Wenn man das Niveau der altliberalen Theologieprofessoren betrachtet, kann man sich über den theologischen Analphabetismus im gegenwärtigen Klerus nicht wundern.
Der Liturgiker Franz Nikolasch auf der Webseite der Diözese Graz-Seckau
(kreuz.net) Die vier Bischofsweihen, die Erzbischof Marcel Lefebvre im Juni 1988 spendete, waren nicht
nur unerlaubt, sondern auch „ungültig“.
Diese Erkenntnis verbreitete der altliberale Krawattenpriester
und ehemalige Liturgiker an der Universität Salzburg, Hw. Franz Nikolasch (76), in der kirchenfeindlichen
Wiener Monatszeitschrift ‘Kirche in’.
Hw. Nikolasch begründet seine ungewöhnliche These mit der Apostolischen
Konstitution ‘Pontificalis Romani recognitio’ von Papst Paul VI., die im Juni 1968 in Kraft gesetzt wurde.
Aus diesem Text gehe „eindeutig“ hervor, „daß die Gültigkeit der Bischofskonsekrationen an die Einhaltung
der Bestimmungen dieser Apostolischen Konstitution gebunden ist und daß alle vorausgegangenen entgegenstehenden
Bestimmungen, auch von Apostolischen Konstitutionen dadurch aufgehoben werden.“
Apostolische Konstitutionen
seien „gewissermaßen“ mit verfassungsmäßigen Bestimmungen zu vergleichen – belehrt Hw. Nikolasch. Diese
könnten auch nur durch gleichwertige rechtssetzende Dokumente außer Kraft gesetzt werden.
Da Erzbischof
Marcel Lefebvre sich bei den in Frage stehenden Bischofsweihen wahrscheinlich hinsichtlich der Gültigkeit
der Form nicht an die Bestimmungen der Apostolischen Konstitution gehalten, sondern das durch diese „außer
Kraft“ gesetzte vorkonziliare Pontificale Romanum verwendet habe, seien die von ihm vorgenommen Weihen
„nicht nur unerlaubt, sondern ungültig.“
Gleiches gelte „natürlich“ auch für die Weihen zum Diakon
und zum Priester, „die nicht entsprechend den Bestimmungen der Apostolischen Konstitution »Pontificalis
Romani recognitio« vom 18. Juni 1968 erfolgt sind und erfolgen.“
Hw. Nikolatsch vermeidet in seinem
Text die katholische Terminologie „Weihe“ und verwendet statt dessen die protestantische Diktion „Ordination“.
Sehr gut hat der pensionierte Liturgiker seine Theorien allerdings nicht durchdacht. Denn der klassische
Römische Weiheritus wurde und wird auch außerhalb der Piusbruderschaft verwendet – zum Beispiel in der
chinesischen Untergrundkirche oder bei der Konsekration des Apostolischen Administrators der altgläubigen
Gemeinschaft von São João Maria Vianney in Rio de Janeiro.
Diese Konsekration wurde im Auftrag von
Papst Johannes Paul II. († 2005) von dem Kurienkardinal Darío Castrillón Hoyos vorgenommen.
Es gibt
auch zahlreiche Priester der Petrusbruderschaft, die von Erzbischof Lefebvre geweiht wurden.
Dazu meint
Hw. Nikolatsch zunächst kleinlaut: „Es entzieht sich meiner Kenntnis, inwieweit die Ordinationen der
von Rom akzeptierten »Petrusbruderschaft« davon betroffen sind.“
Dann rafft er sich noch einmal auf
und spricht triumphierend sein strenges Urteil: „Sollten auch dort die Ordinationen nicht entsprechend
den Bestimmungen der Apostolischen Konstitution Papst Pauls VI. über die Gültigkeit erfolgen, sind auch
diese als ungültig zu betrachten.“
Gleiches gelte auch für die „erneuerte Liturgie der Firmung“, die
ebenfalls durch die Apostolische Konstitution in Kraft gesetzt wurde und die Form des Sakramentes „vollkommen
verändert hat“.
Hw. Nikolatsch wurde selber im Jahr 1958 zum Priester geweiht – durch einen Ritus, der
nach seiner Bastrock-Theologie heute ungültig wäre.
In Wahrheit hat Papst Paul VI. in ‘Pontificalis
Romani recognitio’ keinen Traditionsbruch vorgenommen, sondern nur die Bestimmungen in der Apostolischen
Konstitution ‘Sacramentum Ordinis’ von Pius XII. († 1958) aus dem Jahr 1947 angewendet.
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43 Lesermeinungen
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#47 Petrus Radii 23:52:27 | Dienstag, 22. Dezember 2009
Solche Dummheiten! Man haette besser von diesem langjaehrig im Konkubinat lebenden Ketzer-Priester erwartet.
Vor zwanzig Jahren haette sich Nikolasch nur aufgeregt und dummes Blah-blah vorgetragen. Jetzt faellt
er als alter Hase zurueck in die vorkonzialare Theologiesprache zurueck, an die er doch gar nicht glaubt.
Wen will er ueberzeugen? Oder pfifft er nur, durchs Dunkel gehend, da er den annahenden Tod spuert, und
meine auf diese Weise einem strengen Gericht to entgehen? Das eigentlich Fragwuerdige ist, weshalb mindestens
vier Erzbischoefe ihn im Amt gelassen haben, anstatt seiner zu exkommunizieren, wie es ihm gedeiht.
#45 Paulaner † 23:30:48 | Montag, 21. Dezember 2009
Gott sei Dank hat es diese Kirche auch anderswo gegeben als im Deutschen Reich… wolfgang11: kennen die
Zeitumstände nicht, in welcher dieser „Glaube“ seinem Höhepunkt zustrebte, nach der schicksalsschweren
Zeit des Naziregimes – um dann ins Bodenlose abzustürzen. Der Charly Chaplin hat die ganze Welt(kugel)
zerplatzen lassen.
Hat ja richtig Logik das ganze… Wenn die Weihen nicht gültig gewesen sein sollten – dann ist es ja
„sehr logisch“, das Rom sich zum Eingriff gezwungen sah und den Erz-Bischof Lefebvre exkommuniziert hat…
Nikolasche – nimm lieber die Krawatte und mach was sinnvolles damit…, das hilft uns allen…
#43 wolfgang11 † 22:50:00 | Montag, 21. Dezember 2009
Galatea: Der kath. Glaube wird in diesem Forum als „rechtsgerichteter“ Glaube propagiert, d.h. als vergangenheitsseeligmachende
Fantasie. Diejenigen, welche ihre Forderungen nach der Umsetzung dieser Fantasie erheben, kennen die Zeitumstände
nicht, in welcher dieser „Glaube“ seinem Höhepunkt zustrebte, nach der schicksalsschweren Zeit des Naziregimes –
um dann ins Bodenlose abzustürzen. Wie alle zurückliegenden Ereignisse gehen nun die jungen Leute daran
diese Zeit zu verherrlichen, für die Zukunft keine neuen Ideen zu entwickeln und ihre vermeintliche Sicherheit
in der Vergangenheit zu suchen.
@Wolfgang11 Das weiß ich nicht. Ich denke, auch die jüngere Generation ist an Entwicklungen interessiert.
Sie sollten kreuznet nicht als maßstab der Beurteilung nehmen. Das wäre sicherlich falsch. Allerdings
vollzieht sich der Tatendrang einer jüngeren Generation oft in Auseinandersetzung mit den Idealen einer
älteren. Und hier scheinen durchaus wieder jüngere Menschen andere Wege gehen zu wollen, als die ihrer
Elterngeneration. Und das ist legitim. Im übrigen ist das kein innerkirchliches Phänomen. Ich kenne
durchaus zB. viele Lehramtsstudenten, die sich über „antiautoritäre“ Erziehung oder die „Verpädagogisierung“
von Schule köstlich amüsieren und diese nicht praktizieren werden. Warum? Weil sie erkannt haben, dass
die „Kuschelpädagogik“, wie sie von manchen Pädagogen propagiert wird, nicht tauglich ist. Dies bedeutet
nicht, an ihre Stelle den Unterricht der 50er Jahre wiederaufleben zu lassen, aber immerhin einen Unterricht,
der Wissen vermitteln will und Leistungsansprüche stellt. Ich denke, so ist es auch in der Kirche. Kreuznet
ist nicht repräsentativ für die Kirche, keine Frage. Ich kenne in meinem Umfeld zB. nicht wenige junge
Leute, die nun wirklich keine alleinigen Anhänger der „Alten Liturgie“ sind (dieser aber auch nicht ablehnend
gegenüberstehen), aber mit den „Bastelliturgien“ und „jugendgemäßen“ Formen nichts anfangen können
und einen „normalen“ Gottesdienst vorziehen. Neue Wege gehen, kann auch bedeuten, bereits bekannte Wege
neu zuentdecken und darauf weiterzugehen.
Lieber Herr wolfgang11, Ihr reißerisches Organ vergisst womöglich, uns Katholiken zu erklären, worin
der Sinn Ihrer Zuschrift liegt. Vielen Dank für Ihre Erklärung. Der kath. Glaube scheint Ihnen, wenn
man so nachliest, nicht der rechte zu sein. Schade für Sie.
#38 Alois Bischof 21:50:27 | Montag, 21. Dezember 2009
Ja wolfgang Ihr aufgeklärte und ach so tolerante Ikonoklasten und Mahlvorsteher der 1970er seid so lieb
und fortschrittlich. Daß die Jugend den Schwindel von euch durchschaut hat, wollt ihr einfach nicht wahrhaben.
Der Umbruch kommt aber. Die Wiederherstellung aller Dinge in Christo.
#37 wolfgang11 † 21:47:30 | Montag, 21. Dezember 2009
Czibo: Unter den Kleriker meines Jahrganges geht die Kunde, daß die Jüngeren nicht mehr so flexibel,
so tatendurstig und neugierig auf Entwicklungen sind. Die jungen Leute sind meist denkfaul und behäbig,
finden sich mit allem ab, haben keine eigenen Vorstellungen mehr und sind höchsten nur noch für radikale,
fundamentalistische Einstellungen zu haben – wie sie sich in kreuz.net durchweg dargeboten werden. Es
ist für die Kirche wieder einmal eine verlorene Generation.
@Wolfgang11 Da hört man aber deutlich die Diktion Ihres verehrten Lehrmeisters. Erinnert mich so ein
wenig an die 68er-Bewegung. Bin ich vermutlich zu jung für. Auf Partenia kann man ähnliches lesen.
#35 wolfgang11 † 21:31:00 | Montag, 21. Dezember 2009
Czibo: Jedem das Seine. Wer den Papst gern hat – dann soll er es – und wenn er die systembedingten menschlichen
Tragödien innerhalb der Kirche als Wohltat empfindet – so hat das für ihn auch seine Richtigkeit. Es
gibt aber auch noch Menschen, welche diese gewollten Tragödien als Unrecht anprangern – und noch im christlichen
Sinne und nicht im Sinne des Systems denken.
@Wofgang11 Genauso ist es! Ich stehe beiden Personen kritisch gegenüber und würde weder Anhänger des
einen noch des anderen werden wollen. Wie gesagt: Papst Benedikt reicht mir da vollkommen als Identifikationsfigur.
Ich möchte weder in einer Kirche leben, in der Pfarrer Breitenbachs Ideen verwirklicht werden (protest.
Freikirchen gibt es doch so schon in Hülle und Fülle), aber auch nicht in einer „Lefebrve-Kirche“, die
vermutlich viel zu eng und auch „engstirnig“ wäre.
#33 Stephanus 21:21:51 | Montag, 21. Dezember 2009
Im Himmel wird Rechenschaft gefordert über jedes gesprochene (geschriebene) Wort! Darum ist mir bang,
wenn ich hier wieder mal nur 5 min lese. Wie wäre es werte Zuschreiber, wenn sie statt hier alles vollzumüllen,
sich einmal in die Betrachtung des göttlichen Kindes in der Krippe, vertiefen würden. Sie können dann
ja nach Heilige Drei Könige, sagen wir, ab 07.Januar 2010 hier ihre Erkenntnisse posten. Gott zum Gruß
Stephanus
Amüsant Für die einen ist Pfarrer Roland Breitenbach der Heilige und Erzbischof Marcel Lefebrve der
leibhaftige Antichrist, für andere ist es genau andersrum. Irgendwie schon lustig zu sehen, wie man hier
mit Gallionsfiguren kämpft. Wie so oft wird die Wahrheit in der Mitte liegen. Aber Ideologen und Fanatiker
übersehen das leicht… Schade eigentlich, aber so ist nun einmal der Mensch.
#29 Ben Sira † 20:04:35 | Montag, 21. Dezember 2009
Am liebsten würde der Frevelpriester im Himmel Ordnungsdienst übernehmen und dafür sorgen, dass auf
für Katholiken reservierten Wolken keine „Mohammedaner“ Platz nehmen. Dabei hat er sich anfangs schwer
darüber gewundert, dort überhaupt Muslime anzutreffen und hat dann sogar Gott-Vater schwere Vorwürfe
gemacht: das sei schließlich nicht in Übereinstimmung mit der Tradition! www.youtube.com/watch?v=yVt0dnwZMCo
#28 wolfgang11 † 18:27:35 | Montag, 21. Dezember 2009
Es erhebt sich die grundsätzliche Frage ob ein Levebre überhaupt schon die hochwertige Arbeit „Kartoffeln
schälen“ ausführen darf. Wahrscheinlicher ist es, daß er zur Feldarbeit abgestellt ist und mit einer
Hacke jenen steinigen Boden bearbeiten darf, den er selbst geschaffen hat.
Das kommt vom alten Fett aus den uralten liturgischen Töpfen. Klar dass das ranzige Fett die Pommes ungenießbar
macht…nicht nur im Himmel, sondern auch hier bei kreuz.net… und dem ungültigen Kartoffelschäler
Lefebrve…
Wolfgang Dieser Lefebre hatte einen Sprung in der Schüssel und arbeitet schon seit Jahren in der himmlichen
Kartoffelschälabteilung. Thats all Ein schönes Weihnachtsfest wünscht der Unbestechliche
#24 wolfgang11 † 17:27:19 | Montag, 21. Dezember 2009
Wenn der Lefebre schon so extrem katholisch sein wollte, dann hätte er sich auch nach Rom verbeugen müssen.
So war und ist er allenfalls ein von seinem überbordenden Ego getriebener, schismatischer Kleingeist.
#23 Lycobates 17:12:16 | Montag, 21. Dezember 2009
Zustimmung @Alois Bischof bis auf: Daß die neue Weihe immer und überall ungültig ist oder mit protestantischer
Ideologie hergestellt wurde, ist aber auch unhaltbar, Herr Dipl.-Ing. Lycobates! Da ist wohl ein Mißverständnis.
Die von mir schon öfter zustimmend zitierte Studie von Thilo Stopka (als pfd-Dokument auf der Webseite
„Rore sanctifica“) ist nicht von meiner Hand, da ich nicht Thilo Stopka bin, und ihn auch nicht persönlich
kenne. Ich habe auch nicht an dem Text mitgeschrieben. Vor deutschsprachigem Publikum zitiere ich diese
Studie aber gern, weil sie eine der ausführlichsten und seriösesten Erörterungen der Gültigkeitsfrage
des neuen Pontificale ist, obwohl es dazu nicht gerade wenige, oft sehr gute Studien gibt (schon seit
P. Athanasius Kröger 1978). Letztendlich, wie ich auch schon betont habe, wird aber über diese Frage
autoritativ nur das authentische Lehramt entscheiden können und müssen, wenn es denn wieder wirksam
wird. Aufgrund des Tutiorismus-Prinzips muß für die Praxis aber gelten, daß ein unsicheres Sakrament
kein Sakrament ist, und u.U. bedingungsweise wiederholt werden kann und muß. Daran haben wir uns zu halten.
#22 Alois Bischof 16:41:39 | Montag, 21. Dezember 2009
Angesichts der sehr zweifelhaften Gültigkeit und der umstrittenen Rechtgläubigkeit der neuen Weiheriten
Paul VI. (1.4.1969 eingeführt), ist dieser Versuch zur Verunsicherung der Gläubigen hstl. der absolut
gültigen Bischofsweihen des römisch-katholischen Erzbischofs und Helden Dr. Marcel Lefebvre, absolut
lächerlich. Das ist die skurille Weltsicht der Konzilskirche. Kirche eben als sozialer Konstrukt. Andere
Gesetze und Vorschriften, dann ist auf einmal altes „nicht mehr gültig“. Lächerlich. Einfach lächerlich.
Wer glaubt eigentlich diesem Krawattenmann eh -Mensch? Das sind weder Katholiken noch Theologen. Daß
die neue Weihe immer und überall ungültig ist oder mit protestantischer Ideologie hergestellt wurde,
ist aber auch unhaltbar, Herr Dipl.-Ing. Lycobates!
#18 Lycobates 14:48:31 | Montag, 21. Dezember 2009
bäähmisch Die Äußerungen Hw. Nikolasch’s können nur mala fide sein, um die Gläubigen zu verunsichern;
kein Theologe, der was auf sich hält, auch kein bääähmischer, kann Weihegewalt und Jurisdiktion dermaßen
durcheinander bringen. Neu ist das aber nicht; schon 1988 konnte man dergleichen hören. Im übrigen, @
Redakteur: In Wahrheit hat Papst Paul VI. in ‘Pontificalis Romani recognitio’ keinen Traditionsbruch vorgenommen,
sondern nur die Bestimmungen in der Apostolischen Konstitution ‘Sacramentum Ordinis’ von Pius XII. († 1958)
aus dem Jahr 1947 angewendet Da lachen ja die Hühner! Es genügt, die von Papst Pius XII. 1947 definierte
Form der Bischofsweihe mit dem vom Papstdarsteller Montini 1968 promulgierten Machwerk der Schreibtischtäter
Dom Botte/Pater Lécuyer/Pater Bugnini zu vergleichen. Dazu: www.rore-sanctifica.org/…s-VI_-_ePaper(f).pdf
„Ordo“ Das unerlaubt und vielleich ungültig) gespendete Sakrament heisst korrekt „Ordo“, die Handlung
wird auf deutsch üblicherweise „Weihe“ genannt, bw. vom Lateinischen kommend „Ordination“.
Krawattenprivileg [fett]der altliberale Krawattenpriester und ehemalige Liturgiker an der Universität
Salzburg, Hw. Franz Nikolasch (76)[fett] Als Universitätsprofessor besitzt Hochwürden Nilolasch selbstverständlich
das Privileg, Krawatte anstatt Kollar zu tragen.
#14 Brandenburgis 14:01:53 | Montag, 21. Dezember 2009
Ja, ich bin in der Zone zur Schule gegangen. Deshalb kapiere ich auch den „Corpus Christi“ nicht. Heißt
das, daß ungültige Weihen durch dieses Prinzip geheilt werden?
Was der hochgelehrte Nikolausch von sich gibt … wird wohl stimmen müssen! o^/ Wie ein Kommentator sinngemäß
bemerkt hat: Man drehe die sedisvakantistische Lingen-Positon um – und herauskommt: der Nikolaus!
#12 Paulaner † 13:46:03 | Montag, 21. Dezember 2009
„Braucht man nicht“ – das wär jetzt was für meine Schreibtische zum Weihnachtsputz. unbestechlicher:
Weihen hin oder her Alles Esoterik und Hokus-Pokus und Schamanentum, Braucht man nicht !
#10 Paulaner † 13:12:13 | Montag, 21. Dezember 2009
Das wäre eine Form der Weihe, die sich am Erbrecht orientiert. Brandenburgis: Das Gegenteil ist wahr
die nachkonziliaren Bischofs- und Priesterweihen sind ausnahmslos ungültig. Nur Weihen, die auf eine
lückenlos vorkonziliare Traditon sich stützen können, sind gültig (Wie die Weihen der FSSPX). Die
Kirche ist aber ein stabiler Körper, der statisch als Corpus Christi gilt.
#7 Brandenburgis 12:58:39 | Montag, 21. Dezember 2009
Das Gegenteil ist wahr die nachkonziliaren Bischofs- und Priesterweihen sind ausnahmslos ungültig. Nur
Weihen, die auf eine lückenlos vorkonziliare Traditon sich stützen können, sind gültig (Wie die Weihen
der FSSPX).
Mein Kompliment, werter Paulaner, in diese Richtung schwirren meine Gedanken auch schon länger rum. Das
müsste sich doch etwas Wissenschaftliches bzw. Theologisches machen können, das die anderen Wissenschaftler
bzw. Theologen vom Stuhl haut; sogar den Papst.
#5 Paulaner † 12:53:06 | Montag, 21. Dezember 2009
Wenn sich die Kirche als Körper Christi versteht, dann kann Bischof Lefebvre fast gar nicht ungültig
geweiht haben. Nicht einmal dann, wenn er bereits in einer Sekte steht! Solange die Geweihten „einigermaßen“
den apostolischen Weihebedingungen genügen. Das ist IMHO vergleichbar mit der Taufe: so katholisch ist
die „Römisch katholische Kirche“. Die geweihten Priester und Bischöfe haben dann zwar kein Amt in der
RKK und werden auch nie eins erhalten aber die Weihe haben sie trotzdem. Eben darauf hat der Papst Benedikt
aufgebaut mit der Ex-Exkommunikation. Das ist keine Nachsicht und kein Strafnachlaß sondern Rückkehr
der verlorenen Brüder.
Lefebvre hat ungültig geweiht, da er sich zur Zeit der Weihen vom Geist der katholischen Kirche schon
gelöst hatte. Deshalb kommt es auf die Form der Weihe gar nicht mehr an.
Origineller Ansatz, richtig amüsant Da hat aber jemand mal die „Lingensche Weihetheologie“ herumgedreht.
Wieso das? Nun, dieser behauptet doch, dass alle Weihen, die nach dem Zweiten Vatikanum gemäß der „neuen“
liturgischen Bücher erfolgen, ungültig sind. Franz Nikolasch dreht es nun herum: Ungültig sind die
Weihen, die nach 1968 noch nach dem „alten“ Pontifikale erfolgen. Somit also eine umgedrehte „conclusio
Lingeriana“, wie die Theologen diese vom großen Theologen und Philosophen Lingen entwickelte Denkfigur
nennen. Mit dem gesunden (theologischen) Menschenverstand betrachtet: Fragwürdig, vielleicht aber auch
nur amüsant scheinen mir beide Ansätze zu sein. Beide haben als Grundprämisse: Was nicht in mein eigenes,
kleines Weltbild passt, muss ja per se ungültig sein. Da kann man nur froh sein, dass die Kirche hier
weitaus weiteherziger ist, also katholisch im besten Sinne des Wortes