11:03:01 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Die allmächtige Züricher Kirchensteuer-Verwalter hat die Ernennung des neuen Churer Weihbischofs immer noch nicht verdaut.

Weihbischof Marian Eleganti auf dem Pressebild des Bistums Chur
(kreuz.net) Die „Zürcher Katholiken“ empfinden das Vorgehen von Bischof Vitus Huonder von Chur bei der
Ernennung des neuen Weihbischofs Marian Eleganti als Provokation.
Das sagt Aschi Rutz, Mediensprecher
der Zürcher Katholischen Kirche, vor der antikatholischen Regionalzeitung ‘Südostschweiz’.
Rutz spricht
in Wahrheit nicht für die Katholiken, sondern für die autonome altliberale Verwaltung, welche die üppigen
Kirchensteuer-Einnahmen im Kanton Zürich kontrolliert.
Woher hat er die Sicherheit?Der Sprecher jammert
vor der Zeitung, daß Bischof Huonder die Züricher Kirchensteuer-Bonzen weder in den Entscheidungsprozeß
zur Wahl des Weihbischofs einbezogen, noch über diesen orientiert habe.
Mons. Huonder verweigere jeglichen
Dialog mit dem staatlichen Gremium „Zürcher Landeskirche“ – behauptet Rutz.
In Wahrheit hat dieses Gremium
über Jahre hinweg, jedes Gespräch mit der Diözesanleitung abgeblockt.
Rutz behauptete auch, daß es
nicht stimme, daß die sein Gremium
gezielt kirchliche Interna an die Öffentlichkeit trägt. Er können
„mit Sicherheit“ sagen, daß ein allfälliges Leck nicht in Zürich zu suchen und zu finden sei.
Diese
Formulierung läßt zwischen den Zeilen lesen, daß Rutz weiß, wo sich der kirchliche Verräter befindet.
Es ist eine Tatsache, daß interne kirchliche Informationen regelmäßig in der Züricher Kirchenhaß-Zeitung
‘Tages-Anzeiger’ publiziert werden. Das Blatt ist für seine kritiklose Hofberichterstattung über die
altliberale Züricher Landeskirche bekannt.
Welche Privilegien?„Wer unsere
Stellungnahme aufmerksam
gelesen hat, findet keine Bewertungen und schon gar keine Vorverurteilungen zu Abt Eleganti“ – erklärt
Rutz:
„Zu seiner Person stellen wir lediglich fest, dass er als Ordensmann im Bistum Sankt Gallen die
Verhältnisse in Zürich nicht kennt“.
Das Kloster von Abt Eleganti befindet sich 55 Kilometer südöstlich
von Zürich. Die Fahrdistanz beträgt 38 Minuten.
Im Vergleich: Der Churer Bischofssitz liegt 120 Kilometer
von Zürich entfernt.
Rutz unterstellt im Interview, daß die Zusicherung von Bischof Huonder, bei der
Wahl des Weihbischofs „stets das Wohl der Zürcher Kirche vor Augen“ zu haben, „zwingend“ die Anhörung
der Züricher Kirchensteuer-Verwalter bedeutet hätte.
Das sei aber nicht geschehen. Gemäß des katholischen
Kirchenrechts besitzen Finanzorganisationen in Kirchensteuer-Staaten keine besonderen Privilegien, schon
gar nicht im Zusammenhang mit der Ernennung von Weihbischöfen.
Was bedeutet „Einvernehmlichkeit“?Im
Interview wird Rutz auch auf das „offene Geheimnis“ angesprochen, daß er eine Beförderung des altliberalen
Züricher Bischofsvikars
Joseph Annen zum Weihbischof bevorzugt hätten: „Weil er pflegeleichter gewesen
wäre?“ – fragt das Blatt.
Rutz bestätigt, daß der Bischofsvikar der Wunschkandidat der Zürcher Kirchensteuer-Verwaltung
gewesen wäre. Auf die Frage der Zeitung geht er nicht ein.
Er beharrt darauf, daß das „duale System“,
in dem sich die Katholischer Kirche einer autonomen Kirchensteuer-Verwaltung gegenübersieht, das „Prinzip
der Einvernehmlichkeit“ bedinge.
In der Vergangenheit haben die Züricher Kirchensteuer-Gewaltigen stets
klar gemacht, daß „Einvernehmlichkeit“ für sie bedeutet, daß sich der Ortsbischof ihnen als Befehlsempfänger
unterwirft.
Auf die Frage, ob der Kampf der Zürcher Kirchensteuer-Verwaltung gegen den Bischof auf die
Dauer nicht ermüdend und aussichtslos sei, behauptet Rutz: „Wir führen ja keinen Kampf gegen jemanden
oder eine Sache.“
Man setzte sich im Kanton Zürich für eine lebendige Kirche zum Wohl der Menschen
ein.
In Wahrheit ist die Katholische Kirche in dem Kanton hoffnungslos überaltert. Ihre Botschaft theologischen
Stellungnahmen sind von einer erschütternden Banalität und nihilistischen Bedeutungslosigkeit.
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