13:03:07 | Mittwoch, 3. März 2010
Im März 1993 wurde er als Nuntius in die Schweiz geschickt, um den damaligen Bischof Wolfgang Haas von Chur zu entsorgen. Jetzt hat er gegen den Papst losgelegt.
(kreuz.net) Der aus Deutschland stammende altliberale Erzbischof Karl-Josef Rauber (75) war bis im Sommer
2009 Apostolischer Nuntius in Belgien und Luxemburg.
Unter Papst Johannes Paul II. machte er eine steile
Karriere. So war er in den frühen 90er Jahren Präsident der Päpstlichen ‘Kirchlichen Akademie’ in Rom.
Es handelt sich um die römische Ausbildungsstätte für zukünftige Vatikan-Diplomaten und Nuntien.
Inzwischen lebt Mons. Rauber bei den Schönstätter Marienschwestern auf der Liebfrauenhöhe in der Gemeinde
Rottenburg-Ergenzingen im Ruhestand.
Schon damals „zu konservativ“Jetzt hat der Ex-Nuntius in einem
Interview mit dem in Bologna erscheinenden italienischen Zweiwochen-Magazin ‘Il Regno’ einen scharfen
Angriff gegen Papst Benedikt XVI. geritten.
‘Il Regno’ gilt als Sprachrohr des italienischen Altliberalismus.
Nach Ansicht von Mons. Rauber geriet der gegenwärtige Papst schon als Professor in Regensburg auf eine
„zu konservative“ Bahn.
Der damalige Hw. Ratzinger unterrichtete von 1969 bis 1977 an der Regensburger
Universität.
Nur viermal?Nach Angaben von Mons. Rauber verschlimmerten sich die Dinge, in den Jahren
1993 bis 1997 als der Erzbischof Nuntius in der Schweiz war.
Mons. Rauber war von Papst Johannes Paul
II. damit beauftragt, den damaligen katholischen Bischof Wolfgang Haas von Chur zu entsorgen.
Kaum in
der Schweiz angekommen, warf er sich auf die Seite der antikirchlichen Kräfte und begann, seine Intrigen
gegen den Bischof zu spinnen, der eine Rückkehr seines abgewirtschafteten Bistums zur katholischen Normalität
anstrebte.
Vor ‘Il Regno’ jammert Mons. Rauber, daß der damalige Kardinal Joseph Ratzinger ihn als Präfekt
der Glaubenskongregation „viermal“ beim Vatikanischen Staatssekretariat gemeldet habe, weil Nuntius Rauber
in den Medien gegen den Zölibat und gegen Bischof Haas aufgetreten war.
Keine Freude am neuen Erzbischof
von BrüsselKeine Freude hat der altliberale Ex-Nuntius erwartungsgemäß an der Ernennung von Mons.
André Léonard zum neuen Erzbischofs von Mecheln- Brüssel.
Mons. Léonard folgt auf den altliberalen
Kardinal Godfried Danneels, der die belgische Kirche während seiner Amtszeit in Schutt und Asche gelegt
hat.
Mons. Rauber plaudert offen aus, daß Mons. Léonard nicht auf den Dreierlisten stand, die er als
Belgischer Nuntius nach Rom schickte.
Der Erzbischof glaubte, daß Mons. Léonard für Brüssel nicht
„ganz geeignet“ sei. Er hätte als Nachfolger von Kardinal Danneels lieber einen der beiden altliberalen
Weihbischöfe von Brüssel gesehen.
Doch „oben“ habe man es anders gewollt.
Der italienische Vatikanist
Sandro Magister deutet die Aussage des emeritierten Nuntius aus:
„Mit anderen Worten: Es war Benedikt
XVI. persönlich, der sich durchgesetzt und Mons. Léonard beförderte, unbeschadet der Tatsache, daß
er vielen nicht genehm ist – der König von Belgien eingeschlossen.“
Im Belgien wäre Mons. Rauber fast
zur persona non grata erklärt worden, nachdem eine mediale Hetzkampagne gegen den Papst lanciert worden
war, der während seiner Afrika-Reise eine
sehr allgemeine Kritik gegen die
mörderischen Kondome geäußert
hatte.
In dem Interview läßt Mons. Rauber nicht durchblicken, ob er damals auf der Seite des Papstes
stand oder nicht.
Nuntius des kirchlichen NiedergangesDer Ex-Nuntius beklagte sich über den ehemaligen
altliberalen Staatssekretär Angelo Kardinal Sodano, der sein direkter Vorgesetzter war. Unter ihm habe
er ein schweres Leben gehabt.
Als Nuntius in der Schweiz stellte er sich offen gegen Bischof Haas von
Chur und paktierte mit dessen Intimfeinden.
Deshalb sei er von Kardinal Sodano bestraft und als Nuntius
nach Ungarn geschickt worden.
Doch diese Version kann nicht der Wahrheit entsprechen.
Denn Mons. Rauber
wurde Ende April 1997 versetzt. Noch im gleichen Jahr – Anfang Dezember – wurde Bischof Haas von dem altliberalen
römischen Staatssekretariat unter Johannes Paul II. in die Wüste geschickt.
Mons. Rauber gibt auch
Fehler zu. So ernannte er in der Schweiz den altliberalen Hans-Jörg Vogel (58) zum Krawattenbischof von
Basel und in Ungarn den altliberalen Tamás Szabó (53) zum Militärbischof.
Beide brannten kurze Zeit
später mit einer Kebse durch.
Dafür lobt er Vogels Nachfolger, Bischof Kurt Koch, den er gegen Widerstände
in Rom habe durchsetzen können.
Er habe sich als „hervorragende Person“ herausgestellt. In Wahrheit
wirkt Mons. Koch in seiner Diözese als Erhalter des sterilen altliberalen Systems.
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