Die Diözese war schon einmal in den weltweiten Schlagzeilen. Jetzt brennt dort wieder Feuer im Dach.
Bischof Nourrichard in der Pfarrei Thiberville
(kreuz.net) In der nordfranzösischen Diözese Évreux ist ein offener Konflikt zwischen dem Diözesanbischof,
Mons. Christian Nourrichard (61), und einem seiner Priester entbrannt.
Das berichtete die französische
Tageszeitung ‘La Croix’ am 6. Januar.
Die Stadt Évreux befindet sich hundert Kilometer westlich von
Paris.
Die gleichnamige Diözese geriet bereits in den 90er Jahren in die Schlagzeilen, als der damalige
Bischof Jacques Gaillot (74) nach zahllosen Skandalen endlich von Papst Johannes Paul II. abgesetzt wurde.
Bei dem gegenwärtigen Konflikt geht es um den Pfarrer von Thiberville, Hw. Francis Michel.
Thiberville
ist ein 1500-Seelen-Ort sechzig Kilometer nordwestlichen von Évreux.
Hw. Michel versorgt die Pfarrei
Thiberville und zwölf umliegende Ortschaften seit 23 Jahren.
Jetzt sollte er versetzt werden, weil die
Diözese beschlossen hat, seine Gemeinde einer größeren Pastoralen Einheit einzuverleiben.
Dazu erklärte
Mons. Nourrichard vor der katholischen Tageszeitung ‘La Croix’: „Heute ist es angesichts des Priestermangels
nicht mehr vorstellbar, einen Priester für 5.000 Einwohner zu haben.“
Hw. Michel wehrt sich schon seit
zwei Jahren gegen die neue Zuordnung seiner Pfarrei, obwohl er sich vorher schriftlich damit einverstanden
erklärt hatte.
Der Konflikt besitzt noch einen weiteren Aspekt.
Nach Angaben von ‘La Croix’ zelebriert
Hw. Michel mit Unterstützung rechtgläubiger Katholiken die Messe seit langem zwar im Neuen Ritus, aber
in lateinischer Sprache und Gott zugewandt.
Seiner Meinung nach will ihn der Bischof auch dafür bestrafen
und mit seiner Entfernung versuchen, die Anwendung des Motu Proprio zur Freigabe der Alten Messe zu verhindern.
Damit ist der Priester zu einem Symbol für den rechtgläubigen Flügel der altliberalen Kirche in Frankreich
geworden.
Schon seit Wochen ermutigen katholische Blogs ihre Leser, an der Sonntagsmesse in Thiberville
teilzunehmen.
Am vergangenen Sonntag erschien der Bischof persönlich in Thiberville, um den neuernannten
Pfarrer der Gemeinde einzusetzen. Dabei kam es zum offenen Konflikt.
Schon beim Einzug des Bischofs in
Begleitung des neuen Pfarrers begannen die anwesenden Gläubigen zur rufen und zu pfeifen.
Als Mons.
Nourrichard am Rednerpult der Kirche stand, ließen ihn die Gläubigen nicht sprechen.
Einige traten
direkt vor ihn und zogen ihn an seinem Regenbogen-Meßgewand.
Schließlich verließen die Gläubigen –
angeführt vom widerspenstigen Priester – die Kirche und begaben sich in ein anderes Gotteshaus, wo sie
dem Bischof den Eintritt verwehrten.
„Ich bin in eine Falle gelaufen“ – sagte der Bischof danach. Er
erinnert daran, daß er selber das Motu Proprio umgesetzt habe und es in Évreux jeden Sonntag eine Alte
Messe gibt.
„Diese Diözese ist kompliziert“ erklärt er weiter mit Anspielung an die Tage von Bischof
Gaillot: „Ich versuche, Gemeinschaft zwischen den Auswüchsen beider Seiten herzustellen.“
Bürgermeister
Guy Paris von Thiberville hat öffentlich für den bisherigen Pfarrer Partei ergriffen:
„Mit diesem Priester,
der viel Charisma besitzt, läuft alles sehr gut. Die Kirchen sind voll und die Leute kommen oft von sehr
weit weg, um die Messe zu hören.“
Eine Unterschriften-Sammlung für Hw. Michel hat 4.000 Unterschriften
zusammengebracht.
Für den Bischof sind die Vorfälle „sehr schwerwiegend“. Er bedauert die Unterstützung
von Hw. Michel durch die staatlichen Verantwortungsträger:
„Diese Amtsträger lassen von ihrer Verantwortlichkeit
ab, um sich in die meine einzumischen.“
Der Bürgermeister erklärte dagegen, daß es ihm nicht egal
sein könne, was in seiner Gemeinde geschehe:
„Kirche und Staat sind in Frankreich getrennt, aber die
öffentliche Hand wird oft angerufen, um Erneuerungsarbeiten durchzuführen, deren Kosten unerschwinglich
sind.“
Inzwischen hat sich Hw. Michel in einer Nachbarkirche verschanzt. Vor dem Fernsehen erklärte
er, daß er sich immer noch als Pfarrer von Thiberville betrachtet.
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66 Lesermeinungen
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was das beste für so ne gemeinde ist… gar kein priester und gar keine messe! dort ist man in keiner
weise liturgiefähig, weder im ordentlichen noch im außerordentlichen ritus. man sieht aber, die sog.
alt- oder rechtgläubigen betrachten die liturgie als reines kampffeld ihrer selbsverliebtheit. käme
es sonst zu solchen szenen im gottehaus beim gottesdienst? im motuproprio des hl. vaters heißt es auch,
dass kein priester oder gläubiger die ordentliche form der messe ablehnen darf. schade um dieses beispiel
von ungehorsam. da freut nich nur einer: der vater des ungehorsams und sein diener lefevbre…
Latein und dem Altar zugewandt Das finde ich gut. Das II. Vat. Konzil hat die ursprüngliche Messe ja
nicht außer Kraft gesetzt! Um den richtigen Bezug zum Sakrament des Altars zu bekommen empfehle ich Pater
Pio. fg Hiti
Der Regenbogen, den der Bischof auf seinem Umhang trug, ist das Zeichen des Antichrists. Der Antichrist
kann zwar den Regenbogen als Bundes-Symbol zwischen Gott und dem Menschen nachäffen, nicht aber das Kreuz.
Endlich mal ein Pfarrer der den MUT hat sich zu wehren !!! DENN: auch in den dt.sprachigen Diözesen wird
oft (natürlich stets unter Vorschiebung fadenscheiniger Gründe !!!) willkürlich versetzt oder besetzt…
Unliebsame (oft romtreue und in der Pastoral dennoch überaus erfolgreiche liturgisch der Tradition nahe
stehende sehr gute) Priester werden wegbefördert, gerade jetzt in der Zeit der Zusammenlegung vieler
Pfarren zu sog. Seelsorgverbänden oder Pfarrgemeinschaften, da werden von meist modernistischen Vat-II-Bombern
die „pastoralen Grundtöne“ derart rabiat angepasst, dass den betroffenen Priestern sehen und hören vergeht.
Und dabei lügen die Verantwortlichen in den Ordinariaten, allen voran die Generalvikare und Seelsorgseinheitsbeauftragten,
was das Zeug hält. Das sind mafiöse Machenschaften, die zum Himmel schreien, leider bekommen die einfachen
Gläubigen nicht immer was davon mit. DARUM: EIN GUTES BEISPIEL GIBT DIESER PFARRER – aber die dt.sprachigen
sind viel zu gutmütig und einfältig und lassen sich zu schnell auf Ihr Gehorsamsgelübbde zurückstuzen,
was natürlich den machtgeilen in den Ordinariaten rasiermesserscharfe Insturmente in die Hände spielt…
Wenn dies alles den Gläubigen bewusst wäre, die würden nicht nur einmal vor den Machtzentralen der
Ordinariate und vor allem Generalvikariate protestieren, dass die Scheiben klirrten… Es ist diesbezüglich
wie im Mittelalter: die einen missbrauchen Ihre Macht und verkaufen die Leute für dumm, die, welche sich
öffentlich wehren werden zu ungehorsamen Sündenböcken gemacht !!!
@ LOGDBC Ehrlich gesagt: Interessiert mich nicht. Halten Sie sich an’s Evangelium. Das reicht! Anstatt
mit dem Finger auf belanglose Texte zu verweisen, die Ihrem Seelenheil wenig zuträglich sind.
… @DJM: Wenn sie kein Problem mit despotischen Maßnahmen aus der Zeit des Absolutismus haben, dann
kann ich sie nur bemitleiden. Die Sachlage ist selten so klar. Eine Versetzung kann aus folgenden Gründen
gem. Can 1741 rechtmäßig sein: 1° Verhaltensweisen, die für die kirchliche Gemeinschaft schweren Schaden
oder Verwirrung verursachen, 2° Unerfahrenheit oder dauernde geistige oder körperliche Schwäche, die
den Pfarrer zur erfolgreichen Wahrnehmung seiner Aufgaben unfähig machen; 3° Verlust des guten Ruf es
bei rechtschaffenen und angesehenen Pfarrangehörigen oder Abneigung gegen den Pfarrer, die voraussichtlich
nicht so bald behoben werden; 4° grobe Vernachlässigung oder Verletzung der pfarrlichen Amtspflichten,
die trotz Verwarnung weiter andauert; 5° schlechte Vermögensverwaltung, verbunden mit einem schweren
Schaden für die Kirche, sofern diesem Mißstand nicht durch eine andere Maßnahme abgeholfen werden kann.
Kann das Verhalten des Pfarrers (jetzt nicht Ursache und Wirkung vertauschen) hierunter subsumiert werden?
(Mitunter hat der Bischof gegen Can. 1740, 1741, 1752, 1747 §3 verstoßen.)
Die Aufnahme Jesu bei den Samaritern „Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich,
dass er mit einer Frau sprach, aber keiner sagte: Was willst du?, oder: Was redest du mit ihr? Da ließ
die Frau ihren Wasserkrug stehen, eilte in den Ort und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein
Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Messias? Da liefen sie hinaus
aus dem Ort und gingen zu Jesus. Währenddessen drängten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte
zu ihnen: Ich lebe von einer Speise, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand
etwas zu essen gebracht? Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich
gesandt hat, und sein Werk zu Ende zu führen. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte?
Ich aber sage euch: Blickt umher und seht, dass die Felder weiß sind, reif zur Ernte. Schon empfängt
der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, so dass sich der Sämann und der Schnitter
gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet. Ich habe euch
gesandt zu ernten, wofür ihr nicht gearbeitet habt; andere haben gearbeitet und ihr erntet die Frucht
ihrer Arbeit. Viele Samariter aus jenem Ort kamen zum Glauben an Jesus auf das Wort der Frau hin, die
bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.“ [Joh 4,27-39 www.uibk.ac.at/…raum/bibel/joh4.html]
Nicht schlimm Auch Bischöfe können mal merken, daß wir im Jahre 2010 leben und nicht mehr ales widerspruchslos
hingenommen wird, was man in den Generalvikariaten so gebirt. „Widerspruchloser Hinnahme“ ist doch genau
das Problem der Kirche, es beginnt bei der sadistischen Erziehung in den Heimen, geht weiter über die
Unzucht mit den Knaben und endet in der Aufteilung der Pastoralverbünde. Da sieht man eben dass ein joch
so modernes Messgewand auch keine Garantie für eine dementsprechende Haltung ist.
@ LOGDBC Folgende Situation ist gegeben: Ein Pfarrer hat mehr als zwei Jahrzehnte seine Pfarrei treu umsorgt.
Die Gemeinde schätzt ihren Pfarrer und der Pfarrer ist quasi mit ihr verwachsen. Die Pfarrei funktioniert,
ein lebendiger Glaube treu zum Lehramt wird gelebt. Alles das sind pure Behauptungen, die durch den Bericht
nicht belegt sind. Und der, der es zu beurteilen hat, nämlich der Bischof, ist offenbar zu einem anderen
Urteil gekommen. Eben eine Bilderbuchgemeinde par exellence Der Bischof, der für dieses Urteil zuständig
ist, ist aber offenbar zu einem anderen Ergebnis gekommen. Ist es vertretbar, ohne schwerwiegenden Grund
einen verdienten Menschen gegen seinen Willen aus seinem Dienst für andere zu entfernen? Der Bischof,
der das zu beurteilen hat, sieht offenbar durchaus einen schwerwiegenden Grund. Stellt die Zwangsversetzung
einen Nutzen für die Kirche dar? Der Bischof sagt offenbar Ja, und er hat das zu beurteilen. Was wiegt
mehr, der Mensch oder die Jahresbilanz? Gerade eben haben Sie selbst noch mit der Bilanz argumentiert.
Was bedeutet Dialog und Kompromissbereitschaft, gerade für eine Führungspersönlichkeit? Der Bischof
ist sogar in die Gemeinde gekommen – was bedeutet denn Dialog für die Tradis? Auspfeifen, handgreiflich
werden, beschimpfen? aus kirchenrechtl. Perspektive: Das sagt ausdrücklich: das wichtigste ist das Heil
der Seelen, diesem ist alles unterzuordnen. Der Bischof hat das zu beurteilen, sein Ergebnis ist zu respektieren.
Es ist einfach absolut lächerlich. Da gibt es schönsten Brokat, kostbar, vielleicht auch etwas traditionell,
sozusagen den Reichtum der Kirche oder sogar das Reich Gottes versinnbildlichend. Und dann läuft einer
SO rum. Man kann schöne Dinge auch mit Gewalt zerstören. Um des Zerstörens willen und um derjenigen
willen, welche die Konzilien falsch verstanden haben. *ärger*
… Lieber Gotthard, jetzt lassen wir die Kirche mal im Dorf! Was sagt ihnen ihr gesunder Menschenverstand?
Folgende Situation ist gegeben: Ein Pfarrer hat mehr als zwei Jahrzehnte seine Pfarrei treu umsorgt. Die
Gemeinde schätzt ihren Pfarrer und der Pfarrer ist quasi mit ihr verwachsen. Die Pfarrei funktioniert,
ein lebendiger Glaube treu zum Lehramt wird gelebt. Die Messen sind voll, sogar von außerhalb kommen
Gläubige. Gesunde Strukturen, die man heutzutage suchen muss. Eben eine Bilderbuchgemeinde par exellence
Fragen wir uns: a)aus menschlich-ethischen Gesichtspunkten: Ist es vertretbar, ohne schwerwiegenden Grund
einen verdienten Menschen gegen seinen Willen aus seinem Dienst für andere zu entfernen? b) aus rationaler:
Stellt die Zwangsversetzung einen Nutzen für die Kirche dar? Stehen die Folgen der Handlung des Bischofs
im Verhältnis zum Ziel des bischöflichen Willens? War die Maßnahme geeignet und das mildeste Mittel
für die Mehrheit? c) ganz philosophisch: Was wiegt mehr, der Mensch oder die Jahresbilanz? Was bedeutet
Dialog und Kompromissbereitschaft, gerade für eine Führungspersönlichkeit? d) aus kirchenrechtl. Perspektive:
Das sagt ausdrücklich: das wichtigste ist das Heil der Seelen, diesem ist alles unterzuordnen. Inwiefern
hilft die Maßnahme des Bischofs dem Heil der hier betroffenen Seelen? Eine Versetzung kann aus folgenden
Gründen gem. Can 1741 rechtmäßig sein: [bräuchte noch ein paar mehr Zeichen] :(
@Gotthard: Haben Sie da genauere Information zu? Dieser Pfarrer hat sich von einer Front nationale Lobby
instrumentalisieren lasssen Oder ist das nur Polemik?
zur Aufklärung: Wäre das ganze von altliberaler Seite gegen einen treuen Bischof erfolgt, hätte Gotthard
natürlich nichts motzen, sondern nur zu bejubeln.
#52 Gotthard 22:03:40 | Donnerstag, 7. Januar 2010
Hirte der Bischof hat sich als echter Hirte erwiesen. Er kommt selbst in die Pfarrei, in der es große
Schwierigkeiten gibt. Und was passeirt? Der kirchliche Mob stürmt die Kirche und verhindert die Feier
der Hl. Messe mit dem Bischof… Dieser Bischof ist das Opfer von absolut verblendeten Menschen, die die
Person ihres Pfarrers an die Stelle Gottes setzen … So geht die Kirche vor die Hunde … Pfarrer erinnern
sich nicht mehr an ihr Gehorsamsversprechen … und selbst nicht mehr an eigene Zustimmungen. Dieser Pfarrer
hat sich von einer Front nationale Lobby instrumentalisieren lasssen – und jetzt von +net und gloria.tv
und Konsorten.
Tja, werter τρίς-ρ, was auch sonst soll man erwarten von Menschen, bei denen der Glaube schon längst
antikisierendem Liturgieästhetizismus gewichen ist …
Rundet das Bild ab. Also das Bischofshemd – ohne Worte. Unterstreicht mehr und mehr mein Bild von diesem
lächerlichen grinsenden regenbogenfummeltragenden „Bischof“.
… Seit Montag ist Hw. Michel jedwede Tätigkeit in der Gemeinde untersagt. Das ganze Spektakel aus anderer
Perspektive www.youtube.com/watch?v=TzLVQjOWzkk. Haha! Was für ein besonnener Bischof. Klasse Managment!
Man muss schon ein riesengroßer Speichellecker sein, sich in diese Pfarre einsetzen zu lassen…man staunt
immer über die Dumm-/Feigheit der Menschen. A propos – lieber Landorganist, lassen Sie doch die Deppen
hier weiter so bedeppert sein. Die sind so ideologisiert und mit Halbwissen versetzt, dass jede Hilfe
zu spät kommt. Die Denke dieser Leute ist himmelschreiend einfältig.
@ eigerhar Ich stimme Ihnen voll und ganz zu! Und genau deswegen müssen wir uns von barocken und mittelalterlichen
Bräuchen verabschieden, die in sich einen Bruch mit der Tradition darstellen: barocker Kirchenbau – Bruch
mit dem gotischen (der selbst einen Bruch mit dem romanischen darstellte) eucharistische Anbetungsriten –
der Kirche des 1. Jahrtausends unbekannt Hochaltar – der Kirchenarchitektur der ersten Jahrhunderte unbekannt
Knien in der Sonntagsmesse – vom Konzil von Nizäa verboten Bimmeln bei der Wandlung – im 1. Jahrtausend
unbekannt usw. usw.
jaja… Eine sehr sympatische Gemeinde!! Wehrt euch gegen den klerikalen Despotismus. Solche Zustände
soll man in angeblich christlicher unterwürfig-demütiger Haltung ertragen? Wenn man möchte, daß es
weiter bergab geht, bitte sehr. Solche aktzeptieren stillschweigend den Faulungsprozess der Bistümer
hin zum Exitus. Die Bistümer zehren allein von der Vergangenheit, der große Teil unserer Bürokratiebischöfe
in ihren Renaissance-Palais sind eingewebt in einen antikirchlichen Dunstkreis, der jedweden positiven
Ansatz zu Nichte macht. Wo wird noch der unverfälschte Glaube der Kirche weitergegeben? Pfarreien in
Herzogenrath, Fulda, Bad Godesberg, München, Essen usw. deren Hirten von Domherren beleidigt, verleumdet
werden, fallen mir da ein. Das Opus Dei, die Legionäre Christi, die FSSP usw. meinetwegen auch die FSSPX,
die ein Schattendasein fristen, und so viel Segen bringen könnten. Ein Vorsitzender der DBK, der in seinem
Münster die Messe in der f.e. despotisch verbieten kann? Wo leben wir eigentlich? Heuchelei bis in die
hinterste Ecke! Wieso muss man für lehramtgetreue Kommunion- und Firmvorbereitung nach Vaduz fahren?
Katechese, Beichte, Bibelstudium, wo gibt’s das noch? Neurotische PGR’s organisieren esoterische Veranstaltungen,
der Priester freut sich für die Zeitung. Leute, wacht auf und meint nicht die Kirche würde sich von
alleine wieder aufrichten. Das Kämpfen für die gute Sache in Freude und Gottesliebe ist unverzichtbar,
meint LOGDBC.
stinkend ja, eure Schwaden kann man tatsächlich „sehen“ Und zwischen deinen Füßen sieht man den Blutmatsch
der von dir zertretenen Kinder. Dass du mit dem Teufel im Bunde bist wissen wir schon, da kann Schwefel
ruhig dein Parfum sein
Ganz einfach: Damit ist der Priester zu einem Symbol für den rechtgläubigen Flügel der altliberalen
Kirche in Frankreich geworden. Damit ist dieser Priester ungehorsam gegebenüber seinem Bischof geworden.
Muss schnell beichten gehen und sich an das erinnern,was er bei seiner Priesterweihe versprochen hat.
Muss büßen. Und brav sein. Und zwar schleunigst! Und wenn hier ein solches völlig ungehorsames Verhalten
verteidigt wird, dann ist dieses Forum nichts besser als Joberens und seine gottverdammte Kirche von ganz
unten oder besser von hinten! Jawoll!
Unwürdig und provokant… Wenngleich ich grundsätzlich der Meinung bin, dass ein Katholik einer geweihten
Person mit Respekt zu begegnen hat, sollte dieser Respekt auch auf Gegenseitigkeit beruhen. Der Auftritt
des Bischofs war seinem Amt und auch eines Gotteshauses weder angemessen noch würdig. Als Besucher der
Messe wäre ich mir von dem grinsenden Kaschperle im Regenbogenfummel auf gut Deutsch gesagt „verarscht“
vorgekommen. In diesem Sinne kann ich die Reaktion der Gottesdienstbesucher vollkommen nach vollziehen
und bin sehr froh, dass in meiner Heimatdiozese nach den zwei altliberalen Bischöfen Kempf und Kamphaus
nunmehr eine Kraft gefunden wurde, die entlich mal ein wenig aufräumt. Wie viel Schaden ein Bischof anrichten
kann, hat man im Bistum Limburg mehr als einmal, besonders deutlich jedoch Ende der 70er Jahre gesehen,
als durch rücksichtsloses Durchsetzen des V2-Wahnsinns und der damit einhergehenden entmystifizierung
unseres katholischen Glaubens eine Gemeinde gespalten wurde www.spes-unica.de/. Wenn man alte Zeitungsartikel
anschaut, stellt sich ein fast gleiches Bild wie in Frankreich dar: Es war Sonntag, der 21. Oktober 1979.
Gottfried Kuch, vorläufiger Pfarrverwalter, verlas in der Martinuskirche das Schreiben, in dem Bischof
Kempf begründete, warum er Pfarrer Milch suspendierte. Die Hälfte der Kirchenbesucher verließ das Gotteshaus,
man diskutierte, sang und betete vor der Kirche.
Fridericius Das Feuer darf jedoch nicht gänzlich erloschen sein! Wo der Glaube zur Gänze verdunstet
ist, spielen Formen und Gestalten tatsächlich keine Rolle. Dann wird – im Bild gesprochen – nur noch
Asche tradiert! Freilich täusche man sich nicht: es gibt keinen Inhalt ohne Form. Und die reine Formlosigkeit
ist – mit dem Schriftsteller Martin Mosebach gesprochen – eine Häresie www.amazon.de/…-Feind/dp/3854181027
Job… Im übrigen erkenne ich in der von Ihnen verlinkten Christus-Darstellung durchaus viel Wichtiges.
Stellen Sie sich vor: Ich erkenne darin auch manches. Das erkennen wir aber beide nur, weil wir den Bildervorrat
von zwei Jahrtausenden christlicher Kunst im Hinterkopf haben und die Abbildung dazu in Bezug setzen.
Von sich aus gibt das Bild kaum mehr zu erkennen als die Abstraktion eines Gesichtes. Mund, Nase, Augen –
fertig. Darin das Antlitz Christi wiedererkennen zu wollen, setzt voraus, dass man dieses Antlitz anderswoher
schon kennt. Und dieses „Anderswoher“ ist mit Sicherheit nicht abstrahierend …
#30 eigerhar † 14:32:11 | Donnerstag, 7. Januar 2010
Der Bezug auf die Bibel ist häufig ein Alibi für die Abwendung von Christus und seiner Kirche Warum
darf dann das 21. Jahrhundert nicht auch einen Stil entwickelt – sogar mit Bezug auf die Bibel? (@Tuttisanti:
Danke für das Bild! Habe köstlich gelacht über den Clown!) Die Bibel ist selber schon ein schriftliches
Zeugnis der übernatürlichen Tradition. Der Tradition folgen heisst auch den Gesten und Handlungen zu
folgen, die uns von den heiligen Nachfolgern der ersten Glaubenszeugen überliefeert sind. Kein Mensch
hat das Recht aus eigenem Gutdünkn Riten zu erfinden. (Der Verstand kann gewisse Dinge gemäss der Lehre
des Glaubens besser ordnen, welche heute nicht mehr stimmen.) Die Bibel verbietet gerade das. (Die Bibel
verbietet ausdrücklich die eigensinnige Interpretation der Bibel). Wer so etwas tut macht seinen eigenen
Verstand zum Mass des göttlichen. Die Treue zur Bibel verlangt die Treue zur Tradition. Was wir geerbt
haben übersteigt jeden menschlichen Verstand und kann von keinem noch so orginellen Denker besser erfunden
werden. Bemühen wir unseren Verstand lieber dazu das Geerbte möglichst getreu zu erhalten!!!
michaelam. Tuttisanti lebt eben noch im Barock. Ich akzeptiere alle Kunstepochen, wenn sie wirklich noch
von der Wahrheit des Johannesevangeliums inspiriert sind, dass das Wort Fleisch geworden ist! Davon, dass
das Wort Nebel rangliste.faz.net/…m_1205062639_big.jpg geworden sei, steht nämlich nichts im Evangelium
und ein solcher Nebel wäre auch keine „frohe Botschaft“ für uns!
RRRRR Warum darf dann das 21. Jahrhundert nicht auch einen Stil entwickelt – sogar mit Bezug auf die Bibel?
Die Sache stinkt zum Himmel, weil der Bezug auf die Bibel heuchlerisch ist. Das gilt auch für all die
neuerdings so beliebten Regenbogenkreuze. NIEMAND denkt dabei in Wahrheit an das Buch Genesis. ALLE, die
diese Kreuze so lieben, lieben sie deshalb, weil das Kreuz bis zur Unkenntlichkeit um seine anstößige
Botschaft beraubt und zum reinen „Friede-Freude-Eierkuchen-Symbol …s.religioese-geschenke.de/…ucts/8/16628-450.jpg
verniedlicht und verkitscht ist. Das Barock war tatsächlich anmassend gegenüber früheren Kunstepochen
und ihren Hervorbringungen. Aber es war noch von der christlichen Botschaft durchdrungen in seinem echten
Gestaltungsdrang. Die jetzigen butscheckigen Paramente und kunstgewerblichen Produkte vertuschen dagegen
mehr und mehr jede symbolische Eindeutigkeit. Fortgeschrittene Abstraktion ist dabei der zur Tugend erhobene
Glaubensverlust, der die Konkretion der Gestalt meidet wie der teufel das Weihwasser und sein Heil im
bloss Ungefähren (hier www.museenkoeln.de/…ten/_img/lo/3_06.jpg ein Bild Jesu Christi) und Schemenhaften
sucht! Die Paramentik nimmt in ihrer jüngsten Entwicklung an diesem galoppierenden Substanzverlust christlicher
Symbolsprache teil: bis hin zur unfreiwilligen Klerikal-Clownerie www.kreuz.net/article.9268.html!
#22 Roma locuta 13:52:30 | Donnerstag, 7. Januar 2010
Regenbogen der Regenbogen ist ein Symbol des Noah-Bundes, das Kreuz des neuen, christlichen Bundes. Die
zunehmende Regenbogen-Symbolik in der Kirche ist daher bedenklich und de facto eine Ausdrucksform des
Modernismus, der Christus und die Kirche relativiert. „Noch ein Landorganist“ hat daher die Gewandwahl
des Bischofs treffend kommentiert. Die offene Respektlosigkeit dem Amtsräger gegenüber geht mir aber
auch zu weit, zumal in „liturgischem“ Rahmen. Wir sind hier Zeugen einer in zunehmend entfremdeten Exptremen
zerrissenen Kirche, einer Zerrissenheit, die inner- und außerkirchliche Gründe hat.
#21 eigerhar † 13:50:52 | Donnerstag, 7. Januar 2010
Autorität eines altgedienten Priesters Ein Priester der 23 Jahre treu der Kirche gedient hat hat auch
eine gewisse Autorität besonders, wenn die Gläubigen zu ihm halten im Glauben der Kirche. Auch wenn
das Kirchenrecht dem Bischof viel macht gibt ist es mindestens aus moralischer Sicht eine schwere Verfehlung
des Bischofs einen Priester ohne weitere Gründe einfach so zu verpflanzen. Priester sind kein Spielsteine,
die man einfach so verschieben darf. Priester sind keine Funktionäre, sondern sollen mit den Gläubigen
verbunden sein.
#20 Gotthard 13:49:45 | Donnerstag, 7. Januar 2010
Gottesdienstgemeinde? Die Leute, die sich dort in der Kirche versammelt hatten, waren keine Gottesdienstgemeinde
sondern unerzogenes Pack! Die Kirche und die Messfeier wurden geschändet! Wahrscheinlich hatte sich dort
die Front Nationale versammelt…
@ noch ein Landorganist mit einem einfachen Kreuz wäre die Sache klar Es gibt so viele Religionen, die
Kreuze benutzen – da wäre gar nichts klar. Warum muss man missverständliche Symbole wählen (welcher
Otto-Normal-Mensch kennt sich mit biblisch entsprungenen Symbolenaus!)? Man kann ja auch auf diese Weise
biblische Symbolik bekanntmachen. Oder ist das Christen nicht zuzumuten, die Bibel zu lesen? Das Kreuz
selbst ist ja auch ein biblisch entsprungenes Symbol. Es gibt übrigens auch Leute, die das Kreuz absichtlich
missverstehen („Foltersymbol“, „menschenverachtendes Symbol“, „Verherrlichung der Folter“) – gar nicht
so selten übrigens! – und trotzdem forderst Du nicht dessen Abschaffung in der Liturgie.
@noch ein Landorganist Danke für die Antwort bzgl. der Kanontafeln. Also ist davon auszugehen, dass die
da nur zur Zierde stehen? sich provoziert fühlen dürfen im neuen Jahrtausend nur noch die Moslems. Und
die dürfen danach auch noch nach Belieben die Sau rauslassen und dafür viel wohlmeinendes Verständnis
von den professionellen Gutmenschen einschl. V2-Sektierern ernten. Sie haben das sehr treffend auf den
Punkt gebracht! :)3
mit einem einfachen Kreuz wäre die Sache klar Warum muss man missverständliche Symbole wählen (welcher
Otto-Normal-Mensch kennt sich mit biblisch entsprungenen Symbolenaus!)?
@ Domenico Um das zu verhindern, haben wir ja eine Tradition: auch in Bezug auf Paramente! Um diese Tradition
hat sich der Barock nicht geschert, als er einen neuen Stil entwickelte. Warum darf dann das 21. Jahrhundert
nicht auch einen Stil entwickelt – sogar mit Bezug auf die Bibel? Ach ja, Bibel magst Du ja nicht…
„Provokation“ sich provoziert fühlen dürfen im neuen Jahrtausend nur noch die Moslems. Und die dürfen
danach auch noch nach Belieben die Sau rauslassen und dafür viel wohlmeinendes Verständnis von den professionellen
Gutmenschen einschl. V2-Sektierern ernten.
„wir sind kirche“ methoden sind unwürdig böses mit bösem bekämpfen. nein danke bischöfe öffentlich
blosstellen ist die methode unserer feinde. wer so handelt ist selber nicht besser. kritik ja – aber ohne
verächtlichmachung des amtes und der person
@ Domenico Diese Regenbogen-Emblematik kennen wir doch irgendwoher? Ja und? Mit derselben Begründung
müssten Sie auch die Bibel zum Homo-Buch erklären, da kommt nämlich – ogottogott, oschwuchteloschwuchtel –
der Regenbogen als Symbol des Bundes zwischen Gott und der Schöpfung vor: 1 Mose (Gen) 9,12-17. Die Bibel –
nach der Lehre von Domenico ein Schwuchtelbuch!
Das Gewand des Bischofs muss von Traditionskatholiken auch als Provokation empfunden werden. Diese Regenbogen-Emblematik
kennen wir doch irgendwoher www.morgenpost.de/…e_BM_Ber_102706b.jpg? Der vertikal veraufende farbige
Gewandstreifen erinnert auch in keiner Weise an ein Kreuz. Hier hat sich alle christliche Symbolik aufgelöst
in ein banales „Jetzt wir alle nett zueinander“ … Wieviel Gespür lässt dieser Bischof vermissen, wenn
er in solchen Hemdchen vor eine traditionsbewusste Gemeinde tritt?
Natürich haben Gläubige jederzeit das Recht, ihre Anliegen den rechtmäßigen Hirten zur Kenntnis zu
bringen – ggf. auch durch eine „Abstimmung mit den Füßen“. Gleichwohl wundert mich immer wieder der
hier kultivierte disziplinäre Eklektizismus ästhetischer Provenienz: Einerseits werden gerade hier immer
wieder lauthals bischöfliche Interventionen gegen tatsächliche (meist aber nur eingebildete oder aufgebauschte)
„Mißstände“ gefordert. Andererseits können sich aber Kleriker mit dem richtigen „liturgisch-kirchenpolitischen
Parteibuch“ des frenetischen Applauses sicher sein, wenn sie vorsätzlich und wohlkalkuliert die Autorität
ihres Ortsordinarius untergraben.
WvStolzing ob in dieser Kirche auch nach traditionellem römischen Ritus zelebriert wird, weiß ich nicht –
dieser Messe war nicht tridentinisch. Die Tafeln stehen aber auch in D noch in vielen Kirchen, wo schon
seit 40 Jahren nur der NOM zelebriert wird,
Neuer Ritus? Die Kanontafel, die im Video auf der Evangelienseite des Altares zu sehen ist, lässt aber
darauf schließen, dass hier die klassische Liturgie gefeiert werden solle. Zumindest kenne ich Kanontafeln
nur aus der der tridentinischen Messe, im NOM (auch in der richitigen Richtung und in der angemessenen
Sakralsprache zelebriert) habe ich sie noch nie gesehen. Vielleicht kann mir aber jemand, der es besser
weiß, da was zu schreiben. Ansonsten – Hut aber vor der Courage der Gemeinde!
Sakrilegischer Ungehorsam. Der Priester und seine Gläubigen mögen noch so traditionell sein. Sie haben
kein Recht, dem rechtmäßigen Bischof so zu begegnen, wie sie es getan haben. Das ist schlichte Aufsässigkeit.
Gewaltanwendung gegen gottgeweihte Personen ist überdies ein Sakrileg. Für einen Traditionalismus solcher
Art habe ich keine Sympathie. Das Leben Jesu vitajesu.wordpress.com/
zweigeteilt einerseits lustig und erfreulich, dass man sich gegen Zerstörung wehrt – andererseits höchst
unerfreulich, wohin uns die wahnsinnigen V2-Sektierer getrieben haben, dass sowas überhaupt stattfinden
muss
Tja was soll man sagen… Höchst erfreulich, dass die Gemeinde hinter ihrem Pfarrer steht. Höchst unerfreulich,
dass ein uneinsichtiger altliberaler Bischof meint, seine „Macht“ ausleben zu müssen. Im Bistum Limburg
gab es eine ähnliche Geschichte in den 70er Jahren – bis heute ist die Gemeinde zweigeteilt. Auch damals
war ein uneinsichtiger altliberaler Bischof Auslöser des Konfliktes.