09:51:25 | Mittwoch, 3. März 2010
In der Erzdiözese München und Freising ist im nachhinein ein angeblicher Mißbrauchsfall bekannt geworden, der einen bereits aus der Seelsorge entfernten indischen Zivilpater betrifft.

Der indische Zivilgeistliche Pater Shaju auf der Webseite ‘merkur-online.de’
(kreuz.net) In der Pfarrei Sankt Magdalena in Fürstenfeldbruck in der Erzdiözese München und Freising
soll es vor einigen Jahren zu einem bisher nicht bekannten sexuellen Mißbrauch an zwei Mädchen gekommen
sein.
Das berichtete die Tageszeitung ‘Merkur’ gestern in ihrer Online-Ausgabe in einem offenbar gezielt
irreführenden Artikel.
Der Tat verdächtigt ist der indische Zivilgeistliche, Pater Shaju, der bereits
im Jahr 2005 in seine indische Heimat zurückkehren mußte.
Er war in Deutschland nach Angaben der Zeitung
„überaus beliebt“.
Der Zivilpater war zuletzt in Fürstenfeldbruck tätig.
Dem dortigen Pfarrer, Hw.
Michael Bayer, kamen Mißbrauchs-Gerüchte erst in den letzten Wochen zu Ohren. Er informierte deshalb
das Regionalteam Nord des Erzbistums München-Freising.
Ende letzter Woche vertrauten sich ihm zwei Elternpaare
an. Sofort wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
In einer Stellungnahme wälzt sich Pfarrer Bayer
in Eskalations-Vokabular: „Ich bin zutiefst betroffen und voll Scham“ – erklärte er:
„Ich bin sehr traurig,
ich fühle mit den Kindern und ihren Eltern den ganzen Schmerz, die tiefe Scham und hilflose Wut darüber
mit.“
Über die mörderische Kinderabtreibung hat der Geistliche in der Vergangenheit nie solche Worte
gefunden.
Der Deutschland-Aufenthalt des Zivilpaters kam im Juni 2005 zu einem Ende. Damals wurde bekannt,
daß er zwei Jahre zuvor in einer anderen Pfarrei ein damals 13jähriges Mädchen, das für ihn schwärmte,
sexuell mißbraucht und genötigt hatte.
Worin seine Schandtaten bestanden, wurde nicht bekannt.
Pater
Shaju war zu diesem Zeitpunkt bereits fast zwei Jahre aufgrund eines turnusmäßigen Wechsels in Fürstenfeldbruck.
Wie andere indische Patres war er dort, um Deutsch zu lernen.
Das Ordinariat reagierte prompt. Dem Pater
wurden Kontakte mit Kindern und Jugendlichen sowie Hausbesuche verboten.
Im November 2005 wurde er wegen
mehrfacher Nötigung und sexuellen Mißbrauchs zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten
sowie einer Geldbuße verurteilt.
Drei Monate vor dem offiziellen Ende seines Aufenthalts mußte er auch
nach Indien zurückkehren.
Das Ordinariat informierte seinen Ordensoberen über die Vorfälle.
In Sankt
Magdalena hat der Zivilpater Geld für Tsunami-Opfer gesammelt und war dort sehr populär.
Er erhielt
einen großen Abschiedsgottesdienst. Der Gemeinde wurde nicht mitgeteilt, warum der Priester in seine
Heimat zurückkehrte.
Es ist nicht davon auszugehen, daß der sich in Indien aufhaltende Zivilpater wegen
der Vorwürfe gegen ihn vor der deutschen Justiz verantworten muß.
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Lycobates 14:28:46 | Mittwoch, 3. März 2010
#23
Regina 1961 14:09:16 | Mittwoch, 3. März 2010
#22
Alois Bischof 13:50:19 | Mittwoch, 3. März 2010
#21
Lycobates 13:30:33 | Mittwoch, 3. März 2010
#20
Regina 1961 13:21:48 | Mittwoch, 3. März 2010
#19
Marsilius Ficinus 12:18:00 | Mittwoch, 3. März 2010
#18
Lycobates 12:17:35 | Mittwoch, 3. März 2010
#17
r.ruhrgebietler 12:02:53 | Mittwoch, 3. März 2010
#16
Brandenburgis 12:01:32 | Mittwoch, 3. März 2010
#15
joberens 11:50:25 | Mittwoch, 3. März 2010
#14
Gotthard 11:48:08 | Mittwoch, 3. März 2010
#13
Regina 1961 11:47:06 | Mittwoch, 3. März 2010
#12
Marsilius Ficinus 11:41:15 | Mittwoch, 3. März 2010
#11
Brandenburgis 11:30:10 | Mittwoch, 3. März 2010
#10
clarissa colonia 11:17:19 | Mittwoch, 3. März 2010
#8
Genoveva 10:37:06 | Mittwoch, 3. März 2010
#7
Schlaflos 10:32:35 | Mittwoch, 3. März 2010
#6
r.ruhrgebietler 10:30:27 | Mittwoch, 3. März 2010
#5
joberens 10:20:44 | Mittwoch, 3. März 2010
#3
Freinsberg 10:06:37 | Mittwoch, 3. März 2010
#1
engelhardt † 10:01:55 | Mittwoch, 3. März 2010