Schweiz
Eine Kirche ohne Gott zum Wohl der Menschen?
Die allmächtige Züricher Kirchensteuer-Verwalter hat die Ernennung des neuen Churer Weihbischofs immer noch nicht verdaut.
Weihbischof Marian Eleganti auf dem Pressebild des Bistums Chur
Weihbischof Marian Eleganti auf dem Pressebild des Bistums Chur
(kreuz.net) Die „Zürcher Katholiken“ empfinden das Vorgehen von Bischof Vitus Huonder von Chur bei der Ernennung des neuen Weihbischofs Marian Eleganti als Provokation.

Das sagt Aschi Rutz, Mediensprecher der Zürcher Katholischen Kirche, vor der antikatholischen Regionalzeitung ‘Südostschweiz’.

Rutz spricht in Wahrheit nicht für die Katholiken, sondern für die autonome altliberale Verwaltung, welche die üppigen Kirchensteuer-Einnahmen im Kanton Zürich kontrolliert.

Woher hat er die Sicherheit?

Der Sprecher jammert vor der Zeitung, daß Bischof Huonder die Züricher Kirchensteuer-Bonzen weder in den Entscheidungsprozeß zur Wahl des Weihbischofs einbezogen, noch über diesen orientiert habe.

Mons. Huonder verweigere jeglichen Dialog mit dem staatlichen Gremium „Zürcher Landeskirche“ – behauptet Rutz.

In Wahrheit hat dieses Gremium über Jahre hinweg, jedes Gespräch mit der Diözesanleitung abgeblockt.

Rutz behauptete auch, daß es nicht stimme, daß die sein Gremium gezielt kirchliche Interna an die Öffentlichkeit trägt. Er können „mit Sicherheit“ sagen, daß ein allfälliges Leck nicht in Zürich zu suchen und zu finden sei.

Diese Formulierung läßt zwischen den Zeilen lesen, daß Rutz weiß, wo sich der kirchliche Verräter befindet.

Es ist eine Tatsache, daß interne kirchliche Informationen regelmäßig in der Züricher Kirchenhaß-Zeitung ‘Tages-Anzeiger’ publiziert werden. Das Blatt ist für seine kritiklose Hofberichterstattung über die altliberale Züricher Landeskirche bekannt.

Welche Privilegien?

„Wer unsere Stellungnahme aufmerksam gelesen hat, findet keine Bewertungen und schon gar keine Vorverurteilungen zu Abt Eleganti“ – erklärt Rutz:

„Zu seiner Person stellen wir lediglich fest, dass er als Ordensmann im Bistum Sankt Gallen die Verhältnisse in Zürich nicht kennt“.

Das Kloster von Abt Eleganti befindet sich 55 Kilometer südöstlich von Zürich. Die Fahrdistanz beträgt 38 Minuten.

Im Vergleich: Der Churer Bischofssitz liegt 120 Kilometer von Zürich entfernt.

Rutz unterstellt im Interview, daß die Zusicherung von Bischof Huonder, bei der Wahl des Weihbischofs „stets das Wohl der Zürcher Kirche vor Augen“ zu haben, „zwingend“ die Anhörung der Züricher Kirchensteuer-Verwalter bedeutet hätte.

Das sei aber nicht geschehen. Gemäß des katholischen Kirchenrechts besitzen Finanzorganisationen in Kirchensteuer-Staaten keine besonderen Privilegien, schon gar nicht im Zusammenhang mit der Ernennung von Weihbischöfen.

Was bedeutet „Einvernehmlichkeit“?

Im Interview wird Rutz auch auf das „offene Geheimnis“ angesprochen, daß er eine Beförderung des altliberalen Züricher Bischofsvikars Joseph Annen zum Weihbischof bevorzugt hätten: „Weil er pflegeleichter gewesen wäre?“ – fragt das Blatt.

Rutz bestätigt, daß der Bischofsvikar der Wunschkandidat der Zürcher Kirchensteuer-Verwaltung gewesen wäre. Auf die Frage der Zeitung geht er nicht ein.

Er beharrt darauf, daß das „duale System“, in dem sich die Katholischer Kirche einer autonomen Kirchensteuer-Verwaltung gegenübersieht, das „Prinzip der Einvernehmlichkeit“ bedinge.

In der Vergangenheit haben die Züricher Kirchensteuer-Gewaltigen stets klar gemacht, daß „Einvernehmlichkeit“ für sie bedeutet, daß sich der Ortsbischof ihnen als Befehlsempfänger unterwirft.

Auf die Frage, ob der Kampf der Zürcher Kirchensteuer-Verwaltung gegen den Bischof auf die Dauer nicht ermüdend und aussichtslos sei, behauptet Rutz: „Wir führen ja keinen Kampf gegen jemanden oder eine Sache.“

Man setzte sich im Kanton Zürich für eine lebendige Kirche zum Wohl der Menschen ein.

In Wahrheit ist die Katholische Kirche in dem Kanton hoffnungslos überaltert. Ihre Botschaft theologischen Stellungnahmen sind von einer erschütternden Banalität und nihilistischen Bedeutungslosigkeit.
      
8 Lesermeinungen
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#10   Mighty Counsellor   01:22:24 | Donnerstag, 17. Dezember 2009
Wir wünschen Abt Marian
viel Erfolg.
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#9   IZAAC   08:52:13 | Mittwoch, 16. Dezember 2009
Es gibt leider zu viele Typen, wie z.B. Rutz,
die sich in Angelegenheiten einmischen, die sie nichts angehen! Die sich Dinge herausnehmen, die ihnen nicht zustehen!
Ich weiß nicht – ich neige schon dazu, solche Leute einfach mal mit dem Kopf nach unten aufzuhängen und ihnen mal mit einem Knüppel „Bescheidenheit und Verstand“ einzuprügeln…
Versucht habe ich so etwas noch nicht, aber ein Versuch könnte nicht schaden!
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#8   Mighty Counsellor   23:06:14 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Und jetzt noch etwas für jenen, der die Mauer in Jerusalem schriftlich bemalen musste.
„Continet hic paries veterum monimenta sophorum
Claro qui totum docuerunt dogmate mundum.“
Hs. Sang. 397, „Vademecum“ des Abtes Grimald (841-872), p. 52 [letzte Seite; ursprünglich leer; mit Würdigung und Epitaph auf Grimald], zitiert nach: Anton von Euw, Die St. Galler Buchkunst vom 8. bis zum Ende des 11. Jahrhunderts, Monasterium Sancti Galli 3, Bd. I, 2008, S. 94.
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#6   Mighty Counsellor   16:31:22 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Züricher Polemik
„‘Wer unsere Stellungnahme aufmerksam gelesen hat, findet keine Bewertungen und schon gar keine Vorverurteilungen zu Abt Eleganti’ – erklärt Rutz: ‘Zu seiner Person stellen wir lediglich fest, dass er als Ordensmann im Bistum Sankt Gallen die Verhältnisse in Zürich nicht kennt.’“
Wieso muss man eine Stellungnahme „aufmerksam“ lesen, damit man rausfindet, dass dieselbe „keine Bewertungen“ und „schon gar keine Vorverurteilungen“ enthält. Eine solche Stellungnahme hat sonnenklar zu sein.
Zudem ist Uznach ennet dem Ricken klar zürich-orientiert, zumindest viel mehr als sankt-gallen-orientiert.
„Er [Rutz] beharrt darauf, dass das ‘duale System’, in dem sich die Katholischer [recte: Katholische] Kirche einer autonomen Kirchensteuer-Verwaltung gegenübersieht, das ‘Prinzip der Einvernehmlichkeit’ bedinge.“
Statt das „Prinzip der Einvernehmlichkeit“ (was für ein lächerlicher Terminus) anzurufen, ist vielmehr das eigentlich selbstverständliche Prinzip der Gesetzlichkeit und der Verfassungsmässigkeit zu bedenken.
Siehe auch hier www.kreuz.net/bookentry.5857.html.
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#5   Lieblingsuli   13:36:20 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Schimpf über Verstorbene
Liebe Redaktion, könnt ihr nicht den Unsinn im Falle des österreichischen Künstlers löschen?
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#3   Franz Kappes   12:10:36 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Gloria.tv
Die haben auch schon Ihre Agenda umgestellt.
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#2   Mighty Counsellor   11:18:14 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Selbstverständlich hat ein Denunziant
aus der Züricher Landeskirche dem Herrn Michael Meier, seines Zeichens zuständig für kirchenferne Belange im „Tages-Anzeiger“, etwas gesteckt. Dafür muss man die Augen nicht sehr weit aufmachen.
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#1   st. polterer   11:10:28 | Dienstag, 15. Dezember 2009
Wann schleicht der sich endlich??
Das Rutz-Gesindel kommt sofort nach dem Tod in die Hölle.
Dort kann er sich seine Hass-Predigten selber anhören.
:-D
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Es wurden 2 Lesermeinungen von der Redaktion entfernt
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