15:20:04 | Dienstag, 23. Februar 2010
Heute wird sie fünfzig Jahre alt: „Früher habe man über die harmlosen Fastengebote der Kirche gelacht. Heute bringen die Menschen für den Körperkult viel härtere Opfer.“

Prinzessin Alessandra Borghese neben Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.
© Angelika Lukesch, Marianische
Frauencongregation(kreuz.net) Am heutigen Tag feiert die Regensburger Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ihren fünfzigsten
Geburtstag.
Die Adlige befindet sich gegenwärtig – wie während der übrigen kalten Wintermonate – in
Kenia, wo sie ein Haus besitzt. Dort feiert sie im kleinen Kreis mit Freunden und der Familie.
Eine Geburtstagsfeier
in Regensburg wird später nachgeholt.
Zuerst wollte Fürstin Gloria zu dem Fest keine Interviews geben,
weil sie über ihren Geburtstag nichts zu sagen habe.
Doch nach der Vermittlung eines Freundes, Prälat
Wilhelm Imkamp von Maria Vesperbild, sprach sie mit der Regionalzeitung ‘Augsburger Allgemeine’.
Sie
legte dabei auch Zeugnis für ihren Glauben ab: „Religion gibt mir Heimat, einen sehr schönen Rahmen,
in dem ich mich frei bewegen kann.
Gott gibt mir das Gefühl, geborgen und geliebt zu sein. Ich habe
einen Vater im Himmel. Er gibt mir die Zuversicht, ein Kind Gottes zu sein.“
Kinderersatz: Die Erwachsenen
benehmen sich wie KinderDie Frage, ob sie Angst vor dem Altern habe, verneint die Fürstin:
„ Älter
werden passiert einfach.“
Auch vor Krankheiten fürchtet sie sich nicht.
Man könne auch damit gut leben –
meint sie: „Ich habe es aus der Nähe miterlebt. Selbst Krebskranke können ein würdiges Dasein führen.“
Die Fürstin erzählt, daß sie unlängst mit Neffen und Nichten den Vergnügungspark ‘Disney World’
in Paris besuchte:
„Da waren in der Mehrzahl Leute zwischen 35 und 50. In einem Karussell hatten die
meisten Glatze und die anderen erwachsenen Männer Baseballmützen. Das ist schon komisch.“
Die Leute
kleideten sich wie Kinder – stellt Fürstin Gloria fest: „Wenn erwachsene Männer mit Baseballmütze herumlaufen,
muß ich darüber lachen.“
Auf die Frage, warum es so wenig Kinder gibt, meint sie: „Sie werden umgebracht.
Babys werden abgetrieben.“
Wut empfindet die Fürstin darüber keine:
„ Die Dinge werden sich auch wieder
ändern, bevor die Menschheit ausstirbt.“
Sie hat lange zu Gott gebetet, daß er ihr innerliche Ruhe
schenkt: „Ich bin ausgeglichener geworden. Vieles tangiert mich nicht mehr. Gleichmut ist etwas sehr Schönes.“
Gottesglaube statt SchönheitswahnDie Frage, ob sie ins Fitneß-Studio geht, verneint die Fürstin:
„ Was soll ich mich denn quälen, noch sehe ich doch ganz gut aus.“
Das liege an ihren Genen – vermutet
die katholische Adelige: „Meine achtzigjährige Mutter ist trotz ihres Alters sehr attraktiv.“
Die Fürstin
bedauert den heutigen Kult der Schönheit und Jugend.
Dafür würden heute große Opfer gebracht:
„Früher
lachten sie über die katholische Kirche, deren Lehre fordert, an Freitagen kein Fleisch zu essen und
einige Wochen im Jahr zu fasten.
Doch heute sieht man, wie opferbereit die Menschen sind, denn der Körperkult
fordert viel härtere Opfer. Die verzichten das ganze Jahr über auf jeglichen Genuß, nur um schlank
zu bleiben.“
Fürstin Gloria treibt selber gerne Sport:
„Aber ein Arzt sagte mir einmal: Zählt man
die mit Dauerlauf oder im Fitnesscenter verbrachten Stunden zusammen, müßte man diese eigentlich von
der Lebenszeit wieder abziehen, denn mit Lebensqualität hat das gar nichts zu tun – abgesehen von den
kaputten Gelenken.“
Zum Geburtstag würde sich Fürstin Gloria ein glückliches Leben für ihre Kinder
wünschen.
Sie selber hat nichts Bestimmtes vor: „Ich nehme die kommenden Herausforderungen an und warte,
was mir das Leben noch vor die Füße spült.“
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sca 17:59:20 | Dienstag, 23. Februar 2010