Bildung
„Deine Sprache verrät dich“
Er hat seinen Beruf als Neutestamentler an den Nagel gehängt. In Europa wird gerade ein Schlußstrich unter die achthundertjährige Geschichte einer ursprünglich christlichen Institution gezogen – und niemand hat es bemerkt.
Mathematik-Vorlesung
Mathematik-Vorlesung
© Public Domain
(kreuz.net) Bei dem sogenannten „Bologna-Prozeß“ geht es nicht um eine Reform, sondern um eine Revolution.

Das erklärte der deutsche Laientheologe und Neutestamentler Marius Reiser (55) im Gespräch mit der Monatszeitschrift ‘Kirchliche Umschau’.

Reiser war Professor für Neues Testament am Fachbereich katholische Theologie an der Universität Mainz.

Doch am 1. April 2009 gab er aus Protest gegen den Bologna-Prozeß seine Professur auf und wurde aus dem deutschen Beamtenverhältnis entlassen.

Der Bologna-Prozeß ist eine Absprache zwischen den Bildungsministern von über vierzig Staaten, die 1999 in Bologna unterzeichnet wurde.

Damit soll bis zum Jahr 2010 ein einheitliches europäisches Hochschulwesen geschaffen werden.

Doch Reiser kritisiert, daß mit dem Bologna-Prozeß alle bisherigen Ziele und Ideale der Universität geändert werden.

Es gehe einfach darum, daß die Studenten einen konkreten Beruf erlernen: „Es soll nicht um das Lernen von selbständigem Denken gehen, sondern um abfragbares Wissen.“

Bisher sei die Suche nach Wahrheit das oberste Ziel aller Fächer und Disziplinen gewesen:

„Jetzt soll Wahrheit nur noch soweit interessieren, als sie dem Markt dient und Geld einbringt.“

Unter diesen Umständen könnten die Geisteswissenschaften – und mit ihnen auch die Theologie – nur noch eine marginale Rolle spielen:

„Der Bologna-Prozeß bedeutet in meinen Augen den Schlußstrich unter die achthundertjährige Geschichte der ursprünglich christlichen Institution der Universität.“

Deine Sprache verrät Dich

Für Reiser gilt im Bologna-Prozess das Wort: „Deine Sprache verrät Dich.“

Reiser hat festgestellt, daß die Bologna-Dokumente ständig Begriffe verwenden, die aus der Wirtschaft stammen.

So sollen die Universitäten „wettbewerbsfähig“ werden, „Marketing-Strategien“ entwickeln und „Exzellenzcluster“ bilden.

Die Professoren sollen zu „Wissenschaftsmanagern“ werden. Das „Europa des Wissens“ soll ein „wissensbasierter Wirtschaftsraum“ sein. Es gehe um „Qualitätssicherung“, „Evaluationen“, „Effizienz“ und „Leistungsabmessung“.

Dagegen fehlten Begriffe wie Bildung, Geist oder Gelehrte.

Reiser Fazit: „Es geht nicht um Geist, sondern um Geld.“

Die Aufklärung erblüht

Erste Ansätze für die Ziele und Ideale des Bologna-Prozesses findet Reiser im 18. Jahrhundert.

Damals verwies unter anderem der deutsche Gelehrte Wilhelm von Humboldt († 1835) die „Nützlichkeitsapostel“ von der Universität in Industrieschulen.

Reiser vergleicht diese Schulen mit heutigen Fachhochschulen.

Theologen, die das Neue Testament nie gelesen haben

Reiser bedauert, daß der Wissensstoff im Bologna-System fast ausschließlich aus den Vorlesungen gewonnen wird:

„Sollte ein Theologe nicht wenigstens einmal die Confessiones des Heiligen Augustinus oder ein anderes großes Werk der Theologie gelesen haben? Oder sogar das Neue Testament?“

Es gibt im Bologna-System auch kaum Platz für das Erlernen alter Sprachen:

„In zwanzig bis dreißig Jahren wird kaum noch jemand imstande sein, lateinische oder griechische Texte zu lesen.“

Für Rieser ist es ein Skandal, biblische Wissenschaft nur noch an Übersetzungen zu betreiben:

„Wo die Kenntnisse der alten Sprachen fehlen, kann ich keine wissenschaftlich verantwortete Exegese der Heiligen Schrift mehr vermitteln.“

Reiser bedauert, daß sich nicht mehr Professoren gegen den Bologna-Prozeß wehren.

Denn in seinen Augen geht es um eine echte Gewissensentscheidung:

„Hier stehen hohe abendländische und christliche Werte auf dem Spiel. Für solche Werte muß man sich mit der ganzen Person einsetzen.“
      
46 Lesermeinungen
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#49   Robert Ketelhohn   12:16:18 | Mittwoch, 13. Januar 2010
___________________________________
Zitat „proetcontra“: »Herr R. Ketelhohn Sie irren! Das Zitat stammt von Augustinus (Über den Wortlaut der Genesis VI, 3, 5). Und wenn Sie jemanden Lügner schimpfen, so sollten Sie dies – wenn überhaupt – nur dann tun, wenn Sie sich in der Sachlage sicher sind. Zur Kenntnisnahme der Problematik gerade bzgl. des Frauenbildes bei Augustinus darf ich Ihnen folgende Seite empfehlen: www.kirchenserver.net/…wertschaetzung.html«
Aha, noch so ein Lügner und Betrüger. Freundchen, vielleicht kannst du andere mit dieser Methode bescheißen, einfach frech draufloszulügen. Mich jedenfalls nicht.
De genesi ad litteram vi,3,5 lautet: »Huc accedit quod ipsa etiam verba quibus narratur quomodo Deus paradisum plantaverit, in eoque hominem quem fecerat collocarit, ad eumque adduxerit animalia, quibus nomina imponeret, in quibus cum adiutorium simile illi non fuisset inventum, tunc ei mulierem costa eius detracta formaverit, satis nos admonent haec non ad illam operationem Dei pertinere, unde requievit in die septimo, sed ad istam potius qua per temporum cursus usque nunc operatur. Cum enim paradisus plantaretur, ita narrat: Et plantavit Deus paradisum in Eden ad orientem, et posuit ibi hominem quem finxerat. Et eiecit Deus adhuc de terra omne lignum pulchrum ad aspectum, et bonum ad escam.«
Selbstverständlich nichts von dem gefälschten Pseudozitat. – Im übrigen geht aus dem von dir verlinkten Artikel auch hervor, warum das Zitat sachlich völliger Schrott ist. Ja nich jelesen, wa?
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#48   proetcontra   14:43:58 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
@engelhardt
Sie schreiben Unsinn! Die angewandten Methoden der Theologie sind wissenschaftlich und reichen von der philosophischen, anthropologischen über die historische und sprachwissenschaftliche Betätigung bis hin zur Literaturwissenschaft und einigen mehr.
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#47   RRR   11:20:32 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
@ engelhardt
Dann ist auch die Physik eine Pseudowissenschaft, denn ihre Prämisse, dass es in der Materie wirksame Naturgesetze gäbe, ist ebenfalls nicht falsifizierbar.
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#45   proetcontra   02:08:38 | Mittwoch, 30. Dezember 2009
@Erlöse Mich
Ich denke, dass zwischenzeitlich etwa 10 – 15% der Beiträge Selbstunterhaltungen sein dürften.
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#43   Erlöse Mich †   21:11:08 | Dienstag, 29. Dezember 2009
jetzt unterhalten
die sich mit ihren Sockenpuppen schon selbst.
oh my goat…
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#42   Hoher Priester   21:05:48 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Ja, ja, mighty, Deine Sprache
verrät Dich. Du warst doch als Kind ein Matrizen-Fetischist. (Wobei erst gestern erfahren wurde, dass Vervielfältigung und Offsetdruck nicht dasselbe sind.)
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#41   Mighty Counsellor †   20:55:48 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Sind das Matrizen an
den Wandtafeln?
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#40   Brandenburgis   20:15:02 | Dienstag, 29. Dezember 2009
GIbt es eigentlich noch Medien
die auf die neue Schlechtschreibung verzichten?
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#39   Vineta   20:03:51 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Politiker, die die Verbesserung von Bildung mit deren Zerstörung verwechseln
Schneller als früher etablieren und qualifizieren sich Hochschulabsolventen nicht in der Berufswelt, auch wenn dies vor mehr als einem Jahrzehnt dafür einiges in die Wege geleitet wurde:
1996 beglückten die Kultusminister die Schüler mit der zig. Milliarden Euro teuren sog. Schreiberleichterung, sprich mit einer grammatikalisch falschen Rechtschreibung in bisher drei oder vier( und demnächst noch weiteren) Versionen, so daß heute jeder schreibt, wie er will – mit der Folge, daß die jungen Deutschen gerne bei der Weltsprache Englisch Zuflucht suchen und die moslemische Parallelgesellschaft sich weigert, dieses ( ja nun wirklich unlernbare) Chaosdeutsch überhaupt zu übernehmen.
Sodann köpften die Politiker das 9jährige Gymnasium ( und nahmen ihm außer dem 13. sogar auch schon mancherorts das 5.und 6. Schuljahr)
Nachdem nun 40% eines Jahrgangs als abitur-und studierfähig gelten, kreierte man dafür den Bachelorschulunterricht mit permanentem Prüfungsdruck.
Nun guckt sie euch an, die Bachelorabsolventen, die meist 7 oder 8 statt der vorgesehenen 6 Semester benötigten – auf dem Arbeitsmarkt schlecht unterkommen und 2 Jahre Däumchen drehen, bis sie einen Masterplatz ergattern, der aber nur für 30% von ihnen zur Verfügung steht.
Deutsche, Ihr werdet doch hoffentlich keine Wut haben auf solche Politiker, schließlich habt ihr sie ja gewählt und werdet sie wieder wählen, gelt?
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#38   Marsilius Ficinus   18:52:38 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@Engelhardt
Kennen Sie theologische Methodiken? Wissen Sie zB., wie ein Kirchenhistoriker arbeitet, ein Dogmatiker oder ein Kirchenrechtler? Da können Thesen und Hypothesen schnell falsifiziert werden, sofern sie unangemessen sind. Die oberste Prämisse, dass es Gott gibt, können weder Sie noch jemand anders streng wissenschaftlich falsifizieren, da es sowohl Ihr als auch unser aller Denken übersteigt. Diakonus hat es schön formuliert: Als Glaubenswissenschaft hat Theologie den Glauben als Voraussetzung. Dies bedeutet aber nicht, dass Theologie keine Wissenschaft ist. Und wie gesagt, die Prämisse, dass es Gott gibt, entzieht sich der Falsifizierbarkeit durch den Menschen. Die Existenz Gottes kann man mit wissenschaftlichen Methoden weder beweisen noch widerlegen. Das menschliche Denken ist begrenzt. Damit muss man sich abfinden.
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#37   Sohn der Witwe   17:46:23 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Im o. g. Artikel
heißt es:
„In zwanzig bis dreißig Jahren wird kaum noch jemand im Stande sein, lateinische oder griechische Texte zu lesen.“
1944 haben die großen Vier auf Jalta beschlossen, wenn Hitler besiegt ist werden wir Deutschland zunächst die Historie nehmen und anschließend die Kultur.
Beides wird in absehbarer Zeit erledigt sein, nur dass es nicht ausschließlich Deutschland trifft sondern Europa insgesamt.
Die USA sind mehrheitlich bis auf wenige elitär ausgebildete Personen, mit einem engen Weltbild behaftet, das sich durch die Medien vorzüglich steuern lässt.
Da die USA unser großes Vorbild sind, eifert Deutschland mit allen voran „BILD DIR UNSERE MEINUNG“, eilfertig nach.
Geld regiert die Welt, auch die religiöse und vor allem die drei mosaischen!
S.d.W.
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#36   unbestechlicher   17:34:35 | Dienstag, 29. Dezember 2009
diakonus
Sehr freundlich von Ihnen mit dem Segen, lieber Diakonus.
Normalerweise wird man hier beschimpft wenn man eine andere Meinung äußert. Schön dass es auch anders geht.
Der Unbestechliche :-D :-D :-D
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#35   diakonus   17:29:28 | Dienstag, 29. Dezember 2009
ad unbestechlicher
Ich sehe es zwar anders, aber danke für den Segen.
Auch Ihnen Gottes reicher Segen!
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#33   diakonus   17:13:28 | Dienstag, 29. Dezember 2009
ad: unbestechlicher: Wo Ausbildung stattfindet
Sorry, Sie haben wir wirklich nicht viel Ahnung!
Theologieausbildung findet an stattlichen Universitäten oder kirchlichen Hochschulen statt. Ergänzend dazu gibt es für Priesterkanditaten eine ganzheitliche Ausbildung im oder im Rahmen des Priesterseminars.
Die Bezeichnung „Priesterlein“ soll wahrscheinlich verspotten, aber wie immer fallen solche primitiven Versuche auf den Urheber zurück.
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#32   proetcontra   17:04:15 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Herr R. Ketelhohn
Sie irren! Das Zitat stammt von Augustinus (Über den Wortlaut der Genesis VI, 3, 5). Und wenn Sie jemanden Lügner schimpfen, so sollten Sie dies – wenn überhaupt – nur dann tun, wenn Sie sich in der Sachlage sicher sind.
Zur Kenntnisnahme der Problematik gerade bzgl. des Frauenbildes bei Augustinus darf ich Ihnen folgende Seite empfehlen: www.kirchenserver.net/…/wertschaetzung.html
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#31   diakonus   16:50:16 | Dienstag, 29. Dezember 2009
ad Engelhardt: falsizierbar
Natürlich kommt die Theologie zu falsizierbaren Erkenntnissen!
Als Glaubenswissenschaft hat sie aber den Glauben als Voraussetzung, nicht einfach zum Untersuchungsgegenstand. Jede Einführungsvorlesung in Theologie oder die ersten Kapitel eines entsprechenden Buches können Ihnen darüber leicht Auskunft geben!
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#30   unbestechlicher   16:16:44 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Engelhardt
Danke für die klärenden Worte. Theologie ist natürlich keine Wissenschaft. Die Theologen-Ausbildung findet deshalb in den Priesterseminaren statt, nicht an Universitäten. In 2009 wurden knapp 100 Priesterlein „geweiht“. Es ist also bald aus mit diesen Theologischen Kaderschmieden. G_tt will diese Leute nicht mehr.
Alles Gute und einen guten Rutsch
Gottes Segen+
Der Unbestechliche :-D :-D :-D
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#29   engelhardt †   15:10:15 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Wissenschaft
Marsilius Ficinus
Von Wissenschaft scheinst Du keine Ahnung zu haben.
Oder wieso genau haelst Du Theologie fuer eine Wissenschaft?
Ist sie ergebnisoffen? Falsifizierbar?
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#28   chico flojo   14:54:22 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@michaelamaria
Sie sind ein liderliches Subjekt.
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#27   michaelamaria †   14:49:55 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Ansgar:
Wenn es nur der Satan oder Joberens wäre. Die Wahrheit ist viel schlimmer, mein Vater ist heute ein alter Mann. :-D
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#26   Ansgar   14:40:30 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@ Herr Ketelhohn
Möglicherweise hat „michaelamaria“ nicht den Satan, sondern Joberens zum Vater. Teleologisch betrachtet wäre das allerdings irrelevant.
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#25   Robert Ketelhohn   14:27:50 | Dienstag, 29. Dezember 2009
_______________________________________________
Zitat „michaelamaria“: »Augustinus:„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das nicht nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass das Weib dem Manne dient.„«
Das Zitat ist frei erfunden. „Michaelamaria“, du bist ein übler Lügner, Fälscher und Betrüger. Du hast Satan zum Vater, und dein Ende wird sein, wo Heulen und Zähneknirschen herrscht.
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#24   Paulaner †   13:45:49 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Das war ein anderer Kontext: Scheuklappen auf Theologie getrimmt.
chico flojo: @Paulaner
Was war denn dann das um 11:24? Und was ist mit Latein?…
Darüber habe ich mich vor ein paar Tagen schon ausgeschmolzen – so wie die Juristen den Staat an der Gurgel haben, so hatten früher die Theologen die Wissenschaft etc. an der Gurgel mit der Lufthoheit der Theologie, GOTT steht über alles – das RECHT …
In den USA steht das Militär über alles…
Ihr Piusbrüder seid liebe Hinweise auf die gute alte Zeit, als GOTT noch über alles stand.
:-) Die etwas holprige Grammatik ist beabsichtigt.
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#23   chico flojo   13:32:40 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@Paulaner
Was war denn dann das um 11:24? Und was ist mit Latein? Oder hat der hl.Thomas Aquinas in altgriechisch geschrieben… Ach, so – ich vergaß. Der ist ja so was von megaaoouutt… Und die Kirchenväter natürlich aauuchh… und all das andere…igiitt…
Ansonsten – nichts als Nonsense…wie gehabt
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#22   Paulaner †   13:23:30 | Dienstag, 29. Dezember 2009
hä? falscher Adressat ;-)
chico flojo: @Paulaner
Ich wußte ja gar nicht, daß alte theologische Schriften und vor allem die Urtexte der Bibel in Englisch, Russisch oder Chinesisch oder auch Esperanto verfasst wurden. Ich glaube, hier sind wohl eher zeitgeistgemäße Scheuklappen am Werke.
Ich hab mich auf den Redaktionsartikel bezogen.
Theologie, christliche, geht nur mit hebräisch, aramäisch und altgriechisch. Ich würde übrigens Keilschrift und die ägyptischen Vögelchen unbedingt dazu nehmen und die Maya-Schrift, Sanskrit usw.
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#21   Marsilius Ficinus   12:22:39 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@Engelhardt @Michaelamaria
Engelhardt
Von Theologie scheinen Sie aber keine Ahnung zu haben, sonst würden Sie so einen Unfug nicht behaupten.
Michaelamaria
Haben Sie sich je im Leben mit den alten Sprachen beschäftigt? Haben Sie eine Ahnung, welche Bedeutung diese für unsere abendländische Kultur haben? Englisch ist natürlich auch sehr wichtig, keine Frage. Aber von akademisch gebildeten Theologen sollte man da noch etwas mehr erwarten.
Russisch (besser Altkirchenslawisch) ist für Theologen relevant, die Ostkirchenkunde betreiben. Chinesisch ist wichtig für alle, die sich mit der chinesischen Rezeption manichäischen Gedankengutes beschäftigen. Da dies aber nur sehr wenige Fachleute tun, kann man Chinesischkenntnisse aus theologischer Perspektive getrost vernachlässigen. Mit Latein und Griechisch sieht es da schon anders aus. Wenn man dann akademische Theologie betreiben will und kein „Schmalspurstudium“.
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#20   chico flojo   11:42:09 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@Paulaner
Ich wußte ja gar nicht, daß alte theologische Schriften und vor allem die Urtexte der Bibel in Englisch, Russisch oder Chinesisch oder auch Esperanto verfasst wurden. Ich glaube, hier sind wohl eher zeitgeistgemäße Scheuklappen am Werke.
Fazit: Die Europäer und insbesonders die Deutschen – und die kenn’ ich immer noch am besten – laufen völlig neben der Kappe.
@diakonus
Das ist für in meiner Sicht zutiefst eine der Stärken Europas und ach der katholischen Kirche: auf hohem intellektuellen Niveau absichtslos zu forschen.
Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Es entspricht auch weit mehr dem menschlichen Empfinden und Streben, sich aus reiner Freude an der Materie heraus mit Forschungen zu beschäftigen, ohne von vornherein sagen zu können, ob das Resultat auch irgend einen rationellen Nutzen haben könnte. Dazu kommt noch das Streben nach Erkenntnis. Wenn all das unter die Fuchtel eines auf rein wirtschaftlichen Zwängen und Vorgaben basierenden Systems gerät, dann…
@engelhardt
Buuh…
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#19   DJM †   11:39:55 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@ michaela maria
„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das nicht nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass das Weib dem Manne dient.“
Im Grunde ist es so, dass alle gleich wert, aber nicht gleich mächtig sind.
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#18   Paulaner †   11:35:54 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Diese Professoren haben jetzt eine, nein, zwei Generationen lang Murx gemacht und dann mimoserln
sie auch noch rum!
>:) :-[
Das Ergebnis sind Priester, die keine Disziplin kennen und Bischöfe, die planlos herumrudern.
Denen gehört „Pfeffer in den Arsch geblasen“ (My Fair Lady).
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#17   engelhardt †   11:29:31 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Wissenschaft
Pseudowissenschaften wie die Thologie haben an staalich gefoerderten Hochschulen nichts zu suchen.
Astrologie und Alchemie wird ja auch nicht mehr gelehrt, wird Zeit, dass mit der Theologie das Selbe passiert.
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#16   diakonus   11:26:31 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@ chico flojo
Die Homepge der Kirchlichen Umschau habe ich mir gerade angeschaut, sonst kenne ich dieses Medium überhaupt nicht.
Vielleicht ist auch einiges recht überzogen, was ich für mich mich mit Grausen bemerke: Der sog. „Bologna-Orizes“ ist ein Teil einer Entwicklung, der Effizienz, Rationalisieung, und Vewertbarkeit üüber alles stellt. Universitäten haben aber seit dem Spätmittelalter gefoscht, Wissen vernetzt und das international. Das ist für in meiner Sicht zutiefst eine der Stärken Europas und ach der katholischen Kirche: auf hohem intellektuellen Niveau absichtslos zu forschen.
Ich habe den Eindruck gehabt, dass dieser Artikel diese Absicht unterstützt.
Das tue ich ach , ohne jeden Nebenkriegsschauplatz jetzt auch beachten zu wollen…
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#15   sanfrancesco   11:25:39 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Zukunft privat?
Sowie es aussieht, wird eine fundierte Theologie in Zukunft immer mehr in privaten Hochschulen zu hören sein. In Rom haben ja verschiedene Orden ihre Hochschulen, in Frankfurt gibt es St. Georgen, in der Nähe von Wien gibt es Heiligenkreuz (durchaus zwei verschiedene Ausrichtungen!). Eigentlich wurden ja die theologischen Fakultäten an den staatlichen Universitäten eingerichtet, um dem Priesternachwuchs eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Und um diesen soll es ja schon seit Jahren nicht mehr so gut bestellt sein. So schlimm wie Reiser sehe ich die momentane Situation noch nicht, aber vieles scheint sich in die von ihm beschriebene Richtung zu bewegen. Leider.
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#14   Paulaner †   11:24:42 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Die Scheuklappen sind auf alte Sprachen getrimmt.
michaelamaria: Theologen
sollten Englisch, Russisch und Chinesisch lernen. Das sind Sprachen der Zukunft.
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#13   aufrechterkatholik   11:24:15 | Dienstag, 29. Dezember 2009
michaelmaria
aufrechter: Ich lebe in keiner Gemeinschaft mit joberens
Wenn Sie die körperliche Gemeinschaft meinen: Beruhigend. Bei der geistigen bin ich mir nicht so sicher. Sie scheinen mir eine Art Blasebalg zu sein, die ihm die Luft besorgt, mit der er seine häretischen, modernistischen Liedchen in die katholische Luft blasen kann… Nach Ihren Statements zu urteilen haben Sie auch schon mal ein Buch gelesen. Damit hätten Sie nämlich Herrn Berens sehr viel voraus.
Nichts für ungut. Beten Sie und überdenken Sie das, was Sie von sich geben. Augustinus ist heilig. Das Weib sollte auch nach den Kolosserbrief dem Manne dienen. Mal ehrlich: Vielleicht wäre DAS doch eine gewichtige Lösung für all den Unfug, der gesellschaftlich läuft. Jawoll, oder?
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#12   chico flojo   11:14:21 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@michaelamaria
Sie laufen wirklich nicht ganz rund.
@diakonus
Dann lesen Sie mal das vollständige Interview in der KU.
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#11   michaelamaria †   11:12:22 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Theologen
sollten Englisch, Russisch und Chinesisch lernen. Das sind Sprachen der Zukunft.
aufrechter: Ich lebe in keiner Gemeinschaft mit joberens.
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#10   Romulus   11:08:06 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Es wird sich einiges ändern!
Dieser Reiser hat Recht, was er sagt! Besser ist es nicht auf den Punkt zu bringen. Wo Juristen im Verbund mit Wirtschaftlern auftreten ist es um den Geist schlecht bestellt. Ich sage nur abwarten! Diese Krise wird diese abgehalfterten „Eliten“ und ihre Denke wegspülen. Es wird nichts mehr davon übrig bleiben. Die riesige Arbeitslosenbank namens Universität wird auf ihr gesundes Maß zurückgeschrumpft werden, wo auch der Geist und die Suche nach der Wahrheit wieder eine Chance haben werden.
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#9   diakonus   11:06:55 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Kreuz-net hat Recht!
Selten, dass ich einen Artikel auf Kreuz-net wirklich zustimme.
Heute tue ich es!
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#8   Marsilius Ficinus   10:52:28 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Recte dixisti!
Herr Reiser hat recht mit dem, was er sagt. An die Stelle des Hochschulstudiums tritt vielerorts ein Fachholschulstudium. Und das mangelnde Studium der Alten Sprachen in der Theologie ist ein Problem, das seit Jahrzehnten ein Stachel im Fleisch der Theologie ist, entgegen den Bestimmungen des Zweiten Vatikanums. Aber wie so oft, ist auch hier das Konzil nicht wirklich rezipiert worden.
Lernt Latein, Griechisch und Hebräisch, Ihr Theologen!!
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#7   aufrechterkatholik   10:49:31 | Dienstag, 29. Dezember 2009
proetcontra
hre Entgegnung ist dümmlich
Was sind Sie denn für ein geistiger Schlumpf! Merken Sie denn gar nicht, dass man die Dummheiten dieser Person „michaelamaria“ nicht auf der Sachebene, sondern nur noch auf der Milieuebene begegnen kann? Dieser Joberens, mit dem sie offenbar in einer irgendwie gearteten Gemeinschaft lebt, hat so elendig auf ihr Gemüt abgefärbt, dass diese Person uns jetzt ihre ganze Erlösungsbedürftigkeit offenbart.
Aber so etwas entgeht Ihrer eingeschränkten Wahrnehmung natürlich völlig, Ihnen fehlt einfach die Intuition für die Verstrickungen des Bösen. Also lassen Sie Ihre verallgemeinernden Verbalinjurien gegen meine aufrechte Person, verzichten Sie auf Ihr pseudointellektualistisches Geschreibsel und beten erst einmal einen Rosenkranz. Dann sehen wir weiter, jawoll!
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#6   defendor   10:48:35 | Dienstag, 29. Dezember 2009
wenn sich…
…Unkenntnis mit Egomanie paart, dann haben wir als „Prdukt“ einen
@proetcontra
Von der Sachlage so gut wie keine Ahnung, aber immer schön im Strom des Zeitgeistes mitschwimmen.
Ist ja auch wesentlich einfacher als gegen den Strom ankämpfen zu müssen !
Im Strom des lauen Zeitgeistes in seiner Gleichgültigkeit gegenüber der EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUSfinden sich denn schnell „MitschwimmerInnen“, die „triumphierend“ ihre „Erfolge“ feil bieten wollen…
sie schwimmen gleichsam um die Wette und verlachen jene, die sich abmühen gegen den reissenden Strom anzukämpfen um das
RETTENDE UFER der reinen Lehre der Heiligen Mutter zu erreichen.
Sie lästern und spotten über alles und jeden, der es wagt sie in ihrer egomanischen Wahnwelt des „Gut-Menschentums“ im lufteeren Raum „zu stören“…
Sie wetzen die Messer gegen all jene, die es „wagen“ nicht in ihrem Strom der Selbstverherrlichung mitzuschwimmen…
so schwimmen sie denn und schwimmen…
„lachend und Spass habend“…
sich gegenseitig für diese „Errungenschaft“ der Lossagung von
GOTTES ORDNUNG und GESETZEN „beglückwünschend“…
…und werfen noch einen verächtlich-lachenden Blick zurück auf jene, die sich weiter abmühen gegen den Strom anzukämpfen…
als sie sich aber wieder nach vorne drehen…
stehen sie vor der Tiefe eines in die Tiefe reissenden Wasserfalles !
Noch während sie fallen hören sie noch die Fürbittgebete jener „Verlachten“, die nicht mit dem Strom der Lüge mitgeschwommen sind !
www.gloriapolo.net
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#5   proetcontra   10:25:53 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@michaelamaria
…ist bekannt.
Sie schreiben aber Theologen vergraben sich in den alten Schriften des frauenfeindlichen Augustinus und merken dabei weder…
Sie, die Theologen, merken sehr wohl!
Wenn Sie jedoch einige Lefebvristen-Äußerungen oder solche ihrer Anhänger ansprechen: weder sind das ernstzunehmende Theologen, noch haben sie ein Nahverhältnis zu irgendeiner Wissenschaft!
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#4   michaelamaria †   10:19:55 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Augustinus:
„Das Weib ist ein minderwertiges Wesen, das nicht nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Es entspricht der natürlichen Ordnung, dass das Weib dem Manne dient.“
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#3   proetcontra   10:17:26 | Dienstag, 29. Dezember 2009
@aufrechterkatholik
Ihre Entgegnung ist dümmlich und die Aussage der michaelamaria so verallgemeinernd, dass sie der Ihren in puncto Qualität nicht nachsteht.
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#2   aufrechterkatholik   10:12:36 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Frau Michaelamaria Berens
befolgen Sie das Wort des hl. Paulus. Schweigen Sie. Ihre pseudotheologischen, modernistischen und von keiner Sachkenntnis getrübten Privatmeinungen, die Sie hier zum Besten geben, genügen höchstens dem Niveau eines tumben Orgelschlägers. Jawoll!
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#1   michaelamaria †   10:06:45 | Dienstag, 29. Dezember 2009
Manche
Theologen vergraben sich in den alten Schriften des frauenfeindlichen Augustinus und merken dabei weder, dass diese überholt sind noch sind sie bereit, zuzugeben, dass es außer der Theologie noch andere wissenschaftliche Disziplinen gibt.
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