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Samstag, 23. April 2005 18:47
Der vierte Tag im Leben des Papstes
Mit Spannung erwarten die Medien die erste Pressekonferenz des neuen Papstes. Inzwischen bereitet sich die Ewige Stadt auf den Pilgerstrom zur Amseinführung von Benedikt XVI. vor.

„Da hat er sich sehr gefreut“
Letzte Aktualisierung: 18.08 Uhr
18.08 – „Da hat er sich sehr gefreut“

‘Radio Vatikan’ fragte Karl Kardinal Lehmann über sein erstes Gespräch mit Papst Benedikt XVI. „Ich habe ihm erst von Menschen, die er sehr genau kennt und von denen er zum Teil sogar Taufpate ist, Grüße ausrichten lassen. Da hat er sich sehr gefreut“, erzählt Kardinal Lehmann: „Dann hat er mir gesagt, paß auf deine Gesundheit auf, wir brauchen dich noch. Ich habe gesagt: ‘Du mußt noch mehr aufpassen als ich. Wir brauchen dich noch dringlicher.’ Und dann sagt er, es wird die Zeit geben, in der wir ein bißchen ausführlicher reden können.“

17.05 – Warum Bartholomäus I. morgen nicht in Rom sein wird

Der ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., wird morgen bei der Inthronisationsmesse von Papst Benedikt XVI. nicht dabei sein, weil der morgige Sonntag mit dem diesjährigen orthodoxen Palmsonntag zusammenfällt.

16.02 – Der Briefkasten ist übervoll

Papst Benedikt XVI. bekam in den letzten beiden Tagen 60 Millionen Emails. Die Zuschriften kommen aus der ganzen Welt. Mehr als 50 Prozent der Post ist auf Englisch geschrieben. Erreichbar ist der Papst unter benediktxvi@vatican.va.

15.11 – Kardinal Lehmann weiß von nichts

Kardinal Karl Lehmann weist Spekulationen zurück, wonach ihn Papst Benedikt XVI. in die römische Kurie berufen wolle. Er wisse nichts von einer Bestellung nach Rom. „Ja ich weiß gar nicht woher die Leute sich das aus den Fingern saugen. Denn ich weiß überhabt nichts davon.“ Die Bild-Zeitung hat heute morgen das Gerücht in die Welt gesetzt, der Heilige Vater habe den Mainzer Kardinal gebeten, als Kurienmitarbeiter nach Rom zu kommen.

13.21 – Noch viel Altes im neuen Papst?

Der Limburger Bischof Dr. Franz Kamphaus sprach am Freitag im Rahmen einer Pfarrvisitation mit Jugendlichen. Dabei erklärte der Bischof über den neuen Papst: „Er hat uns Studenten 1964 immer ganz brühwarm das Neueste vom Vatikanischen Konzil erzählt. Die größten Hörsäle waren rappelvoll und er riß uns alle buchstäblich von den Stühlen.“ Papst Benedikt XVI. sei damals ein „offener Mensch gewesen, der mit viel Gnade sein Wissen verständlich rüber bringen konnte.“ Die Studentenrevolution von 1968 hätte seine weitere Entwicklung geprägt. Er sei zu einem Skeptiker gegenüber den Menschen und neueren Entwicklungen geworden. „Ich habe ihn oft nicht mehr verstanden und das hat mich traurig gemacht“, gestand Bischof Kamphaus. Er hoffe, „daß noch viel von den früheren Zeiten im neuen Papst drinsteckt und wieder durchkommt“.

11.59 – „Auch in der Öffentlichkeit ist er er selber“

So hat der Pressesprecher des Vatikan, Joaquin Navarro Valls, die Begegnung von Benedikt XVI. mit den ungefähr 4.000 Journalisten und ihren Familien beschrieben. Mehr als den direkten Kontakt mit der Menge, dem sich Johannes Paul II. nicht zu entziehen pflegte, scheint der neue Papst eine intellektuelle Übereinstimmung zu suchen: „Er ist sehr menschlich und besitzt ein tiefes Denken“, sagte Navarro Valls. Er tröstete auch die spanischsprechenden Journalisten, die der Papst heute „vergessen“ hat: „Nächstes Mal wird er auf Spanisch sprechen. Heute wollte er die Begegnung nicht in die Länge ziehen.“

11.18 – Vater Unser und Segen

Papst Benedikt XVI. warnt am Ende der Pressekonferenz den Respekt vor der Würde des Menschen und die Verpflichtung gegenüber der Wahrheit ein. Die Audienz für die Journalisten endet mit einem Vater Unser und dem päpstlichen Segen.

11.15 – Dank an die Journalisten

Papst Benedikt XVI. bedankt sich bei den Journalisten, die bei der Pressekonferenz im Vatikan anwesend sind, für ihren Besuch in Rom. Besonders bedanke er sich für den Dienst, den die Medien dem Heiligen Stuhl und der katholischen Kirche in diesen Tagen und den vergangenen Wochen leisteten, erklärte der Heilige Vater. Der Papst spricht auf Italienisch, Englisch, Französisch und „in meiner Sprache“ – Deutsch.

11.02 – Applaus der Journalisten

Mit begeistertem Applaus begrüßen die in Rom versammelten Journalisten Papst Benedikt XVI. Derzeit läuft im Vatikan die erste Pressekonferenz mit dem neuen Heiligen Vater in der Audienzhalle, die nach Papst Paul VI. benannt ist.

09.11 – Wird der Bischof von Mainz Kurienkardinal?

Die deutsche Bild-Zeitung wirft Spekulationen auf, wonach der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, in die römische Kurie berufen werden soll. Das Boulevardblatt sützt sich bei seinen Behauptungen auf „Kirchenkreise“. Lehmann galt in der Vergangenheit als großer Kritiker des gegenwärtigen Papstes. Zuletzt hat er sich in einem Interview durch Lobeshymnen auf den Heiligen Vater hervorgetan.

08.36- Schocktherapie?

Italien. Die Turiner Zeitung ‘La Stampa’ weiß in ihrer Freitagsausgabe, daß die Kardinäle vor dem Konklave durch einen Bericht geschockt worden seien. „Ein geheimes, aber sehr detailreiches Dokument über die Lage der Kirche und besonders über die Lage in der Kirche kursierte in letzter Zeit unter den Kardinälen“, schrieb ‘La Stampa’. Dieses Dokument habe die Wahl von Kardinal Ratzinger „indirekt“ begünstigt. „Als ich den Bericht las, habe ich die Hand ans Herz gehalten aus Angst, es könne aufhören zu schlagen“, zitiert ‘La Stampa’ einen Kardinal, der ungenannt bleiben wollte.

08.32 – Sonderstempel der italienischen Post

Anläßlich der Inthronisierung von Papst Benedikt XVI. verwendet die italienische Post morgen Sonntag einen Sonderstempel. Der Stempel wird auf alle Post gedrückt, die am 24. April im Büro der italienischen Post beim Petersplatz aufgegeben wird. Er zeigt das Bild von Benedikt XVI. in päpstlichen Gewändern und mit erhobenen Armen. Die Aktion ist natürlich auch ein Versuch, die unweit gelegene vatikanische Post zu konkurrenzieren.

08.21 – Papst Benedikt XVI-Teddybär

Deutschland. Der Bayrische Papst inspiriert den Geschäftssinn seiner bayerischen Landsleute gewaltig. Eine Firma in Coburg bietet schon vier Tage nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. einen Plüschteddybar im Papstornat zum Verkauf an. Auf den Füßen des Stofftieres steht: „Joseph Kardinal Ratzinger“ sowie „Papst Benedikt XVI 19. April 2005“. Wer sich einen Papstteddybär um schlappe 160 Euro sichern will, muß schnell handeln. Verkauft werden nämlich nur 265 Stück – so viele, wie es in der Kirchengeschichte Päpste gab.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 16 Lesermeinungen:
Mittwoch, 27. April 2005 08:00
Ist diese Äußerung ernsthaft einer Mitschwester wüdig?
Ich erbitte Wahrhaftigkeit um Gottes Willen und Gnate und Barmhersigkeit udn Wollgefallen.
Ameen!
Dienstag, 26. April 2005 22:13
Filia Stephania †: Lehmanns Erhöhung
„Beobsachterin“ wusste, dass Herr Hohl-Kohl für die Ernennung des Erzbischofs Lehmann zum Kardinal zuständig war.
Ja, ich glaube, seine Schwarze Kasse war stark genug, ein paar Millionen nach Rom bringen zu lassen.

Ehre – wem Ehre gebührt! Geld – wen Geld verführt.

Amen! Halleluja!

Filia Stephania – Eure Schwester der Armen Dienern vom Geist –
Sonntag, 24. April 2005 20:30
franco.felice: „Nach Rom?“ – Tannhäuser ward vergeben, aber dein Stab, Eminenz, wird nicht mehr grün!
Bei aller Polemik um Kardinal Lehmann: Dr. Spiegel sandte eine Antwort, in der er sich explizit berief, mit „Kalleh“ einen „Handel“ (also ein Konkordat über den Kopf der Christen hinweg) abgeschlossen zu haben, nach dem nicht „relativiert“ werden dürfe. Er meinte ausdrücklich den Holocaust, die Vernichtung von Menschenleben, die mit anderer, späterer Vernichtung menschlichen Lebens, wie eben die Abtreibung, nicht in einen Bezug zu stellen sei. Je mehr Kardinal Lehmann stillhielt, um so mehr trumpfte Spiegel auf, und erklärte schließlich sogar Papst Johannes Paul II. sinngemäß für begriffsstutzig ( … „ Der Papst kann nicht verstehen …“!)

Wenn dieses Konkordat de facto geschlossen wurde, wer möchte solch „Schilfrohr“ in der Nähe von Paps Benedikt XVI. sehen. Wird unser neuer Papst als nächstes dann den Küng holen?
Sonntag, 24. April 2005 10:14
Beobachterin: Kardinal Lehmann
Soweit mir bekannt ist, wurde Kardinal Lehmann – nachdem die alljährliche Ernennung der Kardinäle schon abgeschlossen war – wahrscheinlich der Unauffälligkeit halber zusammen mit einem zweiten Kandidaten – „nachernannt“ und zwar nicht auf Fürsprache des damaligen Kardinals Ratzinger, sondern auf Fürsprache des Alt-Bundeskanzlers Kohl.
Sonntag, 24. April 2005 08:48
lexus †: @ Marcel
Sobald Sie einmal zu der Erkenntnis gekommen sind…

Das habe wir schon hinter uns.
Es ist nicht so schmerzhaft, wie ihr euch das vorstellt. :))))))))
Samstag, 23. April 2005 20:56
Catholicus: @Paul Mayer
Liebe Frau „Mayer“,
die Frage ist, ob wir, um wirklich katholisch sein zu können, die gegen den Willen des Papstes erfolgten Bischofsweihen von Erzbischof Lefebvre gebraucht haben oder ob es nicht doch einfach genügt, in Einheit mit den Päpsten aller Zeit (und daher auch mit den unmittelbar vergangenen und dem jetzigen) am Glauben der Kirche treu festzuhalten. EB Lefebvre hat viel Gutes getan, aber er hat sich „verrannt“, als er meinte, sich in der Ablehnung des 2. Vatikanischen Konzils und in der Eigenmächtigkeit von Bischofsweihen gegen das päpstliche Lehr- und Hirtenamt stellen zu müssen.
Gottes Segen und freundliche Grüße!
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