11:25:18 | Dienstag, 26. Januar 2010
Zuerst verleumdete er Papst Pius XII. Dann beschimpfte er eine ganze Nation. Aber widersprechen darf man ihm nicht – sonst ist man ein Antisemit.

Der emeritierte Weihbischof der südpolnischen Diözese Sosnowiec, Mons. Tadeusz Pieronek (75)
(kreuz.net) Als der Papst am 17. Januar die römische Synagoge besuchte,
beschimpfte Riccardo Pacifici –
Präsident der jüdischen Gemeinde in Rom – den heldenhaften Judenretter Pius XII.
Jetzt diffamierte
der rabiate Herr im italienischen Fernsehen gleich ein ganzen Volk: Er verleumdete die polnische Nation
als „antisemitisch“.
In Wahrheit gehörte der ehemals große jüdische Bevölkerungsanteil in Polen durchwegs
zu den wohlhabenden und privilegierten Schichten der Bevölkerung.
Die polnischen Juden waren – im Gegensatz
zu den Christen im modernen Israel – gleichberechtigt und ihre Gemeinden anerkannt. Im polnischen Parlament
waren jüdische Parteien vertreten.
Pacifici erzählt schlechte WitzeDer bekannte altliberale Weihbischof,
Mons. Tadeusz Pieronek, ließ darum Pacificis Ausfälle nicht auf sich beruhen: „Herr Pacifici? Der erzählt
schlechte Witze und behauptet Dinge jenseits der Wirklichkeit.“
Mons. Pieronek war jahrelang Theologieprofessor
und später Sekretär der polnischen Bischofskonferenz.
Er tischt unangenehme Wahrheiten auf: „Für eine
korrekte und ernsthafte Debatte, ohne Vorurteile und Selbstmitleid, müßten sich die Juden fragen: Was
taten die US-amerikanischen Juden und die Alliierten während des Krieges, um diese Tragödien zu vermeiden?
Wenig oder nichts.“
Der pauschale Vorwurf eines angeblichen „polnischen Antisemitismus“ ist – so der
Weihbischof – ein absolut falscher Allgemeinplatz:
„Wer unsere Nation so darstellt, ist ungerecht und
täuscht sich. Für mich ist das eine Erfindung, die unser Volk beleidigt.“
Diese Nachrede stammt nach
Angaben des Weihbischofs von Leuten, welche die Geschichte nicht studiert haben.
Die bedingungslose Unterstützung
der USAFür Mons. Pieronek gibt es keinen Zweifel, daß die Mehrheit der Opfer in den Konzentrationslagern
Juden waren.
Doch er weist darauf hin, daß auch Zigeuner, Polen, Italiener und Katholiken unter den
Toten waren: „Darum ist es nicht erlaubt, diese Tragödie zu benützen, um damit Propaganda zu machen.“
Und: „Die Shoah als solche ist eine jüdische Erfindung: Man könnte mit der gleichen Kraft einen Erinnerungstag
für die vielen Opfer des Kommunismus oder für die verfolgten Katholiken und Christen festlegen und so
weiter.“
Der Bischof fügt hinzu: „Doch die Juden können auf die Medien zählen, weil sie große finanzielle
Mittel, eine riesige Macht und die bedingungslose Unterstützung der Vereinigten Staaten besitzen. Das
fördert eine gewisse Arroganz, die ich für unerträglich halte.“
Instrumentalisierter HolocaustMons.
Pieronek hält fest, daß die Shoah „zumindest teilweise“ instrumentalisiert wird:
„Sie wird als Propaganda-Waffe
benützt, um Vorteile zu erhalten, die häufig nicht gerechtfertigt sind.“
Der Bischof wiederholt sich:
„Es ist historisch nicht wahr, daß in den Lagern nur Juden umkamen. Viele waren Polen. Doch diese Wahrheiten
werden heute fast ignoriert. Dafür erzählt man immer noch diese Geschichten über Polen.“
Der Weihbischof
empfiehlt dem Präsidenten der jüdischen Gemeinde, sich besser zu informieren: „Er hat einen schlechten
Witz erzählt.“
Ein Gedenktag für die PalästinenserDem Bischof wird auch die Frage gestellt, ob der
jüdische Staat Israel die Menschenrechte der Palästinenser beachte.
Seine Antwort: „Wenn man die Bilder
von
dieser Mauer sieht, kann man nicht leugnen, daß den Palästinensern, die wie Tiere behandelt werde,
ein riesiges Unrecht geschieht. Ihre Menschenrechte werden – gelinde gesagt – verletzt.
Doch über diese
Dinge wird – mit Komplizenschaft internationaler Interessengruppen – wenig gesprochen.“
„Man möge auch
für sie einen Gedenktag ausrufen“ – schlägt der Weihbischof vor:
„Gewiß, stellt das alles die Schande
der Konzentrationslager und die Verirrungen des Nationalsozialismus nicht in Frage.“
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Vineta 00:42:48 | Mittwoch, 27. Januar 2010
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Vineta 00:15:21 | Mittwoch, 27. Januar 2010