10:17:46 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Johannes Paul II.
Seit 29 Jahren weiß der Vatikan, wer hinter dem Anschlag gegen Johannes Paul II. gesteckt hat. Aber er schweigt zu dem Thema bis zum heutigen Tag.
(kreuz.net) Der Sowjetblock empfand Papst Johannes Paul II. als „große Bedrohung“, als der Türke Ali
Agca im Mai 1981 ein Attentat auf den Papst verübte.
Das erklärte der emeritierte altliberale Kurienkardinal
Achille Silvestrini (86) am Sonntag vor der Turiner Tageszeitung ‘La Stampa’:
„Die Augen der Welt waren
wegen der Neuheit von Solidarnosc auf Johannes Paul II. gerichet“ – führt der Kardinal aus:
„Das stellte
im Osten eine völlig neue Erfahrung dar, die nach dem Papstreise des Jahres 1979 in Polen entstanden
war.“
Kardinal Silvestrini war in dieser Zeit vatikanischer Außenminister.
Papst Johannes Paul II.
wurde als Vater und Förderer dieser katholischen Gewerkschaftsbewegung betrachtet.
„Wenn es Ali Agca
gelungen wäre, den Papst zu töten, wäre das zugunsten der UdSSR und der kommunistischen Regime des
Ostens ausgefallen“ – erklärt der Kardinal.
Damit wäre auch die Bürgerbewegung in Polen zu einem schnellen
Stillstand gekommen –„umso mehr als zwei Wochen nach dem Attentat auch der polnische Primas Stefan Wyszynski
verstarb.“
Kardinal Silvestrini erinnert sich: Während der Vatikan die Papstreise des Jahres 1979 nach
Polen vorbereitete „haben wir verstanden, daß dieser Besuch eine direkte Konfrontation mit den Sowjets
darstellte, welche Polen damals in der Hand hatten.“
Der Kardinal läßt auch keine Zweifel darüber,
wie Johannes Paul II. den Anschlag beurteilte:
„Nach dem Attentat auf dem Petersplatz kam der Papst zur
klaren Überzeugung, daß der Ursprung dieser Tat im Osten zu suchen war.“
Der Kardinal fügt hinzu:
„Wir waren der Ansicht, daß sich der Auftraggeber im Sowjetblock befand.“
Der Vatikan war sich im klaren,
daß der sowjetische Geheimdienst KGB oder ein anderer sowjetischer Geheimdienst hinter dem Anschlag steckte.
Dennoch hat der Vatikan in den 29 Jahren seit der Tat den Finger nie offiziell gegen Moskau gerichtet.
Zum Papstattentäter erklärt Kardinal Silvestrini: „Unser Eindruck war, daß es Agca nicht allzusehr
klar war, daß er der Ausführer eines größeren Planes war, das weit über ihm orchestriert wurde.“
Der Kardinal geht davon aus, daß Agca nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis keine Geheimnisse lüften
wird: „Bereits während der Prozesse hat er alles und das Gegenteil von allem gesagt und sich dadurch
völlig unglaubwürdig gemacht.“
Die Journalisten, die von überall auf der Welt erschienen, um an dem
Prozeß teilzunehmen, reisten nach den Worten des Kardinals schnell wieder ab – „weil klar war, daß er
nichts Konkretes aussagen würde.“
Kardinal Silvestrini sprach auch von der Rekonvaleszenz des Papstes
nach dem Attentat. Diese dauerte lange und war begleitet von weiteren Einlieferungen ins Spital wegen
einer Infektion und wegen der körperlichen Leiden, die im Gefolge des Attentates zutage traten.
Doch
der Papst habe zugleich gespürt, „daß die Welt mit ihm war.“
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welli 11:43:35 | Freitag, 22. Januar 2010
#19
Denkender 23:35:16 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#18
HeinrichderZweite 23:31:29 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#17
Denkender 23:29:00 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#16
ErnstSchneider 23:27:18 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#15
_zeitgeist 23:27:02 | Donnerstag, 21. Januar 2010
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HeinrichderZweite 23:21:50 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#13
Denkender 23:20:12 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#12
HeinrichderZweite 23:16:09 | Donnerstag, 21. Januar 2010
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Denkender 23:07:24 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#10
welli 21:48:11 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#9
lateiniheini 21:33:00 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#8
welli 21:31:01 | Donnerstag, 21. Januar 2010
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Antipacelli † 17:35:57 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#6
Prälat Hinter † 17:25:18 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#5
Antipacelli † 16:48:10 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#4
Sycamore 12:54:23 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#3
sanfrancesco 11:36:42 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#2
Antipacelli † 10:36:00 | Donnerstag, 21. Januar 2010
#1
DerRabe 10:32:52 | Donnerstag, 21. Januar 2010