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Brücken in den Orient + Der Papst ernennt einen neuen Kardinalbischof + Schlachthof soll zahlen, weil Kind überlebte + Doktor Meisner + Hauptsache keine Kirche + „Diese Frau macht mich krank“
Brücken in den Orient

Vatikan. Gestern Vormittag traf Papst Benedikt XVI. Vertreter anderer Konfessionen und Religionen. Anwesend waren unter anderen der anglikanische Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, der orthodoxe Metropolit von Ephesus, Chrysostomos, als Vertreter des Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel sowie Metropolit Kyrill von Smolensk und Kaliningrad, der Leiter der Auswärtigen Abteilung des Moskauer Patriarchats. Der Heilige Vater bedankte sich besonders für die Anwesenheit von Moslems und lobte den Dialog zwischen Christen und Muslimen: „Ich versichere euch, daß die Kirche weiterhin Brücken der Freundschaft mit den Angehörigen aller Religionen bauen will.“ Die Bemühung um den Dialog seien „ein wertvoller Beitrag zum Bau solider Grundlagen für den Frieden.“

Der Papst ernennt einen neuen Kardinalbischof

Vatikan. Papst Benedikt XVI. hat Francis Kardinal Arinze, den Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, zum Kardinal-Bischof ernannt. Dies berichtete ‘Radio Vatikan’. Der nigerianische Kurienkardinal war bisher Kardinal-Diakon. Dem neuen Kardinal-Bischof wird das Bistum Velletri-Segni als Titulardiözese zugewiesen. Das Bistum liegt in den Albaner Bergen südöstlich von Rom. Es war bisher die Titulardiözese des Kardinal-Bischofs Ratzinger. Die Kardinäle sind formell in drei Klassen – Diakone, Priester, Bischöfe – eingeteilt. Den Kardinalbischöfen wird – ebenfalls formell – eine der Diözesen, die um Rom herum liegen, als Titularbistum zugewiesen.

Schlachthof soll zahlen, weil Kind überlebte

Die 20-jährige Stacy Dow aus Schottland hat kürzlich eine Abtreibungsanstalt auf 250.000 Pfund – knapp 370.000 Euro – verklagt. Grund: Vor drei Jahren ließ die damals schwangere Schottin ihre ungeborenen Zwillinge schlachten. Doch eines der Kinder – die kleine Jayde – überlebte die grausame Prozedur. Nun soll die Tötungsanstalt einen Teil der Kosten für das ungewollte Überleben des inzwischen dreijährigen Mädchens übernehmen. „Ich denke, daß das Spital einen Teil der Verantwortung dafür übernehmen sollte“, begründet die Mutter die kürzlich eingereichte Klage. Nur so könne sie angeblich die Erziehung ihrer dreijährigen Tochter finanzieren.

Doktor Meisner

Polen. Die Katholische Universität in Lublin verleiht dem Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, die Ehrendoktorwürde. Lublin befindet sich im Osten des Landes. „In einer Zeit großer Erschütterung der Werte und zahlreicher Herausforderungen für unsere Treue zu Christus ist Kardinal Meisner für sein Engagement um die Verteidigung der vom kirchlichen Lehramt verkündeten Prinzipien des Lebens und der Moral bekannt“, heißt es dazu in der Begründung durch die Universität. Die Verleihung findet am Freitag, 6. Mai, in Lublin statt. Der Kardinal stammt selber aus dem inzwischen polnischen Breslau.

Hauptsache keine Kirche

Schweiz. Die reformierte Kirche St. Leonhard in St. Gallen in der Ostschweiz geht wie geplant an einen Architekten aus dem Kanton Zürich. Die reformierte Kirchgemeinde stimmte am Sonntag dem Verkauf der Kirche mit überwältigender Mehrheit zu. Das denkmalgeschützte Gebäude wird in ein Kulturhaus mit Gastronomie, Klassik- und Jazzkonzerten, Theater und Film oder Modeschauen umgewandelt. Ein Angebot der Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde von den Protestanten bereits im Januar aus „ökumenischen Gründen“ abgelehnt.

„Diese Frau macht mich krank“

Deutschland. Das Amtsgericht Meschede in Nordrhein-Westfalen hat eine Rentnerin (62) wegen ihrer unerwünschten und unaufhörlichen Liebesbotschaften an einen katholischen Priester zu acht Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Dies berichtete gestern die ‘Frankfurter Rundschau’. Die Pensionärin hatte ihrem Opfer vier Jahre lang bis zu 19 Mal täglich Liebesbriefchen vor die Haustüre gelegt, anzügliche SMS geschickt oder im Garten des Priesters anstößige Tänze aufgeführt. „Diese Frau macht mich krank“, erklärte der Priester vor Gericht. Allein der Anblick dieser Frau löse bei ihm Kopf- und Magenschmerzen aus: „Sogar einen Slip hat sie mir vor die Haustür gelegt.“ Die Kirchengemeinde hatte im vergangenen September ein Hausverbot gegen die Frau ausgesprochen.
      
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