USA: Jesuit leitet orthodoxes Institut
Der griechisch-orthodoxe Erzbischof Demetrios, der Verantwortliche für die USA, hat den Jesuitenpater Robert Daly zum ersten Leiter des Patristischen Institutes am griechisch-orthodoxen Priesterseminar in Nordamerika ernannt.
(kreuz.net, Boston) Bereits Ende Oktober wurde der Jesuitenpater Robert Daly zum Leiter des neu errichteten
Orthodoxen Patristischen Institutes am Heiligkreuz-Priesterseminar in Brookline in der Nähe von Boston
(Ostküste der USA) ernannt.Ein Institut ist eine besondere Abteilung innerhalb einer Theologischen Fakultät, die sich der Erforschung eines theologischen Spezialgebietes zuwendet.
Pater Daly war bis zu seiner Emeritierung Theologieprofessor an einer Jesuitenuniversität in den Vereinigten Staaten. Das von ihm jetzt geleitete orthodoxe Institut wird sich der Erforschung der Theologie der Kirchenväter zuwenden. Die Kirchenväter sind die Theologen der ersten Jahrhunderte der Kirchengeschichte.
Die Gründung des Institutes wurde durch eine private Spende von umgerecht circa 1.5 Millionen Euro möglich gemacht. Ziel des Institutes ist es, „das Studium der Kirchenväter zu fördern“.
Auf die Frage, warum ausgerechnet ein Jesuit zum neuen Institutsleiter gewählt worden sei, antwortete der Studiendekan des Heiligkreuz-Priesterseminars, daß ein Katholik ernannt worden sei, damit das neue Institut nicht „ein kleiner Tante-Emma-Laden“ werde, sondern eine seriöse Struktur erhalte: „Wir Orthodoxe sind nur eine kleine Gruppe und gelegentlich gibt es unter uns persönliche Feindschaften und Animositäten.“
„Wir schauen nicht darauf, wieviele protestantisch sind und wieviele orthodox. Wir haben versucht, die besten Väterexperten zu finden.“
Ein langjähriger Professor am orthodoxen Priesterseminar, der gegen die Ernennungen des Jesuitenpaters protestierte, erhielt vom orthodoxen Erzbischof Demetrios eine Abfuhr: „Seine Antwort auf meine mündliche Beschwerde war ein lächelndes »ja, es stimmt, was Sie sagen«. Auf meine schriftliche Eingabe hat der Erzbischof nie geantwortet.“
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Mittwoch, 10. November 2004 15:54
Elisabeth: Dolle Selbsterkenntnis
Echt doll,so eine großartige Selbsterkenntnis.Täte den Katholiken auch öfters ganz gut.
Gruß,
Elisabeth
Gruß,
Elisabeth
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