Alte Messe
Werbung für die Alte Messe ist immer noch verboten
Im Nordwesten Belgiens ist die Alte Messe noch ein junges Pflänzchen, während die neugläubigen Gemeinden langsam aber sicher aussterben.
Die Alte Messe in London
Die Alte Messe in London
© Catholic Church (England and Wales), CC
(kreuz.net) In der Diözese Brügge im Nordwesten Belgiens gründeten einige junge Leute im Jahr 2007 die Vereinigung ‘Mysterium Fidei’. Sie widmet sich der Förderung der Alten Messe.

Sie organisierte im vergangenen Jahr in der Basilika des Heiligen Blutes in der Stadt Brügge drei Messen im außerordentlichen Ritus.

Das steht in einem Bericht, der von der belgischen Vereinigung ‘Mysterium Fidei’ ausgearbeitet und im vergangenen November dem Papst übergeben wurde.

‘Mysterium Fidei’ ist eine Vereinigung von Laien und Priestern aus verschiedenen belgischen Diözesen.

Alte Untergrund-Messe

Seit September 2008 gibt es in Brügge eine monatliche Alte Messe, die von einem Priester der Petrusbruderschaft zelebriert wird.

Um diese Messe zelebrieren zu können, wurde alles unternommen, um ein gutes Verhältnis zu den kirchlichen Verantwortlichen aufzubauen – insbesondere zum Rektor der Basilika und zum Generalvikar der Diözese.

Die beiden Geistlichen waren zwar sehr freundlich, wollten aber die Initiative nicht „fördern.“

Darum ist es nicht möglich, die Alte Messe in Brügge öffentlich anzukündigen. Sie muß auch außerhalb der Öffnungszeiten der Kirche zelebriert werden.

Jeden Monat erscheinen zu dem Gottesdienst zwischen 25 und 50 Gläubige, ein Drittel davon sind junge Leute.

In den normalen Gemeindemessen des Neuen Ritus sieht man in Belgien nur sehr selten junge Menschen.

Mageres Interesse beim Weltklerus

‘Mysterium Fidei’ erklärt in einer Bestandesaufnahme vom vergangenen November, daß wenigstens ein Diözesanpriester der Organisation bekannt ist, der die Alte Messe gelegentlich privat zelebriert.

Es gibt auch einige Priester, die daran interessiert sind, die Zelebration der Alten Messe zu lernen. Aber es ist für sie schwierig, jemanden zu finden, der sie unterrichten könnte.

Außerdem müssen Priester, die am Alten Ritus interessiert sind, wegen der Reaktionen der anderen Priester und Pastoralreferenten „sehr vorsichtig“ sein – so ‘Mysterium Fidei’.

Diözese Gent

In der Diözese Gent – ebenfalls im Nordwesten Belgiens – gibt es keine regelmässige Alte Messe mit Ausnahme der wöchentlichen Messe, die von der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in der Stadt zelebriert wird.

Es wird jeweils an Weihnachten in Gent-Oostakker eine jährliche Mitternachtsmesse im Alten Ritus gefeiert. Zelebrant ist Hw. Van de Kerkhove.

An der Universität Gent existiert eine katholische Studentenverbindung. Hw. Van de Kerkhove ist ihr Kaplan. Er zelebriert gelegentlich die Alte Messe für die Studenten.

Jetzt gibt es eine Initiative, um eine monatliche Alte Messe für Studenten zu beginnen. Dazu gibt es Gespräche mit der Priesterbruderschaft Sankt Petrus.

Es hat auch eine Initiative der Vereinigung ‘Mysterium Fidei’ in der Diözese Gent gegeben.

In der 20.000-Seelen-Gemeinde Zele in Ostflandern gab es eine einmalige Alte Messe, um um das 1200-Jahre-Jubiläum von Sankt Liudger zu feiern.

Der Gottesdienst fand mit der Erlaubnis des örtlichen Dekans in Zusammenarbeit mit der Kongregation Servi Jesu et Mariae statt.

Gegenwärtig laufen Gespräche, um das Jubiläum in einen jährlichen Anlaß zu verwandeln.

‘Mysterium Fidei’ kennt in der Diözese Gent wenigstens zwei Priester, die gelegentlich die Alte Messe privat zelebrieren.
      
15 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#16   r.ruhrgebietler   18:47:27 | Freitag, 29. Januar 2010
salve… was macht denn der ratzi
auf den bildern? der staeht nun wirklich nicht für Tradition!!!
Redaktion benachrichtigen
#14   möchtegern-kathole   06:59:52 | Freitag, 29. Januar 2010
Manchmal …
… muss allerdings der Priester die Ministrantenworte ergänzen, wenn dem Ministrant die Worte entfallen oder verdreht, oder er nicht bei der Sache ist, oder er die Ministrantentafel in der Sakristei vergessen ;-)
Redaktion benachrichtigen
#13   Dr. Guillotin   21:42:24 | Donnerstag, 28. Januar 2010
sefirot
Haben Sie schon einen Behandlungstermin?
Redaktion benachrichtigen
#12   Seefeldt   18:50:52 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Dreiste Lügen …
sind bei der Judenmafia eben gang und gäbe.
Wer die heilige Messe nicht kennt, sollte sie erst einmal kennenlernen, bevor er darüber schreibt.
Redaktion benachrichtigen
#11   Sefirot   18:48:45 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Seefeldt: Selbstverständlich
ist Soufflieren seine Aufgabe. Was hätte er denn sonst auf den Altarstufen zu tun…, um sicherzustellen, dass die Missa gültig gefeiert wird,
wenn dem Priester die Lateinkenntnisse entfallen sind… o.O Jawoll!
Redaktion benachrichtigen
#10   Seefeldt   18:45:21 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Die üblichen bösartigen Unterstellungen und Unwissenheiten …
der Judenmafia wieder einmal.
Der Ministrant souffliert nicht.
Redaktion benachrichtigen
#9   Sefirot   18:40:48 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Beherrscht der Priester im Bild etwa
nicht die lateinische Sprache der Epistel. Deshalb muss
wohl der Ministrant soufflieren… wa?
Redaktion benachrichtigen
#8   Prälat Hinter †   18:07:22 | Donnerstag, 28. Januar 2010
In Dtld. ist es doch ähnlich: Wer von den Priestern das röm. Dekret anführt, der kann sich
auf was gefasst machen!
Es gilt NUR, was der Bischof dazu in seinem Bistum anordnet und das sind sehr engmaschige „Zugeständnisse“ an den Hl. Vater aus Bay. –
Wer z. Bsp. in seiner Pfarrkirche von sich aus einmal in der Woche so eine ausserordentliche Hl. Messe „anbietet“, dem wird schon rasch klar, wo der Hammer hängt…
Das ist genau so ein Macht-MISSBRAUCH, wie anderer auch… Nur kräht kein Hahn danach !!!
Redaktion benachrichtigen
#7   noch ein Landorganist   12:54:37 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Wo(hin) laufen sie denn?
schon eigenartig, dass deine V2-Sekte einen Neuheidentempel nach dem anderen dicht machen muss, oder konsequenterweise in Disco/Restaurant/Supermarkt umgewandelt wird, den eigentlichen Bedürfnissen der V2-Heiden, zu denen auch bösartige und reulose Kinderschlächterinnen wie du gehören.
Redaktion benachrichtigen
#6   michaelamaria †   12:44:21 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Landorganist:
Herrvoragende Plakate! Die treiben alle Katholiken direkt zurück zu der neuen Messe! :)3
Redaktion benachrichtigen
#5   noch ein Landorganist   12:38:51 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Plakate sind billig
sie sollten ungefähr diesen Text beinhalten:
„Der angeblich katholische, tatsächlich aber neuheidnisch V2-Sekten-‘Bischof’ x von y handelt entgegen dem päpstlichen Willen und bekäpft die wahrhaft katholische Heilige Messe.
Da wir an keine Weisung eines antikirchlichen Teufelsjüngers gebunden sind, geben wir hiermit bekannt und laden alle Katholiken und Menschen guten Willens zur Feier der Heiligen Messe in der allzeit gültigen römischen Form ein. Sie findet statt …“
Redaktion benachrichtigen
#4   Kairos †   12:20:33 | Donnerstag, 28. Januar 2010
@ sefirot
ist denn sichergestellt, dass die Werbeagentur mit weihwasserverdünnten Farben umwelt- und gesinnungsneutral druckt?
Redaktion benachrichtigen
#3   Alois Bischof   12:18:05 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Erlaubnis?
Man braucht keine Erlaubnis. Auch Kirchen müssen zur Verfügung gestellt werden.
Man muss mehr kämpfen, mehr Druck üben.
Oder gilt das Motu-Proprio in Belgien etwa nicht?
Wer sich immer noch vom Dekan, vom Bischof und von übrigen Modernisten und Priesterdarsteller die wahre hl. Messe verbieten lässt, dem ist nicht mehr zu helfen!
Mietet wenn notwendig einen Saal, für eine hl. Messe im überlieferten römischen Ritus für die zahlreichen daran interessierten Studenten!
Nicht Aufgeben wegen des Domvikars!
Redaktion benachrichtigen
#2   Sefirot   11:51:30 | Donnerstag, 28. Januar 2010
Wie wäre es, wenn die altliturgischen
Gruppen in Belgien bei einer weltlichen Werbeagentur ein Konzept in Auftrag geben würden, mit dem für die alte Messe geworben werden kann. Kostet zwar ein bißchen… für die gleißnerischen Prospekte … aber was soll’s ! Ein paar Spenden und dann ist alles wieder da…! o.O
Redaktion benachrichtigen
#1   Domenico Tuttisanti   11:18:02 | Donnerstag, 28. Januar 2010
„Werbung für die Alte Messe ist immer noch verboten“
Und da sage noch jemand, die Katholische Kirche von heute kenne keine Tabus mehr! :-D :)3
Redaktion benachrichtigen
Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
Weiterlesen:
Alte MesseZaghafte Fortschritte Alte MesseMindestens drei Geistliche des Bistums Namur möchten Alte Messe„Rom ist weit weg von hier“ Alte MesseGab es eine Bücherverbrennung? Alte MesseDas Motu Proprio? Das ist für die anderen Alte MesseKeine Veränderungen bei den altliberalen Liturgikern Alte MessePriesterseminar der Erzdiözese mit täglich Alter Messe Alte MesseEin Ritus mit zwei Formen, die sich gegenseitig ausschließen? Alte MesseBesser ins Bordell als zur Alten Messe? Alte MesseKeine Begeisterung für die Neue Messe Alte Messe‘Una Voce’ beim Papst Alte MesseKölner Weihbischof: Die Alte Messe verändert die Theologie Alte MesseDer neue Sekretär von Ecclesia Dei im Interview Alte MesseDie Gläubigen wollen die Alte Messe Alte MesseDie Luft der Glaubwürdigkeit wird dünn
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net