Legionäre Christi
Legionäre Christi gestehen Schuld ein
Jahrelang haben die Legionäre Christi – und vor allem ihre neokonservativen Verteidiger – die Mißbrauchsopfer ihres Ordensgründers als Lügner hingestellt. Nun kommen erste Entschuldigungen.
Die Webseite der Legionäre Christi
Die Webseite der Legionäre Christi
(kreuz.net, Rom) Der Generalobere der Legionäre Christi, Pater Alvaro Corcuera Martinez del Rio, hat sich bei den Opfern von Übergriffen des Ordensgründers, Marcial Maciel Degollado († 2008), entschuldigt.

Pater Corcuera äußerte sich gestern in Rom vor Journalisten. Das berichtete die deutsche ‘Katholische Nachrichtenagentur’.

Über Jahrzehnte haben die Legionäre die schweren Mißbräuche abgestritten.

Die Leugnungen waren unter anderem auf der Webseite ‘legionaryfacts.org’ zusammengefaßt. Seit kurzem leitet der Domainname auf die Startseite der Ordensgemeinschaft weiter.

Nun erklärte der Generalobere, daß der Orden die „Verfehlungen“ mit „großem Schmerz“ zur Kenntnis nehme.

Pater Corcuera bat alle um Verzeihung, denen Leid zugefügt wurde.

Am Dienstag traf sich der Generalobere auch für eine viertelstündige Unterredung mit dem vatikanischen Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. Der Inhalt der Unterredung wurde nicht bekannt.

Zur gegenwärtig laufenden Visitation der Ordensgemeinschaft sagte Pater Corcuera, daß sie in einem Jahr abgeschlossen sein könne.

Der Orden sei im Frieden: „Wir sind sicher, daß uns die Gnade Gottes begleitet.“

Beobachter gehen davon aus, daß die Gemeinschaft am Ende der Visitation eine neue Ordensleitung bekommt.

Der Generalobere sagte, daß seine Kongregation „demütig“ sei. Sie wolle anderen „mit einer großen Lauterkeit, mit großer Güte und Barmherzigkeit dienen“.
      
14 Lesermeinungen
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#15   clarissa colonia   02:25:20 | Freitag, 27. November 2009
Na, sehen Sie, werter Vineta: Es klappt doch …
… man muß nur warten können!
Sie schrieben (im Wortlaute zitiert):
„… daß Lefebvre – sich in einem langen Entwicklungsprozeß sich schließlich auf einen Notstand berufend …“ [Hervorhebungen: cc]
Danke, mein Lieber, für diesen exquisiten Sahnetrüffel, den man sich auf der Zunge zergehen lassen muß:
Es soll also einen Notstand gegeben haben. Aber beileibe keinen Notstand, der repente (plötzlich) eingetreten wäre oder eine urgens necessitas (drängende Notlage) herbeigeführt hätte. Es war kein Notstand, der mit der Wucht einer einschlagenden Kanonenkugel eintrat, oder wenigstens in der Geschwindigkeit eines Adidas-beschuhten 100-m Weltrekordlers.
Nein, es war ein Notstand, der gemütlich schlendernd in Puschen daherkam, den man von weitem schon kommen sah und worauf man hätte rechtzeitig reagieren können. Ein Notstand, der „schließlich“ doch eintrat, nachdem man nur lange genug auf ihn gewartet, wahrscheinlich sogar herbeigebetet hatte.
Ja, wirklich … diese „Gefahr im Verzug“, welche einen dirngenden über- oder außergesetzlichen Notstand auslöste, war längst nicht mehr so trainiert wie weiland die griechischen Hopliten bei Marathon.
Werter Vineta, haben Sie dank für dieses Geständnis ohne Not, aber gehen Sie nun besser wieder Ihrem eigentlichen Gewerbe nach als Geschichtenerzähler auf dem Suq …
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#14   Vineta   02:06:23 | Freitag, 27. November 2009
CC ! Als ob Sie nicht genau wüßten,
daß Lefebvre – sich in einem langen Entwicklungsprozeß sich schließlich auf einen Notstand berufend – einige Paragraphen beiseite schob! Entsetzlich freilich für CC, deren Welt nur aus Paragraphen besteht, gegen die der gesunde Menschenverstand keine Chance hat.
Wie heißen denn übrigens die hübschen Paragraphen, mit denen CC uns schmackhaft machen will, daß Rom zu Recht einen Orden anerkennt, dessen Gründer ein Chaot war, ohne die Chance, jemals für eine Kanonisierung in Erwägung gezogen zu werden?
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#13   Paulaner †   01:03:47 | Freitag, 27. November 2009
Stell dir vor, Sünder sind in deiner unmittelbaren Nähe!
Vox e luce: leider…
dass sie in unmittelbarer Nähe stattfindet, bei Leuten, von denen man es nicht glaubt, die man vielleicht sogar grüßt!
:-@ Sag einmal „MEA CULPA“ O:)
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#12   clarissa colonia   01:02:18 | Freitag, 27. November 2009
Nun, sicher gibt es den: Die Piusbrüder.
Gegründet von einem
doppelt eidbrüchigen,
wortbrüchigen,
vertragsbrüchigen,
rechtsbrüchigen, und
traditionsbrüchigen
kleingläubigen Schrlatan, bei dem es schwer fällt zu entscheiden, ob Geltungssucht oder Größenwahn der maßgebliche Zug seines Charakters (r.i.p.d.v.) war.
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#11   Vineta   00:37:52 | Freitag, 27. November 2009
„Einzigartige“ Legionäre!
Gibt es eigentlich außer diesem Orden noch irgendeinen anderen , dessen Gründer sich auch derart schwerwiegende Verfehlungen zuschulden kommen ließ, und der dennoch von Rom anerkannt wurde????
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#10   Vox e luce   23:05:48 | Donnerstag, 26. November 2009
leider…
stimmt es, dass in altliberalen verfehlungen fröhliche urständ feiern, vor allem die homo-unzucht ist so weit verbreitet, dass man davon ausgehen kann, dass sie in unmittelbarer Nähe stattfindet, bei Leuten, von denen man es nicht glaubt, die man vielleicht sogar grüßt!
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#9   Prälat Hinter †   12:20:30 | Donnerstag, 26. November 2009
Diese Problematik findet sich in jeder Jugendabteilung bei Sport- oder anderen Vereinen
sowas immer in geballter Empörung auf die Kirche und ihre Abteilungen zu schieben ist völlig unrealistisch.
Wer hat die höchste Sorgfalts- und Erziehungspflicht gegen über seinen Sprösslingen – genau : die Eltern und Verwandten
Und WO bitte finden die meisten Missbräuche statt – auch von FRAUEN wohlgemerkt !! – genau: im Eltern- und Verwandtenkreis
Also aufhören mit diesen Selbstanklagen, denn die lenken nur von den ebenfalls schlimmen Täterinnen und Tätern ab: und wo sind die zu finden … genau
Also bitte etwas mehr differenzieren !!!
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#8   catholic   18:10:11 | Mittwoch, 25. November 2009
Lieber schwule Kleriker unter sich, als Mordbrenner und Frauenmörder, Ministrantenschänder und
Heidenschlächter und Judenverfolger …
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#6   cum te   11:16:42 | Mittwoch, 25. November 2009
Das ist noch nicht durch.
Der schnelle Erfolg der L.C. beruhte auf einer gewissen schlichten Beharrlichkeit, mit der sie an dem einfachen und ebenso erfolgreichen „Methoden“ katholischer Praxis festhielten (z.B. Direktansprache, Knabenseminare, „altmodische“ Erziehung) während ringsum, allen voran die Jesuiten, auf Dekadenzkurs gingen. List des Widersachers. Ausgerechnet der Chefmanager des Aufstiegs war partiell selbst „dekadent“. Herr, erbarme Dich!
Warten wir’s ab. Lefebvre war wahrscheinlich auch stockschwul und Williamson sein Schoßhündchen.
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#5   Hans im Glück   10:26:27 | Mittwoch, 25. November 2009
bei den christuslegionären die sexualstraftäter ????
Sexualstraftäter finden Eingang als Trainer, Lehrer, Erzieher, Gruppenleiter, Betreuer …
Das liegt am Täterprofil. Das Problem mögliche Straftäter abzuwehren haben alle Gruppen die mit jungen Menschen oder anderen Schutzbefolenen arbeiten. Das die Legionäre hier bewußt solche Typen aufnehmen halte ich für ausgeschlossen!
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#4   ganjah warrior   10:17:19 | Mittwoch, 25. November 2009
allerdings
schickt die fremdenlegion schwerverbrecher nach hause, bro volstrecker, sie deckt allenfalls kleine gauner.
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#3   Hans im Glück   10:15:44 | Mittwoch, 25. November 2009
@Gallowglas
nicht ganz, solange es Opfer von V2 Klerikern sind sagen sie die Wahrheit, Kleriker der FSSPX machen so was grundsätzlich nicht!
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#2   VollstreckerXXL †   10:15:24 | Mittwoch, 25. November 2009
fremdenlegionäre
Der Orden sei im Frieden: „Wir sind sicher, daß uns die Gnade Gottes begleitet.“
wie gut für die „legionäre“ dass es sich bei gott nur um eine phantasiefigur handelt, sonst würden sie in der hölle schmoren
scheint sich bei denen in anlehnung an die fremdenlegionäre um einen zufluchtsort für verbrecher handeln, denen schutz gewährt wird, bei den französichen „legionären“ finden gewaltverbrecher zuflucht, bei den christuslegionären die sexualstraftäter
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#1   Gallowglas   10:05:58 | Mittwoch, 25. November 2009
hmmm …
Jahrelang haben die Legionäre Christi – und vor allem ihre neokonservativen Verteidiger – die Mißbrauchsopfer ihres Ordensgründers als Lügner hingestellt.
Woher kommt einem das jetzt so bekannt vor ???
Achja, von Kreuz.net, die versuchen ja auch ständig die Opfer, welche von katholischen Pfarrern missbraucht wurden, als Lügner hin zu stellen, welche angeblich nur der Kirche schaden wollen …
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