13:42:51 | Freitag, 22. April 2005
Im umstrittenen Internet-Aktionshaus eBay sind gegenwärtig Angebote rund um Papst Benedikt XVI. hoch im Kurs. Zu ersteigern gibt es unter anderem Steine seines Geburtshauses und ein vollgeweintes Taschentuch. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
(kreuz.net) Schon wenige Stunden nach der Wahl des neuen Papstes wurden im umstrittenen Internet-Auktionshaus
eBay verschiedene Gegenstände angeboten, die mit Benedikt XVI. in Zusammenhang stehen. eBay führte erst
kürzlich eine bei einer
Papstmesse gestohlene konsekrierte Hostie im Sortiment.
Gegenwärtig gibt es
im Auktionshaus einen eigenen, mit „Habemus Papam“ beschriebenen Link. Dahinter verbergen sich über 600
verschiedene Artikel zur Papstwahl, unter anderem Kühlschrankmagnete mit dem Bild des neuen Pontifex.
Im Angebot befindet sich auch eine Benedikt-XVI-Kaffeekanne, sowie Aufkleber, T-Shirts und ähnliche Artikel.
Das Sortiment ist ständig im Wachsen. Zwischen Bildern, Büchern und Autogrammen des neuen Papstes findet
man im Internetauktionshaus auch ausgefallenere Objekte.
So versteigert ein offensichtlich sehr humorvoller
Bayer sein Taschentuch, das er bei der Verkündigung des neuen Papstes auf dem Petersplatz vollgeweint
habe. Die Tränen seien „original“ an der römischen Luft getrocknet, während die Fürstin Gloria von
Thurn und Taxis auf einem Mofa vorbeifuhr und der weiße Rauch aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle
die Wahl des neuen Papstes verkündet habe.
Der Verkäufer sieht sein Angebot nüchtern: „Wenn es keiner
haben will, verstehe ich es gut“. Es werde jedoch – so der lustige Bayer – so schnell keine derartige
Gelegenheit mehr geben: echte bayrische, anläßlich eines Habemus Papam vergossene Freudentränen. Sollte
sie keiner wollen, würden sie in weißem Rauch aufgehen.
Ein auf das Angebot angesprochener Römer fragte
sich, ob das ein typisches Beispiel des sprichwörtlichen deutschen Humors sei.
T-Shirts mit der Aufschrift
„Der Papst ist TOT – es lebe der RATZ“ sind ein anderes Beispiel dafür, daß man sich über Geschmäcker
und Geschmacklosigkeiten nicht streiten sollte. Der oben erwähnte Römer wurde jedenfalls nicht mehr
angefragt.
Zu kaufen gibt es auch Steine vom Geburtshaus des neuen Papstes, das in Oberbayern, in Markl
am Inn, steht. Sollten sie sich zum Kassenschlager entwickeln, wäre es um das Gebäude bald einmal geschehen.
Ein ganz Lustiger könnte dann das Regenwasser, welches den Boden des ehemaligen Ratzinger-Hauses berührt,
in Flaschen abgepackt auf den Markt werfen.
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