Die Schweizerische Bischofskonferenz hat versucht, mit einer Klarstellung zu den umstrittenen Aussagen ihres zukünftigen Präsidenten die Geister zu verwirren.
Webseite der Schweizer Bischofskonferenz
(kreuz.net) Gestern ging eine ordentliche Versammlung der Schweizer Bischofskonferenz in Luzern zu ende.
Gleichzeitig veröffentlichte die Webseite der Bischöfe dazu eine Medien-Mitteilung.
Sie enthielt auch
eine „Klarstellung“ über die umstrittenen Aussagen des designierten Präsidenten der Schweizer Bischofskonferenz,
Mons. Norbert Brunner von Sitten zum Zölibat.
Bischof Brunner hatte sich am 29. November vor der ‘Neuen
Zürcher Zeitung am Sonntag’ zu dem Thema geäußert.
Die Klarstellung versucht, von den verantwortungslosen
Skandal-Aussagen des Bischofs abzulenken und ihn als Opfer hinzustellen:
„Bischof Brunner mußte feststellen,
daß in Bezug auf die Frage des Zölibats Titel und Anriß des Interviews nicht mit dessen Inhalt übereinstimmen,
und daß in verschiedenen – vor allem französischsprachigen – Medien wesentliche Aussagen falsch berichtet
wurden.“
Der Text wiederholt die Aussage des Bischofs im Interview: „Der Bischof von Sitten sieht im
Zölibat nach wie vor die privilegierte Form des Priestertums.“
Er danke darum, zusammen mit den anderen
Mitgliedern der Bischofskonferenz, allen Priestern für ihre priesterliche Treue – heißt es salbungsvoll:
„Er betrachtet jedoch auch die Weihe von verheirateten Männern („viri probati“) als Möglichkeit.“
Vor der ‘Neuen Züricher Zeitung’ hatte Mons. Brunner auf die Frage, wie er das Zölibat sehe, ohne langes
Umschweifen erklärt: „Ich halte es für möglich, den Pflichtzölibat für Priester abzuschaffen.“
Erwartungsgemäß
ergoß sich der Prälat in Lobeshymnen auf den Zölibat: Es sei ein „besonders starkes Zeichen“ und die
„privilegierte Form des priesterlichen Sein“.
Doch diese Wortspenden sind ohne Inhalt. Denn: „Daneben
sollte es aber auch die Möglichkeit geben, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen.“
Er habe dieses
Anliegen „mehrmals in Rom vorgebracht“.
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22 Lesermeinungen
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#21 Paulaner † 21:34:31 | Donnerstag, 3. Dezember 2009
Übertreibs nicht, „LM.“ ) Du kapierst auch nicht mehr als unbedingt nötig. LM.: wer das nicht begreift
erachtet das priestersein als einen normalen beruf und ist deshalb komplett irre Wenn es nach dir ginge,
dann müßten Priester wenigstens alle 2 Jahre einmal durch ein Wunder TÜV-bestätigt werden.
zölibatsgründe Gründe sind u.a. * Verähnlichung mit Christus, der ehelos gelebt hat * Zeichenhaftigkeit
des Zölibates (von lat. coelum, Himmel) als Verweis auf das Reich Gottes und den Himmel, wo es keine
sexuelle Verbindung von Mann und Frau mehr geben wird (Mt 22,30) * Charisma, besondere Gnadengabe * Askese,
d.h. freiwilliger Verzicht, als Teilhabe am Opfer Christi * größere Freiheit zum Dienst an den Gläubigen
ehe verlangt den ganzen menschen priestertum verlangt den ganzen menschen beides zusammen hätte jedoch
nur jeweils den halben menschen
Werter LM, Falsches zu wiederholen, macht dieses nicht richtig. Besäße ich nicht mehr contenance als
Sie vermuten, bezeichnete ich Sie wahrscheinlich als infantilen Dummschwätzer …
Kein Schwert Die Lebens Zeit ist eng begrenzt, deshalb erhofft man was ergänzt. Man spricht das Wort
muss Sätze bilden, man sagt auch deutlich alle Silben. Ist man alleine, kommt jedem das Seine, lebensnahe
will ich meinen. Man denkt Vernunft gibt Unterkunft und hält man dran, so wirds getan.
#15 Lutheraner_72 21:19:10 | Donnerstag, 3. Dezember 2009
LM.: der zölibatist ein gesetz der logik. Sie sprechen von Logik, wo Sie doch Clarissa in aller Öffentlichkeit
auf ihren Kitzler ansprechen??? Kindskopf
der zölibat ist ein gesetz der logik. keiner kann seine ganze kraft für 2 dinge einsetzen die jeweils
den ganzen menschen erfordern wer das nicht begreift erachtet das priestersein als einen normalen beruf
und ist deshalb komplett irre
#13 Schalom 21:14:09 | Donnerstag, 3. Dezember 2009
Das Zölibat ist doch eine feine Sache denn es wird behauptet, es geschehe in der Liebe zu Gott und in
der Nachfolge Jesu … in der Praxis Unterdrückung der eigenen Sexualität, Verzicht auf Frau und Kindergeschrei (
eine Form der spituellen Verhütung), Angst vor dem weiblichen Geschlechte … oder der Gaul geht durch…
der Rest ist bekannt … wirklich eine feine Sache der Z.
Counsellors sind von Natur aus intelligent Danke für Ihr Kompliment. Counsellor hielt ich seit langem
als einen der intelligenteren und anständigsten Teilnehmer dieses Forums.
Liturgiemissbräuche keine Frage der Religionsfreiheit Religionsfreiheit betrifft das Verhältnis zwischen
Staat und Bürger und indirekt zwischen einzelnen Religionsgemeinschaften. Missbräuche in der Liturgie
sind indes eine Frage der Disziplin innerhalb der Kirche.
Religionsfreiheit der Katholiken in der Schweiz Im Rahmen der Abstimmungskampfes zur Anti-Minaretts-Initiative
haben sich bekanntlich auch die Schweizer Bischöfe zugunsten eines freien Minarett-Baus eingeschaltet.
Da habe ich mich immer gefragt: Wie hält man es eigentlich mit der Religionsfreiheit der Katholiken innerhalb
der katholischen Pfarreien in der Schweiz? Wenn da der Vorsteher der Liturgie macht, was er will, das
heisst, dass er sich nicht einmal an die Bücher von Paul VI. hält und irgendein selbst gebasteltes und
psychologisierendes Brimborium zelebriert? Wird diesfalls die Religionsfreiheit der eigenen Schäflein
von den Hirten auch geschützt? Man würde meine, dies müsste zugunsten der geltenden liturgischen Vorschriften
geschehen. Aber das Gegenteil ist im Gange. Bisweilen ist das Katholische an solchen Eucharistiefeieren
gerade mal noch an der Repetition des Einsetzungsberichts (was für ein Wort!) und am Herunterleiern des
Vaterunsers zu erkennen. Muss auch mal gesagt sein! (Wohlgemerkt, ich rede hier nur vom o. Ritus, und
nicht vom ao. Ritus.) PS: Das Bild der SBK ist jetzt nicht mehr aktuell.
#8 eigerhar † 15:27:25 | Donnerstag, 3. Dezember 2009
Das Zölibat ist der schönste Glanz der katholischen Kirche Es ist das letzte glaubwürdige Zeugnis der
gebeutelten Kirche. Aber es werden wieder bessere Zeiten kommen, in denen auch weitergehende Zeugnisse
erscheinen.
#7 Goldengel 15:05:59 | Donnerstag, 3. Dezember 2009
Papst Benedikt XVI zum Zölibat: In einer Welt voller Versuchungen werden Priester gebraucht, die sich
ganz und gar ihrer Sendung widmen. Daher sind sie aufgefordert, auf besondere Weise völlig offen zu sein
für den Dienst am Nächsten, wie Christus ihn vorlebte, indem sie das Geschenk des Zölibats annehmen.
Die Bischöfe sollen sie dabei unterstützen, damit diese Gabe nie zur Last wird, sondern stets lebensspendend
bleibt. Ein Weg, um das zu erreichen, ist, die Diener des Wortes und des Sakraments zur ständigen Weiterbildung,
zu Exerzitien und zu Tagen der Meditation und Besinnung zusammenkommen zu lassen. Ansprache an die Bischöfe
aus Südafrika, Botswana, Swasiland, Namibia und Lesotho anlässlich ihres „Ad-limina“-Besuches, 10. Juni
2005 Eucharistie ist Grundlage des Zölibats Die Betrachtung der Eucharistie sollte alle Glieder der Kirche
und vor allem die Priester als Diener der Eucharistie dazu veranlassen, Ihr Treueversprechen zu erneuern.
Das eucharistische Geheimnis, das sie feiern und anbeten, ist die Grundlage des Zölibats, den die Priester
als wertvolles Geschenk und Zeichen der ungeteilten Liebe zu Gott und zu den Menschen empfangen haben.
Auch für die Laien soll die eucharistische Spiritualität der innere Antrieb allen Handelns sein, und
eine Trennung von Glauben und Leben kann in ihrer Sendung zur christlichen Beseelung der Welt nicht geduldet
werden. Predigt am Weltmissionssonntag 23. Oktober 2005 Und ich nehme doch stark an, dass es der Heilige
Vater besser weiß, als der sündengebeutelte Laie.
#5 Gotthard 13:21:37 | Donnerstag, 3. Dezember 2009
skandalös???? „Ich halte es für möglich, den Pflichtzölibat für Priester abzuschaffen.“ an dieser
Aussage ist nichts umstritten noch skandalös … sie weißt in die Zukunft!
Werter Botschafter – sie sehen „Feinde“ in diesem Kontext ??? Wer sollte denn da der Kirche gegenüber
feindlich gesinnt sein, nur weil er NEBEN dem Zwangszölibat auch eine verheiratete Variante des Welt-Priesteramtes
beführwortet ??? – Also Feind-Bilder werden hier ja genug gepflegt und jetzt heben Sie auch noch ein
neues aus der Taufe… Wovor und vor WEM fürchten Sie sich denn ????
WIESO eigentlich nicht, dann wäre es wirklich FREI-WILLIG und nicht eine conditio sine qua non: „„Daneben
sollte es aber auch die Möglichkeit geben, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen.“ Gott beruft
Die Kirche sollte nicht vorgaukeln, dass er NUR zölibatswillig zum Priesteramt beruft… Das ist schon
etwas anmassend !!! Lassen wir also GOTT berufen und freuen uns darüber und legen ihm nicht Steine in
den Weg… Oder wie kommt die Kirche dazu GOTTES BERUFUNG anzuzweifeln ??? Mit den paar Bibelzitaten (oft
Steinbruch-Exegese und aus dem Zusammenhang gerissen interpretiert…) und dem Hinweis auf eine uralte
Tradition (so lange gab es auch keinen Strom und keine Wasserklos – die sogar inzwischen von Papst und
Kurie geschätzt werden) ist die Zwangskombination von Zölibat und kath. Weltpriestertum absolut NICHT
vernünftig durchzuargumentieren… Alle Fundis werden aufheulen, doch davon wird es auch nicht einleuchtender…
denn es geht ja gerade NICHT um die Abschaffung des Zölibates als eine wirklich freie Wahl für Weltpriester…
Also nochmals wozu die Aufregung – es ist nur logisch: „„Daneben sollte es aber auch die Möglichkeit
geben, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen.“