Protestantismus
Der vergötterte Teufelskerl von Wittenberg
Ein Kardinal will Martin Luther heiligsprechen. Doch die Lutheraner protestieren: Das machen wir schon selber. Von Hubert Hecker.
Luthers und Luzifers einträchtige Vereinigung - Leipzig, 1535
Luthers und Luzifers einträchtige Vereinigung – Leipzig, 1535
(kreuz.net) Schon zu Lebzeiten wurde der deutsche Reformator Martin Luther († 1546) von dem Kupferstecher und Holzschneider Hans Sebald Beham († 1550) als angeblicher Neuevangelist in die Aura des Göttlichen gehoben.

Der Wittenberger Maler Lucas Cranach der Jüngere († 1586) stellte den Reformatoren als Weltenrichter dar, der den guten Protestanten den Himmel zuweist und die bösen Papisten in die Feuerhölle stößt.

Seit dem studentischen Wartburgfest des Jahres 1817 wurde Luther von protestantischen Propagandisten – im Sinne des Nationalismus – auch als Kämpfer gegen jedwede welsche Überfremdung hochstilisiert.

Daran hielten lutherische Prediger bis ins Dritte Reich fest.

Luther in Darstellung zu seinen Lebzeiten
Martin Luther von Hans Sebald BehamLuther als Evangelist 1524
von Hans Sebald Beham (1500-1550)Lucas Cranach der Jüngere (1515 - 1586): Abendmahl der Protestanten und Höllensturz der Katholiken. -- Um 1540

Luther als Strahlemann

In unserer Zeit wurde ein neues Kapitel der Luther-Verherrlichung aufgeschlagen.

Zu diesem Zweck rief der ‘Lutherische Weltbund’ eine Luther-Dekade aus. Sie dauert von 2008 bis 2017.

Anhand verschiedener Jahresthemen wird Luther als entscheidender Impulsgeber für die moderne Theologie, Kirche, Politik, Gesellschaft, Kultur, Bildung und Wissenschaft gelobt.

Das Strickmuster ist immer das gleiche. Auf dem finsteren Hintergrund des dunklen Mittelalters und der Kirchengeschichte wird der Strahlemann Luther angeknipst.

Diese Schwarz-Weiß-Malerei erinnert an die sozialistische Verherrlichung des abgefallenen Priesters und Bauernführers Thomas Münzer († 1525), die der DDR-Maler Werner Tübke († 2004) in einem Monumentalpanorama bei Frankenhausen in Thüringen angeschmiert hat.

Ein Historien-Kitschfilm

Ein Meilenstein in der protestantischen Lutherverherrlichung war der Auftragsfilm „Luther“ aus dem Jahr 2003.

Dieser Kitschstreifen bedient zahllose Klischees, die Luther als angeblichen Vorkämpfer für Humanität, Gerechtigkeit und wahre Kirche hinstellen.

Die historische Wahrheit wird dabei im wesentlichen ausgeblendet.

Nirgends erwähnt der Film, daß der sogenannte Reformator die frühbürgerliche Verfolgung aufständischer Bauern, Juden und Hexen anheizte.

Er versicherte den Fürsten, daß das Niederstechen der Bauern eine christliche Tat wäre. So trug er als Schreibtischtäter maßgeblich zu der Niedermetzelung von etwa 70.000 Landleuten bei.

Luther und sein Kompagnon Philipp Melanchton († 1560) hingen auch dem Hexenglauben an und forderten die Verbrennung aller Zauberinnen.

Etwa die Hälfte der ab 1570 im Deutschen Reich verurteilten Hexen ging auf das Konto protestantischer Prediger und Peiniger.

Wenn alle schlecht sind, dann ist auch Luther schlecht

Es ist lächerlich, Luther als Vordenker der politischen Freiheit hinzustellen. Er war vielmehr ein Knecht der Fürsten, der die blinde Unterwerfung unter die Herrschaft des absolutistischen Staates forderte.

Luther war auch von der unverbesserlichen Verderbtheit der Menschen überzeugt.

Weil der Mensch keinen freien Willen habe, werde er in seinem Tun und Lassen vom Teufel geritten.

Diese Aussage wird man freilich auch auf den Teufelskerl von Wittenberg anwenden müssen.

Darum ist ein Spottbild von Erhard Schoen († 1542) zutreffend. Es stellt den Teufel dar, der den Lutherkopf als Sackpfeife bläst, wobei seine Reden als teuflische Melodien herauskommen.

Er hielt sich für die Alternative zur Kirche

Luther selbst wendete die schlechte Meinung, die er von den anderen hatte, nicht auf sich selber an.

Der entlaufene Mönch verstieg sich zu der Ansicht, die Kirche und die Konzilien als Ansammlung von Irrtümern zu betrachten.

Tausend Jahre Kirchen- und Theologiegeschichte waren für ihn Makulatur. Die großen Theologen des Mittelalters bezeichnete er als unnütze Schwätzer.

Luther leugnete die Stiftung der Kirche durch Jesus Christus, auch deren apostolische und sakramentale Struktur und sowieso die Führung und Vollendung durch den Heiligen Geist.

Deshalb war die Kirche für ihn als Vermittlerin von Schrift, Glaubensgut und Gnade überflüssig.

Als Ersatz bot sich Luther selbst an – als neuer Evangelist, Glaubensführer und Geistbeseelter.

Erbärmliche Anbiederungen

Der mit dem Protestantismus sympathisierende Theologe Gerhard Lorich († um 1550) aus Hadamar nannte Luther einen ‘Prothea’ – also einen, der sich an Gottes Stelle setzt.

Luther habe die Kirche nicht reformiert, sondern mit seinen Wortgeschossen ein Zerstörungswerk an der Kirche vollbracht.

Kardinal Karl Lehmann von Mainz behauptete in seiner Bonner Rede zur Reformationsfeier 2008, daß Luther nur eine katholische Reform gewollt und sein Leben im Glauben der einen Katholischen Kirche beschlossen habe.

Das ist ein durchsichtiger Versuch, die lutherische Kirchenzerstörung als katholische Reform hinzustellen und damit die gegenwärtige Protestantisierung der Kirche zu rechtfertigen.

Die Lutheraner können mit den erbärmlichen Anbiederungen des Kardinals nicht viel anfangen.

Sie bleiben bei ihrer protestantischen Jubel-Version, daß Luther an der Stelle der Papstkirche die wahre Kirche des Evangeliums gepredigt hätte.
      
156 Lesermeinungen
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#166   Ben Sira †   16:44:54 | Freitag, 18. Dezember 2009
Bonner Rede zur Reformationsfeier 2008
Ist dieser – offenbar höchst interessante und ambitionierte – Text von Karl Lehmann irgendwo im Internet veröffentlicht? Könnte bitte jemand die URL posten? Danke.
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#165   eiserne Jungfer †   16:44:31 | Freitag, 18. Dezember 2009
schlämmerchen
:-[
niemand hat behauptet, dass es sich auf den Luther Artikel bezieht.
spars dir einfach, du bekommst nicht mehr informationen von mir.
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#164   Dr. Schlämmer   16:34:15 | Freitag, 18. Dezember 2009
So, und …
… was soll an dem sehr informativen Aufsatz über Martin Luther „volksverhetzend“ sein?
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#163   eiserne Jungfer †   16:32:06 | Freitag, 18. Dezember 2009
schlämmerchen
würde ich volksverhetzende beiträge schreiben würde das auch mich zu treffen.
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#162   Dr. Schlämmer   16:26:34 | Freitag, 18. Dezember 2009
@Eiserne Jungfer
Ach, ist mir noch nicht aufgefallen. Trifft das etwa auch auf mich zu? Und verstoßen Sie dann nicht auch gegen die „Gesetze“, wenn Sie hier posten?
Offenbar haben Sie eine Selbsteinschätzung, die gerne nur den Balken im Augen seines Nächsten sieht, auch da, wo es gar nichts zu sehen gibt.
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#160   Dr. Schlämmer   16:14:17 | Freitag, 18. Dezember 2009
@Eifelplatz
Sie kleinkarierter Sozialist. Das hätten Sie wohl gerne, eine Gesinnungsprüfung vor Verleihung der Missio Canonica dahingend, ob die Gesinnug auch ja genügend mainstreamförmig ist und der linksliberalen, atheistischen Vorstellungswelt entspricht, ob nun spießbürgerlich verbrämt oder sozialistisch angehaucht.
Genauso, wie es den Medien gefällt, und wie es ihr gutes Recht darstellt, die Päpste und ihr „Treiben“ kritisch zu hinterfragen, tut es auch dem Luther gut, wenn er hin und wieder mal „geerdet“ wird.
Es ist im Übrigen nicht bekannt, dass er für sich einen Heiligenschein beansprucht hat.
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#159   Jubärens   16:01:21 | Freitag, 18. Dezember 2009
Im Irrenhaus
Joberens schreibt: Alle Verteufelungsversuche können nichts daran ändern, dass Luther sicherlich näher an der Seite Gottes sein dürfte und eher heilig ist als so mancher amtskirchlich heilig gesprochene.
Jubärens: Jetzt wissen wir, warum Joberens so massiv gegen die Heiligsprechungsprozesse der katholischen Kirche agitiert – weil er selbst die Instanz sein will, die heiligspricht.
Biomilch: Klaro hat Joberens recht, dass Luther heilig ist, denn der Wittenberger hat dazu aufgerufen, dass die Juden und ihre Bücher verbrannt werden.
Brandenburgis: ZUmindest konte Luther sehr gut Deustchim Gegenteil zum infantilen Schmierfinken Joberens
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#158   eiserne Jungfer †   15:41:28 | Freitag, 18. Dezember 2009
eifelplatz
die schulleitung wurde bereits informiert :-)
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#157   Das Kind   15:32:33 | Freitag, 18. Dezember 2009
Eifelplatz
Jetzt haben Sie sich aber als ganz armes Würstchen zu erkennen gegeben.
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#156   Goldengel   14:54:30 | Freitag, 18. Dezember 2009
Eifelplatz
Wer eine direkte Anfrage an den…
Wenn Sie einmal vor dem Tor der Ewigkeit stehen werden, dann können Sie Ihre Beschwerde an diverse Stellen weiterreichen … :-D
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#155   Eifelplatz †   14:47:24 | Freitag, 18. Dezember 2009
Hecker
Hubert Hecker ist regelmäßiger Autor von kreuz.net, auch heute ist wieder ein Exklusivbeitrag von ihm online gegangen. Hecker hat früher auch in anderen, kreuz-net nahe stehenden Medien publiziert (Kirchliche Umschau u.a.). So ist mit Sicherheit anzunehmen, dass es sich dabei um den Gymnasiallehrer Hubert Hecker handelt
vgl. www.fjls.de/511.0.html
Nun fragt sich: kann es sich das Bistum Limburg leisten, einen katholischen Religionslehrer mit der missio canonica ausgestattet zu beschäftigen, der auf einer antisemitischen Internetseite publiziert? Kann es sich der Staat leisten Leute als Beamte zu führen, die auf einer nachgewiesen verfassungsfeindlichen Seite ihre Traktätchen publizieren?
Wer eine direkte Anfrage an den Schulleiter des Gymnasiums stellen möchte, an dem Hecker arbeitet: schulleitung@fjls.de <schulleitung@fjls.de>
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#154   r.ruhrgebietler   14:10:00 | Freitag, 18. Dezember 2009
ist der luther nicht ganz tief
in der hölle drinne?
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#152   Domenico Tuttisanti   11:16:46 | Freitag, 18. Dezember 2009
Aber joberens,
wann antworten Sie endlich auf meine Frage vom 15. Dez.?
Sie legen doch so viel Wert auf Ihr Denkvermögern! Wenn dieses aber nicht in der Lage ist, fundamentale Widersprüche zu vermeiden, welches Vertrauen sollen wir dann noch in alle anderen Aussagen von Ihnen setzen?
Also: wie lösen den Widerspruch auf, dass Sie Föten einmal als „Menschenleben“ bezeichen, an denen man „schuldig“ werden kann, dann aber wieder als „Zellhaufen“, an denen man nicht schuldig werden kann?
Und noch etwas: Luther, über den Sie daherreden als würden Sie Ahnung von (evangelischer) Theologie haben, was nachgewiesenermassen nicht der Fall ist, hat sich NICHT als „Priester“ bezeichnet oder verstanden. (Er hat das Amtspriesertum abgelehnt! Die Lutheraner sprechen seitdem auch nur von einem Pastorenamt) Beschleicht Sie nicht selbst manchmal der Eindruck, dass Ihre intellektuellen Kapazitäten einfach nicht ausreichend sind für dieses Meinungsforum? Sie berufen sich immer auf Ihr Selber-Denken: aber beide Ansprüche erfüllen Sie nicht: Sie denken nicht selber, sondern reflexionsfrei plappern Sie nach, was modernistischer Mainstream ist und sie denken nicht sauber, denn sonst würden Sie sich nicht so oft in die Falle logischer Widersprüche tappen!
Joberens, fang endlich an, selber zu denken – aber wenn es nicht klappt, dann halt doch einfach die Klappe!
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#151   Brandenburgis   10:46:02 | Freitag, 18. Dezember 2009
ZUmindest konte Luther
sehr gut Deustch im Gegenteil zum infantilen Schmierfinken Joberens
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#150   joberens   10:40:32 | Freitag, 18. Dezember 2009
Martin Luther war ein großer Priester und Theologe in der Kirchengeschichte
Ihr Lieben, auch wenn Ihr Euch noch so viel Mühe gebt. Auf Unsinn gehe ich nicht ein.
Da überlassen wir doch besser dem mündigen, selbstdenkenden Leser sein persönliches Urteil.
Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik)
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#149   Elijahu †   00:39:23 | Freitag, 18. Dezember 2009
Protestanten wollen den Teufel heiligsprechen
Na dann soll Rom doch gleich noch die Juden in ihrer Gesamtheit heiligsprechen. Die gelten den Holoschmu-Bücklingen im Vatikan ja eh als auserkorene Herrenmenschen.
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#148   biomilch   23:08:32 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
@Jubärens
Für Joberens ist es bombensicher, dass „Luther sicherlich seinen Platz an der Seite Gottes haben dürfte und daß sicherlich eher als so mancher amtskirchlich heilig gesprochener.“
Klaro hat Joberens recht.
Er hat schließlich die Jesusmörder und Nachkommen richtig beurteilt.
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#147   Jubärens   18:24:09 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Joberens ist der ultimative Heiligsprecher
Jetzt wissen wir auch, warum der Joberens so massiv gegen die Heiligsprechungsprozesse der katholischen Kirche giftet:
Er will selbst die selbstdenkende Instanz sein, die heiligspricht oder in die Hölle schickt – so wie Luther das auf dem Bild von Cranach macht.
Für Joberens ist es bombensicher, dass „Luther sicherlich seinen Platz an der Seite Gottes haben dürfte und daß sicherlich eher als so mancher amtskirchlich heilig gesprochener.“
Und warum soll Luther von Seiten wir-sind-kirchlich heiliggesprochen werden?
Luther hat bekanntlich das Niederstechen, Würgen und Töten der Bauern eine gute und vorbildliche Tat genannt – das ist nun wirklich heiligmäßig.
Joberens trommelt dafür, dass ungeborene Kinder aus dem Mutterbauch gesaugt und mit Messern zerstückelt werden. Die entsprechenden Gesetze in Deutschland seien vorbildlich für andere Länder.
Die evangelische Kirche kann stolz darauf sein, solche Lutherfürsprecher wie Joberens zu haben.
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#144   Das Kind   13:19:52 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Jupp B.
Klar war Luther in gewissem Sinne ein Anlass, einen Sumpf trockenzulegen, wofür ja beim Trienter Konzil erste Schritte unternommen wurden, mit einem großen Erfolg. Vergleicht man etwa Visitationsprotokolle katholischer Pfarreien im westdeutschen Raum aus dem 16. Jahrhundert mit denen aus dem 17. Jahrhundert, so ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Mitte des 17. Jahrhunderts gab es nur noch geringe Vergehen im Vergleich zu dem Sodom und Gommorah des 16. Jahrhunderts. Insofern gebührt Luther indirekt Dank, wenngleich er natürlich nicht allein der Auslöser der Katholischen Reformation war. Andererseits aber hat mit ihm der Schlamassel für alle Protestanten erst angefangen … :-)
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#143   Brandenburgis   10:27:06 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Luther wollte sehr
wohl die KIrchenspaltung, wie ich gestern gezeigt habe und wie vielfach bewisen ist. Vorposter lügt ganz schlicht vor sich hin. Luthern kennt er überhaupt nicht.
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#142   joberens   10:24:59 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Martin Luther unbestreitbar ein großer Theologe
Sind wir doch einmal ganz ehrlich. Wie wäre unsere kath. Kirche wohl aus dem Sumpf, in dem sie sich zur Zeit Luthers befand herausgekommen, wenn es ihn da nicht gegeben hätte? Gerade wir Katholiken sollten Gott doch unendlich dankbar dafür sein, daß es Luther gegen hat, der sich da doch verständlicherweise ganz energisch in den Weg gestellt hat.
Die Schreier gegen ihn in diesem Forum dürften entweder die Geschichte nicht kennen oder aus purer Eifersüchtelei ihn zu verteufeln versuchen.
Doch alle Verteufelungsversuche können nichts daran ändern, dass er sicherlich seinen Platz an der Seite Gottes haben dürfte und daß sicherlich eher als so mancher amtskirchlich heilig gesprochener.
Martin Luther wollte nie eine Kirchenspaltung zu der es dann jedoch gekommen ist, weil die Anhänger Luthers sich rein an Jesus und dem Evangelium zu orientieren versuchten, ein Grundsatz dem die evangel. Kirchen bis heute treu geblieben sind, währen die Katholiken sich doch in mancher Hinsicht, vielleicht zu selbstherrlich zu weit davon entfernt haben, worauf ihre Hauptprobleme auch heute noch großenteils zurückzuführen sind.
So sollte man, korrekter Weise, in Martin Luther einen großen Theologen sehen, der sicherlich seinen Platz bei Gott haben dürfte und mit einer Verteufelung dieses großen Mannes, wenn man halbwegs glaubhaft und ernst genommen werden will, besser vorsichtig und zurückhaltender sein.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#141   Mighty Counsellor   01:37:27 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Wie Sie bereits sagten, werter Paulaner,
der Unterschied zwischen Kleriken und Laien wird verwischt. Ebenfalls eindrücklich angesichts der sogenannten „Pastoralassistentinnen“, die sich in der himmlischen Liturgie mit einem grünen Dreieck kleiden und in ihrer Predigt über das schätzenswerte Forum „kreuz.net“ schimpfen. Ein schwuler Kollege von mir nannte dieses Dreieck spöttisch „Schamdreieck“.
*lach*
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#140   Paulaner †   01:33:21 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
besonders hervorheben möchte ich in diesem Zusammenhang, daß diese Gender-Empfindlichkeit der
Orthodoxen nicht im Gegensatz dazu steht, daß die Priester dort verheiratet sind.
Mighty Counsellor: Frau Kässmann wird zu Recht
Bei uns werden hingegen diese beiden Umstände in einem Atemzug genannt, wenn es um Lockerungsforderungen und Beispiele aus dem Osten geht.
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#139   Mighty Counsellor   01:25:55 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Frau Kässmann wird zu Recht
nur als Doctrix angesprochen, da der Patriarch von Moskau und der ganzen Rus’ es nicht akzeptiert, dass eine geschiedene Frau und Vorsteherin der „Schwester“-„Kirche“ Deutschland eine „Bischöfin“ sein soll.
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#138   Hans im Glück   22:54:06 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Danke lieber Romulus
Nun freut euch lieben Christen g’mein (EKG 341)
Ein Danklied für die höchsten Wohltaten, so uns Gott in Christo erzeigt hat
1. Nun freut euch, lieben Christen gmein,
Und laßt uns fröhlich springen,
Daß wir getrost und all in ein
Mit Lust und Liebe singen,
Was Gott an uns gewendet hat
Und seine süße Wundertat
Gar teur hat ers erworben.
2. Dem Teufel ich gefangen lag,
Im Tod war ich verloren,
Mein Sünd mich quälet Nacht und Tag,
Darin ich war geboren;
Ich fiel auch immer tiefer drein,
Es war kein Guts am Leben mein,
Die Sünd hat mich besessen.
3. Mein gute Werk, die golten nicht,
Es war mit ihn verdorben,
Der frei Will hasset Gotts Gericht,
er war zum Gut erstorben.
Die Angst mich zu verzweifeln treib,
Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,
Zur Höllen mußt ich sinken.
4. Da jammert Gott in Ewigkeit
Mein Elend übermaßen,
Er dacht an sein Barmherzigkeit,
Er wollt mir helfen lassen.
Er wandt zu mir das Vaterherz,
Es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
Er ließ sein Bestes kosten.
5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
Die Zeit ist hie zurbarmen,
Fahr hin, meins Herzens werte Kron,
Und sei das Heil der Armen
Und hilf ihm aus der Sünden Not,
Erwürg für ihn den bittern Tod
Und laß ihn mit dir leben.
6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,
Er kam zu mir auf Erden
Von einer Jungfrau rein und zart,
Er sollt mein Bruder werden.
Gar heimlich führt er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt,
Den Teufel wollt er fangen.
7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich,
Es soll dir jetzt gelingen;
I…
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#137   Romulus   22:53:12 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Lehmann
Der eigentliche Skandal ist nicht Luther, sondern der Nachfolger Kardinal Albrechts von Brandenburg Kardinal Karl Lehmann. Bin mal gespannt, wann die Katholische Kirche die Protestanten in Sachen Anbiederung an die Welt überholt. Lange kann es ja nicht mehr dauern. Das Zerstörungswerk Lehmanns ist mindestens genauso groß wie das Luthers.
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#136   Hans im Glück   22:46:26 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Veni creator spiritus
Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist (EKG 126)
Der Hymnus „Veni creator spiritus“
1. Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist,
Besuch das Herz der Menschen dein.
Mit Gnaden sie füll, wie du weißt,
Daß dein Geschöpf vorhin sein.
2. Denn du bist der Tröster genannt,
Des allerhöchsten Gabe teur,
Ein geistlich Salb an uns gewandt,
Ein lebend Brunn, Lieb und Feur.
3. Zünd uns ein Licht an im Verstand,
Gib uns ins Herz der Liebe Brunst,
Das schwach Fleisch in uns, dir bekannt,
Erhalt fest dein Kraft und Gunst.
4. Du bist mit Gaben siebenfalt
Der Finger an Gottes rechter Hand,
Des Vaters Wort gibst du gar bald
Mit Zungen in alle Land.
5. Des Feindes List treib von uns fern,
Den Fried schaff bei uns deine Gnad,
Daß wir deim Leiten folgen gern
Und meiden der Seelen Schad.
6. Lehr uns den Vater kennen wohl,
Dazu Jesu Christ, seinen Sohn,
Daß wir des Glaubens werden voll,
Dich, beider Geist, zu verstehen.
7. Gott Vater sei Lob und dem Sohn,
Der von den Toten auferstund,
Dem Tröster sei dasselb geton
In Ewigkeit alle Stund.
Wittenbergsches Sangbüchlein, 1524
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#135   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:45:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Endlich mal ein
lesenswerter Tröt! Noch eins zum Schluss:
Der 14. Psalm: „Dixit insipiens in corde“ Auf dem Ton „Salvum me fac“
1. Es spricht der Unweisen Mund wohl:
Den rechten Gott wir meinen;
Doch ist ihr Herz Unglaubens voll,
Mit Tat sie ihn verneinen.
Ihr Wesen ist verderbet zwar,
Vor Gott ist es ein Greuel gar;
Es tut ihr keiner kein Gut.
2. Gott selbst vom Himmel sah herab
Auf aller Menschen Kinden,
Zu schauen sie er sich begab,
Ob er jemand würd finden,
Der sein Verstand gerichtet hatt,
Mit Ernst nach Gottes Worten Tat
Und fragt nach seinem Willen.
3. Da war niemand auf rechter Bahn,
Sie warn all ausschritten,
Ein jeder ging nach seinem Wahn
Und hielt verlorne Sitten.
Es tät ihr keiner doch kein Gut,
Wiewohl gar viel betrog der Mut,
Ihr Tun müßt Gott gefallen.
4. Wie lang wollen unwissend sein,
Die solche Müh aufladen
Und fressen dafür das Volk mein
Und nährn sich mit seim Schaden?
Es sieht ihr Trauen nicht auf Gott,
Sie rufen ihm nicht in der Not,
Sie wolln sich selbst versorgen.
5. Darum ist ihr Herze nimmer still
Und steht allzeit in Forchten;
Gott bei den Frommen bleiben will,
Dem sie mit Glauben horchen,
Ihr aber schmäht des Armen Rat
Und höhnet alles, was er sagt,
Daß Gott sein Trost ist worden.
6. Wer soll Israel, dem armen,
Zu Zions Heil erlangen?
Gott wird sich seins Volks erbarmen
Und lösen, die gefangen.
Das wird er tun durch seinen Sohn,
Davon wird Jakob Wonne han
Und Israel sich freuen.
Nürnberger Achtliederbuch, 1524
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#134   Hans im Glück   22:42:07 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Noch ein Sanctus
Jesaja, dem Propheten das geschah
Das deutsch „Sanctus“
Jesaja, dem Propheten, das geschah,
Daß er im Geist den Herren sitzen sah
Auf einem hohen Thron in hellen Glanz,
Seines Kleides Saum den Chor füllet ganz.
Es stunden zween Seraph bei ihm daran,
Sechs Flügel sah er einen jeden han,
Mit zween verbargen sie ihr Antlitz klar,
Und mit den andern zween sie flogen frei,
Gen ander rufen sie mit großem Gschrei:
Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth,
Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth,
Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth,
Sein Ehr die ganze Welt erfüllet hat,
Von dem Geschrei zittert Schwell und Balken gar,
Das Haus auch ganz voll Rauchs und Nebel war.
„Deutsche Messe und Ordnung des Gottesdienstes“,1526
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#133   Ben Sira †   22:41:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Also, morgen gern mehr Lieder.
Für heute ist’s genug. Danke und Gute Nacht!
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#132   Hans im Glück   22:40:32 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Es gibt schon noch ein paar Lieder. Musst Du schlafen gehen?
Herr Gott, dich loben wir (EKG 191)
„Te deum laudamus“, verdeutscht
1. Herr Gott, dich loben wir,
Herr Gott, wir danken dir,
Dich, Vater in Ewigkeit,
Ehrt die Welt weit und breit.
All Engel und Himmelsherr
Und was dienet deiner Ehr,
Auch Cherubim und Seraphim
Singen immer mit hoher Stimm:
Heilig ist unser Gott,
Heilig ist unser Gott,
Heilig ist unser Gott,
Der Herre Zebaoth.
2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit
Geht über Himmel und Erden weit.
Der heiligen zwölf Boten Zahl
Und die lieben Propheten all,
Die teuren Märtrer allzumal
Loben dich, Herr, mit großem Schall.
Die ganze werte Christenheit
Rühmt dich auf Erden allezeit;
Dich, Gott Vater, im höchsten Thron,
Deinen rechten und einigen Sohn,
Den heiligen Geist und Tröster wert
Mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt.
3. Du König der Ehren, Jesu Christ,
Gott Vaters ewiger Sohn du bist;
Der Jungfrau Leib nicht hast verschmecht,
Zurlösen das menschlich Geschlecht,
Du hast dem Tod zerstört sein Macht
Und all Christen zum Himmel bracht.
Du sitzt zur Rechten Gottes gleich
Mit aller Ehr ins Vaters Reich.
Ein Richter du zukünftig bist
Alles, das tot und lebend ist.
4. Nu hilf uns, Herr, den Dienern dein,
Die mit deim teurn Blut erlöset sein;
Laß uns im Himmel haben teil
Mit den Heiligen in ewigem Heil.
Hülf deinem Volk, Herr Jesu Christ,
Und segen, was dein Erbteil ist;
Wart und pfleg ihr zu aller Zeit
Und heb sie hoch in Ewigkeit.
5. Täglich, Herr Gott, wir loben dich
Und ehren dein Namen stetiglich.
Behüt uns heut, o treuer
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#131   Ben Sira †   22:39:47 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Ist das Sangbüchlein
– so faszinierned es sit – von 1524 noch lang?
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#130   Hans im Glück   22:38:31 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Ein Lobgesang von der heiligen Dreifaltigkeit
Gott der Vater wohn/steh uns bei (EKG 138)
(Melodie: vorreformatorisch, 1522, Text: Martin Luther, 1524)
Ein Lobgesang von der heiligen Dreifaltigkeit
1. Gott der Vater wohn uns bei
Und laß uns nicht verderben,
Mach uns aller Sünden frei
Und helf uns selig sterben.
Vor dem Teufel uns bewahr,
Halt uns bei festem Glauben
Und auf dich laß uns bauen,
Aus Herzensgrund vertrauen,
Dir uns lassen ganz und gar,
Mit allen rechten Christen
Entfliehen Teufels Listen,
Mit Waffen Gottes uns fristen.
Amen, Amen, das sei wahr,
So singen wir Alleluja.
2. Jesus Christus wohn uns bei
Und laß uns …
3. Heilig Geist, der wohn uns bei
Und laß uns…
Wittenbergisches Sangbüchlein, 1524
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#129   Ben Sira †   22:37:57 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Auch im EG
Nr. 280 – . Die Red. schläft und schlummert.
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#128   Hans im Glück   22:35:01 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Psalmus 67: „Deuts misereatur nostri“
Es wollt uns Gott genädig sein (EKG 280)
Melodie: Ludwig Senfl, 1522
Der Psalmus 67: „Deuts misereatur nostri“
1. Es wollt uns Gott genädig sein
Und seinen Segen geben,
Sein Antlitz uns mit hellem Schein
Erleucht zum ewgen Leben.
Daß wir erkennen seine Werk
Und was ihm lieb auf Erden,
Und Jesus Christus Heil und Stärk
Bekannt den Heiden werden
Und sie zu Gott bekehren.
2. So danken Gott und loben dich
Die heiden überalle,
Und alle Welt, die freue sich
Und sing mit großem Schalle,
Daß du auf Erden Richter bist
Und läßt die SÜnd nicht walten,
Dein Wort die Hut und Weide ist,
Die alles Volk erhalten,
In rechter Bahn zu wallen.
3. Es danke Gott und lobe dich
Das Volk in guten Taten,
Das Land bringt Frucht und bessert sich,
Dein Wort ist wohl geraten.
Uns segen Vater und der Sohn
Und segen Gott der heilig Geist,
Dem alle Welt die Ehre tun,
Vom ihm sich fürchte allermeist.
Nu sprecht von Herzen Amen.
Melodie: Ludwig Senfl, 1522
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#127   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:34:49 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Dann verschönern wir mal weiter.
Der Hymnus „Hostis Herodes“
Im Ton „A solis ortus“
1. Was fürchst du, Feind Herodes, sehr,
Daß uns geborn kommt Christ, der Herr?
Er sucht kein sterblich Königreich,
Der zu uns bringt sein Himmelreich.
2. Dem Stern die Weisen folgen nach,
Solch Licht zum rechten Licht sie bracht.
Sie zeigen mit den Gaben drei,
Dies Kind Gott, Mensch und König sei.
3. Die Tauf im Jordan an sich nahm
Das himmelische Gotteslamm,
Dadurch, der nie kein Sünde tat,
Von Sünden uns gewaschen hat.
4. Ein Wunderwerk da neu geschah:
Sechs steinern Krüge man da sah
Voll Wassers, das verlor sein Art,
Roter Wein durch sein Wort draus ward.
5. Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt,
Christ, geborn von der reinen Magd,
Mit Vater und den heilgen Geist,
Von nu an bis in Ewigkeit.
Klugsches Gesanbuch, 1543
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#126   Ben Sira †   22:34:16 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Noch mehr Luther-Texte
und +.net wird schön! :-)
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#125   Hans im Glück   22:33:18 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Psalmen nach Luther immer wieder schön
Es spricht der Unweisen Mund
Der 14. Psalm: „Dixit insipiens in corde“ Auf dem Ton „Salvum me fac“
1. Es spricht der Unweisen Mund wohl:
Den rechten Gott wir meinen;
Doch ist ihr Herz Unglaubens voll,
Mit Tat sie ihn verneinen.
Ihr Wesen ist verderbet zwar,
Vor Gott ist es ein Greuel gar;
Es tut ihr keiner kein Gut.
2. Gott selbst vom Himmel sah herab
Auf aller Menschen Kinden,
Zu schauen sie er sich begab,
Ob er jemand würd finden,
Der sein Verstand gerichtet hatt,
Mit Ernst nach Gottes Worten Tat
Und fragt nach seinem Willen.
3. Da war niemand auf rechter Bahn,
Sie warn all ausschritten,
Ein jeder ging nach seinem Wahn
Und hielt verlorne Sitten.
Es tät ihr keiner doch kein Gut,
Wiewohl gar viel betrog der Mut,
Ihr Tun müßt Gott gefallen.
4. Wie lang wollen unwissend sein,
Die solche Müh aufladen
Und fressen dafür das Volk mein
Und nährn sich mit seim Schaden?
Es sieht ihr Trauen nicht auf Gott,
Sie rufen ihm nicht in der Not,
Sie wolln sich selbst versorgen.
5. Darum ist ihr Herze nimmer still
Und steht allzeit in Forchten;
Gott bei den Frommen bleiben will,
Dem sie mit Glauben horchen,
Ihr aber schmäht des Armen Rat
Und höhnet alles, was er sagt,
Daß Gott sein Trost ist worden.
6. Wer soll Israel, dem armen,
Zu Zions Heil erlangen?
Gott wird sich seins Volks erbarmen
Und lösen, die gefangen.
Das wird er tun durch seinen Sohn,
Davon wird Jakob Wonne han
Und Israel sich freuen.
Nürnberger Achtliederbuch, 1524
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#124   Ben Sira †   22:32:22 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Auch im EG
Nr. 215 aufgenommen.
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#123   Hans im Glück   22:30:31 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und hier ein Abendmahlslied
Luthers Abendmahlslied
Das Lied S. Johannis Hus’ gebessert
1. Jesus Christus, unser Heiland,
Der von uns den Gottes Zorn wandt,
Durch das bitter Leiden sein,
Half er uns aus der Höllen Pein.
2. Daß wir nimmer des vergessen,
Gab er uns sein Leib zu essen,
Verborgen im Brot so klein,
Und zu trinken sein Blut im Wein.
3. Wer sich will zu dem Tische machen,
Der hab wohl acht auf sein Sachen;
Wer unwürdig hiezu geht,
Für das Leben den Tod empfäht.
4. Du sollst Gott den Vater preisen,
Daß er dich so wohl wollt speisen,
Und für deine Missetat
In den Tod sein Sohn geben hat.
5. Du sollst glauben und nicht wanken,
Daß ein Speise sei den Kranken,
Den ihr Herz von Sünden schwer,
Und vor Angst betrübet, sehr.
6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit
Sucht ein Herz in großer Arbeit;
Ist dir wohl, so bleib davon,
Daß du nicht kriegest bösen Lohn.
7. Er spricht selber:Kommt, ihr Armen,
Laßt mich über euch erbarmen;
Kein Arzt ist dem Starken not,
Sein Kunst wird an ihm gar ein Spott.
8. Hättst dir war kunnt erwerben,
Was durft denn ich für dich sterben?
Dieser Tisch auch dir nicht gilt,
So du selber dir helfen willst.
9. Glaubst du das von Herzensgrunde
Und bekennest mit dem Mund,
So bist du recht wohl geschickt
Und die Speise dein Seel erquickt.
10.Die Frucht soll auch nicht ausbleiben:
Deinen Nächsten sollst du lieben,
Daß er dein genießen kann,
Wie dein Gott an dir getan.
Erfurter Enchiridien, 1524
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#122   Ben Sira †   22:29:33 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Da sieht man mal wieder
die wahre Katholizität Luthers!
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#121   Hans im Glück   22:28:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Martin Luther hat auch ein Lied von Ambrosius von Mailand übersetzt
Nun komm, der Heiden Heiland (EKG 4)
(Text: Übersetzung Martin Luthers, 1524 nach dem Hymnus Veni redemptor gentium des Ambrosius von Mailand 386, Melodie: Martin Luther, 1524 nach einer Melodie aus Einsiedeln, 12. Jh)
Der Hymnus „Veni redemptor gentium“
1. Nun komm, der Heiden Heiland,
Der Jungfrauen Kind erkannt,
Daß sich wunder alle Welt,
Gott solch Geburt ihm bestellt.
2. Nicht von Manns Blut noch von Fleisch,
Allein von dem heiligen Geist
Ist Gotts Wort worden ein Mensch
Und blühet ein Frucht Weibsfleisch.
3. Der Jungfrau Leib schwanger ward,
Doch blieb Keuschheit rein bewahrt,
Leucht hervor manch Tugend schon,
Gott da war in seinem Thron.
4. Er ging aus der Kammer sein,
Dem königlichen Saal so rein,
Gott von Art und Mensch ein Held,
Sein Weg er zu laufen eilt.
5. Sein Lauf kam vom Vater her
Und kehrt wieder zum Vater,
Fuhr hinunter zu der Höll
Und wieder zu Gottes Stuhl.
6. Der du bist dem Vater gleich,
Führ hinaus den Sieg im Fleisch,
Daß dein ewig Gottsgewalt
In uns das krank Fleisch erhalt.
7. Dein Krippen glänzt hell und klar,
Die Nacht gibt ein neu Licht dar,
Dunkel muß nicht kommen drein,
Der Glaub bleibt immer im Schein.
8. Lob sei Gott dem Vater ton,
Lob sei Gott seinm einigen Sohn,
Lob sei Gott dem heiligen Geist
Immer und in Ewigkeit.
Erfurter Enchiridien, 1524
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#120   Ben Sira †   22:27:47 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Fast wäre der Schimmel abgestürzt…
Bald ist das 500-jährige Jubiläum!
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#119   Hans im Glück   22:26:08 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und jetzt noch der Rest des Martyererliedes
11.Der Schimmel sie nun gereuet hat,
Sie wolltens gern schön machen.
Sie dürfen nicht rühmen sich der Tat,
Sie bergen fast die Sachen.
Die Schand im Herzen beißet sie
Und klagens ihrn Genossen,
Doch kann der Geist nicht schweigen hie:
Des Abels Blut vergossen,
Es muß den Kain melden.
12.Die Aschen will nicht lassen ab,
Sie stäubt in allen Landen.
Hie hilft kein Bach, Loch, Grub noch Grab,
Sie macht den Feind zuschanden.
Die er im Leben durch den Mord
Zu schweigen hat gedrungen,
Die muß er tot an allem Ort
Mit aller Stimm und Zungen
Gar fröhlich lassen singen.
Wittenberger Gesangbuch, 1524
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#118   Ben Sira †   22:25:22 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
gotteshymnen
von Fundis kenne ich nicht.
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#117   Hans im Glück   22:24:03 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
es gab ja auch katholische Martyrer
6. Da schickt Gott durch sein Gnad also,
Daß sie recht Priester werden,
Sie selbst ihm mußten opfern do
Und gehn im Christusorden,
Der Welt ganz abgestorben sein,
Die Heuchelei ablegen,
Zum Himmel kommen frei und rein,
Die Möncherei aussegen
Und Menschentand hie lassen.
7. Man schrieb ihn vor ein Brieflein klein,
Das hieß man sie selbst lesen.
Die Stück sie zeichten alle drein,
Was ihr Glaub war gewesen.
Der höchste Irrtum dieser war:
Man muß allein Gott glauben,
Der Mensch leugt und treugt immerdar,
Dem soll man nichts vertrauen.
Des mußten sie verbrennen.
8. Zwei große Feur sie zundten an,
Die Knaben sie her brachten.
Es nahm groß Wunder jedermann,
Daß sie solch Pein verachten.
Mit Freuden sie sich gaben drein,
Mit Gottes Lob und Singen.
Der Mut war den Sophisten klein
Vor diesen neuen Dingen,
Da sich Gott ließ so merken.
9. Noch lassen sie ihr Lügen nicht,
Den großen Mord zu schmücken.
Sie geben vor ein falsch Gedicht,
Ihr Gwissen tut sie drücken.
Die Heilgen Gotts auch nach dem Tod
Von ihn gelästert werden,
Sie sagen: In der letzten Not
Die Knaben noch auf Erben
Sie sollen han umkehret.
10.Die laß man lügen immerhin,
Sie habens kleinen Frommen.
Wir sollen danken Gott darin,
Sein Wort ist wiederkommen.
Der Sommer ist hart vor der Tür,
Der Winter ist vergangen,
Die zarten Blümlein gehn herfür;
Der das hat angefangen,
Der wird es wohl vollenden.
11.Der Schimmel sie nun gereuet hat,
Sie wolltens gern schön machen.
Sie dürfen nicht rühmen sich der Tat,
Sie bergen fast di…
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#116   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:23:46 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
1. Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,
So soll Israel sagen,
Wär Gott nicht mit uns diese Zeit,
Wir hätten mußt verzagen,
Die so ein armes Häuflein sind,
Veracht von so viel Menschenkind,
Die an uns setzen alle.
2. Auf uns ist so zornig ihrn Sinn,
Wo Gott hätt das zugeben,
Verschlungen hätten sie uns hin
Mit ganzem Leib und Leben,
Wir wärn als die ein FLut ersäuft
Und über die groß Wasser läuft
Und mit Gewalt verschwemmet.
3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab,
Daß ihr Schlund uns möcht fangen.
Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,
Ist unser Seel entgangen,
Strick ist entzwei und wir sind frei,
Des Herren Namen steht uns bei,
Des Gotts Himmels und Erden.
Wittenbergsches Sangbüchlein, 1524
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#115   Ben Sira †   22:23:08 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Im Himmel? Auch für Mörder hoffen wir!
Gott schickt …
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#114   Hans im Glück   22:21:26 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und ob die Mörder der evangelischen Martyerer wohl im Himmel sind?
Ein neues Lied
Ein neu Lied von den zweyen Marterern Christi, zu Brüssel von den Sophisten zu Löwen verbrannt.
1. Ein neues Lied wir heben an,
Des wallt Gott, unser Herre,
Zu singen, was Gott hat getan
Zu seinem Lob und Ehre.
Zu Brüssel in dem Niederland
Wohl durch zween junge Knaben
Hat er sein Wundermacht bekannt,
Die er mit seinen Gaben
So reichlich hat gezieret.
2. Der Erst recht wohl Johannes heißt
So reich an Gottes Hulden,
Sei Bruder Heinrich nach dem Geist,
Ein rechter Christ ohn Schulden.
Von dieser Welt geschieden sind,
Sie han die Kron erworben,
Recht wie die frummen Gotteskind
Für sein Wort sind gestorben,
Sein Marter sind sie worden.
3. Der alte Feind sie fangen ließ,
Erschreckt sie lang mit Dräuen,
Das Wort Gotts er sie leugne hieß,
Mit List auch wollt sie täuben.
Von Löwen der Sophisten viel,
Mit ihrer Kunst verloren,
Versammlet er zu diesem Spiel.
Der Geist macht sie zu Toren,
Sie kunnten nichts gewinnen.
4. Sie sungen süß, sie sungen saur,
Versuchten manche Listen,
Die Knaben standen wie ein Maur,
Verachten die Sophisten.
Den alten Feind das sehr verdroß,
Daß er war überwunden
Von solchen Jungen, er so groß;
Er ward voll Zorn von Stunden,
Gedacht sie zu verbrennen.
5. Sie raubten ihn das Klosterkleid,
Die Weib sie ihn auch nahmen.
Die Knaben waren des bereit,
Sie sprachen fröhlich Amen.
Sie dankten ihrem Vater Gott,
Daß sie los sollten werden
Des Teufels Larvenspiel und Spott,
Darin durch falsche Bärden
Die Welt er gar betreuget.
6. Da schickt Gott du…
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#113   Ben Sira †   22:20:13 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
einfach schön!
Dekalog – zum Merken!
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#112   Hans im Glück   22:19:05 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Weib und haus
10.Du sollst deines Nächsten Weib und Haus
Begehren nicht noch etwas draus,
Du sollst ihm wünschen alles Gut,
Wie dir dein Herz selber tut.
Kyrioleis.
Erfurter Enchiridion, 1524
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#111   Ben Sira †   22:18:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
du sollst
deinen nächsten …
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#110   Hans im Glück   22:17:32 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Und hier nochmal 10 als Langfassung
Dies sind die heilgen zehn Gebote (EKG 231)
(Erfurter Enchiridion, 1524)
Die zehen Gebot Gottes lang.
Melodie: „In Gottes Namen fahren wir“
1. Dies sind die heilgen zehn Gebot,
Die uns gab unser Herre Gott
Durch Mosen, seinen Diener treu,
Hoch auf dem Berg Sinai.
Kyrioleis.
2. Ich bin allein dein Gott, der Herr,
Kein Götter sollst du haben mehr,
Du sollst mir ganz vertrauen dich,
Von Herzengrund lieben mich.
Kyrioleis.
3. Du sollst nicht führen zu Unehren
Den Namen Gottes, deines Herrn,
Du sollst nicht preisen recht noch gut,
Ohn was Gott selbst redt und tut.
Kyrioleis.
4. Du sollst heilgen den siebent Tag,
Daß du und dein Haus ruhen mag,
Du sollst von deim Tun lassen ab,
Daß Gott sein Werk in dir hab.
Kyrioleis.
5. Du sollst ehren und gehorsam sein
Dem Vater und der Mutter dein,
Und wo dein Hand ihn dienen kann,
So wirst du langes Leben han.
Kyrioleis.
6. Du sollst nicht töten zorniglich,
Nicht hassen noch selbst rächen dich,
Geduld haben und sanften Mut
Und auch dem Feind tun das Gut.
Kyrioleis.
7. Dein Eh sollst du bewahren rein,
Daß auch dein Herz kein ander mein,
Und halten keusch das Leben dein
Mit Zucht und Mäßigkeit fein.
Kyrioleis.
8. Du sollst nicht stehlen Geld noch Gut,
Nicht wuchern jemands Schweiß noch Blut,
Du sollst auftun dein milde Hand
Den Armen in deinem Land.
Kyrioleis.
9. Du sollst kein falscher Zeuge sein,
Nicht lügen auf den Nächsten dein,
Sein Unschuld sollst auch retten du
Und seine Schand decken zu.
Kyrioleis.
10.Du sollst deines Nächsten…
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#109   Ben Sira †   22:17:06 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
so schöne lieder –
wer weiß wie viele von Käthe inspiriert sind!
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#108   Hans im Glück   22:15:48 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Das Lied über die 10 Gebote ganz besonders kreuz.net gewidmet
Die zehn Gebote kurz
1. Mensch, willst du leben seliglich
Und bei Gott bleiben ewiglich,
Sollst du halten die zehn Gebot,
Die uns gebeut unser Gott.
Kyrioleis.
2. Dein Gott allein und Herr bin ich,
Kein ander Gott soll irren dich,
Trauen soll mir das Herze dein,
Mein eigen Reich sollst du sein.
Kyrioleis.
3. Du sollst mein Namen ehren schon
Und in der Not mich rufen an,
Du sollst heilgen den Sabbattag,
Daß ich in dir wirken mag.
Kyrioleis.
4. Dem Vater und der Mutter dein
Sollst du nach mir gehorsam sein,
Niemand töten noch zornig sein
Und deine Ehe halten rein.
Kyrioleis.
5. Du sollst eim andern stehlen nicht,
Auf niemand Falsches zeugen icht,
Deines Nächsten Weib nicht begehrn
Und all seins Guts gern entbehrn.
Kyrioleis.
Johann Waltherschens Gesangbüchlein, 1524
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#107   Ben Sira †   22:15:04 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
weihnachten,
pfingsten, ostern! Begnadet! von den Musen geküsst: doctor martinus !
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#106   Hans im Glück   22:14:00 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Osterlieder hat er auch gemacht
Der den Tod überwand
Ein Lobgesang auf das Osterfest
1. Jesus Christus, unser Heiland,
Der den Tod überwand,
Ist auferstanden,
Die Sünd hat er gefangen.
Kyrieleison.
2. Der ohn Sünd war geborn,
Trug für uns Gottes Zorn,
Hat uns versöhnet,
Daß uns Gott sein Huld gönnet.
Kyrieleison.
3. Tod, Sünd, Leben und auch Gnad,
Alles in Händen er hat,
Er kann erretten
Alle, die zu ihm treten.
Kyrieleison.
Erfurter Enchiridien, 1524
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#105   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:13:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Fortsetzung
7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich,
Es soll dir jetzt gelingen;
Ich geb mich selber ganz für dich,
Da will ich für dich ringen;
Denn ich bin dein und du bist mein,
Und wo ich bleib, da sollst du sein,
Uns soll der Feind nicht scheiden.
8. Vergießen wird er mir mein Blut,
Dazu mein Leben rauben,
Das leid ich alles dir zu gut,
Das halt mit festem Glauben,
Den Tod verschlingt das Leben mein,
Mein Unschuld trägt die Sünde dein,
Da bist Du selig worden.
9. Gen Himmel zu dem Vater mein
Fahr ich von diesem Leben,
Da will ich sein der Meister dein,
Den Geist will ich dir geben,
Der dich in Trübnis trösten soll
Und lernen mich erkennen wohl
Und in der Wahrheit leiten.
10.Was ich getan hab und gelehrt,
Das sollst du tun und lehren,
Damit das Reich Gottes werd gemehrt
Zu Lob und seinen Ehren.
Und hüt dich vor der Menschen Satz,
Davon verdirbt der edle Schatz,
Das laß ich dir zu Letze.
Einzeldruck, 1523
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#104   Ben Sira †   22:13:14 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
luther ist
himmel – und fachsimpelt mit Friedr. Spee über geistl. Lieder!
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#103   Hans im Glück   22:12:13 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Das ist wahr
Christum wir sollen loben schon
Der Hymnus „A solis ortus“
1. Christum wir sollen loben schon,
Der reinen Magd Marien Sohn,
So weit die liebe Sonne leucht
Und aller Welt Ende reicht.
2. Der selig Schöpfer aller Ding
Zog an eins Knechtes Leib gering,
Daß er das Fleisch durch Fleisch erwürb
Und sein Geschöpf nicht alls verdürb.
3. Die göttlich Gnad vom Himmel groß
Sich in die keusche Mutter goß,
Ein Maidlin trug ein heimlich Pfand,
Daß der Natur war unbekannt.
4. Das züchtig Haus des Herzens zart
Gar bald ein Tempel Gottes ward.
Die kein Mann rühret noch erkannt,
Von Gottes Wort man sie schwanger fand.
5. Die edle Mutter hat geborn,
Den Gabriel verhieß zuvorn,
Den Sankt Johannes mit Springen zeigt,
Da er noch lag in Mutters Leib.
6. Er lag in Heu mit Armut groß,
Die Krippen hart ihn nicht verdroß,
Es ward ein kleine Milch sein Speis,
Der nie kein Vöglin hungern ließ.
7. Des Himmels Chör sich freuen drob
Und die Engel singen Gott Lob;
Den armen Hirten wird vermeldt
Der Hirt uns Schöpfer aller Welt.
8. Lob, Ehr und Dank sei dir gesagt,
Christ, geborn von der reinen Magd,
Mit Vater und dem heilgen Geist,
Von nun an bis in Ewigkeit.
Erfurter Enchiridien, 1524
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#102   Ben Sira †   22:11:33 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
M. Luther –
nicht nur ein großer Theologe, sondern auch ein großer Dichter!
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#101   Hans im Glück   22:11:27 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Kann so jemand ein teufelskerl sein?
Christ, unser Herr, zum Jordan kam
Ein geistlich Lied von unsre heiligen Taufe, darin fein kurz gefasset:
Was sie sei? Wer sie gestiftet habe? Was sie uns nützt? usw.
1. Christ, unser Herr, zum Jordan kam
Nach seines Vaters Willen,
Von Sankt Johannes die Taufe nahm,
Sein Werk und Amt zurfüllen.
Da wollt er stiften uns ein Bad,
Zu waschen uns von Sünden,
Ersäufen uns den bittern Tod
Durch sein selbst Blut und Wunden.
Es galt ein neues Leben.
2. So hört und merket alle wohl,
Was Gott heißt selbst die Taufe,
Und was ein Christen glauben soll,
Zu meiden Ketzerhaufen.
Gott spricht und will, daß Wasser sei,
Doch nicht allein schlecht Wasser,
Sein heilges Wort ist auch dabei
Mit Geist ohn Maßen, reichen
Der ist allhie der Taufer.
3. Solchs hat er uns beweiset klar
Mit Bildern und mit Worten.
Des Vaters Stimm man offenbar
Daselbst am Jordan horte.
Er sprach: Das ist mein lieber Sohn,
An dem hab ich Gefallen,
Den will ich euch befohlen han,
Daß ihr ihn höret alle
Und folget seinen Lehren.
4. Auch Gottes Sohn hie selber steht
In seiner zarten Menschheit.
Der heilig Geist hernieder fährt,
In Taubenbild verkleidet.
Das wir nicht sollen zweifeln dran,
Wenn wir getaufet werden:
All drei Personen getaufet han,
Damit bei uns auf Erden
Zu wohnen sich ergeben.
5. Sein Jünger heißt der Herre Christ:
Geht hin, all Welt zu lehren,
Daß sie verlorn in Sünden ist,
Sich soll zur Buße kehren.
Wer glaubet und sich taufen läßt,
Soll dadurch selig werden,
Ein neugeborner Mensch er heißt,
Der nicht…
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#100   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:10:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
1. Nun freut euch, lieben Christen gmein,
Und laßt uns fröhlich springen,
Daß wir getrost und all in ein
Mit Lust und Liebe singen,
Was Gott an uns gewendet hat
Und seine süße Wundertat
Gar teur hat ers erworben.
2. Dem Teufel ich gefangen lag,
Im Tod war ich verloren,
Mein Sünd mich quälet Nacht und Tag,
Darin ich war geboren;
Ich fiel auch immer tiefer drein,
Es war kein Guts am Leben mein,
Die Sünd hat mich besessen.
3. Mein gute Werk, die golten nicht,
Es war mit ihn verdorben,
Der frei Will hasset Gotts Gericht,
er war zum Gut erstorben.
Die Angst mich zu verzweifeln treib,
Daß nichts denn Sterben bei mir bleib,
Zur Höllen mußt ich sinken.
4. Da jammert Gott in Ewigkeit
Mein Elend übermaßen,
Er dacht an sein Barmherzigkeit,
Er wollt mir helfen lassen.
Er wandt zu mir das Vaterherz,
Es war bei ihm fürwahr kein Scherz,
Er ließ sein Bestes kosten.
5. Er sprach zu seinem lieben Sohn:
Die Zeit ist hie zurbarmen,
Fahr hin, meins Herzens werte Kron,
Und sei das Heil der Armen
Und hilf ihm aus der Sünden Not,
Erwürg für ihn den bittern Tod
Und laß ihn mit dir leben.
6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,
Er kam zu mir auf Erden
Von einer Jungfrau rein und zart,
Er sollt mein Bruder werden.
Gar heimlich führt er sein Gewalt,
Er ging in meiner armen Gstalt,
Den Teufel wollt er fangen.
7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich,
Es soll dir jetzt gelingen;
Ich geb mich selber ganz für dich,
Da will ich für dich ringen;
Denn ich bin dein und du bist mein,
Und wo ich bleib, da sollst
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#99   Ben Sira †   22:10:31 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
o Gott, tiefe Not
hat Luther schon die Piusbrüder vorhergesehen?
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#98   Hans im Glück   22:09:16 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Aus tiefer Not ist auch von Martin Luther
Aus tiefer Not schrei ich zu dir (EKG 299)
Der 130. Psalm: „De profundis clamavi“
1. Aus tiefer Not schrei ich zu dir,
Herr Gott, erhör mein Rufen.
Dein gnädig Ohren kehr zu mir
Und meiner Bitt sie öffen.
Denn so du willst das sehen an,
Was Sünd und Unrecht ist getan,
Wer kann, Herr, vor dir bleiben?
2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gonst,
Die Sünden zu vergeben.
Es ist doch unser Tun umsonst
Auch in dem besten Leben.
Vor dir niemand sich rühmen kann,
Des muß dich fürchten jedermann
Und deiner Gnaden leben.
3. Darum auf Gott will hoffen ich
Auf mein Verdienst nicht bauen;
Auf ihn mein Herz soll lassen sich
Und seiner Güte trauen,
Die mir zusagt sein wertes Wort,
Das ist mein Trost und treuer Hort,
Des will ich allzeit harren.
4. Und ob es währt bis in die Nacht
Und wieder an den Morgen,
Doch soll mein Herz an Gottes Macht
Verzweifeln nicht noch sorgen.
So tu Israel rechter Art,
Der aus dem Geist erzeuget ward,
Und seines Gotts erharre.
5. Ob bei uns ist der SÜnden viel,
Bei Gott ist viel mehr Gnaden;
Sein Hand zu helfen hat kein Ziel
Wie groß auch sei der Schaden.
Er ist allein der gute Hirt,
Der Israel erlösen wird
Aus seinen Sünden allen.
Achtliederbuch, 1524
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#96   Ben Sira †   22:08:50 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
luthers frömmigkeit …
vielleicht ist dann ja auch frau käßmann ga keine gangster-braut …
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#95   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:08:30 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Sie ist mir lieb, die werte Magd
und kann ihr nicht vergessen,
Lob, Ehr und Zucht von ihr man sagt,
sie hat mein Herz besessen.
Ich bin ihr hold,
und wenn ich sollt
groß Unglück han,
da liegt nicht an;
sie will mich des ergetzen
mit ihrer Lieb und Treu an mir,
die sie zu mir will setzen
und tun all mein Begier.
Sie trägt von Gold so rein ein Kron,
da leuchten inn zwölf Sterne,
ihr Kleid ist wie die Sonne schon,
das glänzet hell und ferne;
und auf dem Mon
ihr Füße stohn;
sie ist die Braut,
dem Herrn vertraut.
Ihr ist weh und muss gebären
ein schönes Kind, den edlen Sohn
und aller Welt ein Herren,
dem sie ist unterton.
Das tut dem alten Drachen Zorn
und will das Kind verschlingen,
sein Toben ist doch ganz verlorn,
es kann ihm nicht gelingen.
Das Kind ist doch
gen Himmel hoch
genommen hin
und lässet ihn
auf Erden fast sehr wüten.
Die Mutter muss gar sein allein;
doch will sie Gott behüten
und der recht Vater sein.
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#94   Hans im Glück   22:06:59 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Eine feste Burg, Wahnsinn es gibt so viele fromme Lieder,
die passen gar nicht auf so eine Hetzseite
Ein feste Burg (EKG 362)
(Text und Melodie: Martin Luther, 1524)
Der 46. Psalm: „Deus noster refugium et virtus“
Notensatz Martin Schlu – MIDI-File – Encore-Datei 1. Mensch, willst du leben seliglich
1. Ein feste Burg ist unser Gott,
Ein gute Wehr und Waffen.
Er hilft uns frei aus aller Not,
Die uns jetzt hat betroffen.
Der alt böse Feind
Mit Ernst ers jetzt meint,
Groß Macht und viel List
Sein grausam Rüstung ist,
Auf Erd ist nicht seinesgleichen.
2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,
Wir sind gar bald verloren,
Es streit für uns der Rechte Mann,
Den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Es heißt Jesu Christ,
Der Herr Zebaoth,
Und ist kein ander Gott,
Das Feld muß er behalten.
3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
Und wollt uns gar verschlingen,
So fürchten wir uns nicht so sehr,
Es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
Wie saur er sich stellt,
Tut er uns doch nicht,
Das macht, er ist gericht,
Ein Wörtlein kann ihn fällen.
4. Das Wort sie sollen lassen stahn
Und keinen Dank dazu haben,
Er ist bei uns wohl auf dem Plan
Mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr, Kind und Weib,
Laß fahren dahin,
Sie habens kein Gewinn,
Das Reich muß uns doch bleiben.
(Klugsches Gesangbuch, 1529)
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#93   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:05:53 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Christ lag ynn todes banden /
fur vnser sund gegeben /
Der ist wider erstanden / vnd hat vns bracht das leben /
Des wyr sollen frolich seyn / Gott loben vnd danckbar seyn / vnd singen Alleluia.
Den tod niemand zwingen kund / bey allen menschen kinden /
Das macht alles vnser sund / keyn vnschuld war zu finden /
Dauon kam der tod so bald / vnd nam vber vns gewald / hielt vns ynn
seym reich gefangen.
Jhesus Christus Gottes son / an vnser stat ist komen /
Vnd hat die sund abgethon / damit dem tod genomen /
All seyn recht vnd seyn gewalt / da bleybt nichts denn tods gestalt /
Die stachel hat er verloren.
Es war eyn wunderlich krieg / da tod vnd leben rungen /
Das leben behielt den sieg / es hat den tod verschlungen /
Die schrifft hat verkundet das / wie eyn tod den andern fras /
Eyn spott aus dem tod ist worden.
Hie ist das recht Osterlamm / dauon Gott hat gepotten /
Das ist an des Creutzes stamm / ynn heysser lieb gebrotten /
Des blut zeichnet vnser thur / das hellt der glaub dem tod fur /
Der wurger kan vns nicht ruren.
So feyren wyr dis hoch fest / mit hertzen freud vnd wonne /
Das vns der Herr scheynen lest / er ist selber die sonne /
Der durch seyner gnaden glantz / erleucht vnser hertzen gantz /
Der sunden nacht ist vergangen.
Wyr essen vnd leben wol / ynn rechten Ostern fladen /
Der allte saurteyg nicht soll / seyn bey dem wort der gnaden /
Christus will die koste seyn / vnd speysen die seel alleyn /
Der glaub wil keyns andern leben.
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#92   Ben Sira †   22:05:12 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
weiter, weiter!
wömöglich war der böse Luther ja sogar fromm!
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#91   Hans im Glück   22:04:56 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Gott sei gelobet von Martin Luther
Gott sei gelobet und gebenedeit (EKG 214)
(Melodie: mixolydisch verm. Johann Walter 1524, Text: Martin Luther, 1524)
Ein Lobgesang von dem Leib und Blut Christi
1. Gott sei gelobet und gebenedeit,
Der uns selber hat gespeiset
Mit seinem Fleisch und mit seinem Blute,
Das gib uns, Herr Gott, zugute.
Kyrieleison.
2. Herr, durch deinen heiligen Leichnam,
Der von deiner Mutter Maria kam,
Und das heilige Blut
Hilf uns, Herr, aus aller Not.
Kyrieleison.
3. Der heilige Leichnam ist für uns gegeben
Zum Tod, daß wir dadurch leben.
Nicht größer Güte kunnt er uns geschenken,
Dabei wir sein solln gedenken.
Kyrieleison.
4. Herr, dein Lieb so groß dich zwungen hat,
Daß dein Blut an uns groß Wunder tat
Und bezahlt unser Schuld,
Daß uns Gott ist worden hold.
Kyrieleison.
5. Gott gebe uns allein seiner Gnaden Segen,
Daß wir gehn auf seinen Wegen
In rechter Lieb und brüderlicher Treue,
Daß uns die Speis nicht gereue.
Kyrieleison.
6. Herr, dein heilig Geist uns nimmer laß,
Der uns geb zu halten rechte Maß,
Daß dein arm Christenheit
Leb in Fried und Einigkeit.
Kyrieleison.
Erfurter Enchiridien, 1524
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#90   EvaHermanFan akaFreimaurerin   22:03:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Der du bist
drei in Einigkeit,
Ein wahrer Gott von Ewigkeit;
Die Sonn’ mit dem Tag von uns weicht:
Laß leuchten uns dein göttlich Licht.
2. Des Morgens, Gott, dich loben wir,
Des Abends auch beten für dir,
Unser armes Lied rühmt dich
Jetzt und immer und ewiglich.
3. Gott Vater, dem sei ewig Ehr,
Gott Sohn der ist der einig’ Herr,
Und dem Tröster heiligen Geist,
Von nun an bis in Ewigkeit.
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#89   Hans im Glück   22:03:08 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Luthers Lieder von der Wiege bis zum Grab, bei Evangelen und Katholen, uns Martin
Mitten wir im Leben sind (EKG 518)
Der Lobgesang „Mitten wir im Leben sind“
1. Mitten wir im Leben sind
Mit dem Tod umfangen.
Wen suchen wir, der Hilfe tu,
Daß wir Gnad erlangen?
Daß bist du, Herr, alleine.
Uns reuet unser Missetat,
Die dich, Herr, erzürnet hat.
Heiliger Herre Gott,
Heiliger starken Gott,
Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott,
Laß uns nicht versinken in des bittern Todes Not.
Kyrieleison.
2. Mitten in dem Tod ansicht
Uns der Höllen Rachen.
Wer will uns aus solcher Not
Frei und ledig machen?
Das tust du, Herr, alleine.
Es jammert dein Barmherzigkeit
Unser Klag und großes Leid.
Heiliger Herre Gott,
Heiliger starker Gott,
Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott,
Laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut.
Kyrieleison.
3. Mitten in der Höllen Angst
Unser Sünd uns treiben.
Wo solln wir denn fliehen hin,
Da wir mögen bleiben?
Zu dir, Herr, alleine.
Vergossen ist dein teures Blut,
Das gnug für die Sünde tut.
Heiliger Herre Gott,
Heiliger starker Gott,
Heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott,
Laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost.
Kyrieleison.
Erfurter Enchiridien, 1524
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#88   Ben Sira †   22:01:26 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
luthers lieder
leben lange
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#87   Hans im Glück   21:58:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Danke Ben, das muss man dem Martin lassen, er war zwar psychisch belastet wie ich und viele andere
aber er konnte geniale Kirchenlieder schreiben!
Nun bitten wir den Heiligen Geist (EKG 124)
Ein Lobgesang von dem heiligen Geiste
1. Nun bitten wir den heiligen Geist
Um den rechten Glauben allermeist,
Daß er uns behüte an unserm Ende,
Wenn wir heimfahren aus diesem Elende.
Kyrioleis.
2. Du wertes Licht, gib uns deinen Schein,
Lehr uns Jesum Christ kennen allein,
Daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,
Der uns bracht hat zum rechten Vaterland.
Kyrioleis.
3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst,
Laß uns empfinden der Liebe Brunst,
Daß wir uns von Herzen einander lieben
Und im Friede auf einem Sinn blieben.
Kyrioleis.
4. Du höchster Tröster in aller Not,
Hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod,
Daß in uns die Sinnen nicht verzagen,
Wenn der Feind wird das Leben verklagen.
Kyrioleis.
Johann Walthersches Gesangbüchlein, 1524
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#86   Ben Sira †   21:56:47 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
über pontes
zu den fontes
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#85   unbestechlicher   21:56:01 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Herr Luther
hat sich niemals etwas zuschulden kommen lassen. Deswegen braucht man ihn nicht heilig sprechen.
Gruß vom Unbestechlichen
:-D :-D :-D
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#84   Hans im Glück   21:53:50 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Danke Eva
Vom Himmel hoch (EKG 24)
Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi
1. Vom Himmel hoch da komm ich her,
Ich bring euch gute neue Mär,
Der guten Mär bring ich so viel,
Davon ich singen und sagen will.
2. Euch ist ein Kindlein heut geborn,
Von einer Jungfrau auserkorn,
Ein Kindelein so zart und fein,
Das soll eur Freud und Wonne sein.
3. Es ist der Herr Christ, unser Gott,
Der will euch führn aus aller Not,
Er will eur Heiland selber sein,
Von allen Sünden machen rein.
4. Er bringt euch alle Seligkeit,
Die Gott, der Vater, hat bereit,
Daß ihr mit uns im Himmelreich
Sollt leben nu und ewiglich.
5. So merket nu das Zeichen recht:
Die Krippen, Windelin so schlecht,
Da findet ihr das Kind gelegt,
Das alle Welt erhält und trägt.
6. Des laßt uns alle fröhlich sein
Und mit den Hirten gehn hinein,
Zu sehen, was Gott uns hat beschert,
Mit seinen lieben Sohn verehrt.
7. Merk auf, mein Herz, und sieh dorthin:
Was liegt doch in dem Krippelin?
Wes ist das schöne Kindelin?
Es ist das liebe Jesulin.
8. Bis willekomm, du edler Gast,
Den Sünder nicht verschmähet hast
Und kommst ins Elend her zu mir,
Wie soll ich immer danken dir?
9. Ach Herr, Du Schöpfer aller Ding,
Wie bist du worden so gering,
Daß du da liegst auf dürrem Gras,
Davon ein Rind und Esel aß.
10. Und wär die Welt vielmal so weit,
Von Edelstein und Gold bereit,
So wär sie doch dir viel zu klein,
Zu sein ein enges Wiegelein.
11. Der Sammet und die Seiden dein,
Das ist grob Heu und Windelein,
Darauf du König so groß und rei…
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#83   Ben Sira †   21:52:10 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
hier die brück’
für hans im glück
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#82   EvaHermanFan akaFreimaurerin   21:51:56 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Verleih uns
Frieden gnädiglich! Übrigens, spannende Theorie, das mit dem Leibesumfang und der Glaubensferne.
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#81   Hans im Glück   21:06:15 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wir singen nicht nur Lieder von Thomas von Aquin sondern auch von Martin Luther
1. Gelobet seist du, Jesu Christ,
Daß du Mensch geboren bist
Von einer Jungfrau, das ist wahr,
Des freuet sich der Engel Schar.
Kyrioleis.
2. Des ewgen Vaters einig Kind
Jetzt man in der Krippen findt,
In unser armes Fleisch und Blut
Verkleidet sich das ewig Gut.
Kyrioleis.
3. Den aller Welt Kreis nie beschloß,
Der liegt in Maria Schoß,
Er ist ein Kindlein worden klein,
Der alle Ding erhält allein.
Kyrioleis.
4. Das ewig Licht geht da herein,
Gibt der Welt einen neuen Schein,
Es leucht wohl mitten in der Nacht
Und uns des Lichtes Kinder macht.
Kyrioleis.
5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art,
Ein Gast in der Welte ward
Und führt uns aus dem Jammertal,
Er macht uns Erben in seim Saal.
Kyrioleis.
6. Er ist auf Erden kommen arm,
Daß er unser sich erbarm
Und in dem Himmel machet reich
Und seinen lieben Engeln gleich.
Kyrioleis.
7. Das hat er alles uns getan,
Sein groß Lieb zu zeigen an.
Des freu sich alle Christenheit
Und dank ihm des in Ewigkeit.
Kyrioleis.
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#80   Ben Sira †   21:05:16 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
ja, ja …
und dann beache man die Leibesfülle von Erzb. Haas!
www.kreuz.net/article.5721.html
Entsprechend der Theorie völlig vom Glauben abgefallen, der Fettwanst!
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#79   Hans im Glück   21:02:11 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Der Aquinate war noch fetter als Luther!
Und wenn Fettleibigkeit bei Luther ein Zeichen für seine Gottabgewandtheit sein soll, dann muss das auch für Thomas gelten.
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#78   MariaGoretti   20:59:58 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Der vergötterte Teufelskerl von Wittenberg
Es ist mal wieder typisch Lehmann, Luther zu vergöttern, da er ja die Kirche Deutschlands von Rom separiert und vielleicht vieles gemeinsam mit Luther hat. Eine Selbstentschuldigung vielleicht.
Und dennoch: Luther heiligsprechen? Einen Säufer, einen Fresser, einen Hurer, einen, der Selbstmord begangen hat, einen, der die katholische Kirche Jesu Christi gespalten hat, und der wohl kaum bei Gott Aufnahme gefunden hat?
Luther hat die Kirche zerstört, genauso wie ähnlich es Kardinal Lehmann in Deutschland getan hat, Luther können wir beim >:) suchen, Kardinal Lehman lebt ja noch. Vielleicht findet er ja noch zur Bekehrung.
Thomas von Aquin ist Kirchenlehrer und hat uns wohl ein wunderbares Glaubenszeugnis hinterlassen. Seine Lieder singen wir ja heute noch bei den Prozessionen.
Solche brauchten wir mehr!
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#77   Hans im Glück   20:57:33 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Wie kommt es dass ein Satansbraten wie biomilch,
der ein Feind Jesu Christi und seiner Kirche ist, hier ungehindert posten darf, während liebe Leute gesperrt werden? Ist biomilch der Betreiber dieser Seite?
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#76   Mighty Counsellor   20:56:47 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Ben Sira 18:00, שחזור
= Rekonstruktion
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#74   monti   20:45:43 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Also bitte,
Gott IST katholisch ! ;-)
Was denn sonst ? ;-)
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#73   DJM †   20:35:46 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
@ Samurai
Luthers Sichtweise aus die Prädestination, welche Schicksal und Vorsehung von einander nicht zu trennen weiß. Die Heiligenverehrung, die hl. Sakramente, die Gottesfurcht! der Gehorsam
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#72   Hans im Glück   20:29:06 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Thomas von Aquin
hatte aúch einen riesigen Bauch. Hat der sich auch Satan zugewandt?
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#71   LM.   20:23:41 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
martin luther hätte
wohl mehr beten und fasten sollen, dann wär er kein opfer satans geworden.
sein abfall von gott und seine hinwendung ans diesseits wird dokumentiert durch seinen riesigen bauch und seine herumweiberei
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#70   Brandenburgis   20:17:22 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
HIer einige Schriften von Luther,
die affirmativ mit der katholischen Lehre brechen:
– An den christlichen Adel deutscher Nation: Von des christlichen Standes Besserung
– D. Martin Luthers Appellation oder Berufung an ein christliches freies Konzil, …
– Ein Sermon von dem Neuen Testament, das ist von der hl. Messe
– Von dem Papsttum zu Rom, wider den hochberühmten Romanisten zu Leipzig
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#69   Samurai   20:12:54 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
DJM, bleiben wir beim Thema.
Nennen Sie mir doch bitte einen Quellentext, der verdeutlicht, daß Luther eine Kirchenspaltung wollte!
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#68   Brandenburgis   20:10:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Keinesfalls!!
Luther wollte ausdrücklich die Kirchenspaltung und hat sie bewußt in Kauf genommen. Dem (jungen) Kaiser ist bestenfalls eine gewisse zögerliche Haltung anzulasten. Er hätte Luther gleich exekutieren lassen sollen.
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#67   DJM †   20:09:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
@ Samurai
Budddha wollte keinen Buddhismus.
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#66   Samurai   20:01:18 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
…war das nicht eher Karl V.!
Luther wollte keine Kirchenspaltung.
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#65   möchtegern-kathole   19:49:41 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Luther …
… hat eine Kirchenspaltung bewirkt.
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#64   Samurai   19:23:57 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
joberens, leider muss ich Ihnen in dem Punkt recht geben!
Leider deswegen, weil es eine Zeit war (die in der Luther lebte), in der nicht wenige katholische Geistliche nicht gerade durch Bescheidenheit, echte De-Mut und eine christliche Grundhaltung auszeichneten.
Ein nicht gerade ruhmreiches Kapitel der katholischen Kirche.
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#62   Paulaner †   18:49:20 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
ageh, wovor scheuen/fürchten sich denn diese heimlichen Atheisten?
Fridericius: Das Kind: Ein wahres Wort
oder diesen letzten Schritt aus einer heimlichen Furcht eben doch scheuen.
:-D Manchmal isses hier sehr lustig.
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#61   Samurai   18:44:38 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
@Das Kind
Wo haben Sie denn Ihr Zerrbild über die Christen der reformatorischen Tradition her?
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#60   Fridericius †   18:30:53 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Das Kind: Ein wahres Wort
Die Zahlen sind – auf beiden Seiten – noch so hoch, weil die meisten sich einfach noch nicht abgemeldet haben oder diesen letzten Schritt aus einer heimlichen Furcht eben doch scheuen. Nüchtern betrachtet ist Deutschland schon längst atheistisch.
Rüüchtüüg.
:-)
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