19:17:16 | Montag, 11. Januar 2010
Evangelische Amtskirche beschmutzt den Ruf eines verstorbenen jüdischen Journalisten
Der Leiter der bedeutenden Evangelischen Nachrichtenagentur ‘idea’ hat den „Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik 2009“ angenommen. Seitdem ist die linke Hölle los.

Die bekantne protestantische Webseite ‘idea.de’
(kreuz.net) Zuerst erhielt der evangelische Pfarrer Helmut Matthies – Leiter der bekannten Evangelischen
Nachrichtenagentur ‘idea’ – den „Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis für Publizistik 2009“.
Mit der Auszeichnung
ist kein Preisgeld verbunden.
Anschließend gab es eine Pressemitteilung der ‘Evangelischen Kirche in
Mitteldeutschland’, die sich über Thüringen und große Teile von Sachsen-Anhalt erstreckt.
Die offensichtlich
linksextreme Aussendung behauptete, daß sich Matthies mit der Annahme des Preises „dem Rechtsextremismus
genähert“ habe.
Die Forderung: Er solle den Preis zurückgeben.
Anschließend begann das antifaschistische
Rauschen in den christlichen System-Medien.
Ein jüdischer Verteidiger des Kreuzes ChristiMatthies
kommentierte diese Vorgänge jetzt in einem ‘idea’-Kommentar.
Er erinnert darin, daß der Preis mit Zustimmung
der Familie nach dem Journalisten Gerhard Löwenthal († 2002) benannt ist.
Löwenthal litt als Jude während
der NS-Zeit als Insasse im Konzentrationslager Sachsenhausen. Danach war er ein führender deutsch-patriotischer
Fernsehjournalisten der Nachkriegszeit.
In seinen Sendungen setzte er sich für politische Häftlinge
in kommunistische Staaten ein und warnte vor dem Linksextremismus.
Matthies persönliche Verbindung zu
Löwenthal bestand seit dem Jahr 1974. Der jetzige Journalist war damals als Theologiestudent in Hamburg
für die Studentenmission in Deutschland mitverantwortlich.
Als die Studentenmission hörte, daß die
Kapelle der damals im Zuge der 68er-Bewegung marxistisch orientierten ‘Evangelischen Studentengemeinde’
als Abstellkammer mißbraucht wurde, bat sie, diese wieder ihrem eigentlichen Zwecke zuführen zu dürfen:
„Es wurde uns erlaubt“ – erinnert sich Matthies.
Die Studentenmission brachte in der leeren Kapelle ein
Holzkreuz an, das allerdings von der Leitung der ‘Evangelischen Studentengemeinde’ wieder abgehängt wurde.
„Als Proteste nicht halfen, wandte ich mich an Gerhard Löwenthal“ – schreibt Matthies: „Er berichtete
dann tatsächlich im ZDF-Magazin über den Skandal.“
Danach durfte das Kreuz bleiben: „Der Jude Löwenthal
hatte also mit dafür gesorgt, daß in einem Kirchenhaus ein Kreuz hängen durfte“ – stellt Matthies fest:
„Fortan blieb ich dem Journalisten verbunden.“
Kirchliche Links-Medien manipulierenAls Löwenthals
Witwe vorschlug, den nach ihrem Mann benannten Preis für das Jahr 2009 an Matthies zu verleihen, sagte
dieser zu – „ist mir doch der Namensgeber in seinem Einsatz für unrechtmäßig Verfolgte ein Vorbild.“
Matthies’ einziger Zweifel: „Ich fragte mich nur, ob ich wirklich des Preises würdig sei im Blick auf
die hohe Bedeutung meiner Vorgänger.“
Im Jahr 2008 ging der Preis an den bekannten deutschen Fernsehjournalisten
und Bestsellerautoren, Peter Scholl-Latour.
Die Auszeichnung wird seit dem Jahr 2007 von der gemeinnützigen
„Förderstiftung Konservative Bildung und Stiftung“ in Berlin verliehen. Als Kooperationspartner fungiert
die Berliner Wochenzeitung „Junge Freiheit“.
Der Chefredakteur der ‘Jungen Freiheit’, Dieter Stein, gehört
zum Stiftungsrat.
Die Laudation auf Matthies hielt der Kasseler Kirchenrat, Rolf Sauerzapf.
Matthies
stellt fest, daß die ‘Evangelische Kirche in Mitteldeutschland’ durch ihre umstrittene Stellungnahme
nicht nur nur dem Ansehen von ‘idea’, sondern auch dem guten Ruf von Gerhard Löwenthal, Kirchenrat Sauerzapf
oder Peter Scholl-Latour schwer geschadet hat.
Außerdem kritisiert Matthies auch die Kirchenpresse für
ihre manipulative Berichterstattung in dieser Sache – darunter auch die ‘Katholische Nachrichten-Agentur’,
die von den altliberalen deutschen Bischöfen kontrolliert wird.
Linke Unterwanderung der Kirchensteuer-Kirche
Matthies erklärt, warum er trotz des zu erwartenden Aufstands der System-Medien den Preis angenommen
hat:
„Weil ich mich sonst gegenüber einem Juden geschämt hätte, der wie kaum ein anderer Journalist
im Westen für Verfolgte und Entrechtete im kommunistischen Bereich eingetreten ist und sich wie sonst
kein Fernsehverantwortlicher für die Wiedervereinigung Deutschlands engagiert hat.“
Dann fügt er hinzu:
„Nun wird sein Name ausgerechnet aus einer mitteldeutschen Kirche beschmutzt.“
Das Problem ortet Matthies
in einer evangelischen Kirche, die in ihrem massiven „Kampf gegen Rechtsextremismus“ alles, was nicht
links ist, unter den Generalverdacht stellt, rechtsextrem zu sein:
„Gegen Linksextremismus wendet sich
bisher keine Landeskirche, obwohl gerade Ende des Jahres festgestellt wurde, daß sich beispielsweise
in der deutschen Hauptstadt die Zahl linksextremistischer Gewalttaten 2009 verdreifacht hat, während
die Zahl rechtsextremer Gewalttaten bis November 2009 deutschlandweit um 8,5 Prozent gesunken ist.“
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