10:31:12 | Montag, 21. Dezember 2009
Er war ein hemmungsloser Egoist und sexueller Ausbeuter. Seine Werke dienten nicht zuletzt dazu, seinen zweifelhaften Charakter zu rechtfertigen. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) Bereits Mitte der 50er Jahre zählte der Schweizer Schriftsteller Max Frisch († 1991) in seinem
Roman „Homo faber“ Gründe auf, um die skrupellose Kinderabtreibung zu rechtfertigen.
Hintergrund des
Romans war Frischs eigenes ausbeuterisches Sexualverhalten. Wie der Held von „Homo Faber“ sprang er selber
von einer Schürze zur nächsten.
In den 50er Jahren ließ Frisch seine Ehefrau und seine drei kleinen
Kinder im Stich. Einige Jahre später begann er eine Buhlschaft mit der Dichterin Ingeborg Bachmann († 1973).
Als diese für sich die gleiche sexuelle Freiheit verlangte, die Frisch für sich beanspruchte, reagierte
dieser mit Eifersuchtsanfällen.
Im Jahr 1962 ließ Frisch Fräulein Bachmann fallen.
Im gleichen Jahr
riß der 51jährige sich eine 23jährige Studentin unter den Nagel.
Ihr sollte eine weitere Gespielin
im Alter von Frischs Töchtern folgen.
Roman als SelbstrechtfertigungWohl nicht zufälligerweise gibt
es in „Homo faber“ eine ähnliche Liaison, die dazu führt, daß die Romanfigur Hanna schwanger wird.
Dazu fällt dem sexuell aus der Kontrolle geratenen Roman-Autor der Satz ein: „Mit Rücksicht auf unsere
persönlichen Umstände hatten wird das Kind nicht haben wollen.“
Doch Hanna hält sich nicht an die
Abmachung, das ungeborene Töchterchen zu schlachten.
Frisch wertet diese Entscheidung der Mutter für
ihr Ungeborenes kaltblütig als „Schwäche der Frau für ihr Kind“ und als „Automatismus der Instinkte“,
den es zu überwinden gelte.
Wenn das Kind im Leib der Mutter heranwachse, vergesse diese, daß sie es
habe vermeiden wollen.
Außerdem seien die Frauen raffinierte Erpresser. Sie würden ihre Schwangerschaft
„als Gefühl der Macht gegenüber dem Mann“ aufspielen und „Mutterschaft als wirtschaftliches Kampfmittel“
einsetzen.
Triumph des unkontrollierten SexualtriebsBei allen Lobeshymnen auf die Kindstötung will
Frisch die Brutalität der vorgeburtlichen Kinderschlachtung unter dem sprachlichen Lügenmantel der „Schwangerschaftsunterbrechung“
verdecken.
Es ist unglaublich, mit welchen Verdrehungen der Schriftsteller seine moralische Dekadenz
rechtfertigen will:
Der Unterschied zwischen Verhütung und Kindstötung sei letztlich gering, denn „in
beiden Fällen ist es ein menschlicher Wille, kein Kind zu haben!“
Für den sexuellen Monoman Frisch
ist die Kindertötung ein „Triumph des Willens“ über Gott und die Natur.
Der „liebe Gott“ habe die menschliche
Überbevölkerung mit Seuchen reguliert.
Doch seit der Mensch diese besiegt habe, müsse er die menschliche
Fortpflanzung mittels Verhütung und Abtreibung – statt mit dem menschlichen Verstand – in Schach halten.
Nur der Dschungel gebäre und verwese, wie die Natur es wolle: „Der Mensch plant“ – brüstet sich „Homo
faber“ protzig.
Abtreibung sei deshalb eine „Konsequenz der menschlichen Kultur“.
Man nehme das Leben
im Kampf gegen Kindbettfieber und Kindersterblichkeit „ernster“ als früher.
Als Konsequenz hält Frisch
es in „Homo faber“ für ein Gebot, die daraus folgende Überbevölkerung mit Massen-Abtreibung zu stoppen.
„Die Verdreifachung der Menschheit in einem Jahrhundert, die natürliche Überproduktion der Menschen,
wird zur Katastrophe“ – ergießt sich Frisch in Drohbotschaften.
Wer braucht Frischs Gewissenslosigkeit?
Frischs Predigt besitzt einen offen rassistischen Anstrich. So warnt er vor der „drohenden Verdoppelung
der arabischen Bevölkerung in zwanzig Jahren“ wie überhaupt in den „unterentwickelten Gebieten“.
Wegen
der begrenzten Ressourcen sei die Freigabe der Abtreibung die einzig vernünftige und verantwortliche
Alternative für die Menschheit.
Auch die fortschreitende Automatisierung der Produktion schiebt er vor:
„Wir brauchen gar nicht mehr soviel Leute!“
Der ‘Homo faber’ will die Menschenwelt in den engen Horizont
eines Ingenieursbüros pressen.
Der unmenschliche Zynismus dieser beschränkten Weltsicht zeigt sich,
wenn es im Roman heißt, daß es eines „modernen Menschen nicht würdig“ sei, „ein Kind aus mechanisch-physiologischen
Zufällen“ zu akzeptieren:
„Kinder sind etwas, was wir wollen, beziehungsweise nicht wollen“.
Frisch
ist völlig gewissenslos: „Wo kämen wir hin ohne Schwangerschaftsunterbrechung? Fortschritt in Medizin
und Technik nötigen gerade den verantwortungsbewußten Menschen zu neuen Maßnahmen.“
Er spricht von
„Natur als Götze“ und predigt die fortschrittsgläubige Alternative der 60er Jahre: „Wir leben technisch,
der Mensch als Beherrscher der Natur, der Mensch als Ingenieur.“
Wer für den technischen Fortschritt,
die Narkose-Operationen, für DDT, Glühbirnen oder Atom-Energie sei, der müsse auch die Abschlachtung
ungeborener Kinder für gut und richtig finden – verkündigt er seine intellektuellen Primitivismen.
Es gebe nur die Alternative: bedingungsloser technischer Fortschritt mit allen Konsequenzen – oder „ab
in den Dschungel!“
Das bittere EndeKeine fünfzig Jahre nach der Niederschrift dieser Barbareien werden
deren Folgen sichtbar: Umweltgifte und Atommüll bedrohen die Zukunft, Massenabtreibung führt zur Vergreisung
der westlichen Länder.
Frisch hat als Schreibtischtäter und Parteitagsredner der deutschen Sozialisten
zur ideologischen und politischen Durchsetzung der staatlichen Abtreibungs-Endlösung beigetragen.
Das
ist wohl auch der Grund, warum deutsche Kultusminister den Roman „Homo faber“ seit vierzig Jahren für
die Schule wärmstens empfehlen.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.