Liebende
Menschen teilten in geschenkten Zeichen ein Stück ihrer selbst mit. Doch kein Mensch könne sich in einem
Zeichen ganz ausdrücken:
„Dies kann nur der auferstandene Christus, der sich mit den eucharistischen
Gaben so sehr verbindet, daß er sich selber in ihnen schenkt.“
Deshalb glaubten Katholiken an die bleibende
Gegenwart und beteten das Allerheiligste an.
Keine Rede von Vollmachten und „in persona Christi“Zur
Frage, warum nur Priester die Messe feiern können, sagte Mons. Koch, daß der Geistliche dafür „bürgt,
daß die Eucharistie feiernde Ortsgemeinde mit allen eucharistischen Gemeinden auf der ganzen Welt verbunden
ist“.
Die Gemeinde könne sich die Eucharistie nicht selber geben, sondern müsse sie von Christus her
als Geschenk empfangen – „freilich durch Vermittlung der Kirche“.
Es ist Golgotha. PunktAuf Nachfrage
erklärte Mons. Koch, daß das Meßopfer – im Unterschied zum protestantischen Abendmahl – „für uns die
sakramentale Vergegenwärtigung der Lebenshingabe Jesu am Kreuz sei, aber im Licht seiner Auferstehung.
Eucharistie und Kreuz gehören unlösbar zusammen.“
Christus habe beim Letzten Abendmahl in einer Zeichenhandlung
vorausgenommen, was sich dann am Kreuz „zugetragen“ habe: „das Verströmenlassen seiner Liebe für uns“.
Das Meßopfer wäre ohne Kreuz „eine Währung ohne Deckung“: „Kreuz ohne Eucharistie könnte die Heilsbedeutung
des Kreuzes nicht sichtbar machen.“
Die Eucharistiegemeinschaft mit den Protestanten bezeichnet Mons.
Koch als „das Ziel aller ökumenischen Bemühungen“.
Die Interkommunion sei problematisch, weil „eine
noch nicht vorhandene Realität“ vorzeitig vollzogen werde.
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#8
SignumSalutis 01:16:40 | Sonntag, 22. November 2009
#7
Josefus 16:35:02 | Samstag, 21. November 2009
#6
Hans im Glück 16:34:16 | Samstag, 21. November 2009
#4
Tridentinus 14:16:56 | Samstag, 21. November 2009
#3
Josefus 13:25:09 | Samstag, 21. November 2009
#2
jolieecht 11:43:39 | Samstag, 21. November 2009
#1
Gotthard 11:34:20 | Samstag, 21. November 2009