Ernennungen
„Weniger weltliche Turbulenzen“
Der neue Bischof von Essen sieht klar: Die Turbulenzen, in welche die Kirche geführt wird, sind nicht immer von Gott geschickt – und müssen darum auch entsprechend beurteilt werden.
Mons. Overbeck bei seiner Amtseinführung
Mons. Overbeck bei seiner Amtseinführung
© Pressefotos Bistum Essen
(kreuz.net) „Es geht gut. Es war ein schöner Beginn, ein guter Start.“

So kommentierte der neue Bischof von Essen, Mons. Franz-Josef Overbeck, am 23. Dezember den Beginn seiner Tätigkeit als Diözesanbischof vor dem Medienportal ‘Der Westen’.

Mons. Overbeck wurde am 20. Dezember in sein neues Amt eingesetzt.

Weihnachten faßt er so zusammen: „Gott mischt sich in die Welt ein.“

Daß Gott Mensch werde, ist ein Geschenk Gottes an uns Menschen: „Deshalb machen wir Menschen uns gegenseitig Geschenke.“

Auf die Frage, was das Ruhrbistum von anderen Diözesen unterscheide, antwortet er wie ein Politiker:

Der Titel „Ruhrbistum“ hänge mit den „Fragen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung, mit den politischen und sozialen Fragen“ zusammen.

Pressebilder der Amtseinführung

Die Kirche müsse für diese existentiellen Fragen die „Maßstäbe und Werte bewußt macht“ – folgert er abstrakt.

Er stelle gerade fest, „daß die politischen Akteure hier die Kirche nicht nur hören wollen, sie sagen das auch, und sie fordern es ein.“

Der Oberhirte fühlt sich geschmeichelt: „Mir selber gefällt diese Rollenzuweisung sehr.“

Die Zusammenarbeit mit Politikern sieht Mons. Overbeck in der sehr diffusen Frage, „welche Lebenskultur im weitesten Sinne des Wortes eigentlich die Menschen hier prägen soll.“

Noch diffuser: „Daß wir uns bewußt machen, wofür wir hier Verantwortung tragen.“

Er könne als Bischof nicht mit Geld und Macht daherkommen, „aber mit einem Tisch.“

Dort könne er alle Akteure einladen zu einer Auseinandersetzung über die Werte, die dabei zugrunde gelegt werden sollen.

Welche konkrete Ergebnisse sich der Bischof von solchen Runden für Kirche und Gesellschaft erwartet, läßt er offen.

Zu den Veranstaltungen zum Ruhrgebiet als deutsche Kulturhauptstadt des Jahres 2010 möchte der Bischof auf den „Grund für Kultur“ hinweisen: „Da kann ich selbstbewußt als Bischof von Essen sagen: Das sind wir.“

Die Kultur habe im Ruhrgebiet ihren Grund im Christentum und nicht in der Entwicklung der Industrie seit dem 19. Jahrhundert – „wenn das auch ein wesentlicher Teil dieser Kultur ist“.

Auf die Frage nach Lösungen für den Priestermangel läßt sich Mons. Overbeck keinen Angriff auf den Zölibat entlocken:

„Wir geben jedenfalls nicht die Antwort darauf, die manche Medien gerne hätte. Die gebe ich Ihnen auch nicht. Der Zölibat wird nicht aufgehoben.“

Es gehöre zur Kirche, „daß wir Priester radikal das leben, was für alle Christen gilt: radikal für Gott und für die Menschen.“

Dasselbe gelte für die Unauflöslichkeit der Ehe: „Der Schutz der Familie gehört in die Mitte.“

Auch von der Frage, was er dem Vatikan für das kommende Jahr wünsche, nachdem angeblich „ein turbulentes Jahr“ zu Ende gehe, läßt sich der Bischof ebenfalls nicht provozieren:

„Ich wünsche mir für die ganze katholische Kirche – das gilt für jeden Gläubigen wie für den Papst – zu bezeugen, worum es uns eigentlich geht: um Gott und um die Menschen.“

Der Interviewer versucht es noch einmal: „Also weniger Turbulenzen?“

Mons. Overbeck präzisiert: „Weniger weltliche Turbulenzen – aber die hängen auch von Umständen ab, die man nicht immer in der Hand hat.“
      
17 Lesermeinungen
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#18   unbestechlicher   00:16:28 | Sonntag, 27. Dezember 2009
Fairness für Bischof Overbeck bitte !
Der Mann hat genug Probleme: knapp 2. 6 Mio. Einwohner, davon gut 900 000 Katholiken. In den letzten 3 Jahrzehnten hat das Bistum ein Drittel seiner Gläubigen verloren: Demografie, Abwanderung und Austritte usw.
Mal sehen wie seine Aufgaben schafft
:-D :-D :-D
Spekulationen über seine sexuellen Präferenzen gehören nicht ins Forum: Privatsache.
Alles Gute und Gottes Segen für Bischof Overbeck !
vom Unbestechlichen
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#17   r.ruhrgebietler   20:57:34 | Samstag, 26. Dezember 2009
otti…
nix zu malen im malbuch…
ich meine mich erinnern zu können, daß ihre leuchte schon einige zeit aus ist.
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#16   Alfredo Ottaviani   19:45:56 | Samstag, 26. Dezember 2009
Nun gebt dem Mann doch mal eine Chance!
Es ist widerlich, wie hier schon wieder gegen diesen Mann gestänkert wird. Lasst ihm mla ein jahr wirken, dann kann man etwas kritisieren, wenn es denn sein muss. Vor allem sollte man aufhören, dem Bischof Homosexualität vorzuwerfen. Das weiß niemand und das geht auch keinen etwas an.
Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!
Also: Beten statt Vorverurteilen!!!
+ Alfredo Card. Ottaviani
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#15   fundamental-christian   17:17:25 | Samstag, 26. Dezember 2009
Nicht schlecht, sehr geehrter Herr
r.ruhrgebietler!
^-^ :)3 :)3 :)3
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#14   r.ruhrgebietler   17:08:26 | Samstag, 26. Dezember 2009
hat der overbeck
irgendwo etwas davon verlauten lassen, wei SEELEN FÜR DIE EWIGE ANSCHAUUNG GOTTES IM HIMMEL GEWINNEN WILL?
alles andere ist weltlicher schund und tand! Overbeck, wachwerden! SEELENHEIL statt DAUERGEIL!
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#13   MartinBieger   12:47:12 | Samstag, 26. Dezember 2009
@Elijahu
Ich bin auch schwul.
Na und?
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#11   unbestechlicher   18:19:11 | Freitag, 25. Dezember 2009
Gotthard
Pfarrer (kath. u. evang. ) werden in Dtl aus der Kirchensteuer bezahlt. Kirchensteuer ist keine richtige Steuer, sondern ein Mitgliedsbeitag. Beweis: durch einen Austritt aus der Amtskirche hat man sich in 5 Minuten dieser „Steuer“ entledigt. Machen hundertausende Menschen im Jahr, bitte weiter so. Bischöfe werden nach dem Konkordat vom Staat direkt bezahlt. Pfarrer und Bischöfe sind in Dtl. Kirchenbeamte. Kann man also als Religionsbeamte bezeichnen. Ist das schlimm?
Ein wunderschönes Weihnachtsfest vom Unbestechlichen
Gott segne Dich.
Der Unbestechliche :-D :-D :-D
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#10   noch ein Landorganist   18:10:28 | Freitag, 25. Dezember 2009
„Etwas spitze am Ärmel…“
Danke für den Hinweis, Rottenburg (die Stadt mit der hässlichsten Bischofskirche Deutschlands ;-) ). Wäre fast übersehen worden!
Sollte sich tatsächlich an einem solchen Detail tatsächlich ein Hinweise auf die Nähe eines Bischofs zur Rechtgläubigkeit liegen?
Ich weiß die Antwort nicht.
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#9   r.ruhrgebietler   18:06:57 | Freitag, 25. Dezember 2009
ganz genau bischof
die freimaurer wegweisungen müssen eingehalten werden!
Gott denkt… der mensch lenkt.
was glaubt dieser sogn. „Bischof“, warum Jesus Christus geboren wurde?
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#8   Rottenburg   17:23:23 | Freitag, 25. Dezember 2009
Etwas spitze am Ärmel…
…und schon jubelt kreuz.net.
Ist dieses Medium so berechenbar? o^/
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#7   Gotthard   15:50:43 | Freitag, 25. Dezember 2009
@unbestechlicher
Werden durch den Staat bzahlt, gilt für Kath. und Ev.
dasss Priester in Deutschland durch den Staat bezahlt würden, ist eine glatte Lüge!
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#6   unbestechlicher   14:21:48 | Freitag, 25. Dezember 2009
gotthart
Kleriker in Deutschland sind Kirchenbeamte. Werden durch den Staat bzahlt, gilt für Kath. und Ev. Grundlage ist das Konkordat des Vatikans mit Hitler. So gesehen ist das Wort Religionsbeamte richtig. Diese Regligionsbeamten gibt es auch im Iran, ist also alles okay.
Alles Gute und ein frohes Fest
Der Unbestechliche :-D :-D :-D
Das Beamtentum gilt als besonders ineffizient. Das trifft auch auf Religionsbeamte zu. Oder hast Du schon mal von denen irgendeine besondere Leistung gesehen? Wenn ja bitte welche und wo?? :'(
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#5   Gotthard   13:54:06 | Freitag, 25. Dezember 2009
Beamter?
Der Klerus in Dtl. ist trotz Kirchensteuer und dem Status als Religionsbeamter
wo soll es denn religionsbeamte geben? In Deutschland aber nicht!
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#4   unbestechlicher   13:10:57 | Freitag, 25. Dezember 2009
sct – Bistum Essen
Das Bistum Essen ist sogar praktisch pleite. Die verramschen sogar schon Kirchengebäude. Solche die nicht mehr gebraucht werden: geht keiner mehr hin und es gibt jede Menge davon.
Ich sag nur: Halleluhjah, weg mit dem was man nicht braucht! Mal sehen ob Herr Overbeck mit ein paar frommen Sprächen die Situation ändern vermag?
Ich warte noch immer auf jemanden der darauf wettet. Darf aber kein Kleingläubiger sein.
Ein fröhliches Weihnachtsfest und den Segen unseres G_ttes (Allah und Jehova) auf alle die guten Willens sind.
:-D :-D :-D Unbestechlicher
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#3   sct   13:01:09 | Freitag, 25. Dezember 2009
Bistum Essen ist pleite
DAS GANZE LAND IST (theoretisch)PLEITE!
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#2   jolie   12:58:00 | Freitag, 25. Dezember 2009
naja, das ist aber jetzt nicht gerade…
denkt sich da
der
freche
jolie
trübe.
und weiter:
wenn nicht weihnachten wäre,
würde ich jetzt www.pfarrer-jolie.de/…lte-messe-für-da-ost/
frech
werden.
sehr frech sogar.
aber so…
O:)
frohes fest allerseits.
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#1   unbestechlicher   12:56:14 | Freitag, 25. Dezember 2009
Bistum Essen
Die sind erstens pleite und haben zweitens die größten Verluste an Gläubigen bei den Bistümern in Dtl. Ob dieser Overbeck das ändern wird? Wenigstens den Niedergang aufhalten? Ich wette: nein! Wettet jemand dagegen?
Der Klerus in Dtl. ist trotz Kirchensteuer und dem Status als Religionsbeamter so schlapp und so erfolglos dass man es kaum fassen mag. Wenn Petrus und Paulus damals diese Arbeitsauffassung gehabt hätten wäre sie kaum zur Tür herausgekommen zu ihren Missionsreisen.
Ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Braten
wünscht der
Unbestechliche :-D :-D :-D
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