Requiem
Als Kind verbrannte sie deutsche Bücher
Während Feministen große Sprüche über die Befreiung der Frau klopfen und von staatlichen Förderungen leben, hat sie den Frauen geholfen. Jetzt starb sie beim Erdbeben in Haiti.
Frau Zilda Arns Neumann
Frau Zilda Arns Neumann
© Wilson Dias/ABr, CC
(kreuz.net) Bei dem schweren Erdbeben in Haiti kam auch Zilda Arns Neumann (75) – die Schwester des emeritierten Erzbischofs von Sao Paolo, Paulo Evaristo Kardinal Arns (88), ums Leben.

Frau Neumann galt als die bekannteste Frau Brasiliens. Sie war Gründerin der katholischen Kinderpastoral – Pastoral da Criança – in Brasilien.

Das Werk hat zum Ziel, die Kindersterblichkeit zu senken. Zu diesem Zweck hielt sich Frau Neumann auch in Haiti auf.

Nach Angaben des Kölner ‘domradios’ starb sie, als sie mit zwei brasilianischen UN-Soldaten durch die Straßen der Hauptstadt ging, und dabei während des Erdbebens vom 12. Januar durch herabstürzende Trümmer erschlagen wurde.

Das Beben erreignete sich kurz vor 17.00 Uhr Ortszeit.

Nach Angaben der französischen Tageszeitung ‘Le Monde’ starb Frau Neumann dagegen, als die Decke über ihr zusammenbrach, während sie in Port-au-Prince einen Vortrag hielt.

Rassistische Übergriffe gegen Deutsche

Frau Neumann wurde im Jahr 1934 in eine deutsche Familie geboren, die in einem deutschsprachigen Dorf des Staates Santa Catarina im Süden Brasiliens wohnte.

Ihre Eltern waren tiefkatholische Einwanderer aus dem Dorf Reil an der Mosel im Bistum Trier.

Die 1000-Seelen-Ortsgemeinde befindet sich im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz.

Der Vater war Geschäftsmann. Die Familie hatte dreizehn Kinder. Fünf von ihnen wurden Ordensleute.

‘Le Monde’ berichtete, daß Frau Neumann ihrer Mutter während des Zweiten Weltkrieges helfen mußte, deutsche Bücher zu verbrennen und deutsche Schallplatten einzugraben, weil die deutschstämmige Familie rassistische Übergriffe gegen Deutsche befürchtete.

Spektakuläre Resultate

Jeden Sonntag besuchte sie als Kind um 6.00 Uhr morgens die Heilige Messe.

Ab dem Jahr 1959 wirkte sie als Kinderärztin in Curitiba, der Hauptstadt des Bundesstaates Parana.

Das Leben von Frau Neumann blieb nicht von schweren Schicksalsschlägen verschont: Ihr Sohn starb im Alter von drei Jahren. Ihr Ehemann ertrank beim Versuch, eine Jugendliche zu retten, welche die Familie Neumann bei sich aufgenommen hatte. Eine Tochter starb bei einem Verkehrsunfall.

Auf Anregung ihres Bruders, Kardinal Paulo Evaristo Arns, gründete sie im Jahr 1982 die katholische Kinderpastoral.

Der Vorschlag erfüllt sie mit großer Freude: „Das war es, was ich immer tun wollte: Die Mütter zu unterrichten, sich besser um ihre Kinder zu kümmern“ – zitiert sie ‘Le Monde’.

Frau Neumann begann, Maßnahmen gegen die hohe Kindersterblichkeit in Brasilien zu entwickeln.

Das Projekt begann in der Stadt Florestópolis im Bundesstaat Paraná. Nach nur einem Jahr konnte die dortige Kleinkinder-Sterblichkeitsrate von 127 auf 28 von 1.000 Lebendgeburten gesenkt werden.

Die brasilianischen Bischöfe beschlossen, die Organisation in allen 27 Bundesstaaten Brasiliens aufzubauen.

Heute beträgt die Kindersterblichkeit in den von der Pastoral da Criança betreuten Gemeinden durchschnittlich 15 Todesfälle pro tausend Kinder.

Frau Neumanns Werk ist inzwischen die größte Freiwilligenorganisation Brasiliens mit mehr als 258.000 Mitarbeitern – fast nur Frauen – in 37.000 Städten und Dörfern Brasiliens.

Das Werk begleitet 1.3 Millionen Familien, 100.000 Schwangere und 1.8 Millionen Kleinkinder.

Für die kirchenfeindliche Tageszeitung ‘Le Monde’ ist Frau Neumann ein Phänomen – „eifrig christlich, eher konservativ, eine Gegnerin der Abtreibung wie die meisten Brasilianer und wirklich nicht feministisch, hat sie die größte Frauenorganisation des Landes aufgebaut.“
      
17 Lesermeinungen
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#17   Anmut   23:08:46 | Freitag, 22. Januar 2010
@Pascal
Eine gute Familie mag keine Homos,juden,Moslems und Protestanten. Sie sollten sich sofort Scheiden lassen und Ihre Kinder retten.
Das ist dann keine „gute“, sondern eine besch***ene Familie :-(
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#16   Goldengel   10:01:44 | Freitag, 22. Januar 2010
auch die Lesermeinung von HeinrichderZweite
wird nicht gelöscht – bis jetzt!
Was für eine Frechheit so etwas (ich will es nicht wiederholen) zu schreiben.
Die meisten Toten und für immer von dieser Tragödie gezeichneten Opfer sind KINDER.
Da überbieten sich die „katholischen“ Netzeitungen wohl wieder im Wettlauf durch geschmacklose Lesereinträge!
Ich fasse es nicht.
Ganz toll – diese „neue“ katholische Nächstenliebe.
Aber „Heilige“ sammeln – das könnens manche Katholiken – manche Leute (natürlich nur aus eigenen Kreisen!) werden heilig, weils sterben, aber andere Völker, die sterben, sind quasi laut mancher Katholiken „selber schuld und überhaupt …“
So mancher Katholik gehört ja in die „Geschlossene“.
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#15   Fridericius †   05:20:46 | Freitag, 22. Januar 2010
Ihr könnt auch echt nur meckern.
Die Soldaten, die nach Haiti eingeflogen werden sind dringend nötig, auch die EU schickt welche. Habt Ihr in letzter Zeit mal Fernsehen geschaut, Bilder gesehen, was passiert, wenn ein Hilfskonvoi durch eine Stadt fährt? Der wird überfallen, geplündert, von verzweifelten Menschen. Hilfspersonal braucht Schutz – und den zu gewährleisten ist die Haitianische Regierung derzeit nicht in der Lage.
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#14   HeinrichderZweite   22:21:53 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@Weisser Ritter
Das beste was Haiti passieren kann. So kommen die jungen Haitianer endlich mal auch raus. Nach Afghanistan und so.
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#13   Rose im Kreuz   22:00:17 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Wird darüber was berichtet werden?
Rund 800 österreichische Kopten haben heute bei einem Schweigemarsch durch Wiens Innenstadt auf die koptischen Christen in Ägypten aufmerksam gemacht. Immer häufiger werden dort Kopten überfallen und ermordet.
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#12   Weißer Ritter   21:55:37 | Donnerstag, 21. Januar 2010
USA weisen Hilfsflüge in Haiti ab
Es scheint, als ob die USA die Gunst der Stunde nutzen und Haiti annektieren.
Anders ist es nicht zu erklären, daß zwar große Mengen an GIs eingeflogen werden, dringend benötigte Medikamente oder Behelfslazarette nicht eingeflogen werden dürfen.
Näheres hier! …ww.aerzte-ohne-grenzen.de/…010-01-19/index.html
Ja, man sieht, wie dieser Aufschneider Obama und sein Kabinett wirklich ticken!
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#11   Leo Miles   21:52:06 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@ LM.
Nur Mut, mit „lateiniheini“ und Co geht’s wieder rasant aufwärts :-]
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#10   LM.   21:41:30 | Donnerstag, 21. Januar 2010
lateiniheini
hat ein grosses mitteilungsbedürfnis. er erzählt stets gerne von seiner familie, seinen freunden und was er gern isst trinkt und tut. muss frühkindlich verursacht sein
sein geistiger horizont beschränkt sich auf cdu heiner geissler und bayern münchen und langweiligen eposoden aus seinem kleinkrämeralltag – ein typischer protagonist des sich betont liberal gebenden zeitgenössischen deutschen neospiessbürgertums
dazu passen dann perfekt sätze wie
„Wir sind überzeugte Demokraten und katzbuckeln auch nicht vor irgendwelchen Soutanen- oder Ornat-Trägern! Kurzum- wir sind mündige Bürger und mündige Christen in einem demokratischen und pluralistischen Staat!“
so zackig wie er das schreibt kann man sich bildlich vorstellen wie er „heil merkel“ schreit und das händchen ausfährt :-D
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#9   Pascal123   21:38:23 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@lateini
Sie sind ein Lügner.
Sie sind schon homohedonistisch verseucht, weiter nichts.
Eine gute Familie mag keine Homos,juden,Moslems und Protestanten. Sie sollten sich sofort Scheiden lassen und Ihre Kinder retten.
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#8   lateiniheini   21:31:50 | Donnerstag, 21. Januar 2010
@leo miles
ohne gute Frauen, keine guten Familien, ohne gute Familien, keine guten Kinder, ohne gute Kinder
Irgendwie fehlt mir hier der Vater! Aber vielleicht ist ja der Vater einer guten Familie ein katholischer Priester… ;-)
Mal ganz im Ernst! Ich habe eine gute Frau, eine gute Familie und gute Kinder…und ich selbst bin wohl auch nicht ganz so verkehrt… ;-) aber eben ganz anders, als ihr es euch vorstellt und wünscht…und das ist gut so!Wir haben keine Probleme mit Homos, Juden, Katholiken und Protestanten! Wir sind überzeugte Demokraten und katzbuckeln auch nicht vor irgendwelchen Soutanen- oder Ornat-Trägern! Kurzum- wir sind mündige Bürger und mündige Christen in einem demokratischen und pluralistischen Staat!
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#7   Pascal123   21:27:59 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Gähn gähn
Wo Sie immer diese verstaubten Ansichten auskramen??
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#6   Leo Miles   20:54:21 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Das ist folgerichtig
wirklich nicht feministisch, hat sie die größte Frauenorganisation des Landes aufgebaut.
Denn FeministInnen sind „Männer“ in Frauenkörpern. Sie sind geistig verpolt. Sie meinen, sie müßten Superfrauen werden, indem sie bessere Männer seien.
FeministInnen können für die Frauen im Grunde nichts Gutes und Nützliches stiften. Denn sie selbst sind geistig ramponierte Frauen und können somit allen anderen Frauen nichts Brauchbares weitergeben.
Es ist wie mit dem Homowahn – ein Volk, daß dem Feminismus verfällt, ist dem Tode geweiht, denn es ist diesem Volk die Frau verlorengegangen – ohne gute Frauen, keine guten Familien, ohne gute Familien, keine guten Kinder, ohne gute Kinder – Feierabend…
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#5   Brandenburgis   19:50:12 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Dieser Satz ist
überhaupt nicht dumm, sondern höchst wahr und notwendig.
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#4   Gotthard   19:43:35 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Einführung
Während Feministen große Sprüche über die Befreiung der Frau klopfen und von staatlichen Förderungen leben, hat sie den Frauen geholfen.
ohne solch dumme Sätze kann wohl kein Artikel auskommen, was?
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#3   Klosterschüler   19:01:22 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Rassistische Übergriffe gegen Deutsche
Wahr ist, dass den Deutschen verboten war, in der Öffentlichkeit deutsch zu sprechen. Übrigens ging es den Auslandsdeutschen schon vor dem Krieg in anderen Ländern auch so. Wenn da ein Kind in der Straßenbahn mit seiner Mutter deutsch redete, konnte es schon passieren, dass dann gezischt wurde: Redet ungarisch, wenn ihr schon ungarisches Brot freßt!
‘Rassismus’ dafür, finde ich übertrieben. Aber man stelle sich mal vor, das würde man heute so in Deutschland mit den Migranten machen.
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#2   r.ruhrgebietler   17:56:31 | Donnerstag, 21. Januar 2010
völlig…
sinnlos dieses entgottete gebrabbel!
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#1   Prälat Hinter †   17:41:16 | Donnerstag, 21. Januar 2010
Eine wahre Selige !!!
Sie darf sich sicher locker neben Pius XII sehen lassen…
Herr schenke Ihr ewige Freude in Dir !!!
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