09:55:50 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges gaben sie ihr Leben für den Glauben in China. Nun kehrten sie mit der Märtyrer-Krone nach Österreich zurück.

Pater Antonin Schröcksnadel und Pater Theophil Ruderstaller
(kreuz.net) Im November wurden die Gebeine der österreichischen Kapuzinermissionare Pater Antonin Schröcksnadel
und Pater Theophil Ruderstaller in ihre Tiroler Heimat überführt.
Das berichtet die Webseite der Priesterbruderschaft
Sankt Pius X.
Kapuziner aus Tirol begannen in den 1930er Jahren in der Stadt Fujin im Nordosten Chinas
eine Mission. Sie bauten eine Kirche und eine blühende Pfarrei auf.
Die Mission lag in der Region Mandschurei.
Schon nach wenigen Jahren hatten die Patres sieben Missionen und mehreren Schulen aufgebaut und stürmten
damit gegen das Heidentum und den Analphabetismus an.
Überfallen und geschlachtetIm August 1945 plünderten
die Schlächter des kommunistischen Völkermörders Josef Stalin († 1953) die Missionen in Mandschurei.
Im Jahr darauf kamen die Truppen des kommunistischen Völkermörders Mao Zedong († 1976) in die Stadt
Fujin.
Während einer Herz-Jesu Andacht am 10. Juni 1946 wurden die Kapuziner und die Gläubigen aus
der Kirche getrieben.
Die kommunistischen Barbaren schleppten drei Kapuziner in die Sakristei und schossen
auf sie.
Pater Theophil Ruderstaller war auf der Stelle tot. Pater Schröcksnadel starb innerhalb von
Minuten an den Schußverletzungen.
Ein dritter Kapuziner, Bruder Günther Krabichler, konnte sich in
das 150 Kilometer entfernte Mutterkloster Jiamusi schleppen. Er starb ein Jahr später.
Der Anschlag
wurde nie aufgeklärt. Die Missionsgebäude wurden von den Kommunisten enteignet.
Wenig später wurden
die Kapuziner in Jiamusi nach nur zwei Jahrzehnten der Mission aus dem Land vertrieben.
Mit dem Bagger
wiedergefundenIm Jahr 2004 erzählte der chinesische Untergrundbischof Joseph Wei bei einem Besuch in
Rom, daß die Reliquien der beiden Kapuzinermärtyrer gefunden worden seien.
Die Gebeine seien bei Kanalbauarbeiten
aufgetaucht und mit großen Sieben herausgefiltert worden.
Rosenkranz, Kapuzinergürtel und Missionskreuze
erlaubten die Identifikation der Überreste.
Einige Nachbarn verscharrten die Leichname in zwei selbst
zusammengezimmerten Särgen. Zur Tarnung ließen sie die Gräber verwildern.
Im Mai 2007 suchte das Ehepaar
Gisela und Gunther Gensch nach den Reliquien. Herr Gensch lehrt an einer chinesischen Universität.
Ohne
genaue Informationen reisten die Eheleute mit zwei chinesischen Priestern in die Stadt Fujin.
Dort stießen
sie auf eine Zeitzeugin, Frau Gao Tong Qin.
Sie war die Tochter der Köchin der Missionsstation. Als
Elfjährige hat sie die Ermordung der Kapuzinerpatres miterlebt.
Frau Gao erzählte, daß Pater Antonin
ihre Mutter die österreichische Küche gelehrt habe.
Die Kapuziner betreuten Schulen und Krankenstationen
und speisten die Armen.
Die Halbwaise Gao Tong Qin betrachtete die Mönche als ihre Väter: „Als sie
tot waren, ist für mich eine Welt zusammengebrochen.“
Schließlich durfte mit Hilfe verschiedener Anträge
und der österreichischen Botschaft ein Bagger die Gebeine großflächig im gefrorenen Boden suchen.
Nach mehreren ergebnislosen Versuchen deutete ein Anwohner die Stelle, wo der Bagger graben sollte.
Dort
fanden sich in zweieinhalb Meter Tiefe die zwei Särge mit den Reliquien der Kapuzinermissionare.
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#17
unbestechlicher 15:47:46 | Donnerstag, 31. Dezember 2009
#16
Paulaner † 08:58:04 | Donnerstag, 31. Dezember 2009
#15
unbestechlicher 23:36:30 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#14
Paulaner † 23:14:53 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#13
unbestechlicher 22:57:59 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
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Brandenburgis 22:36:08 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#11
unbestechlicher 22:30:06 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#10
Lorenz 12:27:57 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#8
lateiniheini 11:49:27 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#7
saolomo † 11:15:44 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#5
Brandenburgis 10:39:58 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#2
lateiniheini 10:12:39 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
#1
engelhardt † 09:58:04 | Mittwoch, 30. Dezember 2009