Der Wiener Kardinal erhielt gestern in Rom eine inzwischen selten gewordene Ehre – nur der Anlaß dafür war nicht so ehrenhaft.
Rechts: Kardinal Schönborn bei einer großen Messe in der Pfarrkirche von Medjugorje
(kreuz.net) Der Papst hat den altliberalen Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, persönlich
zur Ordnung gerufen.
Das schrieb gestern die italienische Webseite ‘papanews.it’ mit Berufung auf Gerüchte
aus dem Apostolischen Palast.
Der Kardinal wurde am Freitag vom Heiligen Vater in Privataudienz empfangen.
Die Audienz kann als außerordentlich betrachtet werden, weil Benedikt XVI. – im Gegensatz zu seinem
Vorgänger – durchreisende Kardinäle kaum mehr zu sich bittet.
Der Purpurträger hat diese Woche im
Vatikan an einem Treffen der Mitglieder der Glaubenskongregation teilgenommen.
„Mehr Klugheit“
Nach
Angaben von ‘papanews.it’ ging es bei der gestrigen Privataudienz um die Medjugorje-Eskapaden des Kardinals
um die Jahreswende.
Der Papst soll den Erzbischof gebeten haben, in dieser Sache „mehr Klugheit“ walten
zu lassen.
Kardinal Schönborns Medjugorje-Besuch warf in der Öffentlichkeit sehr viel Staub auf.
Zwar
bezeichnete der Kardinal diesen Aufenthalt offiziell als „privat“. Er publizierte ihn aber trotzdem lauthals
in der Öffentlichkeit.
Schon im Herbst ließ er sein Vorhaben, nach Medjugorje zu reisen, an die Öffentlichkeit
durchsickern.
Dann setzte er sich – ohne sich beim zuständigen Ortsbischof zu melden – in Medjugorje
sehr öffentlich in Szene. So zelebrierte er eine große Messen in der dortigen Pfarrkirche. Seine Predigt
wurde sogar im Radio übertragen.
Kardinal Schönborn ließ sich auch von einer der angeblichen Seher
begleiten.
Unkluge Stellungnahmen des Kardinals
Der Aufschrei der Medjugorje-kritischen Ortskirche ließ
nicht lange auf sich warten.
Am 2. Januar veröffentlichte der verantwortliche Diözesanbischof von Mostar-Duvno,
Mons. Ratko Peric, eine Erklärung, in der er das Verhalten von Kardinal Schönborn scharf kritisierte.
Mons. Peric steht seit seiner Ernennung durch Papst Johannes Paul II. († 2005) dem Medjugorje-Phänomen
ablehnend gegenüber.
In der Vergangenheit hat er in in verschiedenen zum Teil sehr langen Stellungnahmen
auf zahllose Widersprüche und Ungereimtheiten in den angeblichen Erscheinungen hingewiesen.
Doch der
Kardinal schlug die Worte des Bischofs bei anschließenden öffentlichen Stellungnahmen in den Wind.
Seine Aufforderung zu mehr Klugheit soll der Papst – so ‘papanews.it’ – vor dem
Kardinal damit begründet haben, daß sich der Heilige Stuhl in dieser Sache noch nicht geäußert und
viele Kardinäle und Bischöfe aus der ganzen Welt ihre Zweifel über die Echtheit der Erscheinungen zum
Ausdruck gebracht haben.
Darum dürfe der Medjugorje-Besuch des Kardinals nicht von gewissen Kreisen
instrumentalisiert werden, um Phänomene für echt zu erklären, die der Heilige Stuhl mit Hilfe einer
eigenen Kommission untersuchen will.
Dieser Kommission soll – nach unbestätigten Berichten – der emeritierte
Vikar für die Stadt Rom, Camillo Kardinal Ruini, vorstehen.
Erst kürzlich hat der emeritierte Präfekt
der Heiligsprechungskongregation, José Kardinal Saraiva Martins ein ablehnendes Urteil über Medjugorje
zum Ausdruck gebracht.
Email-Adressen der Empfänger
142 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#144 chico flojo 12:00:17 | Freitag, 22. Januar 2010
@hiti Es liegt in der Natur dass jeder Mensch zuerst zur Mutter geht, siehe kleine Kinder. Und weil Christus
eben genau darum weiß, hat er uns sein Mutter zum Geschenk gemacht. Es ist alles so wunderbar einfach!
Und dann gibt es Menschen, die eben diese Mutter verstoßen.
@Goldengel Unbelehrbarer Engel: Jesus ging mit Petrus, Jakobus und JOHANNES auf dem Berg Tabor, JOHANNES
begleitete Jesus als einziger der 12 auf dem Weg zur Kreuzigung, Jesus zu Maria: „siehe dein Sohn(JOHANNES)“.
Wer hören WILL, der höre. –- Es liegt in der Natur dass jeder Mensch zuerst zur Mutter geht, siehe kleine
Kinder. fg Hiti
#142 Goldengel 11:12:01 | Freitag, 22. Januar 2010
hiti… Jesus hatte keine Lieblingsjünger. Und der Kuß auf dem Mund war damals ein brüderliches Zeichen,
sonst nix. Christus schimpfte mit seinen Jüngern, wenn diese fragten, wen er wohl mehr liebe. Christus
kannte solche Kindereien nicht, wen er doch mehr liebte. Zum Jesus finden ist seine Mutter da. Zu Jesus
zu finden, ist Jesus da, nicht seine Mutter. Denn er spricht: Glaubt an mich, nur durch mich, kommt ihr
zum Vater. Aber die meisten Fundis haben einen Ödipuskomplex und vor allem die Marienanbeter. Aber damit
müsst ihr selber fertig werden oder mal zum „Papa Psychiater“ gehen.
@Goldengel unbelehrbarer Engel: Johannes war der Lieblingsjünger Jesu, was schreibst du denn da? Durch
seine Reinheit erfasste er mehr von der Persönlichkeit Jesu. Zum Jesus finden ist seine Mutter da. fg
Hiti
#140 Goldengel 17:04:41 | Donnerstag, 21. Januar 2010
petrus.abaelard Johannes war ziemlich wahnsinnig und besessen, er hatte viele Horrorvisionen. Ich bin
eher für das Markus Evangelium. Natürlich ist Mutter von Jesus eine besondere Frau – das leugne ich
nicht. Aber zum Anbeten ist Jesus da und nicht seine Mutter.
@Goldengel, Sie stehen schon wieder auf dem Schlauch! Seine Mutter war lediglich dazu da, um ihn zu gebären.
Nein, Nein, Nein: Gott braucht keine Gebärmaschine oder eine Leihmutter, oder einen Brutkasten. Er wollte
ein wirklicher Mensch werden. Maria ist seine wirkliche leibliche Mutter. Gott setzt auf Ihre Mitarbeit,
ihr Ja. Ohne ihr Ja keine Menschwerdung. Lk 1,26-38 „Gesegnet bist Du mehr als alle anderen Frauen, und
gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich das die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Lk 1,42f.
Das Evangelium nach Johannes haben Sie vermutlich noch nicht gelesen. Interpretieren Sie doch bitte mal
die Rolle Mariens im zweiten Kapitel des Johannesevangeliums Joh 2,1-12. Dann hätte ich gerne von Ihnen
eine Erklärung zu Joh 19,25-27 Welche Rolle hat Maria in der betenden Gemeinde im Zönakel, in der sie
als einzige Frau genannt wird? Apg 1,12-14
#138 Goldengel 16:25:17 | Donnerstag, 21. Januar 2010
chico flojo Sie verachten die Tatsache, daß Christus uns seine Mutter als ‘Unsere Mutter’ zum Geschenk
gemacht hat Gehts noch? Jesus hat uns nur sich selbst zum Geschenk gemacht. Seine Mutter war lediglich
dazu da, um ihn zu gebären. Wer hätte es denn sonst tun sollen, als eine Frau? Ein Esel vielleicht?
#137 chico flojo 16:19:14 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@Goldengel Sagen Sie mal – geht’s noch? Ich rede die ganze Zeit von Christus – und Sie stellen eine solch
absurde Behauptung auf – von der noch viel verwegeneren Frage mal ganz zu schweigen.
#135 chico flojo 13:24:44 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@Goldengel Genau, wie ich es gesagt habe. Und noch mehr – Sie ignorieren sogar das, was in der Schrift
steht. Sie verachten die Tatsache, daß Christus uns seine Mutter als ‘Unsere Mutter’ zum Geschenk gemacht
hat – steht im Johannesevangelium. Warum sind Sie so undankbar? Sie sollten sich froh und glücklich schätzen,
daß wir die gewaltigste Fürsprecherin, die es je gegeben hat, uns zu eigen nennen dürfen, unverdient –
und sie verachten dieses heilige Geschenk Christi und werfen es in den Abgrund ihres Eigendünkels.
@Goldengel Schade dass Sie nur so heißen. Es ist aber so wie ich geschrieben habe: „Siehe deine Mutter“,
und „siehe dein Sohn“, steht das nicht in der Hl. Schirft? Nur der Hochmütige kann die Mutter ablehnen.
fg Hiti
#131 Goldengel 09:41:16 | Donnerstag, 21. Januar 2010
hiti… Der Wille Jesu ist es an ihn zu glauben. Das genügt. Mehr braucht der Mensch nicht. Wenn Sie
dazu eine andere Person brauchen ist Ihr Glaube doch sehr brüchig. Maria ist nicht die Mittlerin. Christus
ist der Mittler zu Gott – glauben Sie also an ihn, dann gelangen Sie auch dorthin.
@Goldengel Wärest du ein Engel statt dich Engel zu nennen, würdest du verstehen. Ich habe doch keine
Erscheinungen; ich glaube an Jesus Christus. Maria ist aber Mittlerin, gleich einem Wegweiser, sie zeigt
uns den Weg. Deshalb Fatima usw. Es ist der Wille Jesu, dass wir durch sie zu ihm kommen!fg Hiti
#129 Goldengel 09:31:31 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Gottesmutter Maria ist überhaupt noch nie in dieser Welt erschienen. Das waren verirrte Seelen oder Teufelsspuk.
Doch der Mensch wird immer an Erscheinungen glauben – traurig so was, denn Christus meinte: selig die
glauben, ohne zu sehen. Was sagt uns das: das wir an Christus glauben sollen, auch ohne Erscheinungen.
Aber das kann man manchen Menschen nicht klar machen. Denen ist Christus zu wenig – die brauchen eben
ihre Beweise.
@Mathilde Die Gottesmutter ruft nicht zum Widerstand auf, das tut sie nie. Es spricht aber nichts dagegen
diesen Ort zu besuchen, dem Klerus als PRIVATPERSONEN ist das auch nicht untersagt. Wo liegt also der
Ungehorsam? „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“, das ruft nicht zu Ungehorsam auf. Wenn es
aber um die Sache Gottes geht, geht das vor. fg Hiti
Die Gottesmutter erscheint nicht in Medjugorje Die Muttergottes ruft niemals zum Widerstand gegen Amtspersonen
der katholischen Kirche auf, deren Anweisungen zu missachten oder zu unterlaufen. Die angeblichen Seher
geben mit ihrem Leben kein Zeugnis ab, dass sie mit dem Heiligen in Berührung gekommen sind, sie führen
ein verweltlichtes Leben im Wohlstand, ja Reichtum. Im übrigen sind nicht alle Aussagen dieser Erscheinung
in Übereinstimmung mit der katholischen Lehre. Die Gottesmutter ist keine tibetische Gebetsmühle, die
25 Jahre immer dasselbe in unzähligen Erscheinungen von sich gibt. Die Erscheinungen gehen immer weiter,
damit wird eine echte Überprüfung verhindert, denn ein entsprechender Kirchenparagrafen besagt, dass
nur abgeschlossen Erscheinungen komplett überprüft werden dürfen. Medjugorje ist durch entsprechende
Propaganda inzwischen ein Selbstläufer und versucht sich über die Masse oder einzelne Amtspersonen zu
legitimieren.
Der Vatikan hat noch keine Häresien festgestellt, weil das mit den Anhängern der Religionen im Vatikan
bestimmt auch so gesehen wird. Meine Meinung nach meint die Gospa damit nicht die Gleichheit aller Religionen.
Die Anhänger anderer Religionen können immer noch konvertieren, die Hoffnung sollte man nicht aufgeben.
Schreibt jetzt das „Pfloimchen“ als Marcelus, oder was?
Eine „Erscheinung“, die Häresien verbreitet, und zum Ungehorsam gegenüber dem Oberen aufruft, ist nicht
göttlichen Ursprungs – und eine solche Erscheinung wird deshalb auch nie als „himmlisch“ deklariert werden
können.
Es kann nicht bestätigt werden, dass die Erscheinungen übernatürlich sind, ist kein endgültiges Urteil.
„Non constat de supernaturalitate“ ist ein Unterschied zu „constat de non supernaturalitate“.
Sie können doch lesen? In der Erklärung von Zadar steht wörtlich: Die Bischöfe haben von Anfang an
die Ereignisse in Medjugorje durch den Bischof dieser Diözese (Mostar), durch die Kommission des Bischofs
und durch die Kommission der Bischofskonferenz von Jugoslawien für Medjugorje verfolgt. Auf der Basis
dieser Untersuchungen kann bis jetzt nicht bestätigt werden, dass es sich hier um übernatürliche Erscheinungen
und Offenbarungen handelt. Das waren Untersuchungen bis 1991. 2006 wurde die letzte Untersuchungskommission
gegründet und sie kam 2009 zu ihrem Resultat: nicht übernatürlich. Nur das steht bei CNA. Um es verständlich
zu machen: ich bekomme am Montag einen Geldschein, an dessen Echtheit ich zweifle. Die Polizei untersucht
ihn und stellt am Freitag fest, daß es ein falscher Fuffziger ist. Ersetzen Sie Montag durch 1991, Freitag
durch 2009 und den falschen Fuffziger durch falsche „Erscheinungen“. Durch deren Falsifikation wurden
die Zweifel nicht zerstreut, sondern bestätigt. Kein Widerspruch vorhanden.
Widerspruch bei CNA Das war 2006, nicht 2009: In 2006, the cardinal was involved in setting up a commission
concluding that the alleged Marian apparitions were not supernatural. Heute ist die offizielle Position
der Bischöfe die Erklärung von Zadar: Cardinal Puljic said that the official position of the bishops
of Bosnia and Herzegovina is the one expressed by the then Bishops’ Conference of Yugoslavia in April
1991 Das ist auch die Aussage von Kardinal Schönborn. Sie wollen es einfach nicht akzeptieren.
da besteht kein Widerspruch. Die Glaubenskongregation könnte jederzeit eine weitere Kommission einsetzen,
aber niemand plant eine. Kein Widerspruch. Und weiter: die Erklärung von Zadar besagte, daß nach dem
Wissensstand von 1991 die Übernatürlichkeit zweifelhaft war. Das steht in keinem Widerspruch dazu, daß
sie 2009 ausgeschlossen wurde. Das bestätigte auch der Kardinal: the doctrinal issue is solved – der
lehramtliche Aspekt ist geklärt.
Was denn nun, ja oder nein? Die Nachrichtenagentur widerspricht den Aussagen des Kardinals: Cardinal Puljic
said that the official position of the bishops of Bosnia and Herzegovina is the one expressed by the then
Bishops’ Conference of Yugoslavia in April 1991 „Still, at any given moment, the Congregation for the
Doctrine of the Faith could establish an International Commission in order to study the case of Medjugorje,“
the cardinal remarked.
Ergebnisse der Kommission Das Ergebnis der Kommission liegt seit November 2009 vor: nicht übernatürlich.
…ww.catholicnewsagency.com/…ssion_for_medjugorje/ In 2006, the cardinal was involved in setting up
a commission concluding that the alleged Marian apparitions were not supernatural. Eine weitere Kommission
ist vom Vatikan nicht geplant: Cardinal Vinko Puljic, Archbishop of Sarajevo and President of the Bishops’
Conference of Bosnia and Herzegovina denied press reports yesterday which claim that the Vatican is creating
a commission to investigate the alleged apparitions of Medjugorje. Die Glaubenskongregation …ww.catholicnewsagency.com/…ement_spokesman_says/
hatte sich wenige Tage zuvor erstmals ausdrücklich hinter die Ortsbischöfe gestellt und deren endgültige
Jurisdiktion bestätigt: Speaking on background, an official at the Congregation for the Doctrine of the
Faith told CNA that the Roman dicastery remains behind the bishops of Bosnia-Herzegovina. „The local bishops
have the ultimate authority on this matter, and their arguments against the alleged apparitions are doctrinally
solid,“ the official said. Da ist papanews.it einem Gerücht aufgesessen, das an anderer Stelle schon
zuvor dementiert worden war.
@ Burgorus Das mit der 23er glaube ich auch nicht. Allerdings glaube ich auch nicht, dass sich der Kardinal
„papabile“ wäre. Im Gegenteil halte ich ihn für einen sehr integeren Mann. Ansonsten würde ich nicht
posten „Herr Kardinal, bitte entfernen Sie das Mahnmal aus der Barbarakapelle“ udgl. Ob er nach Medjagorje
pilgert oder nicht, ist mir schnurz. Ob Faber Homosegnungen im Dom macht, dagegen habe ich schon etwas.
Sehr viel sogar. Also halte ich Faber für „strange“, aber nicht den Kardinal.
@DJM @Lego @Konrad @marienkind @DJM: Von der 23er-Theorie wusste ich nichts, halt auch nicht viel davon,
besonders wenn man mit dieser Zahl Unglücksfälle etc. vergindet. Das könnte man mit jeder anderen Zahl
genauso. Zur Papstfrage: Kardinal Schönborn galt bereits bei der letzten Wahl als „papabile“, insofern
halte ich das, was Lego sagte, für gar nicht so abwegig. Ob es ihm dabei allerdings hilft, sich bei Medjugorje-Anhängern
beliebt zu machen, ist eine andere Frage. Bekannter wird er zwar, Bekanntsein kann aber auch nachteilig
sein. Ich fände es nur schlecht, wenn jetzt, nachdem ein deutscher Antipapst die Ehre der Deutschen vermehrt
hat, ein anderer deutscher Papst diese wieder zerstört; oder anders ausgedrückt, wenn dieselbe Korrektheit
der Deutschen, die zur langsamen Rückeroberung des Sakralen genutzt wurde, jetzt zum Aufbau der Antichrist-Herrschaft
genützt würde; wenn also der Antichrist den guten Ruf der Deutschen zur Verführung der restlichen Welt
benutzte.
@HANS Hat der Papst nun beide Schwerter, das Geistliche und das Weltliche …? Vor allem soll er die Schreibmaschine,
des Autors über das Buch „Herren und Knechte der Kirche“ haben, die er kaltlächelnd, pardon gewohnt
grinsend und in wahrhaft „christlicher Weise“, nebst dessen Haus und Hof auch noch pfänden ließ. Im
Übrigen, dass Simon, der Sohn des Juda, als Fischer mit einem Schwert herum gelaufen sein soll, macht
sich da keiner Gedanken drüber? Brauchte er wohl zum Fisch ausnehmen. Überhaupt „Geistliches Schwert“,
wenn man das schon hört! Erinnert an Waffen segnen, Familien ihre Mütter, sogar Kinder entreißen und
verbrennen, der mit dem „geistlichen“ Schwert immer dabei, während dieser Mordszene (gekonnt pfäffisch
Autodafé genannt) „Domine, Domine salvum fac“ singend und nachher den Hinterbliebenen noch die Rechnung
für den geistlichen Beistand des wahrhaft teuflischen Aktes präsentierend. Papstgeschichte, Kriegsgeschichte,
und das nicht erst seit Damasus I) Mit Christus haben die nichts am Hut. Ein Blick ins Evangelium reicht.
@ Hans :: Kein Antimars verstehe ich nicht. Zwei-Schwerter-Theorie (auch Zwei-Gewalten-Lehre). Auf eine
neutestamentliche Textstelle (Lukas 22,36-38 „Sie sagten: Herr, hier haben wir zwei Schwerter. Er erwiderte:
Das genügt“) und deren Auslegung durch Papst Gelasius I. (492-496) und Gratian (Mitte d. 12.Jh.) stützte
sich die Zwei-Schwerter-Theorie der röm. Kurie, mit der sie bei der Diskussion um das Verhältnis von
Kirche und Staat argumentierte. Die beiden Schwerter der geistl. („spiritualen“) und der weltl. („temporalen“)
Gewalt seien dem Petrus durch Christus verliehen; die Petrus-Nachfolger hätten das weltl. Schwert quasi
als Lehen an den Kaiser weiterzureichen. Diesen papalen Hegemonialanspruch vertraten am deutlichsten Innozenz
III. (1198-1216) und Bonifaz VIII. (in seiner Bulle „Unam Sanctam“, 1302). Um dem politischen Machtanspruch
größeres Gewicht zu verleihen, suchte man die Zwei-Gewalten-Lehre aus Augustins „De civitate Dei“ abzuleiten.
Die Vertreter des kaiserl. Standpunkts legten die Zwei-Schwerter-Theorie dahingehend aus, dass die durch
die Schwerter symbolisierten Gewalten von Christus unmittelbar an den Papst bzw. an den Kaiser verliehen
würden. Das geistliche Schwert des Papstes und das weltliche Schwert des Königs/Kaisers stünden gleichberechtigt
nebeneinander (so auch Schwabenspiegel 1221-4). Ein Supremat des geistl. Schwertes könne allenfalls darin
bestehen, dass es (nach Gratian) „nicht töte, sondern lebendig mache“.
@ marienkind Dieser Denkprozess ist notwendig, um die Geister zu scheiden. „Durch diese richtet sie als
Königin des Friedens Botschaften an die ganze Welt. Darin ruft sie zum Frieden mit Gott und den Menschen
auf.“ versus „Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen,
um Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Matt 10,34 www.uibk.ac.at/…raum/bibel/mt10.html Ferse oder
Kopf, Kopf oder Zahl?
#102 marienkind 08:11:44 | Sonntag, 17. Januar 2010
@ DJM und im Wappen die Gospa und ein Heiligenschein nein, nein, lieber nicht. Mit der Gospa wollen wir
nicht spotten, ob sie nun in M* erscheint oder nicht. Besser wäre dann der in seinem Wappen. Bin jetzt
erst mal weg, meiner Sonntagspflicht nachzukommen.
#100 marienkind 07:52:55 | Sonntag, 17. Januar 2010
Kairos Sorry, habe das posting zu früh abgeschickt, bin auf die falsche Taste gekommen. Wollte sagen:
Lego könnte recht haben. Habe mal von einer Prophetie gehört, wonach der nächste Papst der Antipapst
sein soll, nachdem die Loge den jetzigen Papst, der sich dann auf der Flucht befindet, für tot erklärt
und einen neuen „Papst“ aus ihren Reihen wählt. Somit könnte Schönborn, der ja bekanntlich diesem Verein
angehört, durchaus der nächste Papst = Antipapst sein.
Schönborn wäre der ideale Nachfolger Benedikts XVI., wenn dieser 2012 an seinem 85. Geburtstag vielleicht
zurücktritt – so wie Benedikt XVI. der ideale Nachfolger Johannes Pauls II. war – es wäre eine erneute
Wiederauferstehung Europas als „Lumen Christi“ für die ganze Welt.
#95 Biene Maja 03:27:14 | Sonntag, 17. Januar 2010
an alle Guten Morgen oder für Euch gute Nacht mein Tag beginnt es ist Sonntag der Tag des Herren habe
durch gesurft habe mich gefunden ich bin auch im Internet mit Artikel und Bild die Biene Maja munter
@ Burgorus www.die23er.de/ kennen Sie sicherlich auch schon, oder? Was ist mit dem 25er? Ich meine die
Erscheinungen bzw. Botschaften, welche von Medjugorje monatlich am 25. ausgehen sind doch etwaig symbolisch,
oder? Es gibt bisher noch keine solche Festlegung auf dieses Datum in der Mariengeschichte. Was bedeutet
nach der 23 demnach die 25?
Die andere Buchstaben-666 ist natürlich die hebräische: das „w“ („waw“, geprochen „wau“) ist im hebräischen
Alphabet der sechste Buchstabe. Also heißt „www“ 666. Die „Eliten“ wollten natürlich das World Wide
Web zur effektiven weltweiten Verwaltung der Menschen. Doch jetzt wendet es sich gegen sie, da es ihr
Info-Monopol zu Fall bringt. @Lego: Das Schönborn-„fff“ war doch sicher auch irgendeine Abkürzung. Wofür
stand oder steht sie?
Seine Eminenz und die Aufregung Seine Eminenz hat nicht nur ein Ziel – er wll es auch erreichen: PAPST
WERDEN. Und das kann man nur so, wenn man ausserhalb des eigenen Landes für Aufregung und Aufssehen sorgt.
Und Medjugorianer gibt es in Österreich zuhauf. Daheim kennt man ja die Geschichte mit dem Tod seines
Vaters, den er „in den grossen Orient“ verabschiedete… und dann die 666-Messen. Das ist die ureigene
Erfingdung Seiner Eminenz (nannte sie allerdings nich mit Zahlen, sonderrn mit Buchstaben: fff-Messen.
Man zähle mal nach, der wievielte Buchstabe das „f“ ist.) Damit ist genug gesagt
#90 Paulaner † 23:44:26 | Samstag, 16. Januar 2010
Na sssowas, das ist sie also auch nicht Chico flojo: der Himmel hängt voller Geigen… und auf der Erde
gibts nur Kleriker. Die einen haben Theologie studiert und die andern zahlen Kirchensteuer.
#89 chico flojo 23:35:28 | Samstag, 16. Januar 2010
@Paulaner Die Katholische Kirche ist kein Kaufmannsladen, Sie dementsprechend auch kein „Kunde“ und das
Lehramt, beruhend auf der Heiligen Schrift, keine „Betriebsanleitung“.
@Paulaner es würde ja eh genügen, wenn die Kleriker auf ihren Stolz verzichten würden und mit ihren
Klugscheißereien keinen Sektenunfrieden mehr in die Kirche trügen. Die gläubigen Kleriker tun das ja.
Der Unfriede geht immer von den bösen, ungläubigen Klerikern aus. Und dass es gilt die Bösen zu stoppen,
das ist ja ein Allgemeinplatz. Wieviel Unfrieden und wieviele Tote etwa hat der unselige Martin Luther
verursacht. Wenn man ihm die Toten aus den Religionskriegen anrechnet, und ich weiß keinen Grund warum
man das nicht sollte, dann war er zu seiner Zeit das was Hitler zu der seinen war.
#87 Paulaner † 23:20:02 | Samstag, 16. Januar 2010
Über die Privatsache… Chico Flojo: es würde ja eh genügen, wenn die Kleriker auf ihren Stolz verzichten
würden und mit ihren Klugscheißereien keinen Sektenunfrieden mehr in die Kirche trügen. Als Kunde erlaube
ich mir, meine Notizen in die Betriebsaweisung zu schreiben. Die kirche ist kein Staat mit Legislative!
@ chico Pardon ich bin auch für Genauigkeit, mein früheres Post, was sie zitieren („im Tod“), ist genau
im Sinne von „im Moment des Todes“ zu verstehen.
#84 chico flojo 23:11:03 | Samstag, 16. Januar 2010
@Kairos Ich rede davon, dass die Möglichkeit besteht, dass der Mensch sich im Tod, angesichts der Liebe
Gottes, für die Gemeinschaft mit Gott entscheiden kann. Das war von Ihnen und widerspricht dem Katechismus –
oder bedeutet „[…]im Moment des Todes“ etwas anderes als „im Tod“? Könnte man meinen. Mit ein bißchen
Pedanterie kann man zu dem Schluß kommen, daß „im Tod“, also der Zustand, auf den „Moment des Todes“
als Augenblick folgt. Wie gesagt – mit ein bißchen Pedanterie.
@ chico Katechismus 1022: „Jeder Mensch empfängt im Moment des Todes in seiner unsterblichen Seele die
ewige Vergeltung. Dies geschieht in einem besonderen Gericht, das sein Leben auf Christus bezieht – entweder
durch eine Läuterung [Vgl. K. v. Lyon: DS 857-858; K. v. Florenz: DS 1304-1306; K. v. Trient: DS 1820]
hindurch oder indem er unmittelbar in die himmlische Seligkeit eintritt [Vgl. Benedikt XII.: DS 1000-1001;
Johannes XXII.: DS 990] oder indem er sich selbst sogleich für immer verdammt [Vgl. Benedikt XII.: DS
10].“ Ichhabe nichts davon infragegestellt. Oder wo habe ich dies getan. Ich glaube sogar vielmehr daran,
dass der Mensch nicht verdammt wird, sondern er sich selbst verdammt, in dem er in Gottferne verbleiben
will. Und diese Auffassung sehe ich durch Kat 1022 gedeckt.
#81 chico flojo 22:59:10 | Samstag, 16. Januar 2010
@Paulaner was die Gläubigen glauben, ist Privatsache. Ist es nicht – z.B. sind die Dogmen der katholischen
Kirche glaubensverpflichtend und die sind keineswegs Privatangelegenheit, sondern Sache des Lehramtes.
Wenn Sie so etwas sagen, dann spielen Sie jenen in die Hände, die eben genau die Verbannung des Glaubens
in das sog. Private fordern, um damit der Kirche die göttliche Pflicht und somit das Recht zur Verkündigung
und Mission zu untersagen. Außerdem hat DJM nicht die „Verantwortung nach oben abgeschoben“, sondern
das Lehramt in Gestalt des Papstes Johannes Paul II – übrigens zu seiner Zeit sichtbares Oberhaupt der
Katholischen Kirche – als Untermauerung einer Tatsache herangezogen.
#80 Paulaner † 22:45:33 | Samstag, 16. Januar 2010
Der Vatikan ist nur für die Lehre verantwortlich, DJM: was die Gläubigen glauben, ist Privatsache. Geprüft
werden nur Kleriker. Erscheinungen sind nicht im Lehrumfang enthalten. Verantwortung nach oben abschieben
ist LÄCHERLICH.
#79 chico flojo 22:44:56 | Samstag, 16. Januar 2010
@Kairos Sie wissen nicht, was Sie sagen. Und – was ist jetzt mit 1022? Ach ja – und Satan gibt’s auch
nicht? Das ist aber nicht mehr – überhaupt nicht mehr katholisch – noch nicht mal protestantisch bzw.
lutherisch – ach, das ist gar nichts. Es ist wirklich nicht zu fassen. Ihr schmeißt alles, aber auch
wirklich alles über den Haufen. Mensch, Leute, lest in der Bibel!! Ja – macht ihr – schön. Und dann
pickt ihr euch fein säuberlich heraus, was in eure Traumwelt passt und alles andere fliegt raus und darf
auch nicht angesprochen werden. Ihr seid Zerstörer und Feinde des Glaubens.
@ marienkind: Das mit den UFOs über Haiti wissen Viele aus den Medien. Das andere ist von einem Theologen
der römischen Kurie. Das heißt also nicht, dass ich diese Seiten lese.
Satan – Vater der Lüger „Wißt ihr, wer heute auf der Welt regiert? Nicht der, der sich auf der Welt
geopfert hat! Das bin ich! Den… (= Nazarener) haben die meisten verlassen. So blöd! Das ist eine kleine
Herde, die ihm treu geblieben ist.“ Satan über sich und sein Wirken auf der Erde…
#62 KarlBorromäus 21:40:06 | Samstag, 16. Januar 2010
@Mary Cruz Deine angegebene Seite ist satanische Esoterik unter dem Deckmantel katholischer Lehre; u.a.
wird Channeling www.aliasinfo.ch/…uelle-einsichten.htm beworben, i.e. drogeninduzierte Trancezustände,
in denen Dämonen gutgläubige Menschen belügen. Die Seite ist auf einen Riger Jac aus Salmsach angemeldet.
Ich kenne diesen Mann nicht näher, dürfte allerdings eine dubiose Gestalt sein.
#61 Rose im Kreuz 21:36:45 | Samstag, 16. Januar 2010
Schönborns T-Shirts für den Hl. Vater Hat Schönborn dem Hl. Vater auch ein T-Shirt geschenkt, die er
auf folgender Seite bewirbt: …aufbauen-statt-abhauen.at/ Eines der von Schönborn beworbenen T-Shirts
war mit „Benedikt ist ungeschickt“ bedruckt.
„Angeli in Astronave“ erschienen im Verlag UNIVERSELLES LEBEN ??? Und dann blöderweise auch noch von
einem senilen Kurienkleriker vorgestellt – was hat er dafür kassiert ??? Ist ja der Knaller !
Ja, ja LM kreisende Bewegungen vor meinem Kopf machen viele auch, die ihren Beitrag hier lesen Haben Sie
auch schon seit 1982 Dauer-Erscheinungen, wohnen Sie auf der Baumgartnerhöhe ???
Das Buch von Giorgio Dibitonto heißt: „Angeli in Astronave“ Als 1983 darum Dibitonis Buch Angeli in Astronave
erschien wurde es von einem Mitglied der vatikanischen Kurie öffentlich in einer Buchhandlung vorgestellt… www.lacrimosa.ch/…/forum/viewtopic.php?t=4470&sid=2f3…
ich denke vielmehr dass der papst den kardinal beglückwünscht hat für seine entscheidung und daß er
es, wie schon sein vorgänger auch, bedauert, selber nicht dorthin pilgern zu können da die endgültige
entscheidung, die ja ohnehin schon klar ist, auch formal über die bühne gegangen ist. danach hat er
ihm wohl die hand auf die schulter gelegt und lächelnd gesagt: „lieber bruder christopf, das mit dem
peric bitte nicht ernst nehmen“ wobei er beim wort „peric“ mit der hand kreisende bewegungen vor dem kopf
machte.
Das Buch heisst richtig: Megaläs bouläs agge[los] in nautio. Vgl. Introitus zu Weihnachten am Tag, abgebildet
im O. R., deutsche Wochenausgabe von letzter Woche.
#48 Paulaner † 20:18:22 | Samstag, 16. Januar 2010
Theologisch ausgebildete Menschen haben Probleme mit timeline und Logik. Nicht alle aber fast alle. Es
kann schon sein, daß es in M* einmal eine Erscheinung gegeben hat oder einige. Na und?
hier haben wir die Geschichte des Videos … es war ein simpler Test gizmodo.com/…eo-creator-uncovered
mit neuartiger Videosoftware. Auch der Hersteller ist bekannt – er hatte nie die Absicht, die Existenz
von „Ufos“ zu beweisen. Ein herrliches Beispiel, wohin Leichtgläubigkeit führen kann.