Die Wahrheit läßt sich auch nicht demokratisch beugen
Es lebe das moderne, aufgeschlossene Denken. Denn jetzt können sich Männer als Frauen umschreiben lassen und anschließend auf die Damentoiletten gehen.
Robert Spaemann in einem Interview, das diese Woche auf dem Fernsehsender ‘K-TV’ läuft
(kreuz.net) Schon der Genfer Philosoph Jean Jacques Rousseau († 1778) hat darauf hingewiesen, daß die
„unbesiegbare Natur“ zurückschlägt, wenn die Herrscher falsche Gesetze erlassen und gegen die Ordnung
der Dinge verstoßen.
Daran erinnerte der katholische Münchner Philosoph Robert Spaemann am 12. Dezember
in einem Interview mit der deutschen Tageszeitung ‘Welt’ und fügte hinzu:
„Wahrheit läßt sich auch
durch eine demokratische Entscheidung nicht beugen.“
Wenn in einem Land gegen die Natur der Dinge gehandelt
werde, dann genüge es, abzuwarten, bis die Katastrophe eintritt: „Es sieht aus, als wären wir heute
in dieser Lage.“
Die Gleichschaltung der Geschlechter – Gender Mainstreaming – bezeichnet Spaemann als
eine Folge des Denkens, das den Willen über die Wahrheit setzt:
„Dann kommen so absurde Blüten heraus
wie in Spanien, wo Sie zum Standesamt gehen und sagen können, ich möchte eine Frau sein, bitte schreiben
Sie mich um. Und dann sind Sie eine Frau und dürfen auf die Damentoilette gehen.“
Spaemann betont, daß
es eine menschliche Natur gibt: „Diese kann man nicht einfach durch Willen ersetzen.“
Wer das nicht einsehe,
lande beim Kannibalen von Rotenburg, der im Internet jemanden fand, der sich verspeisen lassen wollte.
Spaemann dazu: „Vor Gericht hat der Mann gesagt, ja, was wollt ihr denn? Wir waren doch vollkommen selbstbestimmt.“
Und: „Wir haben uns also gegenseitig in unserer Menschenwürde geachtet und ergänzt.“
Redeverbot für
Homo-Kritiker
Spaemann wird darauf angesprochen, daß das fanatisierte Kölner „Autonome Lesben- und
Schwulenreferat“ gerade versucht hat, eine akademische Ringvorlesung der deutschen Philosophin Edith Düsing
(58) zu sprengen, weil sie sich kritisch zur Homo-Ideologie geäußert hatte.
„Das ist ungeheuerlich
und wird immer schlimmer“ – stellt Spaemann fest: „Generell ist die Meinungsfreiheit jetzt schon auf katastrophale
Weise eingeschränkt im Vergleich zu den Fünfzigerjahren.“
Frau Düsing wollte in der Vorlesung nicht
über die Homo-Perversion, sondern über Schiller und Nietzsche sprechen:
„Als Person darf sie nicht
mehr auftreten, weil sie einmal – wie zum Beispiel auch der bekannte sozialdemokratische Verfassungsrichter
Ernst-Wolfgang Böckenförde – Freiheit der Rede auch für Leute verlangte, die Homosexualität für einen
Defekt halten.“
Spaemann ist darüber empört: „Der Vorgang ist nicht nur absurd, sondern gefährlich.“
Ein anthropologisches Manko
Unter seinen Freunden gibt es mehrere Homosexuelle, erklärt Spaemann: „Mit
denen bin ich darin einig, daß die Abwesenheit der Anziehungskraft des anderen Geschlechts ein anthropologisches
Manko ist.“
Denn auf dieser Anziehungskraft beruhe die Fortexistenz der menschlichen Gattung:
„Darum
kann man nicht sagen, die Abwesenheit dieser Anziehungskraft sei so normal wie die Existenz dieser Anziehungskraft.“
Auf dem einen beruhe die Fortexistenz der Gattung und auf dem anderen eben nicht: „Da fehlt etwas.“
Lieber Muslim als Atheist
„Sie haben kürzlich einmal gesagt, Ihnen wäre es lieber, Ihr Sohn würde
Muslim als Atheist?“ – wird Spaemann gefragt.
Seine Antwort: „Natürlich. Denn ein Muslim glaubt an Gott,
was immer er darunter versteht.“
Der Moslem habe zwar ein sehr beschränktes Gottesbild. Aber er glaubt
immerhin an den Schöpfer, das Jüngste Gericht, das Ewige Leben und sogar an die jungfräuliche Geburt
von Jesus: „Das ist mir schon lieber als der Glaube eines Atheisten.“
Von Minaretten glaubt Spaemann,
daß sie „nicht lebenswichtig für den Islam“ sind.
Er würde aber das islamische Recht auf freie Religionsausübung
„bis zum Letzten“ verteidigen:
„Aber es muß ja nicht das Minarett sein – das mich prinzipiell nicht
stört, viele aber doch aufreizt.“
Beim Zusammenleben verschiedener Religionen in der Demokratie sieht
Spaemann Probleme:
„Denn der reinen Demokratie wohnt ja immer der Hang inne, daß eine Mehrheit die Minderheit
drangsaliert.“
Das Mehrheitsprinzip könne durchaus zu Terror und Tyrannei führen. Wer diese Aussage
für „undemokratisch“ hält, bezeichnet der Philosoph als blauäugig:
„In Bosnien hat das Zusammenleben
funktioniert unter dem Kaiser in Wien. Es hat funktioniert unter dem Diktator Tito, und es hat – da kann
man sagen, was man will – im Irak unter Saddam Hussein funktioniert.“
„Im Irak haben die Christen anderthalb
Jahrtausende friedlich mit der großen muslimischen Mehrheit gelebt“ – stellt Spaemann fest: „Jetzt, wo
das Land demokratisiert wird, werden sie verjagt.“
Auf die gegenwärtig Zeit angesprochen meint der Philosoph:
„Wir vergnügen uns noch, aber wir gehen keinen vergnüglichen Zeiten entgegen.“
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81 Lesermeinungen
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#82 Samurai 18:51:55 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
@ Eli…u In New Orleans sind die Menschen nicht verreckt, weil sie gottlos waren, sondern weil der Bürgermeister
der Stadt trotz entsprechender Warnungen die Deiche nicht ausbessern liess und somit große Teile der
Altstadt, aber auch andere Stadtgebiete überflutet werden konnten.
#81 Elijahu † 02:19:40 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Ein grosser Denker unserer Zeit Ein sehr scharfsichtiger Mann mit einer grossen Begabung, seine Einsichten
zu formulieren. Das Damoklesschwert schwebt über den Vulkan-Tänzern, und nicht mehr lange, dann geht
es dem gottlosen Pöbel der Welt, wie es dem gottlosen Pöbel in New Orleans ergangen ist. Die furchtbare
Gottes wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
#79 fides et ratio 15:32:47 | Dienstag, 15. Dezember 2009
BRANDENBURGIS = Schwachkopf Und wenn die kreuznet Redaktion derartige Dumpfbacken ungehindert absondern
läßt, scheint ja wohl sehr viel für innere oder geistige (wenn man bei diesen Kreaturen überhaupt
von Geist sprechen kann) Verwandtschaft zu sprechen! Weiter so, jeder blamiert sich so gut er kann!
JMX… der uns mit Hilfe des Futur II zu verarschen versuchte? Mit dieser Behauptung haben Sie sich doch
schon einmal blamiert! Siehe: hier www.kreuz.net/…ry.4596-remarks.html!
#77 engelhardt † 09:25:45 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Schwachsinn „Dann kommen so absurde Blüten heraus wie in Spanien, wo Sie zum Standesamt gehen und sagen
können, ich möchte eine Frau sein, bitte schreiben Sie mich um. Und dann sind Sie eine Frau und dürfen
auf die Damentoilette gehen.“ Voelliger Unsinn. Altersdemenz?
#68 Brandenburgis 23:13:08 | Montag, 14. Dezember 2009
NIcht „ausgerechnet“ Spaemann in der Tat ist Spaemann ein absolut typischer Modernist, sozusagen der Modernist
par excellence. Ungleich gefährlicher als jeder linke Sozial.-Katholik.
Es könnte auch sein: Von Adam bis Zölibatesse War nicht Adam der erste Zölibant, bei dem Gott selbst
das Zölibat abgeschafft hat. „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sein.“ Aber dann kam Papst Innozenz
2 und korregierte diese göttliche … Sauerei !!!
#65 Brandenburgis 23:03:20 | Montag, 14. Dezember 2009
Meinetwegen, bitte gern. Ich lege keinen Wert auf katholische Ausstrahlung. Allerdings schmiere ich auch
keinen modernistischen Müll wie Spaemann. Daß Sie ihn schätzen, wundert mich nicht. Der Jakobusbrief
sagt sehr schön eindeutig: „Wißt ihr nicht, daß der Welt Freundschaft Gottes Feindschaft ist? Wer der
Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.“ Und eines ist sicher: Spaemann will der Welt Freund
sein.
Oder war es eine Birne auf dem Kopf vom Filius des Wilhelm: eine Williams-Birne. Hoho, ein hosenbandordenmässiges
Essen! (Hat mir mal meine Tante erzählt.)
Nur auf die dummen Katholiken … Dummheit kennt keine Grenzen. Grenzenlose Dummheit. Von Atheismus bis
Zölibat. Man verzeihe mir meine Dummheit. Ein Privileg seit meiner Taufe …
Das ist für mich ein sehr beruhigender Satz! Auf die gegenwärtig Zeit angesprochen meint der Philosoph:
„Wir vergnügen uns noch, aber wir gehen keinen vergnüglichen Zeiten entgegen.“ Er bedeutet, dass die
Meinungshoheit der römisch-katholischen Kirche und ihr Sündezuweisertum immer mehr in den Abgrund der
Bedeutungslosigkeit versinkt; von Spaemanns Warte aus gesehen. Er hätte halt am liebsten einen römisch-katholischen
Gottesstaat, in den das kirchliche Lehramt die Wahrheiten befiehlt; und zwar ALLEN, so wie das msulimische
Lehramt allen im Iran befiehlt, wie sie zu leben haben.
Was ich noch zur Neuen Zürcher Zeitung sagen wollte: In der heutigen Ausgabe (14.12.09) auf Seite 13
gibts nur erstklassige Leserbriefe (Themen: Abtreibung, Weihbischof Eleganti, Minarette, Multikulti, usw.)
So etwas hab ich noch nie erlebt. Sogar der Artho aus Schlieren gibt den Ernannten eine Chance. Wünsche
eine gute Nacht!
wolfgang11: DIE katholische Kirche gibt es nicht. Sie sollten differenzieren lernen, statt solche „Dogmen“
nachbeten. Katholische Grüße aus dem 21. Jahrhundert.
Mit der Wertschätzung des Individuums, zu welcher die Kirche (zugegebenermassen im Mittelalter über
die individuelle Sünde) einen grossen Beitrag leistete, wurde das Fundament für die Menschenrechte und
für die Demokratie in der heutigen Gesellschaft gelegt.
Ein sehr interessanter Artikel, der die Demokratie in Frage stellt und zeigt, dass nicht die Unterschiedlichkeit
der Religionen die Ursache von Kriegen sind. Die Unterschiedlichkeit der Religionen ist meist nur der
Vorwand, um Angriffe aus Machtgier zu rechtfertigen.
Zum Homo-Spektakel an der Uni Köln Das Spaemann völlig zu Recht die Zustände an der Kölner Uni anprangert,
zeigt der Artikel Ein ambivalenter Schauplatz www.medrum.de/?q=node/3852. Dank an Spaemann!
Maçonnitisches Lesben- und Schwulenreferat „Spaemann wird darauf angesprochen, dass das fanatisierte
Kölner ‘Autonome Lesben- und Schwulenreferat’ gerade versucht hat, eine akademische Ringvorlesung der
deutschen Philosophin Edith Düsing (58) zu sprengen, weil sie sich kritisch zur Homo-Ideologie geäussert
hatte.“ Das maçonnitische Autonome Referat schreibt auch in cruce.ret.
#29 Paulaner † 19:58:26 | Montag, 14. Dezember 2009
Es sind im Westen die §-Juristen, wie ich soeben beschrieben habe. In einer Diktatur wären es stattdessen
andere „Eliten“, in einer religiösen wäre es logischerweise die Priesterkaste. lux in tenebris: Wo Robert
Spaemann irrte: Nun, so ganz kann das wohl nicht stimmen, denn in den westlichen Demokratien drangsalieren
ja eher die Minderheiten die Mehrheit (siehe Kruzifixurteile/Klage gegen irländisches Abtreibungsrecht/Moscheebau
in Köln, Rheinfelden, Düren, ect.pp) Beispiele beweisen keine Theorie Selbstverständlich funktioniert
die übergestülpte Demokratie im Irak und in ähnlichen Ländern nicht, die Bevölkerung benutzt weiterhin
im Untergrund die gewohnten, alten Machtstrukturen. Wir nennen das verdutzt „Korruption“.
#27 Brandenburgis 19:42:18 | Montag, 14. Dezember 2009
DAs wage ich nicht selbst zu entscheiden Modernist bin ich jedenfalls gewiß nicht, im Gegensatz zu Spaemann.
Man könnte natürlich katholische Maßstäbe anlegen, bei denen ich durchfallen würde. Doch damit muß
ich leben. Ich bin so katholisch, wie ich nun eben bin.
#23 Brandenburgis 19:34:25 | Montag, 14. Dezember 2009
Ich kann nur nochmals vor Spaemann warnen. Er ist ein waschechter Moderniste, der sich nicht zufällig
mit Benedikt und der weiteren Modernisten-Creme bestens versteht. Seine „klugen“ Bücher, Interviews und
FAZ-Artikel (Wer schreibt denn in der FAZ????) zielen auf einen weltangepaßten Katholizismus und die
Aufgabe des geistigen Widerstandes. Herr Prof. Spaemann, bitte SCHWEIGEN und langsam Frieden mit der Kirche
statt mit der Welt suchen! (Schon bald wird es zu SPAEt dafür sein!!!!)
#19 Alois Bischof 19:22:26 | Montag, 14. Dezember 2009
Naiv ist er Prof. Dr. Spaemann ist naiv, wenn er glaubt, daß der Islamismus nichts mit der Vertreibung
der einheimischen babylonischen Christen im Irak zu tun hat. Gerade der Säkularismus und der arabische
nationale Sozialismus unter der Baath-Ideologie schützte alle Christen als Araber und Freunde. Der Islamismus
ist etwas modernes (etwas, was es im Islam nur im 7.-8. Jh. gab, danach nur sehr beschränkt), was von
Prof. Dr. Ernst Nolte (Historiker) in seinem Buch vom März dieses Jahres aufgezeigt wird. Der Irak wird
auch keine Demokratie, sondern ein Marionettenstaat von uns, also der Westmächte. Natürlich ist im Islam
etwa 85 % der Moraltheologie in Konformität mit dem Naturrecht; jedoch gerade die 15 % Gewalt, Polygamie,
Ausbeutung, Sklaverei, Abtreibung bis zur 5. Schwangerschaftswoche, Lügen widersprechen dem Naturrecht.
Im Westen gibt es auch vieles, z.B. die moderne (ab 2000) Bekämpfung pädophiler Verbrecher, was gut
und im Einklag mit dem Naturrecht ist. Jedoch auch sehr viel Perverses und Verbrecherisches. Prof. Dr.
R. Spaemann hat ansonsten natürlich wie immer recht.
#17 Brandenburgis 19:19:07 | Montag, 14. Dezember 2009
Spaemann irrt in noch mehr Punkten. ER ists ein irrender Philosoph (und ein Modernist dazu, von dem man
vermuten muß. daß er gar nicht katholisch ist).
Wo Robert Spaemann irrte: „Denn der reinen Demokratie wohnt ja immer der Hang inne, daß eine Mehrheit
die Minderheit drangsaliert.“ Nun, so ganz kann das wohl nicht stimmen, denn in den westlichen Demokratien
drangsalieren ja eher die Minderheiten die Mehrheit (siehe Kruzifixurteile/Klage gegen irländisches Abtreibungsrecht/Moscheebau
in Köln, Rheinfelden, Düren, ect.pp) und in den islamischen Gottesstaatsdiktaturen drangsaliert die
Mehrheit die Minderheit. So wird ein Schuh draus!
Kürzeste Abkürzungen Die Paragraphenzeichen „¶“ und „§“ haben sich aus einem gotischen „C“ (ℭ) entwickelt.
So Tante Wiki, die bisweilen trübe sprudelnde Quelle. So könnte man schreiben: CPX = §PX und zugleich
FSSPX = F§PX, in der Konklusion (F)§PX.
#14 Hans im Glück 18:06:16 | Montag, 14. Dezember 2009
Oh, wieder vergesst Ihr zu erwähnen was Robert Spaemann zu einem muslimischen Schiegersohn sagt. Irgendwie
passt das nicht ganz zu anderen Aussagen. WELT ONLINE: Und wenn Ihr Sohn eine Muslima heiraten würde?
Wäre Ihnen diese Schwiegertocher auch lieber als eine Atheistin? Spaemann: Ja, doch passen Sie auf. Eine
muslimische Schwiegertochter vielleicht ja. Aber ein muslimischer Schwiegersohn, das wäre mir allerdings
gar nicht lieb. WELT ONLINE: Warum nicht? Spaemann: Weil meine Tochter dann nichts zu lachen hätte. WELT
ONLINE: Denken Sie, dass Ihre Tochter bei einem Atheisten mehr zu lachen hätte? Spaemann: (lacht) Vielleicht
schon. Sie kann ja dann immerhin noch eine Christin bleiben. Wenn sie aber einen Moslem heiratet, dann
gnade ihr Gott.
#13 Paulaner † 17:49:52 | Montag, 14. Dezember 2009
Paragraphenzeichen Mighty Counsellor: Ja, wie in der Abkürzung FSSPX. § Paragraphenzeichen de.wikipedia.org/…i/Paragraphenzeichen
Wikipedia (deutsch) Das Paragrafenzeichen bzw. Paragraphenzeichen wird in Gesetzestexten einer Zahl vorangestellt
und zeigt somit den Beginn eines neuen Paragrafen an, der durch die Zahl bezeichnet wird, zum Beispiel
§ 433. Das § – Symbol deutet im deutschen Sprachraum auf „Justiz“ hin oder auf „Bürokratie“.
#12 timpressum † 17:38:19 | Montag, 14. Dezember 2009
Meinungsfreiheit Ich kenne Frau Düsing nun nicht, finde es aber durchaus diskriminierend, wenn sie homosexuelle
Menschen, weil sie diese Menschen für therapiebedürftig hält. Es mag aber auch sein, daß sie generell
für Meinungsfreiheit eintritt, was ich im Grunde honorig finde. Die Frage ist dann nur, wo Meinungsfreiheit
auch seine Grenze findet. Sehr eng gestrickt sind die Grenzen der Meinungsfreiheit vor allem bei kreuz.net,
wenn es darum geht, dogmatische Fragen („Der Papst ist unfehlbar!“) auf ihre biblische Begründung (vom
Papst steht nix in der Bibel) zu untersuchen…
#6 Paulaner † 17:20:34 | Montag, 14. Dezember 2009
Dr. Spaemann soll einmal prüfen, ob seine Skepsis nicht eher der §-Justizhörigkeit als der Demokratiehörigkeit
gelten sollte. Es kann schon sein, daß die Demokratie zur Vergötterung der § geführt hat, das aber
in den Köpfen der „Aufgeklärten“, der 68er und deren Nacherzogenen, die den §-Staatsapparat im Durchmarschverfahren
verwenden als Mechanismus zum Aushebeln der „alten, religiösen Zustände“. Ich wiederhole: die Demokratie
ist mißbraucht worden als linksparteilicher Hebel und hat daher bei den „Konservativen = Religiösen“
einen schlechten Ruf bekommen. Da sind aber die Konservativen mitschuld, sie haben die Demokratie nie
richtig verstanden und immer mit spitzen Fingern angefaßt, während sie hingegen die Linken mit vollen
Kräften für sich arbeiten lassen haben. Mit der Zeit ist „demokratisch“ ein Synonym für „sozialdemokratisch“
geworden. Selber schuld.
Zeichen der Zeit Robert Spaemann, langjähriger Freund von Papst Benedikt scheint im hohen Alter die Zeichen
wesentlich besser zu erkennen als sein Freund.