Sexualität
Nur das Allgemeine verdient die Beachtung des Zeitkritikers
Ganz zu Unrecht wird der Begriff der Liebe in den der sinnlichen Geschlechtsliebe, Erotik in Sexualität umgefälscht. Von Edgar Julius Jung († 1934).
Darstellung des römischen Liebesgottes Amor des italienischen Malers Bartolomeo Schedoni (†1615)
Darstellung des römischen Liebesgottes Amor des italienischen Malers Bartolomeo Schedoni († 1615)
(kreuz.net) Nur das Allgemeine verdient die Beachtung des Zeitkritikers. Alle Regeln des Gesellschafts- lebens haben zu allen Zeiten nur bedingt gegolten.

Die menschliche Unvollkommenheit tritt wohl nirgends so zutage, wie im Geschlechtsleben – ebenso auch die Ungleichheit der persönlichen Veranlagung.

Kein anderes Gebiet bedarf in solchem Maße der Fähigkeit des Betrachters, eigene Gefühle und eigenes Erleben, eigene Veranlagung und eigene Wünsche unter die Idee einer allgemeinen Norm zu stellen.

Doppelt schwer in einer Zeit, welche die Kunst, das menschlich Gültige vom persönlich Wünschbaren zu trennen, verlernt hat.

Rückkehr zum ewigen Quell des Lebens, Drang nach Ganzheit, Sehnsucht nach innerer Ordnung sind das geistige Gesetz, welches über dieser Abhandlung waltet.

Der schöpferische Liebesdrang, von Nietzsche dionysisch, von Klages erotisch genannt, ist die ordnende Kraft kosmischen und damit auch menschlichen Seins.

Ganz zu Unrecht wird der Begriff der Liebe in den der sinnlichen Geschlechtsliebe, Erotik in Sexualität umgefälscht.

Wie Platon die Gesamtheit des Gemeinschaftslebens zeitlos gültig in seiner Politeia entwickelte, so den umfassenden Sinn der Liebe im Symposion.

Er steht als der große Gestalter und Künder fordernd vor der mechanisierten und zerspaltenen Menschheit des 20. Jahrhunderts.

Aus „Die Herrschaft der Minderwertigen, ihr Zerfall und ihre Ablösung durch ein Neues Reich“ (1930), dem Hauptwerk des konservativen deutschen Juristen, Politikers und Publizisten Edgar Julius Jungs († 1934).
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Jeder Schwachkopf entdeckt in sich die problematische Natur
2. Nur das Allgemeine verdient die Beachtung des Zeitkritikers
3. Treulos, peinlich und beschämend 4. Der Geschlechtsakt wird gewollt unfruchtbar 5. Es gibt nur eine geschlechtliche Unmoral 6. Im Zeichen der Herrschaft des Sexus 7. Mit dem Zeichen überlegenen Entsetzens 8. Anatomische Zufälligkeiten? 9. Kein Platz für vollendete Mütterlichkeit 10. Die reine Mütterlichkeit wird als etwas Minderwertiges empfunden 11. Der Mann ist nur noch Arbeitstier 12. Die Frau ist sexuell befreit worden 13. Entartungserscheinungen sind die Folge 14. Doppelte Moral? 15. Die Verdirnlichung der Frau 16. Hemmungslose Freiheit führt zum Sieg des Schlechten 17. So wird eine Generation der Abgestumpften herangebildet 18. Vernichtung der Frau als Folge ihrer geschlechtlichen Befreiung 19. Die Frau leugnet die naturgegebenen Bedingungen ihrer Geschlechtlichkeit 20. Keine Kinder – nur noch affenhaft abgerichtete Prinzen und Prinzessinnen
      
4 Lesermeinungen
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#5   michaelamaria †   07:35:21 | Montag, 4. Januar 2010
Der Verfasser
ist wohl ziemlich verklemmt.
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#3   Gotthard   17:56:13 | Sonntag, 3. Januar 2010
Jung…
der Name dieses Autoren ist Jung und nicht Jungs!
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#2   Hoher Priester   15:34:17 | Sonntag, 3. Januar 2010
Siehe auch in der Leserzeitung hier
www.kreuz.net/bookentry.6088.html
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#1   agnosti †   14:49:47 | Sonntag, 3. Januar 2010
Ohoo!
Da werden aber einige aufschreien, dass hier dem Verfasser der Marburger-Rede Platz gegeben wird. Haben sie sich doch gerade die letzten Tagen sich so sehr bemüht, ihrem Addi den Rücken zu graulen!!!! :-D :-D :-D :-D
agnosti, amüsiert lächelnd
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