Johannes Paul II.
Nicht besonders katholisch
Ein früher im Schwarzwald tätiger Friseur glaubt, von Johannes Paul II. geheilt worden zu sein. Eine nette Geschichte, aber ein Wunder ist etwas anderes.
Verehrung für Johannes Paul II.
Verehrung für Johannes Paul II.
© Adam Blicharski, CC
(kreuz.net) Giovanni Vecchio ist ein römischer Friseur, der früher im Schwarzwald lebte.

Er ist sich sicher, daß der Anblick eines Bildes von Johannes Paul II. († 2005) ihn von einem Bandscheibenvorfall geheilt hat.

Das berichtete die Tageszeitung ‘Südkurier’ heute.

Nach Angaben der Zeitung könnte seine Heilung angeblich ein „wichtiger Schritt“ bei der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. sein.

Vecchio lebte von 1961 bis 1973 in der 13.000-Seelen-Stadt Sankt Georgen im südlichen Schwarzwald.

Dort arbeitete er als Friseur. Anschließend wurde er Werkzeugmacher und war in verschiedenen Firmen beschäftigt.

Im Jahr 1973 zog er nach Rom. Unweit des Vatikans eröffnete er ein Friseurgeschäft.

Zu seinen Kunden zählte in den ersten Jahren angeblich auch der damalige polnische Kardinal Karol Wojtyla von Krakau.

Ihn soll Vecchio zwischen 1976 und 1977 angeblich mehrere Male rasiert haben.

„Mir ist sein polnischer Akzent aufgefallen“ – erinnert sich Vecchio vor der Zeitung.

Es ist allerdings eher unwahrscheinlich, daß Kardinal Wojtyla bei seinen kurzen Rombesuchen als Erzbischof von Krakau in Rom Barbiergeschäfte aufgesucht hätte.

Dennoch malt die Zeitung die angebliche Begebenheit aus: „Was den Geistlichen und den damals 28jährigen Barbier damals verband war die Tatsache, daß beide »Gastarbeiter« waren.“

In Wahrheit war Kardinal Wojtyla nie an der römischen Kurie beschäftigt, sondern bis zu seiner Papstwahl immer im heimatlichen Polen tätig.

Als Kardinal Wojtyla im Jahr 1978 zum Papst gewählt wurde, habe der Friseur verblüfft ausgerufen: „Den kenne ich“.

In den folgenden Jahren kreuzten sich die Wege des Papstes und des Barbiers jeweils am 6. Januar bei der Segnung der Krippe der römischen Stadtreinigung:

„Wir hatten immer Augenkontakt, es war, als ob der Papst mich aus der Zeit, als er zu mir in den Barbiershop kam, kannte“ – romantisiert Vecchio.

Dieser eindrucksvolle Blick des Papstes sei ihm im Gedächtnis geblieben, obwohl der Friseur nach eigenen Angaben „nicht besonders katholisch“ ist.

Im letzten Jahr ereilte den Barbier ein Bandscheibenvorfall zwischen dem zweiten und dritten Lendenwirbel.

Ende Juli kam Vecchio in die Klinik. Dort sah er ein Photo des verstorbenen Papstes: „Mit diesen Augen und dem Blick, wie ich ihn in Erinnerung hatte.“

Die Diagnose wurde von einer Computer-Tomographie bestätigt. Der Operationstermin wurde angesetzt.

Dann kam der Coup: „Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war der Schmerz weg. Einfach weg“ – sagt Vecchio.

Eine weitere Untersuchung konnte den Bandscheibenvorfall nicht mehr finden. Die Operation wurde abgesagt.

Die Ärztin konnte sich das Geschehene nicht erklären.

Vecchio ist überzeugt, daß der Blick auf dem Photo von Johannes Paul II. mit seiner Heilung in Verbindung steht.

Bis heute ist Gianni Vecchio schmerzfrei.

Vor einigen Wochen fand er vor seinem Laden ein Photo des verstorbenen Papstes.

Das bewegte ihn, sich bei der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechung zu melden.

Anschließend hatte Vecchio auch einen Auftritt in einer Schwatz-Sendung des italienischen Fernsehens.

Nach Angaben des offiziellen ‘Gesundheitsportals der deutschen Apotheker’ besteht bei einem Bandscheibenvorfall „immer die Chance auf eine Spontanheilung“.
      
23 Lesermeinungen
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#23   hiti   14:26:34 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Sie beten nur Christus an,
warum bezeichnen Sie mich dann als hysterisch?
Ist das nicht der von Christus verkündeten und gelebten Nächstenliebe entgegengesetzt?
Kann es sein dass du dich am Ende selber betrügst?
Und wiederholen Sie nicht dauernd dass ich Menschen anbete, das stimmt nämlich nach wie vor nicht.
fg
Hiti
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#22   Goldengel   09:12:27 | Donnerstag, 28. Januar 2010
hiti…
Wer ist hier der wahre Betrüger? Welchen Grund sollten meine genannten Heiligen an einem Betrug haben?
Weil Christus spricht: Du nennst mich gut, gut ist hier nur der Eine.
Christus spricht: es werden viele nach mir kommen – glaubt ihnen nicht.
Der Mensch neigt zur Hysterie und diese Hysterie zeigt sich vor allem in der Anbetung von Menschen. Genau das wusste Jesus und so wollte er uns davor warnen mit dem Satz: Glaubt an mich – nur durch mich, kommt ihr zum Vater.
Aber es gibt ja immer wieder hysterische Leute, die lieber Menschen anbeten und die Worte Christi an sich vorüberziehen lassen, als hätte er diese nie gesagt.
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#21   hiti   08:08:58 | Donnerstag, 28. Januar 2010
eben ist für euch alles natürlich
nur das natürliche nicht,
und 1000 Ausreden nur um zu leugnen dass es einen Gott gibt, damit ihr euch nicht ändern braucht und nicht zum Glauben kommt.
Wer ist hier der wahre Betrüger? Welchen Grund sollten meine genannten Heiligen an einem Betrug haben?
Nennt mir nur einen triftigen Grund warum sie betrügen sollten?
Ihr findet keinen, deshalb ist euch nicht zu helfen.
fg
Hiti
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#20   Job   00:03:08 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Für das
Nicht-Verwesen von Leichen kann es natürliche Ursachen geben, wenn man nicht von Betrug ausgehen will.
de.wikipedia.org/wiki/Wachsleiche
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#19   engelhardt †   16:52:20 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Pfarrer von Ars
Und warum verwehst der Körper des Pfarrers von Ars nicht?
Du meinst die Mumie mit der Wachsmaske? upload.wikimedia.org/…an-Marie_Vianney.jpg
Aus dem selben Grund, aus dem die Mumie von Ramses nicht verwest. Mit sicherheit nicht auf Grund eines Wunders.
Achja, da sind sie wieder, die Katholiken mit ihrem Leichenkult…
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#18   DerRabe   16:46:00 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Obwohl ich grundsätzlch…
…an Wunder glaube, geht es mir doch auf die Nerven wie oft bei sogenannten Wundervorfällen geschrieben wird: „Die Ärzte konnten sich das nicht erklären!“ Bezeichnenderweise werden niemals die Ärzte genannt und auch nicht das Krankenhaus.
Nichtvorhandene Ärzte als Zeugen können sich das nicht vorhandene Wunder nicht erklären.
AKZEPTIERT!
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#17   steph   16:25:49 | Mittwoch, 27. Januar 2010
@ hiti
das ist ja nun einmal nicht das Argument, Lenin verwest, soviel ich weiß, auch nicht im Mausoleum an der Kreml-Mauer. Also die chemisch-bewanderten Personen haben da so ihre Mittel.
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#16   hiti   16:22:35 | Mittwoch, 27. Januar 2010
michaelamaria:
Sind Sie sicher? Dann werden sich wohl auch 60.000 Menschen geirrt haben die das Sonnenwunder in Fatima sahen, oder?
Pater Pio würde Ihnen Ihr Leben offenlegen, welchen Sinn hätte bitteschön hier ein Betrug?
Sie betrügen sich selber. Er ist einer der größten und demütigsten Verehrer der Hl. Eucharistie!
Und warum verwehst der Körper des Pfarrers von Ars nicht? Auch Betrug?
fg
Hiti
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#15   michaelamaria †   16:18:32 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Hiti:
Pater Pio hat sich die „Wundmale“ an seinen Händen dadurch zugefügt, dass er sich Karbolsäure über die Hände gekippt hat. Anschließend nahm er Schmerzmittel gegen Wundschmerzern. Sein Verhalten, ein Wunder vorzutäuschen, ist betrügerisch.
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#14   hiti   16:15:06 | Mittwoch, 27. Januar 2010
michaelamaria:
Seien Sie vorsichtig, Padre Pio als Betrüger hinzustellen! Sie haben keine Ahnung was Sie da sagen!
fg
Hiti
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#13   clarissa colonia   16:15:01 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Verglichen mit der hiesigen „Berichterstattung“ …
… kommt die Friseurgeschichte erfreulich erfrischend und nachgerade halbwegs glaubwürdig daher …
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#12   michaelamaria †   16:10:46 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Ist wahrscheinlicher
als eine Heilung durch den Betrüger Pio. Ich würde allerdings lieber Ärzten vertrauen.
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#11   chico flojo   15:53:58 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Schockmoment
Er ist sich sicher, daß der Anblick eines Bildes von Johannes Paul II. († 2005) ihn von einem Bandscheibenvorfall geheilt hat.
Vor Schreck.
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#10   siggi666 †   15:52:28 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Lächerlich!
Er ist sich sicher, daß der Anblick eines Bildes von Johannes Paul II. († 2005) ihn von einem Bandscheibenvorfall geheilt hat.
:-D :-D :-D Ein Brüller!
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#9   wickerl   14:58:43 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Verirrungen
Was mir bei Papst Johannes Paul II. so zu denken gibt sind nicht nur seine Bischofsernennungen, sondern auch der Umstand, dass er die Kugel des Versuchsmörders Agca der Gottesmutter in Fatima nicht zu Füßen legte sondern in die Krone heftete, so als ob damals der Teufel gewonnen hätte, oder er Ihr damit Schmach hätte antun wollen.
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#8   steph   14:43:19 | Mittwoch, 27. Januar 2010
@ engelhardt
Die Sprache liegt halt nicht jedem. Und es ist vermutlich wie bei meinem jüngsten Kind, das mir manchmal ganz schnell etwas erzählt, weil es ganz ganz wichtig ist. Da kommen dann auch manchmal ungeordnete Sätze heraus. Der Unterschied ist der: Mein jüngste Tochter ist sieben Jahre alt.
Aber vielleicht ist ja die Redaktion auf dem intellektuellen Niveau eines siebenjährigen Kindes stehengeblieben. Manchmal hat es halt diesen Anschein.
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#7   Tridentinus   13:23:14 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Und das bewegte ihn auch nicht,
sich zu melden, sondern es bewog ihn.
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#6   engelhardt †   13:07:18 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Deutsch!!!
Ihn soll Vecchio zwischen 1976 und 1977 angeblich mehrere Male rasiert haben.
Also entweder: „Vecchio soll ihn zwischen 1976 und 1977 mehrere Male rasiert haben.“
Oder: „Vecchio hat ihn angeblich zwischen 1976 und 1977 mehrere Male rasiert.“
SUBJEKT! PRAEDIKAT! OBJEKT!
Wer schreibt und redigiert hier? Sonderschueler?
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#5   timpressum †   12:24:57 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Arm dran: Bein ab!
Ich finde es übrigens bemerkenswert, daß es noch keine Wunderheilung gibt, die ein amputiertes Bein wieder nachwachsen ließ…
Soviel zu dem Thema!
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#4   Sefirot   12:17:01 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Kardinal Wojtyla
als Gastarbeiter… :-! :-! :-!
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#3   timpressum †   12:14:11 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Ein Wunder
Bei mir in der Wohnung kommt Wasser aus der Wand… Ein Wunder!!!
:-D
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#2   Freinsberg   12:05:07 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Wunder wirken nur Brave
Natürlich kann ein auf die Fürbitte von Johannes Paul II. gewirktes Wunder nur ein Fake sein. Anders wäre es natürlich, hätte der Friseur Marcel Lefebvre, Hans Hermann Groer oder den Jörgl Haider angerufen.
^-^
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#1   Sefirot   11:37:24 | Mittwoch, 27. Januar 2010
Achtung Legende!!!
Giovanni Vecchio ist ein römischer Friseur, der früher im Schwarzwald lebte.
Er ist sich sicher, daß der Anblick eines Bildes von Johannes Paul II. († 2005) ihn von einem Bandscheibenvorfall geheilt hat.
Nach endlich beginnt die Legendenschreibung für JP II.
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