22:58:11 | Donnerstag, 4. März 2010
Jüngste Erklärungen über den Gründer der Legionäre Christi sind eine Inszenierung von Erpressern, die nicht an ein gewünschtes Lösegeld von 26 Millionen US-Dollars herangekommen sind.

Die offizielle Stellungnahme der ‘Legionäre Christi’ auf ihrer Webseite
(kreuz.net) Heute haben die beiden Mexikaner José Raúl und Omar Lara Gutiérrez vor einem Radiosender
schwere Anschuldigungen gegen den verstorbenen Gründer der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel,
vorgebracht.
Um die Wirkung ihrer Aussagen zu verbessern, wurde die Radiosendung auch gefilmt und als
Video verbreitet.
José Raúl behauptet von sich, ein Sohn des Ordensgründers zu sein, der von ihm in
seiner Kindheit angeblich mißbraucht wurde.
Omar stellte sich als Halbbruder von José Raúl vor, der
von Pater Maciel angeblich adoptiert und auch mißbraucht wurde.
Es geht mehr um Geld als um Mißbräuche
Noch im Januar hat José Raúl versucht, von den Legionären Christi ein Schweigegeld von 26 Millionen
US-Dollar zu erpressen.
Das geht aus einem Brief hervor, den Pater Carlos Skertchly von der Generalleitung
der Legionäre Christi am 12. Januar an José Raúl González Lara schrieb.
Der Brief wurde heute als
Reaktion auf die Radiosendung auf der Webseite der Legionäre veröffentlicht.
Pater Skertchly erwähnt
in den Schreiben ein einstündiges Treffen mit José Raúl González Lara, das am 6. Januar in der von
den Legionären geführten Anáhuac University North stattfand.
Anáhuac University North ist eine elitäre
Privatuniversität in Mexico City, die im Jahr 1964 von den Legionären Christi gegründet wurde.
Während
dieses Treffens forderte González von der Legion satte sechs Millionen Dollar, die sein Vater ihm mündlich
als Nachlaß versprochen habe.
Er verlangte weitere zwanzig Millionen Dollar als Schmerzensgeld für
seine angeblichen Leiden.
Am Nachmittag des 8. Januars erhielt Pater Skertchly von González einen Telefonanruf,
in dem er seine Forderung bekräftigte und unterstrich, daß „ich über die Wahrheit schweigen werde,
wenn Ihr mir das Geld gebt“.
González gab der Legion eine Frist bis zum 13. Januar.
NiemalsIn dem
Brief vom 12. Januar antwortet Pater Skertchly auf die Forderungen:
„1. Wie ich bei unserem Treffen und
am Telephon gesagt habe, wollen wir Deine Situation verstehen. Wir wollen versuchen, Licht auf die vorliegenden,
immer noch obskuren Aspekte zu werfen, die Wahrheit suchen und mit den Leuten in Kontakt treten.
Deiner
Forderung nach Geld im Austausch für Schweigen können wir allerdings in keiner Weise entgegenkommen.
Während wir die Schmerz und Leiden, die Du uns mitgeteilt hast, ernst nehmen und den Skandal bedauern,
der daraus folgen kann, werden wir Forderungen dieser Art – die auch illegal sind – niemals akzeptieren.
Wir ziehen es vor, der Wahrheit in die Augen zu schauen, mag das noch so schmerzhaft sein.
2. In Ausführung
der Verantwortung, die mir obliegt, habe ich [den Oberen der Legionäre Christi] Pater Álvaro Corcuera
über den Inhalt unserer Gespräche informiert. Ich werde Dir auch seine Bemerkungen und Antworten mitteilen.
Bereits jetzt kann ich Dir versichern, daß wir den Wunsch hegen und bereit sind, Dich zu begleiten und
Dir die pastorale Unterstützung zu geben, die Du bereit bist anzunehmen, weil Du mir gesagt hast, daß
die tiefste Lösung Deiner Schwierigkeiten nicht ökonomischer Natur sei.
Ich möchte diese Gelegenheit
auch benützen zu erwähnen, daß wir gehört haben, daß ein mexikanischer Journalist bald ein Buch über
Themen publizieren will, die mit Pater Maciel in Zusammenhang stehen.
Wir haben keinen Kontakt mit dem
Autor gehabt und müssen über den Inhalt des Buches erst noch in Kenntnis gesetzt werden.
Wir bedauern
die Leiden und den moralischen Schaden zutiefst, den diese Schritt Dir, Deinen Verwandten und auch uns
zufügen mag.
Wir bedauern auch den öffentlichen und kirchlichen Skandal, den es produzieren wird.
Ich bitte Dich ein weiteres Mal, über Deinen Positionen nachzudenken und noch einmal: Wir sind immer
bereit, zusammenzuarbeiten, um die Wahrheit, die Beweise und die besten Lösungen in dieser Situation,
die für alle so schmerzhaft ist, zu suchen.
Das wird mit Sicherheit ein schwieriger Prozeß sein, der
Zeit braucht.“
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#16
machMut 08:44:43 | Samstag, 6. März 2010
#15
Simon Boccanegra 22:26:18 | Freitag, 5. März 2010
#14
wort 17:52:47 | Freitag, 5. März 2010
#13
Fragender 17:28:27 | Freitag, 5. März 2010
#12
Romulus 17:04:06 | Freitag, 5. März 2010
#11
wort 15:08:34 | Freitag, 5. März 2010
#10
Arkanum/kreuts.net † 12:40:00 | Freitag, 5. März 2010
#9
Paulaner † 10:07:47 | Freitag, 5. März 2010
#8
LM. 09:56:04 | Freitag, 5. März 2010
#7
Domenico Tuttisanti 09:29:15 | Freitag, 5. März 2010
#6
Kairos † 08:31:54 | Freitag, 5. März 2010
#5
Fragender 07:53:36 | Freitag, 5. März 2010
#4
walderer 00:55:47 | Freitag, 5. März 2010
#3
Olaf Clinekynd † 23:34:41 | Donnerstag, 4. März 2010
#1
turk 23:20:57 | Donnerstag, 4. März 2010