10:20:19 | Dienstag, 9. März 2010
Die Analyse der Medien-Berichterstattung zu den wenigen Fällen von Mißbräuchen in kirchlichen Einrichtungen bringt erschütternde Erkenntnisse zum Vorschein. Von Lars Chr. Trebuhr.

Die Webseite der Odenwaldschulet
(kreuz.net) Die deutschen System-Medien berichten nicht wahrheitsgemäß über die wenigen Mißbräuche
in kirchlichen Erziehungs- einrichtungen.
Vielmehr skandalisieren, übertreiben und verdrehen sie.
Mit
Verdächtigungen, falschen Folgerungen und unwahren Kontexten wird versucht, Dreck auf die Kirche zu werfen.
Die Fälle von Ettal – bitte nicht lachenDie aktuellen Vorwürfe gegen die Benediktiner-Klosterschule
Ettal – die in allen Systemmedien übernommen werden – sind ein tragisches Beispiel des skrupellosen Mißbrauchs
durch Journalisten.
Gegenwärtig gibt es in Ettal nach Angaben des externen Ermittlers Thomas Pfister
genau drei staatsanwaltliche Ermittlungsfälle.
Ein Vorwurf betrifft homosexuelle Nötigung unter Erwachsenen.
Ein Pater hat Photos von Jungen mit freiem Oberkörper auf Homosexuellen-Seiten gestellt.
Ein dritter
Lehrer soll zwei jungen Schülern Kopfnüsse gegeben haben und einem von ihnen „auf den Zeh getreten“
sein.
Prügelorgien der MedienBei jährlich 15.000 Ermittlungen von sexuellem Kindesmißbrauch wäre
der eine pseudo-kinderpornographische Vorwurf aus Ettal den Medien normalerweise nicht mal eine Kleinst-Meldung
wert.
Aber bei den sehr seltenen Mißbrauchsfällen in der Kirche ist den Haßmedien keine Methode zu
dreckig, um solche Banalitäten hochzuspielen.
Dazu werden Fälle von Rohrstockpädagogik aus den 60er
Jahren des vorigen Jahrhunderts hineingemischt und die Winzig-Vorfälle von Ettal zu Prügelorgien hochgespielt.
Die Presse vermittelt unisono den Eindruck, die Benediktiner-Abtei wäre eine Gemeinschaft schlagender
und mißbrauchender Klosterbrüder gewesen – etwa mit der Schlagzeile:
„Prügel, Pornos, Patres“ von
dpa oder „Die Hölle von Ettal. Der absolute Terror“ – so die ‘Frankfurter Neue Presse’.
Wie man aus
einem Minifall dreizehn Prügelpatres rausprügeltDie skrupellose Skandalisierung geschieht auch durch
Übertreibungen.
Alle Vergehen waren „massiv“, alle Schläge „brutal“ oder gar „brutale Quälereien“.
Die Schläger werden als „krankhaft impulsive“ bezeichnet, die Patres als „Sadisten“ hingestellt und
harmlose körperliche Züchtigungen als „sadistisch“ bezeichnet.
Die Mitteilung über das Internetphoto
von dem Oberkörper wird mit Betroffenheitsgestus als – Zitat – „erschütternder Bericht“ aufgebauscht.
Die ‘Deutsche Presseagentur’ spricht von „deutlich mehr als zehn Patres, die systematisch geprügelt“
hätten.
Die Mehrzahl dieser „Prügler“ hätte zwar nicht selbst geschlagen, aber „durch ihr systematisches
Schweigen“ das Prügeln anderer ermöglicht.
So machen die Medien aus drei Rohrstock-Pädagogen des letzten
Jahrhunderts dreizehn prügelnde Patres in der aktuellen Presse.
Katholische Patres haben – wie die Juden
früher – SchweinegesichterEine andere Skandalisierungsmethode ist, subjektive und emotionale Wertungsäußerungen
von Ehemaligen als Tatsachen in den Mittelpunkt zu stellen.
Aus der völllig subjektiven Äußerung eines
Altschulers „Für mich war Ettal die Hölle“ macht der ‘Kölner Stadtanzeiger’ die Schlagzeile: „Ettal
war die absolute Hölle“.
Die Tageszeitung ‘Die Welt’ ist sich nicht zu blöde, die beliebige Aussage
eines Ehemaligen „Er hatte ein Schweinegesicht und stank nach Zigarren“ als Beispiel für das Brechen
einer angeblichen Schweigespirale in den Vorspann zu setzen.
Skrupellose VertuschungsstrategieWenn
es um sexuelle Mißbräuche an weltlichen Schulen geht – etwa an der Odenwaldschule im südhessischen
Heppenheim –, sind solche gewissenslosen Skandalisierungen in den Medienberichten tabu.
Im Gegenteil.
Die mächtigen Medienkonzerne schreiben über die dortigen schweren Kindesmißhandlungen und Schülervergewaltigungen
äußerst zurückhaltend.
Die Verbrechen werden heruntergespielt.
Skrupellose setzt die Berichterstattung
die Vertuschungsstrategie fort, die in dem idyllischen Internat über Jahrzehnte praktiziert wurde.
Die
Schulleitung, der Trägerverein, Ehemalige sowie das Kultusministerium haben die sexuellen Grausamkeiten
an den Schutzbefohlenen über 25 Jahre lang verharmlost und verschwiegen.
400mal vergewaltigtEin Schüler
ist von dem damaligen homosexuellen Schulleiter Gerold Becker in den 80er Jahren vierhundert mal sexuell
mißbraucht und vergewaltigt worden.
Vier Lehrer mißbrauchten mehr als fünfzig Schüler sexuell.
Sechs
weitere Lehrer haben ihre Schutzbefohlenen gemobbt, geschlagen, mit Drogen und Alkohol versorgt oder bei
einer gemeinschaftlichen Vergewaltigung eines Mädchens zugeschaut.
Die Dreizehn- bis Vierzehnjährigen
wurden von ihren Lehrern regelmäßig durch das Streicheln der Genitalien geweckt.
Die Pädagogen haben
die Jungen beim Duschen unsittlich berührt. Später wurden sie zu Oralverkehr gezwungen.
Was die ‘Frankfurter
Neue Presse’ über die Odenwaldschule schreibtDie Medien tragen das Vertuschungsvokabular der gegenwärtigen
Schulleitung weiter.
Sie umschreiben die von den Pädagogen organisierte Kinderprostitution als „sexuelle
Dienstleister für ganze Wochenende“.
Am 6. März fabrizierte die ‘Frankfurter Neue Presse’ einen Hetz-
und Höllenartikel gegen die Klosterschule Ettal.
Zwei Tage später – am 8. März – sang sie eine vierzigzeilige
Lobeshymne auf das Vorzeigeinternat Odenwaldschule.
Die Mißbrauchsfälle an „Jugendlichen“ wurden mit
drei Worten heruntergespielt.
In der Überschrift wird „Solidarität mit den Opfern“ vorgegaukelt – die
es dreißig Jahre lang nicht gab.
Die ‘Frankfurter Neue Presse’ vertuscht und vertuschte systematisch
Mehrere Altschüler haben seit 1997 versucht, die sexuellen Mißbräuche an der Schule in die Öffentlichkeit
zu tragen.
Doch die Medienkonzerne hatten an solchen Enthüllungen einer weltlichen Vorzeigeschule kein
Interesse.
Selbst als die ‘Frankfurter Rundschau’ im Jahr 1999 einen einzigen Artikel über den umtriebigen
pädophilen Schulleiter schrieb, hat kein Presseorgan nachgehakt.
Die ‘Frankfurter Rundschau’ ließ von
weiteren Recherchen ab, als Politiker und Trägerverein diese beschimpften, ein libertäres Pädagogik-Projekt
zu zerstören.
Die ideologische Hintergrund der Odenwaldschule ist tabuDie Odenwaldschule ist eine
angesehene UNESCO-Modellschule. Darum vermeidet es die Presse bis heute, bei den sexuellen Übergriffe
der libertären Pädagogen nach einem Zusammenhang mit der Philosophie der Institution zu fragen – wie
das bei kirchlichen Einrichtungen obligatorisch geschieht.
Dabei hatte die Odenwaldschule auf ihrer Heimseite
sogar selber einen entsprechenden Hinweis gegeben – in Form eines sinnigen Zitates des Reformpädagogen
Hartmut von Hentig, des langjährigen Homo-Lebensgefährten des pädophilen Schulleiters:
„Endlich die
Schule, die Rousseau gefordert hat. Sie guckt auf die Kinder, sieht was sie brauchen, und sieht die Folgen
dessen, was sie selbst tut.“
Ein prominenter Schüler der Odenwaldschule war übrigens Daniel Cohn-Bendit,
der ebenfalls für seinen kinderschänderischen Umgang mit kindlicher Sexualität
bekannt wurde.
In der
Zeit des Nationalsozialismus lernte die deutsche Pornographin Beate Uhse († 2001) auf der Odenwaldschule
national-sozialistische Biologie und Sexualhygiene.
Die NS-Pädagogen förderten damals schon eine entartete
Sexualpädagogik sowie Promiskuität beim „Bund Deutscher Mädel“ – auch
‘Bubi Drück Mich’ genannt.
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