Ein Kardinal will Martin Luther heiligsprechen. Doch die Lutheraner protestieren: Das machen wir schon selber. Von Hubert Hecker.
Luthers und Luzifers einträchtige Vereinigung – Leipzig, 1535
(kreuz.net) Schon zu Lebzeiten wurde der deutsche Reformator Martin Luther († 1546) von dem Kupferstecher
und Holzschneider Hans Sebald Beham († 1550) als angeblicher Neuevangelist in die Aura des Göttlichen
gehoben.
Der Wittenberger Maler Lucas Cranach der Jüngere († 1586) stellte den Reformatoren als Weltenrichter
dar, der den guten Protestanten den Himmel zuweist und die bösen Papisten in die Feuerhölle stößt.
Seit dem studentischen Wartburgfest des Jahres 1817 wurde Luther von protestantischen Propagandisten –
im Sinne des Nationalismus – auch als Kämpfer gegen jedwede welsche Überfremdung hochstilisiert.
Daran
hielten lutherische Prediger bis ins Dritte Reich fest.
In unserer Zeit wurde ein neues Kapitel der Luther-Verherrlichung aufgeschlagen.
Zu
diesem Zweck rief der ‘Lutherische Weltbund’ eine Luther-Dekade aus. Sie dauert von 2008 bis 2017.
Anhand
verschiedener Jahresthemen wird Luther als entscheidender Impulsgeber für die moderne Theologie, Kirche,
Politik, Gesellschaft, Kultur, Bildung und Wissenschaft gelobt.
Das Strickmuster ist immer das gleiche.
Auf dem finsteren Hintergrund des dunklen Mittelalters und der Kirchengeschichte wird der Strahlemann
Luther angeknipst.
Diese Schwarz-Weiß-Malerei erinnert an die sozialistische Verherrlichung des abgefallenen
Priesters und Bauernführers Thomas Münzer († 1525), die der DDR-Maler Werner Tübke († 2004) in einem
Monumentalpanorama bei Frankenhausen in Thüringen angeschmiert hat.
Ein Historien-Kitschfilm
Ein Meilenstein
in der protestantischen Lutherverherrlichung war der Auftragsfilm „Luther“ aus dem Jahr 2003.
Dieser
Kitschstreifen bedient zahllose Klischees, die Luther als angeblichen Vorkämpfer für Humanität, Gerechtigkeit
und wahre Kirche hinstellen.
Die historische Wahrheit wird dabei im wesentlichen ausgeblendet.
Nirgends
erwähnt der Film, daß der sogenannte Reformator die frühbürgerliche Verfolgung aufständischer Bauern,
Juden und Hexen anheizte.
Er versicherte den Fürsten, daß das Niederstechen der Bauern eine christliche
Tat wäre. So trug er als Schreibtischtäter maßgeblich zu der Niedermetzelung von etwa 70.000 Landleuten
bei.
Luther und sein Kompagnon Philipp Melanchton († 1560) hingen auch dem Hexenglauben an und forderten
die Verbrennung aller Zauberinnen.
Etwa die Hälfte der ab 1570 im Deutschen Reich verurteilten Hexen
ging auf das Konto protestantischer Prediger und Peiniger.
Wenn alle schlecht sind, dann ist auch Luther
schlecht
Es ist lächerlich, Luther als Vordenker der politischen Freiheit hinzustellen. Er war vielmehr
ein Knecht der Fürsten, der die blinde Unterwerfung unter die Herrschaft des absolutistischen Staates
forderte.
Luther war auch von der unverbesserlichen Verderbtheit der Menschen überzeugt.
Weil der Mensch
keinen freien Willen habe, werde er in seinem Tun und Lassen vom Teufel geritten.
Diese Aussage wird
man freilich auch auf den Teufelskerl von Wittenberg anwenden müssen.
Darum ist ein Spottbild von Erhard
Schoen († 1542) zutreffend. Es stellt den Teufel dar, der den Lutherkopf als Sackpfeife bläst, wobei
seine Reden als teuflische Melodien herauskommen.
Er hielt sich für die Alternative zur Kirche
Luther
selbst wendete die schlechte Meinung, die er von den anderen hatte, nicht auf sich selber an.
Der entlaufene
Mönch verstieg sich zu der Ansicht, die Kirche und die Konzilien als Ansammlung von Irrtümern zu betrachten.
Tausend Jahre Kirchen- und Theologiegeschichte waren für ihn Makulatur. Die großen Theologen des Mittelalters
bezeichnete er als unnütze Schwätzer.
Luther leugnete die Stiftung der Kirche durch Jesus Christus,
auch deren apostolische und sakramentale Struktur und sowieso die Führung und Vollendung durch den Heiligen
Geist.
Deshalb war die Kirche für ihn als Vermittlerin von Schrift, Glaubensgut und Gnade überflüssig.
Als Ersatz bot sich Luther selbst an – als neuer Evangelist, Glaubensführer und Geistbeseelter.
Erbärmliche
Anbiederungen
Der mit dem Protestantismus sympathisierende Theologe Gerhard Lorich († um 1550) aus
Hadamar nannte Luther einen ‘Prothea’ – also einen, der sich an Gottes Stelle setzt.
Luther habe die
Kirche nicht reformiert, sondern mit seinen Wortgeschossen ein Zerstörungswerk an der Kirche vollbracht.
Kardinal Karl Lehmann von Mainz behauptete in seiner Bonner Rede zur Reformationsfeier 2008, daß Luther
nur eine katholische Reform gewollt und sein Leben im Glauben der einen Katholischen Kirche beschlossen
habe.
Das ist ein durchsichtiger Versuch, die lutherische Kirchenzerstörung als katholische Reform hinzustellen
und damit die gegenwärtige Protestantisierung der Kirche zu rechtfertigen.
Die Lutheraner können mit
den erbärmlichen Anbiederungen des Kardinals nicht viel anfangen.
Sie bleiben bei ihrer protestantischen
Jubel-Version, daß Luther an der Stelle der Papstkirche die wahre Kirche des Evangeliums gepredigt hätte.
Email-Adressen der Empfänger
156 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#166 Ben Sira † 16:44:54 | Freitag, 18. Dezember 2009
Bonner Rede zur Reformationsfeier 2008 Ist dieser – offenbar höchst interessante und ambitionierte –
Text von Karl Lehmann irgendwo im Internet veröffentlicht? Könnte bitte jemand die URL posten? Danke.
#162 Dr. Schlämmer 16:26:34 | Freitag, 18. Dezember 2009
@Eiserne Jungfer Ach, ist mir noch nicht aufgefallen. Trifft das etwa auch auf mich zu? Und verstoßen
Sie dann nicht auch gegen die „Gesetze“, wenn Sie hier posten? Offenbar haben Sie eine Selbsteinschätzung,
die gerne nur den Balken im Augen seines Nächsten sieht, auch da, wo es gar nichts zu sehen gibt.
#160 Dr. Schlämmer 16:14:17 | Freitag, 18. Dezember 2009
@Eifelplatz Sie kleinkarierter Sozialist. Das hätten Sie wohl gerne, eine Gesinnungsprüfung vor Verleihung
der Missio Canonica dahingend, ob die Gesinnug auch ja genügend mainstreamförmig ist und der linksliberalen,
atheistischen Vorstellungswelt entspricht, ob nun spießbürgerlich verbrämt oder sozialistisch angehaucht.
Genauso, wie es den Medien gefällt, und wie es ihr gutes Recht darstellt, die Päpste und ihr „Treiben“
kritisch zu hinterfragen, tut es auch dem Luther gut, wenn er hin und wieder mal „geerdet“ wird. Es ist
im Übrigen nicht bekannt, dass er für sich einen Heiligenschein beansprucht hat.
#159 Jubärens 16:01:21 | Freitag, 18. Dezember 2009
Im Irrenhaus Joberens schreibt: Alle Verteufelungsversuche können nichts daran ändern, dass Luther sicherlich
näher an der Seite Gottes sein dürfte und eher heilig ist als so mancher amtskirchlich heilig gesprochene.
Jubärens: Jetzt wissen wir, warum Joberens so massiv gegen die Heiligsprechungsprozesse der katholischen
Kirche agitiert – weil er selbst die Instanz sein will, die heiligspricht. Biomilch: Klaro hat Joberens
recht, dass Luther heilig ist, denn der Wittenberger hat dazu aufgerufen, dass die Juden und ihre Bücher
verbrannt werden. Brandenburgis: ZUmindest konte Luther sehr gut Deustchim Gegenteil zum infantilen Schmierfinken
Joberens
#156 Goldengel 14:54:30 | Freitag, 18. Dezember 2009
Eifelplatz Wer eine direkte Anfrage an den… Wenn Sie einmal vor dem Tor der Ewigkeit stehen werden,
dann können Sie Ihre Beschwerde an diverse Stellen weiterreichen …
#155 Eifelplatz † 14:47:24 | Freitag, 18. Dezember 2009
Hecker Hubert Hecker ist regelmäßiger Autor von kreuz.net, auch heute ist wieder ein Exklusivbeitrag
von ihm online gegangen. Hecker hat früher auch in anderen, kreuz-net nahe stehenden Medien publiziert
(Kirchliche Umschau u.a.). So ist mit Sicherheit anzunehmen, dass es sich dabei um den Gymnasiallehrer
Hubert Hecker handelt vgl. www.fjls.de/511.0.html Nun fragt sich: kann es sich das Bistum Limburg leisten,
einen katholischen Religionslehrer mit der missio canonica ausgestattet zu beschäftigen, der auf einer
antisemitischen Internetseite publiziert? Kann es sich der Staat leisten Leute als Beamte zu führen,
die auf einer nachgewiesen verfassungsfeindlichen Seite ihre Traktätchen publizieren? Wer eine direkte
Anfrage an den Schulleiter des Gymnasiums stellen möchte, an dem Hecker arbeitet: schulleitung@fjls.de
<schulleitung@fjls.de>
Aber joberens, wann antworten Sie endlich auf meine Frage vom 15. Dez.? Sie legen doch so viel Wert auf
Ihr Denkvermögern! Wenn dieses aber nicht in der Lage ist, fundamentale Widersprüche zu vermeiden, welches
Vertrauen sollen wir dann noch in alle anderen Aussagen von Ihnen setzen? Also: wie lösen den Widerspruch
auf, dass Sie Föten einmal als „Menschenleben“ bezeichen, an denen man „schuldig“ werden kann, dann aber
wieder als „Zellhaufen“, an denen man nicht schuldig werden kann? Und noch etwas: Luther, über den Sie
daherreden als würden Sie Ahnung von (evangelischer) Theologie haben, was nachgewiesenermassen nicht
der Fall ist, hat sich NICHT als „Priester“ bezeichnet oder verstanden. (Er hat das Amtspriesertum abgelehnt!
Die Lutheraner sprechen seitdem auch nur von einem Pastorenamt) Beschleicht Sie nicht selbst manchmal
der Eindruck, dass Ihre intellektuellen Kapazitäten einfach nicht ausreichend sind für dieses Meinungsforum?
Sie berufen sich immer auf Ihr Selber-Denken: aber beide Ansprüche erfüllen Sie nicht: Sie denken nicht
selber, sondern reflexionsfrei plappern Sie nach, was modernistischer Mainstream ist und sie denken nicht
sauber, denn sonst würden Sie sich nicht so oft in die Falle logischer Widersprüche tappen! Joberens,
fang endlich an, selber zu denken – aber wenn es nicht klappt, dann halt doch einfach die Klappe!
#150 joberens 10:40:32 | Freitag, 18. Dezember 2009
Martin Luther war ein großer Priester und Theologe in der Kirchengeschichte Ihr Lieben, auch wenn Ihr
Euch noch so viel Mühe gebt. Auf Unsinn gehe ich nicht ein. Da überlassen wir doch besser dem mündigen,
selbstdenkenden Leser sein persönliches Urteil. Josef Berens (als einfacher, selbst denkender Katholik)
#149 Elijahu † 00:39:23 | Freitag, 18. Dezember 2009
Protestanten wollen den Teufel heiligsprechen Na dann soll Rom doch gleich noch die Juden in ihrer Gesamtheit
heiligsprechen. Die gelten den Holoschmu-Bücklingen im Vatikan ja eh als auserkorene Herrenmenschen.
#148 biomilch 23:08:32 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
@Jubärens Für Joberens ist es bombensicher, dass „Luther sicherlich seinen Platz an der Seite Gottes
haben dürfte und daß sicherlich eher als so mancher amtskirchlich heilig gesprochener.“ Klaro hat Joberens
recht. Er hat schließlich die Jesusmörder und Nachkommen richtig beurteilt.
#147 Jubärens 18:24:09 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Joberens ist der ultimative Heiligsprecher Jetzt wissen wir auch, warum der Joberens so massiv gegen die
Heiligsprechungsprozesse der katholischen Kirche giftet: Er will selbst die selbstdenkende Instanz sein,
die heiligspricht oder in die Hölle schickt – so wie Luther das auf dem Bild von Cranach macht. Für
Joberens ist es bombensicher, dass „Luther sicherlich seinen Platz an der Seite Gottes haben dürfte und
daß sicherlich eher als so mancher amtskirchlich heilig gesprochener.“ Und warum soll Luther von Seiten
wir-sind-kirchlich heiliggesprochen werden? Luther hat bekanntlich das Niederstechen, Würgen und Töten
der Bauern eine gute und vorbildliche Tat genannt – das ist nun wirklich heiligmäßig. Joberens trommelt
dafür, dass ungeborene Kinder aus dem Mutterbauch gesaugt und mit Messern zerstückelt werden. Die entsprechenden
Gesetze in Deutschland seien vorbildlich für andere Länder. Die evangelische Kirche kann stolz darauf
sein, solche Lutherfürsprecher wie Joberens zu haben.
#144 Das Kind 13:19:52 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Jupp B. Klar war Luther in gewissem Sinne ein Anlass, einen Sumpf trockenzulegen, wofür ja beim Trienter
Konzil erste Schritte unternommen wurden, mit einem großen Erfolg. Vergleicht man etwa Visitationsprotokolle
katholischer Pfarreien im westdeutschen Raum aus dem 16. Jahrhundert mit denen aus dem 17. Jahrhundert,
so ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mitte des 17. Jahrhunderts gab es nur noch geringe Vergehen
im Vergleich zu dem Sodom und Gommorah des 16. Jahrhunderts. Insofern gebührt Luther indirekt Dank, wenngleich
er natürlich nicht allein der Auslöser der Katholischen Reformation war. Andererseits aber hat mit ihm
der Schlamassel für alle Protestanten erst angefangen …
#143 Brandenburgis 10:27:06 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Luther wollte sehr wohl die KIrchenspaltung, wie ich gestern gezeigt habe und wie vielfach bewisen ist.
Vorposter lügt ganz schlicht vor sich hin. Luthern kennt er überhaupt nicht.
#142 joberens 10:24:59 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Martin Luther unbestreitbar ein großer Theologe Sind wir doch einmal ganz ehrlich. Wie wäre unsere kath.
Kirche wohl aus dem Sumpf, in dem sie sich zur Zeit Luthers befand herausgekommen, wenn es ihn da nicht
gegeben hätte? Gerade wir Katholiken sollten Gott doch unendlich dankbar dafür sein, daß es Luther
gegen hat, der sich da doch verständlicherweise ganz energisch in den Weg gestellt hat. Die Schreier
gegen ihn in diesem Forum dürften entweder die Geschichte nicht kennen oder aus purer Eifersüchtelei
ihn zu verteufeln versuchen. Doch alle Verteufelungsversuche können nichts daran ändern, dass er sicherlich
seinen Platz an der Seite Gottes haben dürfte und daß sicherlich eher als so mancher amtskirchlich heilig
gesprochener. Martin Luther wollte nie eine Kirchenspaltung zu der es dann jedoch gekommen ist, weil die
Anhänger Luthers sich rein an Jesus und dem Evangelium zu orientieren versuchten, ein Grundsatz dem die
evangel. Kirchen bis heute treu geblieben sind, währen die Katholiken sich doch in mancher Hinsicht,
vielleicht zu selbstherrlich zu weit davon entfernt haben, worauf ihre Hauptprobleme auch heute noch großenteils
zurückzuführen sind. So sollte man, korrekter Weise, in Martin Luther einen großen Theologen sehen,
der sicherlich seinen Platz bei Gott haben dürfte und mit einer Verteufelung dieses großen Mannes, wenn
man halbwegs glaubhaft und ernst genommen werden will, besser vorsichtig und zurückhaltender sein. Josef
Berens (als einfacher, denkender Katholik)
Wie Sie bereits sagten, werter Paulaner, der Unterschied zwischen Kleriken und Laien wird verwischt. Ebenfalls
eindrücklich angesichts der sogenannten „Pastoralassistentinnen“, die sich in der himmlischen Liturgie
mit einem grünen Dreieck kleiden und in ihrer Predigt über das schätzenswerte Forum „kreuz.net“ schimpfen.
Ein schwuler Kollege von mir nannte dieses Dreieck spöttisch „Schamdreieck“. *lach*
#140 Paulaner † 01:33:21 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang, daß diese Gender-Empfindlichkeit der Orthodoxen
nicht im Gegensatz dazu steht, daß die Priester dort verheiratet sind. Mighty Counsellor: Frau Kässmann
wird zu Recht Bei uns werden hingegen diese beiden Umstände in einem Atemzug genannt, wenn es um Lockerungsforderungen
und Beispiele aus dem Osten geht.
Frau Kässmann wird zu Recht nur als Doctrix angesprochen, da der Patriarch von Moskau und der ganzen
Rus’ es nicht akzeptiert, dass eine geschiedene Frau und Vorsteherin der „Schwester“-„Kirche“ Deutschland
eine „Bischöfin“ sein soll.
#138 Hans im Glück 22:54:06 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Danke lieber Romulus Nun freut euch lieben Christen g’mein (EKG 341) Ein Danklied für die höchsten Wohltaten,
so uns Gott in Christo erzeigt hat 1. Nun freut euch, lieben Christen gmein, Und laßt uns fröhlich springen,
Daß wir getrost und all in ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat Und seine süße
Wundertat Gar teur hat ers erworben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren, Mein Sünd
mich quälet Nacht und Tag, Darin ich war geboren; Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war kein Guts
am Leben mein, Die Sünd hat mich besessen. 3. Mein gute Werk, die golten nicht, Es war mit ihn verdorben,
Der frei Will hasset Gotts Gericht, er war zum Gut erstorben. Die Angst mich zu verzweifeln treib, Daß
nichts denn Sterben bei mir bleib, Zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend
übermaßen, Er dacht an sein Barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen. Er wandt zu mir das Vaterherz,
Es war bei ihm fürwahr kein Scherz, Er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
Die Zeit ist hie zurbarmen, Fahr hin, meins Herzens werte Kron, Und sei das Heil der Armen Und hilf ihm
aus der Sünden Not, Erwürg für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater
ghorsam ward, Er kam zu mir auf Erden Von einer Jungfrau rein und zart, Er sollt mein Bruder werden. Gar
heimlich führt er sein Gewalt, Er ging in meiner armen Gstalt, Den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach
zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; I…
#137 Romulus 22:53:12 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Lehmann Der eigentliche Skandal ist nicht Luther, sondern der Nachfolger Kardinal Albrechts von Brandenburg
Kardinal Karl Lehmann. Bin mal gespannt, wann die Katholische Kirche die Protestanten in Sachen Anbiederung
an die Welt überholt. Lange kann es ja nicht mehr dauern. Das Zerstörungswerk Lehmanns ist mindestens
genauso groß wie das Luthers.
#136 Hans im Glück 22:46:26 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Veni creator spiritus Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (EKG 126) Der Hymnus „Veni creator spiritus“
1. Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist, Besuch das Herz der Menschen dein. Mit Gnaden sie füll, wie
du weißt, Daß dein Geschöpf vorhin sein. 2. Denn du bist der Tröster genannt, Des allerhöchsten Gabe
teur, Ein geistlich Salb an uns gewandt, Ein lebend Brunn, Lieb und Feur. 3. Zünd uns ein Licht an im
Verstand, Gib uns ins Herz der Liebe Brunst, Das schwach Fleisch in uns, dir bekannt, Erhalt fest dein
Kraft und Gunst. 4. Du bist mit Gaben siebenfalt Der Finger an Gottes rechter Hand, Des Vaters Wort gibst
du gar bald Mit Zungen in alle Land. 5. Des Feindes List treib von uns fern, Den Fried schaff bei uns
deine Gnad, Daß wir deim Leiten folgen gern Und meiden der Seelen Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen
wohl, Dazu Jesu Christ, seinen Sohn, Daß wir des Glaubens werden voll, Dich, beider Geist, zu verstehen.
7. Gott Vater sei Lob und dem Sohn, Der von den Toten auferstund, Dem Tröster sei dasselb geton In Ewigkeit
alle Stund. Wittenbergsches Sangbüchlein, 1524
Endlich mal ein lesenswerter Tröt! Noch eins zum Schluss: Der 14. Psalm: „Dixit insipiens in corde“ Auf
dem Ton „Salvum me fac“ 1. Es spricht der Unweisen Mund wohl: Den rechten Gott wir meinen; Doch ist ihr
Herz Unglaubens voll, Mit Tat sie ihn verneinen. Ihr Wesen ist verderbet zwar, Vor Gott ist es ein Greuel
gar; Es tut ihr keiner kein Gut. 2. Gott selbst vom Himmel sah herab Auf aller Menschen Kinden, Zu schauen
sie er sich begab, Ob er jemand würd finden, Der sein Verstand gerichtet hatt, Mit Ernst nach Gottes
Worten Tat Und fragt nach seinem Willen. 3. Da war niemand auf rechter Bahn, Sie warn all ausschritten,
Ein jeder ging nach seinem Wahn Und hielt verlorne Sitten. Es tät ihr keiner doch kein Gut, Wiewohl gar
viel betrog der Mut, Ihr Tun müßt Gott gefallen. 4. Wie lang wollen unwissend sein, Die solche Müh
aufladen Und fressen dafür das Volk mein Und nährn sich mit seim Schaden? Es sieht ihr Trauen nicht
auf Gott, Sie rufen ihm nicht in der Not, Sie wolln sich selbst versorgen. 5. Darum ist ihr Herze nimmer
still Und steht allzeit in Forchten; Gott bei den Frommen bleiben will, Dem sie mit Glauben horchen, Ihr
aber schmäht des Armen Rat Und höhnet alles, was er sagt, Daß Gott sein Trost ist worden. 6. Wer soll
Israel, dem armen, Zu Zions Heil erlangen? Gott wird sich seins Volks erbarmen Und lösen, die gefangen.
Das wird er tun durch seinen Sohn, Davon wird Jakob Wonne han Und Israel sich freuen. Nürnberger Achtliederbuch,
1524
#134 Hans im Glück 22:42:07 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Noch ein Sanctus Jesaja, dem Propheten das geschah Das deutsch „Sanctus“ Jesaja, dem Propheten, das geschah,
Daß er im Geist den Herren sitzen sah Auf einem hohen Thron in hellen Glanz, Seines Kleides Saum den
Chor füllet ganz. Es stunden zween Seraph bei ihm daran, Sechs Flügel sah er einen jeden han, Mit zween
verbargen sie ihr Antlitz klar, Und mit den andern zween sie flogen frei, Gen ander rufen sie mit großem
Gschrei: Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth, Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth, Heilig ist Gott, der
Herre Zebaoth, Sein Ehr die ganze Welt erfüllet hat, Von dem Geschrei zittert Schwell und Balken gar,
Das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebel war. „Deutsche Messe und Ordnung des Gottesdienstes“,1526
#132 Hans im Glück 22:40:32 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Es gibt schon noch ein paar Lieder. Musst Du schlafen gehen? Herr Gott, dich loben wir (EKG 191) „Te deum
laudamus“, verdeutscht 1. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir, Dich, Vater in Ewigkeit,
Ehrt die Welt weit und breit. All Engel und Himmelsherr Und was dienet deiner Ehr, Auch Cherubim und Seraphim
Singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott, Heilig ist unser Gott, Heilig ist unser Gott, Der
Herre Zebaoth. 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit Geht über Himmel und Erden weit. Der heiligen
zwölf Boten Zahl Und die lieben Propheten all, Die teuren Märtrer allzumal Loben dich, Herr, mit großem
Schall. Die ganze werte Christenheit Rühmt dich auf Erden allezeit; Dich, Gott Vater, im höchsten Thron,
Deinen rechten und einigen Sohn, Den heiligen Geist und Tröster wert Mit rechtem Dienst sie lobt und
ehrt. 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, Gott Vaters ewiger Sohn du bist; Der Jungfrau Leib nicht hast
verschmecht, Zurlösen das menschlich Geschlecht, Du hast dem Tod zerstört sein Macht Und all Christen
zum Himmel bracht. Du sitzt zur Rechten Gottes gleich Mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukünftig
bist Alles, das tot und lebend ist. 4. Nu hilf uns, Herr, den Dienern dein, Die mit deim teurn Blut erlöset
sein; Laß uns im Himmel haben teil Mit den Heiligen in ewigem Heil. Hülf deinem Volk, Herr Jesu Christ,
Und segen, was dein Erbteil ist; Wart und pfleg ihr zu aller Zeit Und heb sie hoch in Ewigkeit. 5. Täglich,
Herr Gott, wir loben dich Und ehren dein Namen stetiglich. Behüt uns heut, o treuer
#130 Hans im Glück 22:38:31 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Ein Lobgesang von der heiligen Dreifaltigkeit Gott der Vater wohn/steh uns bei (EKG 138) (Melodie: vorreformatorisch,
1522, Text: Martin Luther, 1524) Ein Lobgesang von der heiligen Dreifaltigkeit 1. Gott der Vater wohn
uns bei Und laß uns nicht verderben, Mach uns aller Sünden frei Und helf uns selig sterben. Vor dem
Teufel uns bewahr, Halt uns bei festem Glauben Und auf dich laß uns bauen, Aus Herzensgrund vertrauen,
Dir uns lassen ganz und gar, Mit allen rechten Christen Entfliehen Teufels Listen, Mit Waffen Gottes uns
fristen. Amen, Amen, das sei wahr, So singen wir Alleluja. 2. Jesus Christus wohn uns bei Und laß uns …
3. Heilig Geist, der wohn uns bei Und laß uns… Wittenbergisches Sangbüchlein, 1524
#128 Hans im Glück 22:35:01 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Psalmus 67: „Deuts misereatur nostri“ Es wollt uns Gott genädig sein (EKG 280) Melodie: Ludwig Senfl,
1522 Der Psalmus 67: „Deuts misereatur nostri“ 1. Es wollt uns Gott genädig sein Und seinen Segen geben,
Sein Antlitz uns mit hellem Schein Erleucht zum ewgen Leben. Daß wir erkennen seine Werk Und was ihm
lieb auf Erden, Und Jesus Christus Heil und Stärk Bekannt den Heiden werden Und sie zu Gott bekehren.
2. So danken Gott und loben dich Die heiden überalle, Und alle Welt, die freue sich Und sing mit großem
Schalle, Daß du auf Erden Richter bist Und läßt die SÜnd nicht walten, Dein Wort die Hut und Weide
ist, Die alles Volk erhalten, In rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke Gott und lobe dich Das Volk in guten
Taten, Das Land bringt Frucht und bessert sich, Dein Wort ist wohl geraten. Uns segen Vater und der Sohn
Und segen Gott der heilig Geist, Dem alle Welt die Ehre tun, Vom ihm sich fürchte allermeist. Nu sprecht
von Herzen Amen. Melodie: Ludwig Senfl, 1522
Dann verschönern wir mal weiter. Der Hymnus „Hostis Herodes“ Im Ton „A solis ortus“ 1. Was fürchst du,
Feind Herodes, sehr, Daß uns geborn kommt Christ, der Herr? Er sucht kein sterblich Königreich, Der
zu uns bringt sein Himmelreich. 2. Dem Stern die Weisen folgen nach, Solch Licht zum rechten Licht sie
bracht. Sie zeigen mit den Gaben drei, Dies Kind Gott, Mensch und König sei. 3. Die Tauf im Jordan an
sich nahm Das himmelische Gotteslamm, Dadurch, der nie kein Sünde tat, Von Sünden uns gewaschen hat.
4. Ein Wunderwerk da neu geschah: Sechs steinern Krüge man da sah Voll Wassers, das verlor sein Art,
Roter Wein durch sein Wort draus ward. 5. Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt, Christ, geborn von der reinen
Magd, Mit Vater und den heilgen Geist, Von nu an bis in Ewigkeit. Klugsches Gesanbuch, 1543
#125 Hans im Glück 22:33:18 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Psalmen nach Luther immer wieder schön Es spricht der Unweisen Mund Der 14. Psalm: „Dixit insipiens in
corde“ Auf dem Ton „Salvum me fac“ 1. Es spricht der Unweisen Mund wohl: Den rechten Gott wir meinen;
Doch ist ihr Herz Unglaubens voll, Mit Tat sie ihn verneinen. Ihr Wesen ist verderbet zwar, Vor Gott ist
es ein Greuel gar; Es tut ihr keiner kein Gut. 2. Gott selbst vom Himmel sah herab Auf aller Menschen
Kinden, Zu schauen sie er sich begab, Ob er jemand würd finden, Der sein Verstand gerichtet hatt, Mit
Ernst nach Gottes Worten Tat Und fragt nach seinem Willen. 3. Da war niemand auf rechter Bahn, Sie warn
all ausschritten, Ein jeder ging nach seinem Wahn Und hielt verlorne Sitten. Es tät ihr keiner doch kein
Gut, Wiewohl gar viel betrog der Mut, Ihr Tun müßt Gott gefallen. 4. Wie lang wollen unwissend sein,
Die solche Müh aufladen Und fressen dafür das Volk mein Und nährn sich mit seim Schaden? Es sieht ihr
Trauen nicht auf Gott, Sie rufen ihm nicht in der Not, Sie wolln sich selbst versorgen. 5. Darum ist ihr
Herze nimmer still Und steht allzeit in Forchten; Gott bei den Frommen bleiben will, Dem sie mit Glauben
horchen, Ihr aber schmäht des Armen Rat Und höhnet alles, was er sagt, Daß Gott sein Trost ist worden.
6. Wer soll Israel, dem armen, Zu Zions Heil erlangen? Gott wird sich seins Volks erbarmen Und lösen,
die gefangen. Das wird er tun durch seinen Sohn, Davon wird Jakob Wonne han Und Israel sich freuen. Nürnberger
Achtliederbuch, 1524
#123 Hans im Glück 22:30:31 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und hier ein Abendmahlslied Luthers Abendmahlslied Das Lied S. Johannis Hus’ gebessert 1. Jesus Christus,
unser Heiland, Der von uns den Gottes Zorn wandt, Durch das bitter Leiden sein, Half er uns aus der Höllen
Pein. 2. Daß wir nimmer des vergessen, Gab er uns sein Leib zu essen, Verborgen im Brot so klein, Und
zu trinken sein Blut im Wein. 3. Wer sich will zu dem Tische machen, Der hab wohl acht auf sein Sachen;
Wer unwürdig hiezu geht, Für das Leben den Tod empfäht. 4. Du sollst Gott den Vater preisen, Daß er
dich so wohl wollt speisen, Und für deine Missetat In den Tod sein Sohn geben hat. 5. Du sollst glauben
und nicht wanken, Daß ein Speise sei den Kranken, Den ihr Herz von Sünden schwer, Und vor Angst betrübet,
sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit Sucht ein Herz in großer Arbeit; Ist dir wohl, so bleib
davon, Daß du nicht kriegest bösen Lohn. 7. Er spricht selber:Kommt, ihr Armen, Laßt mich über euch
erbarmen; Kein Arzt ist dem Starken not, Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott. 8. Hättst dir war kunnt
erwerben, Was durft denn ich für dich sterben? Dieser Tisch auch dir nicht gilt, So du selber dir helfen
willst. 9. Glaubst du das von Herzensgrunde Und bekennest mit dem Mund, So bist du recht wohl geschickt
Und die Speise dein Seel erquickt. 10.Die Frucht soll auch nicht ausbleiben: Deinen Nächsten sollst du
lieben, Daß er dein genießen kann, Wie dein Gott an dir getan. Erfurter Enchiridien, 1524
#121 Hans im Glück 22:28:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Martin Luther hat auch ein Lied von Ambrosius von Mailand übersetzt Nun komm, der Heiden Heiland (EKG
4) (Text: Übersetzung Martin Luthers, 1524 nach dem Hymnus Veni redemptor gentium des Ambrosius von Mailand
386, Melodie: Martin Luther, 1524 nach einer Melodie aus Einsiedeln, 12. Jh) Der Hymnus „Veni redemptor
gentium“ 1. Nun komm, der Heiden Heiland, Der Jungfrauen Kind erkannt, Daß sich wunder alle Welt, Gott
solch Geburt ihm bestellt. 2. Nicht von Manns Blut noch von Fleisch, Allein von dem heiligen Geist Ist
Gotts Wort worden ein Mensch Und blühet ein Frucht Weibsfleisch. 3. Der Jungfrau Leib schwanger ward,
Doch blieb Keuschheit rein bewahrt, Leucht hervor manch Tugend schon, Gott da war in seinem Thron. 4.
Er ging aus der Kammer sein, Dem königlichen Saal so rein, Gott von Art und Mensch ein Held, Sein Weg
er zu laufen eilt. 5. Sein Lauf kam vom Vater her Und kehrt wieder zum Vater, Fuhr hinunter zu der Höll
Und wieder zu Gottes Stuhl. 6. Der du bist dem Vater gleich, Führ hinaus den Sieg im Fleisch, Daß dein
ewig Gottsgewalt In uns das krank Fleisch erhalt. 7. Dein Krippen glänzt hell und klar, Die Nacht gibt
ein neu Licht dar, Dunkel muß nicht kommen drein, Der Glaub bleibt immer im Schein. 8. Lob sei Gott dem
Vater ton, Lob sei Gott seinm einigen Sohn, Lob sei Gott dem heiligen Geist Immer und in Ewigkeit. Erfurter
Enchiridien, 1524
#119 Hans im Glück 22:26:08 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und jetzt noch der Rest des Martyererliedes 11.Der Schimmel sie nun gereuet hat, Sie wolltens gern schön
machen. Sie dürfen nicht rühmen sich der Tat, Sie bergen fast die Sachen. Die Schand im Herzen beißet
sie Und klagens ihrn Genossen, Doch kann der Geist nicht schweigen hie: Des Abels Blut vergossen, Es muß
den Kain melden. 12.Die Aschen will nicht lassen ab, Sie stäubt in allen Landen. Hie hilft kein Bach,
Loch, Grub noch Grab, Sie macht den Feind zuschanden. Die er im Leben durch den Mord Zu schweigen hat
gedrungen, Die muß er tot an allem Ort Mit aller Stimm und Zungen Gar fröhlich lassen singen. Wittenberger
Gesangbuch, 1524
#117 Hans im Glück 22:24:03 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
es gab ja auch katholische Martyrer 6. Da schickt Gott durch sein Gnad also, Daß sie recht Priester werden,
Sie selbst ihm mußten opfern do Und gehn im Christusorden, Der Welt ganz abgestorben sein, Die Heuchelei
ablegen, Zum Himmel kommen frei und rein, Die Möncherei aussegen Und Menschentand hie lassen. 7. Man
schrieb ihn vor ein Brieflein klein, Das hieß man sie selbst lesen. Die Stück sie zeichten alle drein,
Was ihr Glaub war gewesen. Der höchste Irrtum dieser war: Man muß allein Gott glauben, Der Mensch leugt
und treugt immerdar, Dem soll man nichts vertrauen. Des mußten sie verbrennen. 8. Zwei große Feur sie
zundten an, Die Knaben sie her brachten. Es nahm groß Wunder jedermann, Daß sie solch Pein verachten.
Mit Freuden sie sich gaben drein, Mit Gottes Lob und Singen. Der Mut war den Sophisten klein Vor diesen
neuen Dingen, Da sich Gott ließ so merken. 9. Noch lassen sie ihr Lügen nicht, Den großen Mord zu schmücken.
Sie geben vor ein falsch Gedicht, Ihr Gwissen tut sie drücken. Die Heilgen Gotts auch nach dem Tod Von
ihn gelästert werden, Sie sagen: In der letzten Not Die Knaben noch auf Erben Sie sollen han umkehret.
10.Die laß man lügen immerhin, Sie habens kleinen Frommen. Wir sollen danken Gott darin, Sein Wort ist
wiederkommen. Der Sommer ist hart vor der Tür, Der Winter ist vergangen, Die zarten Blümlein gehn herfür;
Der das hat angefangen, Der wird es wohl vollenden. 11.Der Schimmel sie nun gereuet hat, Sie wolltens
gern schön machen. Sie dürfen nicht rühmen sich der Tat, Sie bergen fast di…
1. Wär Gott nicht mit uns diese Zeit, So soll Israel sagen, Wär Gott nicht mit uns diese Zeit, Wir hätten
mußt verzagen, Die so ein armes Häuflein sind, Veracht von so viel Menschenkind, Die an uns setzen alle.
2. Auf uns ist so zornig ihrn Sinn, Wo Gott hätt das zugeben, Verschlungen hätten sie uns hin Mit ganzem
Leib und Leben, Wir wärn als die ein FLut ersäuft Und über die groß Wasser läuft Und mit Gewalt verschwemmet.
3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, Daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie ein Vogel des Stricks kommt
ab, Ist unser Seel entgangen, Strick ist entzwei und wir sind frei, Des Herren Namen steht uns bei, Des
Gotts Himmels und Erden. Wittenbergsches Sangbüchlein, 1524
#114 Hans im Glück 22:21:26 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und ob die Mörder der evangelischen Martyerer wohl im Himmel sind? Ein neues Lied Ein neu Lied von den
zweyen Marterern Christi, zu Brüssel von den Sophisten zu Löwen verbrannt. 1. Ein neues Lied wir heben
an, Des wallt Gott, unser Herre, Zu singen, was Gott hat getan Zu seinem Lob und Ehre. Zu Brüssel in
dem Niederland Wohl durch zween junge Knaben Hat er sein Wundermacht bekannt, Die er mit seinen Gaben
So reichlich hat gezieret. 2. Der Erst recht wohl Johannes heißt So reich an Gottes Hulden, Sei Bruder
Heinrich nach dem Geist, Ein rechter Christ ohn Schulden. Von dieser Welt geschieden sind, Sie han die
Kron erworben, Recht wie die frummen Gotteskind Für sein Wort sind gestorben, Sein Marter sind sie worden.
3. Der alte Feind sie fangen ließ, Erschreckt sie lang mit Dräuen, Das Wort Gotts er sie leugne hieß,
Mit List auch wollt sie täuben. Von Löwen der Sophisten viel, Mit ihrer Kunst verloren, Versammlet er
zu diesem Spiel. Der Geist macht sie zu Toren, Sie kunnten nichts gewinnen. 4. Sie sungen süß, sie sungen
saur, Versuchten manche Listen, Die Knaben standen wie ein Maur, Verachten die Sophisten. Den alten Feind
das sehr verdroß, Daß er war überwunden Von solchen Jungen, er so groß; Er ward voll Zorn von Stunden,
Gedacht sie zu verbrennen. 5. Sie raubten ihn das Klosterkleid, Die Weib sie ihn auch nahmen. Die Knaben
waren des bereit, Sie sprachen fröhlich Amen. Sie dankten ihrem Vater Gott, Daß sie los sollten werden
Des Teufels Larvenspiel und Spott, Darin durch falsche Bärden Die Welt er gar betreuget. 6. Da schickt
Gott du…
#112 Hans im Glück 22:19:05 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Weib und haus 10.Du sollst deines Nächsten Weib und Haus Begehren nicht noch etwas draus, Du sollst ihm
wünschen alles Gut, Wie dir dein Herz selber tut. Kyrioleis. Erfurter Enchiridion, 1524
#110 Hans im Glück 22:17:32 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und hier nochmal 10 als Langfassung Dies sind die heilgen zehn Gebote (EKG 231) (Erfurter Enchiridion,
1524) Die zehen Gebot Gottes lang. Melodie: „In Gottes Namen fahren wir“ 1. Dies sind die heilgen zehn
Gebot, Die uns gab unser Herre Gott Durch Mosen, seinen Diener treu, Hoch auf dem Berg Sinai. Kyrioleis.
2. Ich bin allein dein Gott, der Herr, Kein Götter sollst du haben mehr, Du sollst mir ganz vertrauen
dich, Von Herzengrund lieben mich. Kyrioleis. 3. Du sollst nicht führen zu Unehren Den Namen Gottes,
deines Herrn, Du sollst nicht preisen recht noch gut, Ohn was Gott selbst redt und tut. Kyrioleis. 4.
Du sollst heilgen den siebent Tag, Daß du und dein Haus ruhen mag, Du sollst von deim Tun lassen ab,
Daß Gott sein Werk in dir hab. Kyrioleis. 5. Du sollst ehren und gehorsam sein Dem Vater und der Mutter
dein, Und wo dein Hand ihn dienen kann, So wirst du langes Leben han. Kyrioleis. 6. Du sollst nicht töten
zorniglich, Nicht hassen noch selbst rächen dich, Geduld haben und sanften Mut Und auch dem Feind tun
das Gut. Kyrioleis. 7. Dein Eh sollst du bewahren rein, Daß auch dein Herz kein ander mein, Und halten
keusch das Leben dein Mit Zucht und Mäßigkeit fein. Kyrioleis. 8. Du sollst nicht stehlen Geld noch
Gut, Nicht wuchern jemands Schweiß noch Blut, Du sollst auftun dein milde Hand Den Armen in deinem Land.
Kyrioleis. 9. Du sollst kein falscher Zeuge sein, Nicht lügen auf den Nächsten dein, Sein Unschuld sollst
auch retten du Und seine Schand decken zu. Kyrioleis. 10.Du sollst deines Nächsten…
#108 Hans im Glück 22:15:48 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Das Lied über die 10 Gebote ganz besonders kreuz.net gewidmet Die zehn Gebote kurz 1. Mensch, willst
du leben seliglich Und bei Gott bleiben ewiglich, Sollst du halten die zehn Gebot, Die uns gebeut unser
Gott. Kyrioleis. 2. Dein Gott allein und Herr bin ich, Kein ander Gott soll irren dich, Trauen soll mir
das Herze dein, Mein eigen Reich sollst du sein. Kyrioleis. 3. Du sollst mein Namen ehren schon Und in
der Not mich rufen an, Du sollst heilgen den Sabbattag, Daß ich in dir wirken mag. Kyrioleis. 4. Dem
Vater und der Mutter dein Sollst du nach mir gehorsam sein, Niemand töten noch zornig sein Und deine
Ehe halten rein. Kyrioleis. 5. Du sollst eim andern stehlen nicht, Auf niemand Falsches zeugen icht, Deines
Nächsten Weib nicht begehrn Und all seins Guts gern entbehrn. Kyrioleis. Johann Waltherschens Gesangbüchlein,
1524
#106 Hans im Glück 22:14:00 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Osterlieder hat er auch gemacht Der den Tod überwand Ein Lobgesang auf das Osterfest 1. Jesus Christus,
unser Heiland, Der den Tod überwand, Ist auferstanden, Die Sünd hat er gefangen. Kyrieleison. 2. Der
ohn Sünd war geborn, Trug für uns Gottes Zorn, Hat uns versöhnet, Daß uns Gott sein Huld gönnet.
Kyrieleison. 3. Tod, Sünd, Leben und auch Gnad, Alles in Händen er hat, Er kann erretten Alle, die zu
ihm treten. Kyrieleison. Erfurter Enchiridien, 1524
Fortsetzung 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen; Ich geb mich selber ganz
für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst
du sein, Uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, Dazu mein Leben rauben,
Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit festem Glauben, Den Tod verschlingt das Leben mein, Mein Unschuld
trägt die Sünde dein, Da bist Du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein Fahr ich von diesem Leben,
Da will ich sein der Meister dein, Den Geist will ich dir geben, Der dich in Trübnis trösten soll Und
lernen mich erkennen wohl Und in der Wahrheit leiten. 10.Was ich getan hab und gelehrt, Das sollst du
tun und lehren, Damit das Reich Gottes werd gemehrt Zu Lob und seinen Ehren. Und hüt dich vor der Menschen
Satz, Davon verdirbt der edle Schatz, Das laß ich dir zu Letze. Einzeldruck, 1523
#103 Hans im Glück 22:12:13 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Das ist wahr Christum wir sollen loben schon Der Hymnus „A solis ortus“ 1. Christum wir sollen loben schon,
Der reinen Magd Marien Sohn, So weit die liebe Sonne leucht Und aller Welt Ende reicht. 2. Der selig Schöpfer
aller Ding Zog an eins Knechtes Leib gering, Daß er das Fleisch durch Fleisch erwürb Und sein Geschöpf
nicht alls verdürb. 3. Die göttlich Gnad vom Himmel groß Sich in die keusche Mutter goß, Ein Maidlin
trug ein heimlich Pfand, Daß der Natur war unbekannt. 4. Das züchtig Haus des Herzens zart Gar bald
ein Tempel Gottes ward. Die kein Mann rühret noch erkannt, Von Gottes Wort man sie schwanger fand. 5.
Die edle Mutter hat geborn, Den Gabriel verhieß zuvorn, Den Sankt Johannes mit Springen zeigt, Da er
noch lag in Mutters Leib. 6. Er lag in Heu mit Armut groß, Die Krippen hart ihn nicht verdroß, Es ward
ein kleine Milch sein Speis, Der nie kein Vöglin hungern ließ. 7. Des Himmels Chör sich freuen drob
Und die Engel singen Gott Lob; Den armen Hirten wird vermeldt Der Hirt uns Schöpfer aller Welt. 8. Lob,
Ehr und Dank sei dir gesagt, Christ, geborn von der reinen Magd, Mit Vater und dem heilgen Geist, Von
nun an bis in Ewigkeit. Erfurter Enchiridien, 1524
#101 Hans im Glück 22:11:27 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Kann so jemand ein teufelskerl sein? Christ, unser Herr, zum Jordan kam Ein geistlich Lied von unsre heiligen
Taufe, darin fein kurz gefasset: Was sie sei? Wer sie gestiftet habe? Was sie uns nützt? usw. 1. Christ,
unser Herr, zum Jordan kam Nach seines Vaters Willen, Von Sankt Johannes die Taufe nahm, Sein Werk und
Amt zurfüllen. Da wollt er stiften uns ein Bad, Zu waschen uns von Sünden, Ersäufen uns den bittern
Tod Durch sein selbst Blut und Wunden. Es galt ein neues Leben. 2. So hört und merket alle wohl, Was
Gott heißt selbst die Taufe, Und was ein Christen glauben soll, Zu meiden Ketzerhaufen. Gott spricht
und will, daß Wasser sei, Doch nicht allein schlecht Wasser, Sein heilges Wort ist auch dabei Mit Geist
ohn Maßen, reichen Der ist allhie der Taufer. 3. Solchs hat er uns beweiset klar Mit Bildern und mit
Worten. Des Vaters Stimm man offenbar Daselbst am Jordan horte. Er sprach: Das ist mein lieber Sohn, An
dem hab ich Gefallen, Den will ich euch befohlen han, Daß ihr ihn höret alle Und folget seinen Lehren.
4. Auch Gottes Sohn hie selber steht In seiner zarten Menschheit. Der heilig Geist hernieder fährt, In
Taubenbild verkleidet. Das wir nicht sollen zweifeln dran, Wenn wir getaufet werden: All drei Personen
getaufet han, Damit bei uns auf Erden Zu wohnen sich ergeben. 5. Sein Jünger heißt der Herre Christ:
Geht hin, all Welt zu lehren, Daß sie verlorn in Sünden ist, Sich soll zur Buße kehren. Wer glaubet
und sich taufen läßt, Soll dadurch selig werden, Ein neugeborner Mensch er heißt, Der nicht…
1. Nun freut euch, lieben Christen gmein, Und laßt uns fröhlich springen, Daß wir getrost und all in
ein Mit Lust und Liebe singen, Was Gott an uns gewendet hat Und seine süße Wundertat Gar teur hat ers
erworben. 2. Dem Teufel ich gefangen lag, Im Tod war ich verloren, Mein Sünd mich quälet Nacht und Tag,
Darin ich war geboren; Ich fiel auch immer tiefer drein, Es war kein Guts am Leben mein, Die Sünd hat
mich besessen. 3. Mein gute Werk, die golten nicht, Es war mit ihn verdorben, Der frei Will hasset Gotts
Gericht, er war zum Gut erstorben. Die Angst mich zu verzweifeln treib, Daß nichts denn Sterben bei mir
bleib, Zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit Mein Elend übermaßen, Er dacht an
sein Barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen. Er wandt zu mir das Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr
kein Scherz, Er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie zurbarmen,
Fahr hin, meins Herzens werte Kron, Und sei das Heil der Armen Und hilf ihm aus der Sünden Not, Erwürg
für ihn den bittern Tod Und laß ihn mit dir leben. 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward, Er kam zu mir
auf Erden Von einer Jungfrau rein und zart, Er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt, Den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, Es
soll dir jetzt gelingen; Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin
dein und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollst
#98 Hans im Glück 22:09:16 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Aus tiefer Not ist auch von Martin Luther Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EKG 299) Der 130. Psalm: „De
profundis clamavi“ 1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir, Herr Gott, erhör mein Rufen. Dein gnädig Ohren
kehr zu mir Und meiner Bitt sie öffen. Denn so du willst das sehen an, Was Sünd und Unrecht ist getan,
Wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst, Die Sünden zu vergeben.
Es ist doch unser Tun umsonst Auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, Des muß dich
fürchten jedermann Und deiner Gnaden leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich Auf mein Verdienst nicht
bauen; Auf ihn mein Herz soll lassen sich Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein wertes Wort, Das
ist mein Trost und treuer Hort, Des will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und
wieder an den Morgen, Doch soll mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht noch sorgen. So tu Israel
rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward, Und seines Gotts erharre. 5. Ob bei uns ist der SÜnden
viel, Bei Gott ist viel mehr Gnaden; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel Wie groß auch sei der Schaden.
Er ist allein der gute Hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen Sünden allen. Achtliederbuch, 1524
Sie ist mir lieb, die werte Magd und kann ihr nicht vergessen, Lob, Ehr und Zucht von ihr man sagt, sie
hat mein Herz besessen. Ich bin ihr hold, und wenn ich sollt groß Unglück han, da liegt nicht an; sie
will mich des ergetzen mit ihrer Lieb und Treu an mir, die sie zu mir will setzen und tun all mein Begier.
Sie trägt von Gold so rein ein Kron, da leuchten inn zwölf Sterne, ihr Kleid ist wie die Sonne schon,
das glänzet hell und ferne; und auf dem Mon ihr Füße stohn; sie ist die Braut, dem Herrn vertraut.
Ihr ist weh und muss gebären ein schönes Kind, den edlen Sohn und aller Welt ein Herren, dem sie ist
unterton. Das tut dem alten Drachen Zorn und will das Kind verschlingen, sein Toben ist doch ganz verlorn,
es kann ihm nicht gelingen. Das Kind ist doch gen Himmel hoch genommen hin und lässet ihn auf Erden fast
sehr wüten. Die Mutter muss gar sein allein; doch will sie Gott behüten und der recht Vater sein.
#94 Hans im Glück 22:06:59 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Eine feste Burg, Wahnsinn es gibt so viele fromme Lieder, die passen gar nicht auf so eine Hetzseite Ein
feste Burg (EKG 362) (Text und Melodie: Martin Luther, 1524) Der 46. Psalm: „Deus noster refugium et virtus“
Notensatz Martin Schlu – MIDI-File – Encore-Datei 1. Mensch, willst du leben seliglich 1. Ein feste Burg
ist unser Gott, Ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, Die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind Mit Ernst ers jetzt meint, Groß Macht und viel List Sein grausam Rüstung ist, Auf
Erd ist nicht seinesgleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts getan, Wir sind gar bald verloren, Es streit
für uns der Rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Es heißt Jesu Christ,
Der Herr Zebaoth, Und ist kein ander Gott, Das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel
wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen. Der
Fürst dieser Welt, Wie saur er sich stellt, Tut er uns doch nicht, Das macht, er ist gericht, Ein Wörtlein
kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Und keinen Dank dazu haben, Er ist bei uns wohl
auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, Laß fahren dahin,
Sie habens kein Gewinn, Das Reich muß uns doch bleiben. (Klugsches Gesangbuch, 1529)
Christ lag ynn todes banden / fur vnser sund gegeben / Der ist wider erstanden / vnd hat vns bracht das
leben / Des wyr sollen frolich seyn / Gott loben vnd danckbar seyn / vnd singen Alleluia. Den tod niemand
zwingen kund / bey allen menschen kinden / Das macht alles vnser sund / keyn vnschuld war zu finden /
Dauon kam der tod so bald / vnd nam vber vns gewald / hielt vns ynn seym reich gefangen. Jhesus Christus
Gottes son / an vnser stat ist komen / Vnd hat die sund abgethon / damit dem tod genomen / All seyn recht
vnd seyn gewalt / da bleybt nichts denn tods gestalt / Die stachel hat er verloren. Es war eyn wunderlich
krieg / da tod vnd leben rungen / Das leben behielt den sieg / es hat den tod verschlungen / Die schrifft
hat verkundet das / wie eyn tod den andern fras / Eyn spott aus dem tod ist worden. Hie ist das recht
Osterlamm / dauon Gott hat gepotten / Das ist an des Creutzes stamm / ynn heysser lieb gebrotten / Des
blut zeichnet vnser thur / das hellt der glaub dem tod fur / Der wurger kan vns nicht ruren. So feyren
wyr dis hoch fest / mit hertzen freud vnd wonne / Das vns der Herr scheynen lest / er ist selber die sonne /
Der durch seyner gnaden glantz / erleucht vnser hertzen gantz / Der sunden nacht ist vergangen. Wyr essen
vnd leben wol / ynn rechten Ostern fladen / Der allte saurteyg nicht soll / seyn bey dem wort der gnaden /
Christus will die koste seyn / vnd speysen die seel alleyn / Der glaub wil keyns andern leben.
#91 Hans im Glück 22:04:56 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Gott sei gelobet von Martin Luther Gott sei gelobet und gebenedeit (EKG 214) (Melodie: mixolydisch verm.
Johann Walter 1524, Text: Martin Luther, 1524) Ein Lobgesang von dem Leib und Blut Christi 1. Gott sei
gelobet und gebenedeit, Der uns selber hat gespeiset Mit seinem Fleisch und mit seinem Blute, Das gib
uns, Herr Gott, zugute. Kyrieleison. 2. Herr, durch deinen heiligen Leichnam, Der von deiner Mutter Maria
kam, Und das heilige Blut Hilf uns, Herr, aus aller Not. Kyrieleison. 3. Der heilige Leichnam ist für
uns gegeben Zum Tod, daß wir dadurch leben. Nicht größer Güte kunnt er uns geschenken, Dabei wir sein
solln gedenken. Kyrieleison. 4. Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat, Daß dein Blut an uns groß
Wunder tat Und bezahlt unser Schuld, Daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison. 5. Gott gebe uns allein
seiner Gnaden Segen, Daß wir gehn auf seinen Wegen In rechter Lieb und brüderlicher Treue, Daß uns
die Speis nicht gereue. Kyrieleison. 6. Herr, dein heilig Geist uns nimmer laß, Der uns geb zu halten
rechte Maß, Daß dein arm Christenheit Leb in Fried und Einigkeit. Kyrieleison. Erfurter Enchiridien,
1524
Der du bist drei in Einigkeit, Ein wahrer Gott von Ewigkeit; Die Sonn’ mit dem Tag von uns weicht: Laß
leuchten uns dein göttlich Licht. 2. Des Morgens, Gott, dich loben wir, Des Abends auch beten für dir,
Unser armes Lied rühmt dich Jetzt und immer und ewiglich. 3. Gott Vater, dem sei ewig Ehr, Gott Sohn
der ist der einig’ Herr, Und dem Tröster heiligen Geist, Von nun an bis in Ewigkeit.
#89 Hans im Glück 22:03:08 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Luthers Lieder von der Wiege bis zum Grab, bei Evangelen und Katholen, uns Martin Mitten wir im Leben
sind (EKG 518) Der Lobgesang „Mitten wir im Leben sind“ 1. Mitten wir im Leben sind Mit dem Tod umfangen.
Wen suchen wir, der Hilfe tu, Daß wir Gnad erlangen? Daß bist du, Herr, alleine. Uns reuet unser Missetat,
Die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott, Heiliger starken Gott, Heiliger barmherziger Heiland,
du ewiger Gott, Laß uns nicht versinken in des bittern Todes Not. Kyrieleison. 2. Mitten in dem Tod ansicht
Uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not Frei und ledig machen? Das tust du, Herr, alleine.
Es jammert dein Barmherzigkeit Unser Klag und großes Leid. Heiliger Herre Gott, Heiliger starker Gott,
Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison.
3. Mitten in der Höllen Angst Unser Sünd uns treiben. Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mögen bleiben?
Zu dir, Herr, alleine. Vergossen ist dein teures Blut, Das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott,
Heiliger starker Gott, Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott, Laß uns nicht entfallen von des
rechten Glaubens Trost. Kyrieleison. Erfurter Enchiridien, 1524
#87 Hans im Glück 21:58:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Danke Ben, das muss man dem Martin lassen, er war zwar psychisch belastet wie ich und viele andere aber
er konnte geniale Kirchenlieder schreiben! Nun bitten wir den Heiligen Geist (EKG 124) Ein Lobgesang von
dem heiligen Geiste 1. Nun bitten wir den heiligen Geist Um den rechten Glauben allermeist, Daß er uns
behüte an unserm Ende, Wenn wir heimfahren aus diesem Elende. Kyrioleis. 2. Du wertes Licht, gib uns
deinen Schein, Lehr uns Jesum Christ kennen allein, Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, Der uns
bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrioleis. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, Laß uns empfinden
der Liebe Brunst, Daß wir uns von Herzen einander lieben Und im Friede auf einem Sinn blieben. Kyrioleis.
4. Du höchster Tröster in aller Not, Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, Daß in uns die
Sinnen nicht verzagen, Wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrioleis. Johann Walthersches Gesangbüchlein,
1524
#84 Hans im Glück 21:53:50 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Danke Eva Vom Himmel hoch (EKG 24) Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi 1. Vom Himmel hoch da komm
ich her, Ich bring euch gute neue Mär, Der guten Mär bring ich so viel, Davon ich singen und sagen will.
2. Euch ist ein Kindlein heut geborn, Von einer Jungfrau auserkorn, Ein Kindelein so zart und fein, Das
soll eur Freud und Wonne sein. 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, Der will euch führn aus aller Not,
Er will eur Heiland selber sein, Von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, Die
Gott, der Vater, hat bereit, Daß ihr mit uns im Himmelreich Sollt leben nu und ewiglich. 5. So merket
nu das Zeichen recht: Die Krippen, Windelin so schlecht, Da findet ihr das Kind gelegt, Das alle Welt
erhält und trägt. 6. Des laßt uns alle fröhlich sein Und mit den Hirten gehn hinein, Zu sehen, was
Gott uns hat beschert, Mit seinen lieben Sohn verehrt. 7. Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin: Was liegt
doch in dem Krippelin? Wes ist das schöne Kindelin? Es ist das liebe Jesulin. 8. Bis willekomm, du edler
Gast, Den Sünder nicht verschmähet hast Und kommst ins Elend her zu mir, Wie soll ich immer danken dir?
9. Ach Herr, Du Schöpfer aller Ding, Wie bist du worden so gering, Daß du da liegst auf dürrem Gras,
Davon ein Rind und Esel aß. 10. Und wär die Welt vielmal so weit, Von Edelstein und Gold bereit, So
wär sie doch dir viel zu klein, Zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seiden dein, Das
ist grob Heu und Windelein, Darauf du König so groß und rei…
#81 Hans im Glück 21:06:15 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wir singen nicht nur Lieder von Thomas von Aquin sondern auch von Martin Luther 1. Gelobet seist du, Jesu
Christ, Daß du Mensch geboren bist Von einer Jungfrau, das ist wahr, Des freuet sich der Engel Schar.
Kyrioleis. 2. Des ewgen Vaters einig Kind Jetzt man in der Krippen findt, In unser armes Fleisch und Blut
Verkleidet sich das ewig Gut. Kyrioleis. 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, Der liegt in Maria Schoß,
Er ist ein Kindlein worden klein, Der alle Ding erhält allein. Kyrioleis. 4. Das ewig Licht geht da herein,
Gibt der Welt einen neuen Schein, Es leucht wohl mitten in der Nacht Und uns des Lichtes Kinder macht.
Kyrioleis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, Ein Gast in der Welte ward Und führt uns aus dem Jammertal,
Er macht uns Erben in seim Saal. Kyrioleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm, Daß er unser sich erbarm
Und in dem Himmel machet reich Und seinen lieben Engeln gleich. Kyrioleis. 7. Das hat er alles uns getan,
Sein groß Lieb zu zeigen an. Des freu sich alle Christenheit Und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrioleis.
#80 Ben Sira † 21:05:16 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
ja, ja … und dann beache man die Leibesfülle von Erzb. Haas! www.kreuz.net/article.5721.html Entsprechend
der Theorie völlig vom Glauben abgefallen, der Fettwanst!
#79 Hans im Glück 21:02:11 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Der Aquinate war noch fetter als Luther! Und wenn Fettleibigkeit bei Luther ein Zeichen für seine Gottabgewandtheit
sein soll, dann muss das auch für Thomas gelten.
#78 MariaGoretti 20:59:58 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Der vergötterte Teufelskerl von Wittenberg Es ist mal wieder typisch Lehmann, Luther zu vergöttern,
da er ja die Kirche Deutschlands von Rom separiert und vielleicht vieles gemeinsam mit Luther hat. Eine
Selbstentschuldigung vielleicht. Und dennoch: Luther heiligsprechen? Einen Säufer, einen Fresser, einen
Hurer, einen, der Selbstmord begangen hat, einen, der die katholische Kirche Jesu Christi gespalten hat,
und der wohl kaum bei Gott Aufnahme gefunden hat? Luther hat die Kirche zerstört, genauso wie ähnlich
es Kardinal Lehmann in Deutschland getan hat, Luther können wir beim suchen, Kardinal Lehman lebt ja
noch. Vielleicht findet er ja noch zur Bekehrung. Thomas von Aquin ist Kirchenlehrer und hat uns wohl
ein wunderbares Glaubenszeugnis hinterlassen. Seine Lieder singen wir ja heute noch bei den Prozessionen.
Solche brauchten wir mehr!
#77 Hans im Glück 20:57:33 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wie kommt es dass ein Satansbraten wie biomilch, der ein Feind Jesu Christi und seiner Kirche ist, hier
ungehindert posten darf, während liebe Leute gesperrt werden? Ist biomilch der Betreiber dieser Seite?
@ Samurai Luthers Sichtweise aus die Prädestination, welche Schicksal und Vorsehung von einander nicht
zu trennen weiß. Die Heiligenverehrung, die hl. Sakramente, die Gottesfurcht! der Gehorsam
martin luther hätte wohl mehr beten und fasten sollen, dann wär er kein opfer satans geworden. sein
abfall von gott und seine hinwendung ans diesseits wird dokumentiert durch seinen riesigen bauch und seine
herumweiberei
#70 Brandenburgis 20:17:22 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
HIer einige Schriften von Luther, die affirmativ mit der katholischen Lehre brechen: – An den christlichen
Adel deutscher Nation: Von des christlichen Standes Besserung – D. Martin Luthers Appellation oder Berufung
an ein christliches freies Konzil, … – Ein Sermon von dem Neuen Testament, das ist von der hl. Messe
– Von dem Papsttum zu Rom, wider den hochberühmten Romanisten zu Leipzig
#68 Brandenburgis 20:10:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Keinesfalls!! Luther wollte ausdrücklich die Kirchenspaltung und hat sie bewußt in Kauf genommen. Dem
(jungen) Kaiser ist bestenfalls eine gewisse zögerliche Haltung anzulasten. Er hätte Luther gleich exekutieren
lassen sollen.
#64 Samurai 19:23:57 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
joberens, leider muss ich Ihnen in dem Punkt recht geben! Leider deswegen, weil es eine Zeit war (die
in der Luther lebte), in der nicht wenige katholische Geistliche nicht gerade durch Bescheidenheit, echte
De-Mut und eine christliche Grundhaltung auszeichneten. Ein nicht gerade ruhmreiches Kapitel der katholischen
Kirche.
#62 Paulaner † 18:49:20 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
ageh, wovor scheuen/fürchten sich denn diese heimlichen Atheisten? Fridericius: Das Kind: Ein wahres
Wort oder diesen letzten Schritt aus einer heimlichen Furcht eben doch scheuen. Manchmal isses hier sehr
lustig.
#60 Fridericius † 18:30:53 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Das Kind: Ein wahres Wort Die Zahlen sind – auf beiden Seiten – noch so hoch, weil die meisten sich einfach
noch nicht abgemeldet haben oder diesen letzten Schritt aus einer heimlichen Furcht eben doch scheuen.
Nüchtern betrachtet ist Deutschland schon längst atheistisch. Rüüchtüüg.