Vatikan
Ist der Vatikan sauer?
Die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ hat die jüngsten Enthüllungen über Papst Johannes Paul II. mit keinem Wort kommentiert.
Das Buch "Perche è santo" - "Warum er heilig ist"
Das Buch „Perche è santo“ – „Warum er heilig ist“
(kreuz.net) Ende Januar publizierte Prälat Slawomir Oder (49) – Postulator des Seligsprechungsprozesses für Johannes Paul II. – ein Buch über den verstorbenen Papst mit dem Titel „Perche è santo“ – „Warum er heilig ist“.

Bisher hat die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ das Werk mit keinem Wort erwähnt.

Nach Angaben der römischen Tageszeitung ‘Il Tempo’ soll der Vatikan über diese Veröffentlichung sauer sein.

Denn die Legitimität dieser Veröffentlichung wird durch die Instruktion „Sanctorum Mater“ in Frage gestellt, die im Jahr 2007 von der Heiligsprechungs-Kongregation veröffentlicht wurde.

Diese Instruktion bestimmt im Artikel 122, daß die Akten des Prozesses vom Postulator oder vom Vizepostulator eingesehen werden können, „die über den Inhalt der Akten absolute Verschwiegenheit walten lassen müssen“.

Zwar bezieht sich die Instruktion auf die Diözesanprozesse, die der römischen Seligsprechung vorausgehen:

„Aber es ist nicht schwer zu verstehen, daß die Verschwiegenheit – wenn sie für die erste Instanz so vollumfänglich gilt – während der Seligsprechung genauso radikal gehandhabt werden muß“, kommentiert ‘Il Tempo’.

In seinem Buch berichtet Prälat Oder Dinge, die unter sein Amtsgeheimnis fallen.

So enthält das Werk einen bisher unbekannten Offenen Brief, den Johannes Paul II. öffentlich verlesen wollte, um seinem Attentäter Alì Agca zu vergeben.

Zwei weitere, bisher unbekannte Dokumente in dem Buch enthalten Aufzeichnungen, in denen Johannes Paul II. die Umstände festlegt, unter denen er als Papst zurückgetreten wäre.

Außerdem gibt es im Buch auch viele bisher unbekannte Einzelheiten.

So berichtet Prälat Oder, daß der Papst sich geisselte oder daß er die Ansicht vertrat, daß die kommunistische Terrororganisation ‘Brigate Rosse’ ihn entführen wollte.

Im Buch wird auch erklärt, daß Johannes Paul II. an das Medjugorje-Phänomen geglaubt haben soll.

Jetzt überprüft die Seligsprechungskongregation nach Angaben von ‘Il Tempo’, ob Inhalte des Buches das Amtsgeheimnis verletzen und – wenn ja – welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden müssen.

‘Il Tempo’ bringt drei Schlußfolgerungen ins Gespräch, die sich aus der umstrittenen Buchveröffentlichung ergeben könnten:

• Die Seligsprechung von Johannes Paul II. wird fallengelassen.

• Die Seligsprechung wird wie bisher weitergetrieben, wobei aber dem gegenwärtigen Postulator, Prälat Slawomir Oder, die Kompetenzen entzogen werden.

• Trotz des offensichtlichen Vertrauensbruches bleibt alles beim Alten.

Die Tageszeitung geht davon aus, daß letztere Hypothese die wahrscheinlichste ist.

Die polnische Seligsprechungs-Lobby für Johannes Paul II. plant dagegen, daß Buch möglichst schnell in polnischer Sprache erscheinen zu lassen.

Der Erzbischof von Krakau, Stanislaw Kardinal Dziwisz, soll den Postulator zu sich gebeten haben, um eine Übersetzung des Buches in die Wege zu leiten.

Die Rechte dafür sind bereits vom Verlag der Erzdiözese Krakau erworben worden.
      
14 Lesermeinungen
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#14   leshandl1   17:12:58 | Samstag, 6. Februar 2010
Schweigen
des Vatikans auch zu der Intrige gegen den Chefredakteur einer italienischen kath. Zeitung, die nachweislich aus dem Vatikan gezündet wurde.
Ja, es hat sich nicht viel geändert gegenüber den miesesten Zeiten des Papsttums.
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#13   Goldengel   19:01:11 | Freitag, 5. Februar 2010
Sinah
Es kommt die Zeit, wo alles verschwinden wird, ruhrgebietler, alles, weil völlig irrelevant. So wie diese Seligpreisungen gekommen sind, so schnell werden sie einmal verschwinden :)3
So ist es.
Denn in der Ewigkeit herrscht nur der gütige Geist Gottes und für diesen hohen Geist hat jede einzelne Seele ihre ganz besondere Wertigkeit.
In der Ewigkeit wird es aufhören mit der irdischen Dummheit der menschlichen Bevorzugungen, wer wohl besser wäre, als ein anderer. Diese Kinderei wird es in der Ewigkeit nicht mehr geben, denn dort herrscht der Geist Gottes, der alle Seelen liebt, jede auf seine Weise.
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Hl.Geistes. Amen.
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#12   Sinah   16:28:31 | Freitag, 5. Februar 2010
Hohl und belanglos!
@ ruhrgebietler
Einerlei! Seligpreisung hin, Seligpreisung her!
Es kommt die Zeit, wo alles verschwinden wird, ruhrgebietler, alles, weil völlig irrelevant. So wie diese Seligpreisungen gekommen sind, so schnell werden sie einmal verschwinden – für immer und alle unrechtmäßigen „Preisungen“ werden gegenstandslos. Glaube mir!
Für Gott ist nicht „unumkehrbar“ @ wickerl. Die Eile doch nur deswegen, weil man der schon längst fälligen Seligsprechung des großen und heiligmäßigen Papstes Pius XII. zuvorkommen will.
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#11   r.ruhrgebietler   15:54:09 | Freitag, 5. Februar 2010
heroischer Tugendgrad
ist hinsichtlich der ewig gültigen trid. Liturgie in keiner Weise feststellen!
ABER es lassen sich unzählige Liturgiemissbräcuhe aufzeigen – dies können dem (bestochenen??) Postulator nicht entgangen sein!
…dies sind die ganz offensichtlichen Dinge.
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#10   wickerl   15:30:50 | Freitag, 5. Februar 2010
„unumkehrbare Tatsachen“
Ich kann mir den Zirkus nur so erklären, dass man sich sehr schwer tut bei der Seligsprechung, mir kommt das alles sehr , sehr krampfhaft vor, insbesondere auch die Eile mit der das alles läuft, man will offenbar wieder „ unumkehrbare“ Tatsachen schaffen, ein Begriff den Kardinal Kasper sehr gerne verwendet, und auch von Papst Benedikt in der Synagoge verwendet wurde.
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#9   Goldengel   15:11:31 | Freitag, 5. Februar 2010
Christus spricht:
Du nennst mich gut, niemand ist hier gut, außer der Eine.
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#8   nuntius_veritatis †   15:01:19 | Freitag, 5. Februar 2010
Wie immer!
Trotz des offensichtlichen Vertrauensbruches bleibt alles beim Alten.
Kein Wunder, daß eine solch V2-typische Haltung von diesem dynamischen Portal gegeißelt wird.
Warum kommen in dem Artikel keine Homos vor? Und warum keine Juden? Es wird immer flacher :-|
Peccate fortiter!
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#7   hiti   14:49:06 | Freitag, 5. Februar 2010
Immer wieder Medugorie…
Treffend ist hier die Weissagung Simeons: Viele werden durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden.
Das scheint sich hier gegenwärtig fortzusetzen.
fg
Hiti
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#6   Sefirot   14:44:27 | Freitag, 5. Februar 2010
Der heroische Tugendgrad lässt sich
ganz bestimmt bei der Weihe der riesigen Kathedrale in der westafrikanischen Wüste, die immense Summen verschlungen haben soll, festmachen. Zu deren Weihe ist JP II eigens hingereist … o^/ o^/ o^/
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#5   Kraut   14:38:25 | Freitag, 5. Februar 2010
• Die Seligsprechung von Johannes Paul II. wird fallengelassen.
Hat da vielleicht die Vatikanische Schatzmeisterei mal die Rechnungen der Fluggesellschaften rausgekramt?
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#4   Johannes Paul I.   14:35:53 | Freitag, 5. Februar 2010
Heroischer Tugendgrad steht fest
Der Prozeß geht weiter, und es spricht gar nichts gegen einen erfolgreichen Abschluß des Verfahrens.
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#3   Sefirot   14:33:17 | Freitag, 5. Februar 2010
Es spricht wenig dafür, dass der Jet-Papst JP II
nach seinen unzähligen Weltreisen, jetzt auch noch
im Sturm die Ehre der Altäre in Empfang nehmen soll.
Rom ist sonst doch auch nicht so flink bei der Durchsetzung von Entscheidung.
Nicht umsonst heißt es: die Kirche denkt in Jahrhunderten und handelt in Jahrtausenden…!
Noch ist kein Wunder von JP II bekanntgeworden, das
seine Heiligsprechung rechtfertigen könnte…
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#2   Arkanum/kreuts.net †   14:32:00 | Freitag, 5. Februar 2010
nun ja,
für die nach seinem Tod verbreiteten Gerüchte kann er ja nichts. Das Problem liegt eher beim Postulator und dessen Agenda. :-|
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#1   r.ruhrgebietler   14:24:34 | Freitag, 5. Februar 2010
• Die Seligsprechung von Johannes Paul II. wird fallengelassen.
Gott sei Dank!
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