12:19:34 | Dienstag, 9. Februar 2010
Ohne die neokonservative Lügendecke, welche die Kirchenpolitik vor die Wahrheit stellt, wäre dieser unsägliche Skandal nie möglich gewesen.
(kreuz.net) Der Skandal-Gründer der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel († 2008), soll vor seinem
Tod weder um die Beichte gebeten, noch gebeichtet haben.
Das berichtete die spanische Webseite ‘periodistadigital.com’.
In den letzten zwei Jahren vor seinem Tod schien der Pater den Glauben verloren zu haben. Er betete nicht
mehr und zelebrierte nicht mehr die Heilige Messe.
Die Legionäre, die sich um ihn kümmerten, kamen
zum Schluß, daß er eine lebhafte Abscheu gegen die Religion empfand.
Er wünschte die Vergebung Gottes
nicht – oder glaubte nicht mehr daran.
Merkwürdige EreignisseDie Webseite erklärt, daß es im Leben
des Paters bereits im Jahr 1946 teuflische Phänomene gab.
Der Pater schlief damals nicht in einem Bett,
sondern in einem Sarg.
Eines Nachts sollen die Mitbewohner im Zimmer des Paters Lärm gehört haben.
Sie verschafften sich zutritt und sahen Feuerbälle, die im Zimmer herumschwirrten und dann verschwanden.
Ein anderes Mal sollen rasende Hunde erschienen sein, als sich Pater Maciel mit einigen Jugendlichen
in einer Sakristei befand.
Der Pater wies die Jugendlichen an, den Raum zu verlassen.
Danach verschwanden
auch die Hunde, obwohl die Türen geschlossen waren.
Ein weiteres Mal befand sich Pater Maciel in der
Kapelle. Weil dort Lärm zu hören war, öffneten Legionäre die Türe zum Gebetsraum.
Sie fanden die
Bänke zusammengezogen und ihren Gründer, der unter einer Bank lag.
Viele IdentitätenPater Maciel
trat während seines Lebens unter mindestens fünf verschiedenen Identitäten auf, die im Zusammenhang
mit verschiedenen Liebesgeschichten stehen.
Als Raúl Rivas war er der Geliebte von Norma Hilda und Vater
von Normita, die beide in Madrid leben.
Als Jaime Alberto González Ramírez konkubinierte er mit einer
Mexikanerin, die ihm in der südmexikanischen 350.000-Seelen-Stadt Cuernavaca drei Kinder gebar.
Ebenso
zeugte er einen Buben in England und ein Mädchen in der Schweiz.
Manchmal gab er sich auch als Juan
Rivas aus.
Sehnsucht nach der KonkubineSeine letzten Jahre verbrachte der Gründer in einem Chalet
der Legionäre in der 800.000-Seelen-Stadt Jackonsville im Norden des US-Bundesstaates Florida.
Im Sommer
2007 – sechs Monate vor seinem Tod – mußte er wegen einer schweren Erkrankung in Spitalpflege nach Miami
überführt werden.
Pater Maciel wurde von drei Priestern der Legion und einem weiblichen Mitglied der
Bewegung Regnum Christi begleitet.
Am zweiten Tag erschien seine spanische Konkubine mit der gemeinsamen
Tochter. Die beiden blieben mit dem Einverständnis von Pater Maciel an seinem Krankenbett.
Unter den
anwesenden Legionären sorgte das für große Empörung.
Als der Gründer wieder entlassen werden sollte,
erklärten die zwei Damen: „Pater, Sie müssen mit uns kommen.“
Pater Maciel erklärte, mit den zweien
bleiben zu wollen.
Die anwesenden Legionäre waren entsetzt. Sie alarmierten die römische Ordensleitung.
Diese schickte Pater Luis Garza, den dritten Mann des Institutes. Er traf schon nach kurzer Zeit in Miami
ein.
Nach Angaben von ‘periodistadigital.com’ setzte Pater Garza den Gründer unter Druck:
„Ich gebe
ihnen zwei Stunden, um mit uns zu kommen, oder ich rufe die Medien an, damit die ganze Welt erfährt,
wer Sie in Wahrheit sind.“
Ein schrecklicher TodBereits im Jahr 2003 mußte sich Pater Maciel einer
Herzoperation unterziehen.
Ab dem Jahr 2005 nahmen die Beschwerden zu. Nach Angaben der Legion zeigte
der Gründer die typischen Symptome eines fortgeschrittenen Alters.
In den letzten Monaten versagten
verschiedene wichtige Organe: „Er war ein altes Männchen“ – erklärte der Sprecher.
Am 30. Januar 2008
starb Pater Maciel in der Residenz der Legionäre in Jacksonville vermutlich an einem Herzversagen.
Die
Leiche wurde in seine Heimatstadt Cotija – einen verschlafenen Ort mit 12.000 Einwohnern im Südwesten
Mexikos – überführt.
Der Sarg wurde von dem gegenwärtigen Generaloberen der Legionäre Christi, Pater
Alvaro Corcuera, und von seiner rechten Hand, Pater Luis Garzia, empfangen.
Offenbar war auch ein Exorzist
anwesend.
Das Zeugnis jener, die den Pater in seinen letzten Augenblicken begleitet haben, waren nach
Angaben von ‘periodistadigital.com’ einhellig.
Er soll zuletzt nicht mehr an die göttliche Vergebung
geglaubt haben:
„Etwas Schreckliches geschah in dem Raum, in dem der Gründer der Legionäre starb“ –
erklärt die Webseite mit Bezug auf Augenzeugen.
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