Wien
Frommer Wunsch: „Ich hoffe, die Bischöfe haben Mut“
Bischof Schwarz müßte die Stärke haben, in Rom zu sagen: Ich bin selber altliberal und träge und brauche deshalb einen Koadjutor, der einfach katholisch ist.
Pfarrer Wagner bei einem kürzlichen Vortrag in Wien
Pfarrer Wagner bei einem kürzlichen Vortrag in Wien
© Screenshot aus einem Video von ‘gloria.tv’
(kreuz.net, Linz) Am Donnerstag veröffentlichte die Regionalzeitung ‘Oberösterreichische Nachrichten’ zwei Interviews zu aktuellen Zahlen über die Kirchenaustritte im letzten Jahr.

Das Blatt sprach mit Pfarrer Gerhard Maria Wagner von Windischgarsten, dem abgesägten Weihbischof von Linz, und mit dem pensionierten Wiener Pastoral-Ideologen, Hw. Paul Michael Zulehener.

Vielleicht auch einmal an Pfarrer Wagner denken

Pfarrer Wagner bemerkte zu den Kirchenaustritten, daß „in erster Linie jene Menschen aus der Kirche austreten, bei denen der Faden zur Kirche schon von vornherein sehr dünn ist“.

Ferner erinnerte der Geistliche an die Zerrissenheit innerhalb der Kirche: „Diese Kluft ist auch mit meiner Bischofsernennung deutlich geworden.“

Die Frage, ob die Kirche bei seiner Ernennung „Fehler“ gemacht hätte, verneint Hw. Wagner:

„Warum soll das Procedere in meinem Fall falsch sein und bei einem anderen wäre es richtig? Man muß auch sagen, daß es zum einen Leute gab, die über meine Bestellung verärgert waren und sofort Gift gesprüht haben.“

Anderen hätte es nicht gefallen, „wie mit mir umgegangen worden ist“: „Vielleicht sollte man auch einmal fragen, wie turbulent das Ganze für mich war.“

Jeder wisse, daß er „einen breiten Buckel“ besitze: „Hier geht es um Machtkämpfe innerhalb der Kirche.“

Auch wenn es in seiner Diözese Linz ruhig sei, seien die Probleme noch lange nicht gelöst – so Pfarrer Wagner.

Sobald er den Menschen etwas sage, das sie nicht hören wollten, bestehe die Gefahr, daß sie aus der Kirche austreten würden.

Pfarrer Wagner bedauert diese Entwicklung: „Aber es ist auch nicht gut, wenn man aus Angst vor Statistiken zu allen schwierigen Themen künftig schweigt.“

Die Kirche solle keine Grabesruhe vermitteln.: „Ich hoffe daher, daß die Bischöfe auch heuer den Mut haben, Dinge klar zu sagen. Auch mit dem Wissen, dass sie einiges lostreten können.“

Konservative sind Trottel und Akademiker altliberal

Der altliberale Intimfeind des verhinderten Weihbischofs, Hw. Zulehner, sprach im Interview über „Unglücksfälle“ und „Regierungsproblemen im Vatikan“:

„Zugunsten der Weltkirche würde man sich ein viel besseres Zusammenspiel in der Römischen Kurie wünschen“ – erklärte der für seine Intrigen bekannte Priester.

In der Diözese Linz stellt sich nach Hw. Zulehner die Hauptfrage, wie man Spannungen beseitigen könne:

„Es ist die große Aufgabe des Bischofs, als Brückenbauer zu wirken.“

Ein „Brückenbauer“ ist nach dem altliberalen Sprachgebrauch ein Oberhirte, der versucht, den antikatholischen Kräften in Kirche und Staat zu gefallen.

von der Polarisierung in der Linz Diözese behauptet Hw. Zulehner, daß sie angeblich eine „Quelle von Entwicklung und Dynamik“ werden könne: „Der einzige Ort, wo es wirklich friedlich ist, ist der Friedhof. Den kann man einer Kirche eigentlich nicht wünschen.“

Die eigene radikal-antikatholische Position verrät Hw. Zulehner damit, daß er den altliberalen Linzer Bischof als Vertreter einer – wie er sich ausdrückt – „ruhigen, bedächtigen und konservativen“ Gruppe bezeichnet.

Als Weihbischof brauche es jemanden, mit dem sich auch „Akademiker, moderne Menschen und spirituell Suchende“ identifizieren könnten:

„Bischof Schwarz müßte die Stärke haben, in Rom zu sagen: Konservativ bin ich schon selber, ich brauche einen Weihbischof, der anders ist.“

Mons. Wagner bei einem kürzlichen Vortrag in Wien

      
44 Lesermeinungen
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#45   Jörg Guttenberger, Köln   21:30:48 | Sonntag, 17. Januar 2010
Caldonazzi: Gesprächs
Ich habe keine Lieblingsgesprächspartner, sondern tauche mich mit jedem ehrlich Suchenden gerne aus.
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#44   Hans im Glück   09:22:58 | Sonntag, 17. Januar 2010
LM schleche Presse als gute Visittenkarte?
eine schlechte presse welche bessere visitenkarte für einen diener christi kann es geben ?
Das ist jetzt nicht ihr Ernst? Soll ich mal Beispiele von Menschen mit schlechter Presse aufzählen?
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#43   Caldonazzi †   01:53:33 | Sonntag, 17. Januar 2010
@Jörg Guttenberger, Köln:
Ich bedauere es, mit dir in eine Kontroverse verwickelt zu werden.
Meine bevorzugten Gegner sind Revisionisten, Neonazis, Antisemiten und sonstige Hasser, die sich auf kreuz.net sammeln, weil ihnen hier die Gelegenheit geboten wird, sich auszutoben.
Das katholische Selbstverständnis traditioneller, koservativer oder progressiver Katholizität steht hier leider nicht zur Diskussion. Hier wird nicht über den kath. Glauben diskutiert, sondern bloß amoralische Politik verfolgt.
Seriöse katholische Diskutanten findest du auf kreuz.net kaum mehr.
Den Betreibern ist ihr Projekt entglitten, weil reaktionäre und faschistoide Intention sich nicht als katholisch maskieren lässt.
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#42   LM.   01:11:55 | Sonntag, 17. Januar 2010
wagner hat also in der diözese linz einen schweren stand
und eine schlechte presse
welche bessere visitenkarte für einen diener christi kann es geben ?
ist genauso wie wenn man sagen würde martin luther king wäre schlecht weil ihn der ku klux clan nicht mag :-D
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#41   Caldonazzi †   01:06:44 | Sonntag, 17. Januar 2010
@Jörg Guttenberger, Köln: Wagner ist keine profilierte Persönlichkeit, sondern ein von einem
Grüppchen reaktionärer Geister (Engelmann, Zeitschrift „Der 13.“) favorisierter Einfaltspinsel, der die Kirche zur Lachnummer verkommen lässt.
Sie zitieren leider keine einzige Äußerung Wagners, mit der er sich nicht mit dem Finger am Puls der Zeit ausweist! Statt dessen behaupten Sie drauf los.
In Österreich führten in den letzten Jahren verhängnisvolle Personalentscheidungen zu exorbitant hohen Kirchenaustritten, breitem Widerstand und schlechter Presse. Zuerst Groer, dann Krenn. Einen Wagner können wir da wirklich nicht mehr brauchen.
Die Theodizeefrage meinte er damit zu lösen, dass Gott den Hurrikan Katrina als Strafgericht schickte, um das sündige New Orleans zu vernichten. Harry Potter ist in seinen Augen ein satanisches Werk und gehört verboten. Homosexualität bezeichnet er als Krankheit und fordert deren Behandlung.
Der gute Wagner ist ein Tölpel, der sich von einigen reaktionären Tradis instrumentalisieren lässt.
Bei der Dechantenkonferenz am 10.02.09 lehnten ihn 31 der anwesenden 35 Dechanten ab. Warum wohl?
Die Kirche braucht keine Spalter, sondern Menschen, die den Herausforderungen des 21.Jhdts. gewachsen sind.
Wagner gehört nicht dazu.
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#40   Biene Maja   00:20:18 | Sonntag, 17. Januar 2010
an alle
ich hätte einen wie Wagner gewünscht aber es kam anders
die Diözese schläft weiter ein neuer Besen hätte den Dreck hinausgekehrt die Biene Maja GUTE NACHT mir bleibt nur mehr 3St Schlaf
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#39   Jörg Guttenberger, Köln   00:08:36 | Sonntag, 17. Januar 2010
Caldonazzi: Mons. Wagner
Sie zitieren leider keine einzige Äußerung Wagners, mit der er sich nicht mit dem Finger am Puls der Zeit ausweist! Statt dessen behaupten Sie drauf los.
Wenn die Leute, vermutlich 68er und sonstige politisch Korrekte die Verkündigung Wagners lächerlich finden, so ist dem die starke positive Korrelation zwischen der Enge des eigenen Horizontes und der Bereitschaft, über nicht Verstandenes zu lachen, entgegenzuhalten.
An profilierten Persönlichkeiten scheiden sich häufig die Geister, das gilt sogar für Jesus Christus, der gesagt hat, er sei nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Das Schwert ist hier als Instrument der Spaltung zu verstehen, sonst hätte es keinen Sinn und liefe der christlichen Botschaft zuwider.
Tragischerweise ist in die vom Katholizismus hinterlassene geistige Lücke die 68er Ideologie in die Kirche eingedrungen, die so tatsächlich zu Verwirrung und Kirchenaustritten geführt hat. Damit stimmt ihre Bebauptung nicht.
Sie sehen als vermutlich Progressiver darüber hinweg, daß Wagner eben kein Reaktionär, sondern ein Konservativer ist, also die Entwicklung im Spannungsfeld von Innovation und Tradition sieht.
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#38   Caldonazzi †   02:36:34 | Samstag, 16. Januar 2010
@Jörg Guttenberger: Das kann doch nicht dein Ernst sein?
Mons. Wagner gebührt aufrichtiger Dank und hohes Lob für seine deutlichen und unmißverständlichen Worte. Es ist offenbar ein Priester, der mit seinem Finger am Puls der Zeit fühlt. Daß man ihn erfolgreich als Bischof verhindert hat, ist ein schwerwiegender Verlust für die Kirche in Österreich und ein Ärgernis für alle verantwortungsbewußten Katholiken.
Willst du die katholische Kirche als gesellschaftlichen Faktor weiter schwächen?
Was nützen Priester, wie Wagner, wenn sie sich durch ihre unreflektierten Äußerungen zum Gespött der Diözese gemacht haben? Wie kann Seelsorge wirken, wenn sie von Priestern kommt, die von der Mehrheit der Gläubigen aus gutem Grund abgelehnt wird?
Wagner hat gar keinen Sinn für den Puls der Zeit. Er ist ein Spalter, kein Sammler.
Die Kirchenaustritte stiegen in astronomische Höhen, repräsentierten lauter Wagners die kath.Kirche.
Es ist noch kaum einer aus der Kirche ausgetreten, weil ihm die Verkündigung des kath.Glaubens zu „modernistisch“ war.
Ganz im Gegenteil: Würde die Kirche auf die Anhänger von Wagner reduziert, schrumpfte sie zu einer Sekte.
Willst du das?
Ich nicht!
Wagner ist keine Stimme des Glaubens, die für das 21. Jhdt. taugt.
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#37   Guttenberger   00:52:19 | Samstag, 16. Januar 2010
Kairos: Gottesdienst
Sie übersehen, daß Gottesdienste nicht genügen. Jeder Laie kann fast alle Gottesdienste gültig feiern, selbst das gesamte Stundengebet sowie Andachten und sonstige Wortgottesdienste mit Austeilung der hl. Kommunion.
Es geht vielmehr darum daß in jedem Ort wenigstens einmal sontäglich eine hl. Messe gefeiert wird, und hierfür ist nun einmal mindestens die Priesterweihe notwendig. Ferner ist zumindest vor der hl. Messe Beichtgelegenheit notwendig, und hierfür bedarf es ebenso wenigstens der Priesterweihe!
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#36   Jörg Guttenberger, Köln   00:40:37 | Samstag, 16. Januar 2010
Mons. Wagner
gebührt aufrichtiger Dank und hohes Lob für seine deutlichen und unmißverständlichen Worte. Es ist offenbar ein Priester, der mit seinem Finger am Puls der Zeit fühlt. Daß man ihn erfolgreich als Bischof verhindert hat, ist ein schwerwiegender Verlust für die Kirche in Österreich und ein Ärgernis für alle verantwortungsbewußten Katholiken.
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#35   Hans im Glück   16:23:41 | Freitag, 15. Januar 2010
Es gibt Gebiete in denen nur einmal im Jahr
eine Eucharistiefeier stattfinden kann. In Japan haben katholische Christen nach der Ausweisung der Jesuiten 200 Jahre ohne Priester und Messe durchgehalten und sind dabei katholisch geblieben.
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#34   Gotthard   16:06:11 | Freitag, 15. Januar 2010
@burgorus
Wenn aber das Messopfer durch einen Wortgottesdienst ersetzt würde, dann sind wir de facto protestantisch;
welch ein Schmarrn!
Seit Jahrhunderten ist doch geübte Praxis, dass in sehr großen Gemeinden in Afrika und Lateinamerika mehr Wortgottesdienste als Messen gefeiert werden…
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#33   Irustdim   12:39:47 | Freitag, 15. Januar 2010
@Fides et Ratio
Ich gebe Ihnen völlig recht. Die Theologen à la Küng, Zulehner und vielen anderen kommen mir als die Schriffgelehrte und Pharisäen Jesus Zeiten bekannt vor. Die brauchen wir nicht. Der höchste katholische Theologe aller Zeiten war der Heilige Thomas von Aquino; er sagte damals dass das Beten und das Folgen des Lehramtes in der Person des Heiligen Vaters, die Fundamente des Glaubens für Christen sein sollten. Heute würde ich auch hinzufügen: die Devotio Maria. Und er war ganz recht. Jahrhunderte später verraten Jesus tausende deutsche Geistliche, Bischöfe, Pfarrer, Mönche und Theologen, als sie zur lutheranische Häresie übergelaufen waren. Und mit denen sind unzählige Menschen auch übergelaufen. Die haben ihren Hirten gehört und gehorsam gefolgt!
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#32   Burgorus   12:35:32 | Freitag, 15. Januar 2010
@Kairos:
Ich will nicht den Zusammenbruch örtlicher Strukturen und die Aufgabe von Heimat-Pfarreien. Doch solche Strukturen brechen nicht zusammen, wenn man ab und zu in eine Nachbarkirche muss. Im Gegenteil: das kann neue Erfahrungen bringen.
Es gibt auf dem Land auch viele kleine Filialkirchen, wo vielleicht einmal unter der Woche oder einmal im Monat oder noch weniger oft eine Messe gehalten wird.
Da kommen dann die meisten Kirchgänger ziemlich regelmäßig. Eine Grabschaft ist da auch meistens dabei, und das verbindet.
Wenn aber das Messopfer durch einen Wortgottesdienst ersetzt würde, dann sind wir de facto protestantisch; und es ginge wie bei den Protestanten verstärkt bergab.
Außerdem unterschätzen Sie die Bedeutung des Messopfers. Wenn Ihnen eine Gemeindestruktur wichtiger ist als dieses, haben Sie den katholischen Glauben nicht verstanden.
Sie gehen mit der ideologischen Brille an die Frage heran und zeigen in jedem Satz, den Sie in diesen beiden Abschnitten schreiben Ihren Hass auf die kirchlichen Entwicklungen der letzten 40 Jahre.
„Ideologische Brille“, so ein Schwachsinn! Ich verteidige den katholischen Glauben und dessen Herzstück, sonst nichts.
Natürlich verabscheue ich den Niedergang der letzten 40 Jahre; ich verabscheue jeden Niedergang, insbesondere auch den Niedergang unserer Moral, die dazu geführt hat, dass jedes Jahr einige hunderttausend Kinder vom Mutterleib herausgerissen werden; vgl. die zweite Strophen eines Europahymnentextes www.kreuz.net/bookentry.5761.html.
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#31   fides et ratio   11:55:58 | Freitag, 15. Januar 2010
Zulehner gehört offenbar uzu jener Spezies von kath. Theologieprofessoren,
die – wie wir sie auch in DEU kennen – die vor Eitelkeit, Selbstgerechtigkeit, Besserwisserei und sonstigen professoralen Tugenden bisweilen kaum aus den Augen schauen können. Leider fehlt diesen Herrschaften vielfach der Geist eines Pfarrers von Ars: Demut, Bescheidenheit und Selbstlosigkeit. Dafür ist Herr Zulehner – weiß Gott – nicht bekannt!
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#30   Kairos †   07:31:51 | Freitag, 15. Januar 2010
@ gotthard
Die Verblendung und Hasserfüllung unserer traditionalistischen Widersacher ist soweit vorangeschritten, dass sie vor Beleidigungen nicht zurückschrecken. Das ist das Wahre an den Traditionalisten. Mit einem gepflegten Umgang und der gegenseitigen Achtung hat dies nichts mehr zu tun.
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#29   Gotthard   00:16:37 | Freitag, 15. Januar 2010
@burgorus
Wird er dagegen Diözesanpriester, dann muss er allerhand Sakrilegien mitmachen, darf keine gesalzenen Predigten halten, sondern nur liebe Äuglein machen, sonst kriegt er’s mit theologisch verdummten Wichtigtuer-Frauen und letztlich mit dem Bischof zu tun.
wo hast du denn diese blöden Sentenzen her?
Was soll denn eine „gesalzene Predigt“ sein? … gegen den Pius-verein und die Spitzen-Priesterschaft?
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#28   DJM †   23:01:02 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Das war 2009
„53.216 Personen kehrten katholischer Kirche den Rücken – 43,5 Prozent mehr Austritte nach missglückter Ernennung Wagners zu Weihbischof.“ standard.at derstandard.at/…iegen-um-ein-Drittel
Davon werden einige Schamanisten, andere wiederum Buddhisten, oder sonst etwas, sektenartiges. Oder einfach verdrängen, was durch die Medien ja pausenlos angeleitet wird, durch Überreizung. Das ist Wien der Abfall am Größten ist, spricht für die Qualität der Organisation, welche es anscheinend nicht mehr schafft, die Familien zu erreichen. Da heiraten viele gar nicht, obwohl ein Kind da ist. Sie haben eben eine Meinung und die muß gewahrt bleiben im solidarischen Umfeld. Sind ja die Nachbarn, der Nächste und der könnte vielleicht ich sein. Aber Moment, wieso ich? Die Kirche ist sinnstiftend, doch das vergessen leider viele, obwohl sie es eigentlich bloß verdrängen. Der Ehrgeiz ist ihnen wichtiger. Dabei kommt es manchmal auch vor, dass Gott wieder einige von ihnen durch Fügungen in die Kirche zurück führt. Das kann er, eigentlich mit jedem Taufscheinchristen. Er kann sie zur Kirche zurück führen, zumal die Seele von ihm Kenntnis genommen hat. Wenn aber 2009 schon 53.216 Personen zur Kenntnis genommen haben, dass ihnen die Kirche nur die Dunkelheit in ihrem Herzen wert ist, dann bleibt eigentlich nicht viel über, als das Jahr der Priester zu feiern, die sich trotz der mangelhaften Erkenntnis dafür einsetzen, dass der Dienst am Altar würdevoll bleibt. Deshalb sind sie hier und nicht wegen der Vermehrung.
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#27   Rose im Kreuz   22:59:34 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Zulehner
Der Warmduscher Zulehner ist noch immer nicht exkommuniziert?
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#26   Burgorus   21:56:36 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@Irustdim
Ich habe die Vermutung (…), dass dies euch nicht gefallen würde, solche Priestern bei euch zu haben weil die gegen eure „moderne“ Katholizismus sind; d. h., die sind gegen Verhütung, Ökumene (Im deutsche Sinne), Frauenweihe, Laienpredigt, Priesteramt für „erprobte“ Laien, Abtreibung, demokratie in der Kirche, „alle Religionen sind gleich“, usw, usw, usw.
Was Sie hier schreiben, gefällt in erster Linie den Offiziellen nicht, dem normalen Volk würden Priester, wie ihr sie in Südamerika habt, schon gefallen. Früher hatten wir ja auch solche Priester.
Alles von Verhütung bis Frauenpriestertum kommt von Theologen her, die von der Amtskirche bezahlt werden. Bsp.: „Es dauert noch eine Zeit, bis die Kirche auch für die Priesterweihe der Frauen reif ist.“ Sowas hört man von Pfarrern in Predigten oder von in der Kirche vortragenden Schulkindern, die nachplabbern, was ihnen im Schulunterricht eingetrichtert wird.
Wer bei uns Priester werden will, muss entweder in eine konservative Bruderschaft wie Petrus- oder Piusbruderschaft eintreten. Dann kann er mit voller Hingabe seinem Amt nachgehen, hat aber nur ein Publikum, das bereits tief katholisch ist, also fast keiner Predigt mehr bedarf.
Wird er dagegen Diözesanpriester, dann muss er allerhand Sakrilegien mitmachen, darf keine gesalzenen Predigten halten, sondern nur liebe Äuglein machen, sonst kriegt er’s mit theologisch verdummten Wichtigtuer-Frauen und letztlich mit dem Bischof zu tun.
Wer hat da noch Lust, Priester zu werden?
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#25   Kairos †   21:29:58 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@ burgorus
Entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt antworte.
Wenn es für Sie nicht mehr wichtig ist, dass Christinnen und Christen vor Ort ihren Lebensraum prägen und hierzu gehört für mich auch das Angebot des Gottesdienstes, wenn nur darauf abgehoben wird, irgendwo hinzufahren, wo ich mir meine Glückseligkeit abholen kann, dann sollen doch die Territorialgemeinden aufgelöst werden.
Nur dann bricht Kirche vor Ort,und dies gerade auch im ländlichen Raum ganz weg, weil sie nicht mehr präsent ist.
Ihre Ausführungen zur Fahrgemeinde und zur Südamerikanisierung möchte ich nicht kommentieren, denn dann würde ich ausfallend. Sie gehen mit der ideologischen Brille an die Frage heran und zeigen in jedem Satz, den Sie in diesen beiden Abschnitten schreiben Ihren Hass auf die kirchlichen Entwicklungen der letzten 40 Jahre.
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#24   wickerl   18:37:11 | Donnerstag, 14. Januar 2010
sehr sehr tragisch
Leider geht man in Rom so oft den Weg des geringeren Widerstandes, es ist zu fürchten dass auch jetzt wieder ein guter Mann erfolgreich abbestellt worden ist , oder schon abbestellt worden ist, wie Dr. Wagner 2005 und 2009. Papst Benedikt orientiert sich leider so oft an den Stärkeren, das bezeugt seine Liebe zu Israel , zum Bush und so weiter. Dass dabei gläubige Christen, wie etwa die orientalischen Christen zu Schaden kommen, scheint ihn sehr wenig zu berühren, und auf den christlichen Palästinensern wird geradezu herumgetrampelt, für die hat sich Papst Benedikt in Vad Yashem überhaupt nicht eingesetzt.
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#23   Irustdim   18:01:41 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Burgorus
Sie haben sehr gut geschrieben und deswegen danke Ihnen. Zur „Südamerikanisierung“: ich bin sudamerikaner (aus argentinien) und hatte den Eindruck, dass den Begriff auf eine Übernahme seitens Laienvolk von priesterliche Aufgaben deutet, welche (die Übernahme) aus Priestermangelgründen zu verstehen ist. Das ist falsch! Es blühen die Priesterberufungen in ganz Amerika südlich Bravo River (Grenze USA-Mexico). In meiner ehemalige Pfarre hatten wir sogar 3 ständige Priestern und am Sonntag kamen zusäatzlich zwei oder drei Seminaristen. Jeden Sonntag gab es 4 Messen.
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#22   Burgorus   17:40:29 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@Kairos
Ich bin dagegen, dass ein Diakon oder Laie im Falle des Priestermangels einen Wortgottesdienst anbietet, denn dadurch wird der Eindruck erweckt, der Gottesdienstteilnehmer hätte an einer Messe teilgenommen und seine Sonntagsplicht erfüllt. Die Leute werden von der Messe weggezogen, und das sollte vermieden werden.
Zur Fahrgemeinde:
Früher gab’s halt eine Gehgemeinde. In der Praxis können fast alle Leute auch weiter zu einer Messe fahren.
Ich persönlich empfinde keinen Unterschied, ob ich zwei, fünf oder gar zehn Minuten lang aufs Gas trete.
Auch ältere Leute haben stets einen mobilen Begleiter, dem es wurscht ist, ob er zwei oder zehn Minuten lang im Auto sitzt.
Viele Leute sind aber leider nicht bereit, ihre Pfarrgemeinde zu verlassen. Das sind aber meist solche, die aufs Kirchegehen nicht so viel halten. Für die ist es eine leichte Ausrede, der Messe fernzublieben, wenn in ihrer Kirche kein Priester ist.
Zur angeblichen Südamerikanisierung:
In Wirklichkeit haben wir keinen Priestermangel. Wir müssten sie nur in die Pfarrgemeinden hineinlassen, was gegenwärtig bei Petrus- und Pius-Brüdern nicht geschieht.
Und wenn wir die jungen Leute wieder Priester sein ließen, sie also zu keinen Sakrilegien wie Handkommunion verpflichteten, würden wir wieder mehr Priester haben.
Das Potential im Volk ist da, es wird nur vom Freimaurer-Apparat und deren Bischöfen niedergedrückt.
Die Zerstörung der Kirche, die wir heute sehen, geht von innen aus, kommt von oben, nicht vom Volk.
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#21   Hans im Glück   17:40:04 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Ich nehm gerne Befreiungstheologen aus Südamerika
nach Deutschland!
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#20   Irustdim   17:37:31 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Kairos:
In Südamerika mangelt es sich nicht an Priestern. Wir haben genug. Bei euch mangelt es sich an Priesterberufungen. Aber dies ist eine natürliche Konzequenz eure säkularisierte Gesellschaft. Damals haben europäische Priestern Südamerika evangelisiert, jetzt werden Priester aus der ehemalige Missionsländern Europa neu-evangelisieren. Diakone sollen ihren Pflicht tun, jedoch keine Tätigkeit des Priesters übernehmen. Wenn ihr kein Priester mehr habt, könntet einfach Priestern aus Afrika, Asien oder Südamerika holen. Dort blühen die Berufungen. Ich habe die Vermutung (vielleicht liege ich falsch), dass dies euch nicht gefallen würde, solche Priestern bei euch zu haben weil die gegen eure „moderne“ Katholizismus sind; d. h., die sind gegen Verhütung, Ökumene (Im deutsche Sinne), Frauenweihe, Laienpredigt, Priesteramt für „erprobte“ Laien, Abtreibung, demokratie in der Kirche, „alle Religionen sind gleich“, usw, usw, usw.
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#19   Ottonis   16:27:19 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Kirchenaustritte
Wiso – frage ich mich nur immer – sind diejnigen die ausgetreten sind nach dem mutigen Rücktritt von H.H. Wagner wieder in die RKK eingetreten – nachdem sie ihr Ziel erreicht haben?
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#18   Paulaner †   16:26:22 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Die Katholiban ticken gleich wie die konservativen Muslime
KEvdS: und wenn euch der Staat nicht an der Kandare hielte, dann wärt ihr dieselben Ehremörder.
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#17   hiti   16:13:38 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Kirchenaustritte
da muss ich ihm rechtgeben: es treten viele solche aus die noch nie richtig in der Kirche waren oder sich damit richtig auseinandergestzt haben.
fg
Hiti
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#15   Kairos †   15:59:57 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@ burgorus
Jetzt werden Sie aber schon konkreter:
Wir können uns gerne auf Deutsch unterhalten. Dass ein Diakon keine heilige Messe feiern kann, das ist mir klar. Hiervon hatten Sie auch nicht geschrieben. Sie schrieben, dass er eingebremst wurde beim Wortgottesdienst. Auch hier hatten Sie in keinster Weise daraufhingewiesen, dass er dies in der Intention des Ersatzes für eine Eucharistiefeier vornehmen wollte.
Jetzt nehme ich aber doch bitte einmal die Situation bei uns im dörflichen Bereich. Im Pfarrverband mit fünf eigenständigen Pfarren und noch ein paar mehr Gottesdienststandorten und einem Gebiet von ca. 120 qkm kann es schon schwierig werden, zumal uns nur drei aktive Priester, ein Subsidiar (Alter: 79 Jahre) und eine Gemeinderef. zur Verfügung steht. Bedauerlichweise ist der priesterliche Dienst für den sehr liebenswürdigen Subsidiar physisch kaum noch leistbar.
Wenn wir Ihr Prinzip einfordern (Pastoral der Weite…), dann wird die Pfarrgemeinde zur Fahrgemeinde.
Aber was ist dagegen einzuwenden, wenn Diakon oder Pastoral-/Gemeinde-referentIn eine Wortgottesfeier anbietet, wenn kein Priester zur Verfügung steht. Sei es z.B. als Gottesdienst in der Woche? Und davon abgesehen, ich bin davon überzeugt, dass wir bei der zurückgehenden Zahl aktiver Priester zukünftig eine „Mittel- oder Südamerikanisierung“ unserer Gemeinden haben werden: Die von Laien geleitete Wortgottesfeier. Hier sollten die Bischöfe auch investieren und mündige Christinnen und Christen dazu befähigen.
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#14   Burgorus   15:16:58 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@Kairos: Sollen wir uns auf Latein unterhalten?
Ich habe mir beim Begriff „Messehalten“ überhaupt keine besonderen Gedanken gemacht. Sagt man halt so bei uns, so beim Unterhalten. Aber Sie müssen dabei gleich wieder was hineingeheimsen.
Wenn Ihnen meine Ausdrucksweise zu vulgär ist, können wir uns auch auf Latein unterhalten. Oder ich schreibe wenigstens die zentralen Begriffe in Latein.
Und jetzt zum Diakon: Ein Diakon kann keine heilige Messe feiern (sanctam (oder sacram) missam celebrare), d.h. er ist nicht in der Lage das heilige Opfer zu vergegenwärtigen (sanctum sacrificium repraesentare).
Wenn er sie durch einen Wortgottesdienst ersetzt, brauche ich ihn nicht, weil ich das selber kann.
Ein Diakon (oder auch ein Pastoralassistent als Wortgottesdienstleiter), der einen Wortgottesdienst hält, lenkt also zahllose Menschen vom heiligen Opfer weg, dem Erlösungswerk Christi und Herzstück unseres Glaubens.
Pfarrer Wagner hat ja gesagt, dass alte Priester oft eine Messfeier anbieten, dies aber abgelehnt wird. Sollte dennoch kein Priester vorhanden sein, dann müssen halt die Gläubigen wo anders hinfahren.
Trotz Priestermangels sind heute die Wege zur Messe kürzer, und zwar zeitlich. Der Weg zur Messe dauerte früher oft bis zu einer halben Stunde. In dieser Zeit komme ich mit dem Auto weit.
Und ältere Menschen oder solche, die kein Auto haben, die können ja mit jemanden mitfahren; oder man organisiert einen Bus, immer noch billiger als ein falsch eingesetzter Diakon.
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#13   gelobtseijesus   15:10:41 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Weihbischof Wagner bei einem kürzlichen Vortrag in Wien
Welcher Weihbischof? Wagner? Kenne ich nicht. Es gibt da einen Pfarrer aus Windischgarsten, namensgleich.
Ich habe den Filmausschnitt gesehen und dachte mir: Wer saß im Raum wohl auf der anderen Seite als Zuhörer? Diese Rede ist fad und ausdruckslos, schlecht vom Blatt gelesen und hin und wieder schlecht gewitzelt. Eine Schmäh- und Schimpfrede gegen die eigene Diözese, und gegen die katholische Kirche. Ein Rundumschlag gegen alles, was nicht in seine Linie und in die Linie der Rechtskatholen passt. Ein verschnupfter (Kairos: :)3 ) Pfarrer, der den selbstvollzogenen Abstieg von der klerikalen Karriereleiter noch immer nicht verkraftet hat.
Wie gut, dass dieser Mann nicht Bischof geworden ist, Gott sei Dank.
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#12   Walther von Stolzing   15:01:02 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@r.ruhrgebietler: obwohl es ja verschiedene Riten gibt
Die byzantinische Liturgie, die ja auch in einigen der mit uns unierten Kirchen gefeiert wird, oder die Liturgie der Maroniten (Antiochenischer Ritus) sind sicherlich auch ganz besondere liturgische Erlebnisse. Wenn ich die Möglichkeit hätte, öfters an einer byzantinischen Liturgie (in Einheit mit Rom) teilzunehmen, dann würde ich das aber tun.
Dennoch sind wir hier im Westen Teil der Lateinischen Kirche und dem Lateienischen Ritus verpflichtet.
Bei all dem Gesäusel von Gemeinschaftsfeier fällt wohl kaum einer der liturgischen Wildsäue, die Woche für Woche und Tag für Tag meinen, sie müssten das Rad neu erfinden, ein, dass gerade die Zugehörigkeit zum Lateinischen Ritus Gemeinschaft bedeutet und diese Gemeinschaft eben durch die Endloskreativität, die sich in der Zerstörung der Liturgie äußert, kaputt gemacht wird.
Die destrktiven Auswirkungen auf den Glauben sind ja wohl offensichtlich.
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#11   Ottonis   14:55:56 | Donnerstag, 14. Januar 2010
r.ruhrgebietler
Nun ich sprach von einem erweiterten Gottesdienstbegriff. Also einschließlich Andachten, Tagzeitliturgien und auch Wortgottesdienste (sic!). Denn besser in einer Gemeinde findet so etwas statt – natürlich bei richtiger kirchenrechtlicher Information (z.B. Sonntagspflicht) – als das die Kirchentüre verschlossen bleibt.
Höchstform des Gottesdienstes ist das hl. Messopfer – es kann keine andere geben – aber was dafür gilt muss für alle anderen Feierformen auch gelten auf das der Kirchenraum nicht zu einer Spielwiese der Beliebigkeiten verkommt – in der auchmal die Messe gefeiert wird.
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#10   r.ruhrgebietler   14:49:40 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Es spricht Gottes Wohlgefallen
an der würdigen und ehrfürchtigen Zelebration des Hlg. Messopfers dafür, es keine Vielfalt gibt – erst Recht keine Feierarten!
Wie sonst könnte der würdige Priester Gottes Segen in der Hlg. Wandlung auf die Gestalten von Wein und Brot herabflehen, aufdass sie werden Leib und Blut unseres Herrn Jesus Christus, der für viele dieses Sühneleiden auf sich genommen und den Kreuzestod erlitten hat?
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#9   Walther von Stolzing   14:48:03 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Ottonis
Leider, und diese Erfahrung habe ich in den Weihnachtstagen, als ich oft den direkten Vergleich zwischen dem klassischen röm. Ritus und recht gemeinschaftsorintierten Novus Ordo Auswüchsen hatte (meiner Familie zuliebe), steht aber oft nicht Christus sondern der Mensch und die Gemeinschaft in der Mitte.
Ein strenges Festhalten am Ordo Missae anstatt der eigenen Kreativität ihren Lauf zu lassen, wäre schon ein erster Schritt, um Christus wieder in die Mitte zu holen. Die Liturgie ist nichts zum basteln, sie ist keine allgemeine Spielwiese für Pastoralrefernten und Liturgieausschüsse. Es gibt das Missale Romanum in der defizitären Form von Paul VI. und, was für den Glauben und die Spiritualität sicherlich besser ist, das Missale vom hl. Pius V.
Ich habe mich vor ein paar Jahren entschlossen, so weit es möglich ist, zu Messen zu gehen, die nach den Büchern von 1962 gefeiert werden (durch das ich meinen Glauben wiederentdeckt habe). Ich persönlich kann damit besser leben als mit dem MR von 1969 (mit dem ich großgeworden bin und mit dem ich einst meinen Glauben verloren hatte). Und die alte Form ist christozentrisch!
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#8   Ottonis   14:33:55 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Nichts – absolut nichts
spricht gegen eine Vielfalt der Feierarten – solange es wirklich noch eine Feier ist – in der Christus in der Mitte steht und dem Mitfeiernden die Beziehung zu Christus (ich schreibe hier absichitlich Christus und nicht Jesus) klar werden kann – und eben nicht die eigene Befindlichkeit oder noch schlimmer die Person des oder der Vorsteher der Feier. Leider Gottes lassen es diese häufig an Demut mangeln. Und setzen – sofern sie keine Priester sind – nicht einmal die Würzburger Richtlinien für Wortgottesfeiern um – wenn sie sie überhaupt kennen.
Hier soll nichts gegen diejenigen gesagt sein die ihr liturgisches Vorsteheramt im Demut und geziemten Verhalten ausüben – aber gegen all jene die leider eine gewisse Hemdsärmlichkeit in das Wichtigste das menschlichen Lebens – die Beziehung Gottes zu ihm – bringen.
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#7   Walther von Stolzing   14:17:51 | Donnerstag, 14. Januar 2010
„Messe lesen“ und „Messe hören“
Man braucht noch nicht einmal ein traditionsverbundener Katholik zu sein, um mit diesen Begriffen keine Probleme zu haben. Sicherlich ist es angebrachter zu sagen „Messe zelebrieren“ oder „feiern“.
Aber… Messe „lesen“ setzt voraus, dass sich der Zelebrant an das Missale Romanum hält, nichts hinzufügt, nichts weglässt. Und das ist leider recht selten heutztutage. Statt dessen liegen Ringbücher auf dem Altar, Orationen werden entweder vom Liturgieausschuss verfasst oder einfach improvisiert. An den Hochgebeten wird „live“ herumgebastelt und am besten sind die Priester, die alles, was sie in der Messe tun, kommentieren. Klar, dass man in solchen Kreisen lieber von „feiern“ redet. Aber was wird denn da gefeiert? Nicht die Messe sondern sich selber!
Und genau das ist der Grund, warum ich nur noch zur Messe nach den Büchern von 1962 gehe bzw zu einer Benediktinerabtei in meiner Nähe, in der man sich an das MR hält und man auch getrost Mundkommunion machen kann.
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#6   Kairos †   13:55:08 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@ burgorus
Ich würde mir zwar wünschen, dass unser Pfarrer im Messenhalten ein bisschen eifriger wäre, allerdings muss man ihm zu Gute halten, dass er unseren Diakon hat abprallen lassen. Dieser würde zu gerne selbstständig Wortgottesdientste feiern.
Wie hält ein Priester eine Messe??? In meinem Verständnis kommt die Gemeinde zum Gottesdienst zusammen und feiert gemeinsam den Gottesdienst. Ihr Ausdruck des Messehalten erinnert mich an den Begriff Messelesen, nur mit Lesen alleine ist es nicht getan. Ich halte diese Begrifflichkeit für unpassend. Was ist aber dagegen einzuwenden, dass ein Diakon zu regelmäßigen Wortgottesfeiern einlädt und sie selbständig gestalten? Warum wird er vom Pfarrer gebremst? Weil vielleicht hier eine tiefere Spiritualität zum Ausdruck kommt, als beim Messehalten?
Warum nicht die Vielfältigkeit gottesdienstlicher Formen zulassen?
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#5   Burgorus   13:42:32 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Stelle fest, dass Pfarrer Wagner
ein hervorragender Prediger ist.
Hab mir nämlich den Filmausschnitt angesehen.
So schlimm, wie’s in Linz ist, scheint es bei uns noch nicht zu sein.
Ich würde mir zwar wünschen, dass unser Pfarrer im Messenhalten ein bisschen eifriger wäre, allerdings muss man ihm zu Gute halten, dass er unseren Diakon hat abprallen lassen. Dieser würde zu gerne selbstständig Wortgottesdientste feiern.
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#4   Kairos †   13:27:20 | Donnerstag, 14. Januar 2010
@ michaelamaria
er scheint noch ein wenig von den Vorgängen in der Diözese Linz verschnupft zu sein.
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#3   michaelamaria †   12:58:16 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Gibt es
auch ein Foto von Weihbischof Wagner, wo seine Nase nicht so rot aussieht? Das sähe besser aus.
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#2   engelhardt †   12:55:41 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Altliberal
Bischof Schwarz müßte die Stärke haben, in Rom zu sagen: Ich bin selber altliberal
Warum in aller Welt sollte er sowas laecherliches von sich behaupten? Die Altliberalen waren eine Fraktion im Preussischen Parlament. Die Nutzung dieses Wortes durch die Schmierfinken hier macht ueberhaupt keinen Sinn.
Soll der Mann etwa luegen?
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#1   Sefirot   12:45:21 | Donnerstag, 14. Januar 2010
Herrliche Plakate
Konservative Trottel und altliberale Akademiker… :-O
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