Rahner zwischen Sein und Wollen
Vor rund einem Jahr stand der damalige Kardinal Ratzinger einem Wiener Radio Rede und Antwort. Anlaß für das Interview war das 20. Todesjahr des berühmten Theologen Karl Rahner SJ: „Er war kein Häretiker.“
(kreuz.net, Wien) Anläßlich des 20. Todesjahres von Karl Rahner SJ († 1984) interviewte das Wiener ‘Radio
Stephansdom’ den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger. Das Interview
wurde Ende März letzten Jahres ausgestrahlt.Er sei „kein direkter ‘Rahnerianer’“, erklärte der damalige Präfekt der Glaubenskongregation im Interview. Dennoch anerkannte er Karl Rahner als „eine große Gestalt der katholischen Theologie“.
„Ich habe Karl Rahner 1956 kennen gelernt. Irgendwie sind wir uns immer wieder begegnet, wissend um die Unterschiedlichkeit der Ansätze, aber auch um die Gemeinsamkeit des tieferen Wollens“, erinnert sich Kardinal Ratzinger. Er habe von Rahner „den Willen gelernt, Theologie in der Verankerung des Glaubens zu leben und gerade so aus der Dynamik des Glaubens weiter zu öffnen“.
„Man muß Rahner in der Ganzheit seines Wollens und Denkens begreifen und schlichtweg erkennen, daß es sein Wille war, nicht gegen den Glauben der Kirche zu verstoßen“.

Natürlich könne man Elemente isolieren, Falsches von Rahner ableiten und die kritischen Momente seines Lebens einseitig in den Vordergrund stellen und Affekte nähren, die nicht positiv seien.“
Aber der ganze Rahner sei eben komplex und am Ende sei die Liebe zur Kirche, der Wille Jesuit zu sein und im ursprünglichen Sinn des Wortes in der Gesellschaft Jesu zu stehen, zu leben und zu denken und so der Kirche zu dienen, das eigentlich Bestimmende gewesen“ – so der damalige Kardinal Ratzinger.
Sämtliche Artikel weiterlesenWeiterlesen:
Samstag, 23. April 2005 07:33
Konrad: Rahner
Man muss ihn nicht einer formellen Häresie bezichtigen, aber H. Vogel hat in seinem Werk „Rahner im Kreuzverhör“ knapp und schlüssig nachgewiesen, dass Rahners Theologie den katholischen Glauben nicht erreicht und nicht zum Ausdruck bringt. Subjektive jesuitische Frömmigkeit ist bei ihm vorhanden, objektiv hängt seinem Schrifttum ein Mangel an, der ihn für künftige Theologenerziehung disqualifiziert.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





