Konklave
Der Papst, auf den der heilige Alphonsus gewartet hat
Gerade habe ich in dem mir heute abgeholten Buch „Die Papstweissagung des hl. Malachias“ – verfaßt von Hildebrand Troll – nachgeschaut, wer denn nun der vom hl. Alfons erwartete Papst dann war.
(kreuz.net) Ich stieß auf Pius VI. († 1799). Das päpstliche Ansehen war auf einem Tiefpunkt. In Österreich wütete Kaiser Joseph II. Er unterwarf die Kirche dem Staat und hob die Klöster auf. Pius VI. starb im Hausarrest in Valencia.

Malachias bezeichnet Pius VI. als „Peregrinus apostolicus“. Troll schreibt dazu:

„Die Prophetie des hl. Malachias war nahezu vergessen. Man war von ihrem apokryphen Charakter überzeugt. Das Zeitalter der Aufklärung war literarischen Erzeugnissen dieser Art ohnehin nicht gewogen.

Da kamen Ende des Jahrhunderts die großen Erschütterungen über Europa, in die auch das Papsttum hineingezogen wurde. Pius VI. verließ 1782 Rom und reiste verständnissuchend nach Wien an den Kaiserhof – für die Welt eine Sensation, hatte doch seit Jahrhunderten kein Papst die Grenzen des Kirchenstaates mehr überschritten.

Man erinnerte sich, daß für Pius VI. die Malachiasprophetie die Prophetie „Peregrinus apostolicus“ bereithielt.

Man begann zu staunen ob eines solchen Zusammentreffens. Das Interesse an dem geheimnisvollen Schriftstück war plötzlich wieder erwacht. Eine Medaille, 1782 in Deutschland zu Ehren des hohen Gastes geschlagen, trägt die Legende: Peregrinus apostolicus…“

Ob man sich beim nächsten Papst erinnern wird, daß für ihn die Vorhersage „Gloria olivae“ reserviert ist?
      
6 Lesermeinungen
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#6   virOblationis   08:39:26 | Donnerstag, 22. November 2007
die zwei Zeugen und der Ruhm des Ölbaums
egk_314 schrieb:
„Ich persönlich halte das Auftreten/Erscheinen der beiden Zeugen unter Papst Benedikt XVI für sehr wahrscheinlich…“
– oder ihr Wiederaufleben (Offfb. 11, 11). Dies würde den „Ruhm“ besser erklären, als das vorheriges Auftreten, das sie zum Tode führt (11, 7 – 10).
Übrigens setzt der hl. Johannes selbst die beiden Zeugen mit den Ölbäumen gleich (11, 4).
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#5   egk_314   22:14:27 | Mittwoch, 21. November 2007
Ölbäume: Sacharia: 4,11ff /Offb. 11,4 ff
Wenn man diese beiden Texte liest, und man weiß, dass vor der Wiederkunft unseres Herrn Jesus von Mystikern immer schon die zwei Männer Moses + Elias erwartet werden (die ich hiermit als die in der Offb. beschriebenen „zwei Zeugen“ gleichzusetzen wage), so ist es schon frappant, dass Papst Benedikt XVI den Sinnspruch (Malachias Weissagung) „De Gloria Olivae“ hat.
Ich persönlich halte das Auftreten/Erscheinen der beiden Zeugen unter Papst Benedikt XVI für sehr wahrscheinlich – und ehrlich gesagt: Ich freu mich drauf, dass dann „Taggeles“ gesprochen wird.
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#4   Yersinia   17:56:09 | Montag, 18. April 2005
also ich finde es für katholische Menschen
nicht statthaft, irgendwelchen Weissagungen Glauben zu schenken;
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#3   Uwe Schmidt   07:14:27 | Montag, 18. April 2005
gloria olivae
Und wenn keiner der Punkte zutrifft, stimmt es wohl doch, das die Malachias-Liste eine Fälschung ist. Es ist doch immerhin merkwürdig, dass die Papst-Motti bis 1590, als eine heiße Papstwahl stattfand, genau zu den Papstwappen passen, dann aber extrem vage und vieldeutig werden! Schon VON HARNACK, SCHMIDLIN und andere konnten einigermaßen glaubhaft „nachweisen“, dass wir es hier mit einer gezielten Fälschung zu tun haben, und zwar von der SIMONCELLI-Fraktion aus, die ihren Kandidaten aus ORVIETO durchboxen wollte: deshalb wurde einfach ein Motto EX ANTIQUITATE URBIS („aus dem Altertum der Stadt“ harmoniert wunderbar mit Orvieto/URBS VETUS „alte Stadt“) kreiert, um die Papstwahl so zu beeinflussen!
Dass das letzte Pontifikat von Johannes Paul II. DE LABORE SOLIS („von der Mühsal der Sonne“) zufällig ein Volltreffer war (weil der tatsächlich an einer Sonnenfinsternis im Jahre 1920 geboren wurde und auch am Tage einer solchen begraben wurde), hat da nichts weiter zu besagen.
Sollte allerdings tatsächlich LUSTIGER oder SCHÖNBORN gewählt werden und sollte das Weltende dann bald hereinbrechen, werde ich meine Meinung allerdings wohl eher wieder revidieren müssen.
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#2   Athanasius   00:34:49 | Montag, 18. April 2005
Nein,
Die älteste Auslegung dieses Namens ist:
1. Der Papst kommt aus dem Benediktinerorden, ein Zweig dessen heisst nämlich „Die Olivetaner“.
Auch könnte es hindeuten auf:
2. Die vorhergesagte grosse Bekehrung unter den Juden, obwohl andere kirchlichen Autoren benachdrucken, dass diese auch zu einem grossen Teil dem Antichristen folgen werden. (Zu rechnen ist aber mit einer grossen Menge Juden die zur hl. Kirche übertreten werden! Deo gratias! Hosanna Filio David!)
3. Es könnte um einen Papst handeln unter dessen Regierung es die prophezeite Zeit des Friedens (Olive) – u.a. aus der Fatimá-Prophezeiungen – geben wird.
4. Es könnte sich um einen Papst jüdischer Abstammung, jüdischer Vorfahren oder jüdischer Prägung handeln. In der Tat kämen da Jean-Marie Kardinal Lustiger und Kardinal Schönborn in die Scheinwerfer.
Ersterer ist aber weitgehend liberal und zu pro-jüdisch ohne Bekehrung zu verlangen und Schönborn hat die Krise in Österreich nicht bezwungen und persönliche schlechten Eigenschaften und Vorgeschichten.
Gott verhüte ein solcher Papst.
Vergessen wir auch nicht, dass die Mutter unseres verstorbenen Papstes Johannes-Paul II., jüdischer Herkunft war (Emilia).
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Es könnte aber auch alle vier Punkten in einem Papste vereinigt werden und somit alle Deutungen guterklären.
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#1   Konrad   20:27:17 | Samstag, 16. April 2005
Gloria olivae
wurde immer gedeutet als Hinweis auf einen jüdischen Papst (Land der Oliven), oder jedenfalls mit engen Bezügen dorthin. Das beträfe Jean Marie Kard. Lustiger (ein konvertierter Jude) oder Christoph Kard. Schönborn, der u.a. auch jüdische Vorfahren besitzt. Oremus pro eligendo pontifice!
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