Inquisitorischer Blick auf die Inquisition + Bischofskonferenz ohne Krenn + Homosexuelle belagern Bischöfe + Säkularer Nachruf auf Michael Davies + Bush-Wählerin im BH
Inquisitorischer Blick auf die Inquisition
Vatikan. Vertreter der Glaubenskongregation, des italienischen
Kulturministeriums und des Studienzentrums zur Erforschung der Inquisition der Universität von Triest
wollen zusammenarbeiten, um die historischen Dokumente über die Römische Inquisition in und außerhalb
von Italien zu sichten. Das Mammutprojekt betrifft auch die Aktivitäten der Spanischen Inquisition auf
italienischem Boden sowie vom Staat geführte Häretiker- und Hexenprozesse und andere Verhandlungen im
Zusammenhang mit Vergehen gegen den Glauben. Obwohl die historische Faktenlage zur Inquisition bis zum
heutigen Tag nicht ausgewertet ist, werden vor allem in antikirchlichen Kreisen Schwarze Legenden und
Verschwörungstheorien zur Inquisition am Leben erhalten. Die Inquisition (wörtlich: Untersuchung) war
eine kirchliche Gerichtsbarkeit, die sich um die Aufdeckung und Ahndung von Vergehen gegen den Glauben
bemühte.
Österreichische Bischofskonferenz ohne Krenn
Österreich. Nach einem Bericht des Österreichischen
Rundfunks „ORF“ sind Christoph Kardinal Schönborn und Erzbischof Kothgasser über die neue Zusammensetzung
der österreichischen Bischofskonferenz erfreut. Seit dem Ausscheiden des St. Pöltner Altbischofs Kurt
Krenn würden Meinungsverschiedenheiten nicht mehr so „kämpferisch“ ausgetragen. Während manche Mitglieder
der Bischofskonferenz wegen drohender Einwürfe Krenns früher mehr Zurückhaltung gezeigt hätten, sei
jetzt ein offenerer Dialog möglich. Auch die Wahrscheinlichkeit einstimmiger Beschlüsse sei deutlich
gestiegen.
Homosexuelle belagern Bischöfe
USA. Einige Homosexuelle belagerten gestern abend die bischöflichen
Hofburgen in elf wichtigen amerikanischen Städten, weil die Bischöfe angeblich das Gespräch mit Homosexuellenlobbyisten
verweigerten. Bibelsprüche mit der Forderungen nach mehr Toleranz begleiteten die Protestaktionen. Der
Erzbischof von Atlanta, John Francis Donoghue (76), hatte Homosexualität als Sünde bezeichnet und die
Gläubigen aufgefordert für einen Zusatzartikel zur Verfassung zu stimmen, der die Homo-Ehe verbieten
soll. Insgesamt 11 Bundesstaaten stimmten letzte Woche für diesen Zusatz.
„The Times“: Nachruf auf den
verstorbenen Ehrenpräsidenten von Una Voce
Großbritannien. In ihrer gestrigen Ausgabe veröffentlichte
die englische Tageszeitung „The Times“ einen Nachruf auf den am 25. September an einer Herzattacke verstorbenen
Michael Davies. Davies wurde wegen zahlreicher Publikationen zur Geschichte und Gegenwart der Römischen
Liturgie weltbekannt. Er war der Ehrenpräsident der Una Voce Bewegung, die sich seit der Einführung
des „Neuen Ritus“ in den späten Sechzigerjahren für die Erhaltung der klassischen Römischen Liturgie
einsetzt. Das Leben des mit 68 Jahren Verstorbenen wird von „The Times“ in knapp 300 Wörtern ideologisch
(nur) leicht gefärbt dargestellt. Davies’ scharfe und überzeugende Argumente werden ebenso hervorgehoben
wie seine Präferenz für die tridentinische Messe.
USA: Bush-Wählerin im BH
USA. Bei der Stimmabgabe
anläßlich der letzten Präsidentschaftswahlen in den USA ist die 38 jährige Kosmetikerin Debbie Dupeire
mit einem Pro-Bush-T-Shirt angetreten. Frau Dupeire hatte die Wahlzone bereits betreten, als ihr ein Wahlhelfer
die Gesetzwidrigkeit ihrer Bekleidung erklärte. Nach US-amerikanischem Recht dürfen im Umkreis von ungefähr
15 Metern um die Wahlurnen weder Namen noch Bilder der Präsidentschaftskandidaten gezeigt werden. Die
Frau entledigte sich kurzerhand ihres T-Shirts und wählte in der Unterwäsche.
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