13:20:44 | Samstag, 20. März 2010
Die hochgekochten Pädo-Skandale sind für Altliberale ein Win-Win- Geschäft: Zuerst schändet ein altliberaler Homosexueller einen Jugendlichen. Dann macht ein anderer Altliberaler damit kirchenpolitisch Kasse. Ein Kommentar.

Jesuitenpater Georg Sporschill
(kreuz.net) Der altliberale österreichische Jesuitenpater Georg Sporschill (63) hat heute vor der antikirchlichen
österreichischen Tageszeitung ‘Die Presse’ Stammtischsprüche geklopft.
Das Interview stand unter dem
passenden Titel: „Schluß mit den frommen Sprüchen“.
Pater Sporschill gründete im Jahr 1992 das Sozial-Unternehmen
‘Concordia’.
Es beschäftigt rund 160 Mitarbeiter und betreut rund tausend Waisen- und Straßenkinder
in Rumänien und Moldawien.
Altliberale GnadenlosigkeitIn dem Interview geht es um die gegenwärtig
von den Medien hochgekochten antikirchlichen Mißbrauchs-Verleumdungen.
Diese Taktik geht auf ein in
den späten 30er Jahren von Reichs-Propagandaminister Joseph Goebbels († 1945) entwickeltes Konzept zurück.
Pater Sporschill wälzt sich vor den begeisterten Augen des Journalisten im Schlamm.
Für einmal läßt
er die altliberale Dauerbrenner-Barmherzigkeit im Schrank und skandalisiert ohne Maß die verschwindend
wenigen kirchlichen Mißbrauchs-Vorfälle:
„Es kommt jetzt eine größere Ehrlichkeit“ – behauptet er,
obwohl ertappte Kinderschänder in der Kirche nach dem Willen der Welt schon seit Jahren mit der Härte
des Gesetzes und mit unversöhnlicher Gnadenlosigkeit angepackt werden.
Ein Schuß JesusDann klopft
der Pater die unerleuchteten Sprüche seiner Jugend in den 60er Jahren:
„Schluß mit frommen Sprüchen,
Schluß mit Betulichkeit, Schluß mit Vortäuschung von Machtstrukturen, die keine mehr sind.“
Noch einen
Schuß Theologie: „Wir müssen die Orte in der Welt entdecken, wo das Heil passiert, und nicht glauben,
wir produzieren es.“
Er bemerkt den Blödsinn, den er von sich gegeben hat selber – und schiebt eilig
nach: „Das ist die Lehre Jesu.“
Religiöse PhantasielosigkeitZurecht beklagt der Jesuit die „Schwäche
in der Erziehung, die Mutlosigkeit, die Phantasielosigkeit, Neues anzufangen die Ängstlichkeit, über
etwas zu sprechen.“
Was er nicht sagt: In der altliberalen katholischen Erziehung – die heute das Feld
beherrscht – gilt das besonders im Hinblick auf die Religion und geistliche Themen.
Die religiöse Gleichgültigkeit
des von Pater Sporschill aufgezogenen Projektes ‘Concordia’ ist ein Beispiel für die von ihm kritisierte
Phantasielosigkeit.
Kirchenferner Pater lebt von KirchengeldernDer Jesuit spricht in dem Interview
ziemlich wirr durch die Gegend.
Einerseits skandalisiert er die Fehler weniger – und erzeugt so ein Klima
des allgemeinen Mißtrauens. Dann sagt er wiederum:
„Wer kein Vertrauen zu den Menschen hat, wer keinen
Mut hat, hat keinen Glauben.“
Der gegenwärtigen Kirche, die hinter jeder dummen Zeitmode hinterher rennt,
wirft der Pater eine „Abkapselung und Problem- und Weltferne“ vor:
„Diese stickige Atmosphäre ist ein
Biotop, in dem viel passieren kann“ – operiert er mit hinterhältigen, verleumderischen Unterstellungsformulierungen.
Das heutige Problem der Kirche – Pater Sporschill – ist die Gottesferne.
Rezept des 19. Jahrhunderts:
Die Kirche als SozialstationDer von den Amtsbischöfen gehätschelte und getätschelte Jesuit spuckt
erwartungsgemäß auch in deren Suppe.
So erklärte er, daß der „frische Wind“ bei diesen nur erzwungen
werden könne.
Auf die Frage „von wem?“ antwortet er: „Von dem Läuterungsprozeß.“
Offenbar möchte
der Sozial-Unternehmer die Kirche von dem katholischen Glauben läutern:
„Das Ärgernis ist, die Chancen,
die man hat, nicht zu nützen. Jetzt werden uns die frommen Sprüche abgeräumt, jetzt wird manchem die
Luft ausgelassen.“
Was meint er damit?
„Ich glaube so sehr an die Kirche und vor allem an die biblische
Botschaft, an Jesus, der radikal ist vor allem im sozialen Bereich und in der Begegnung mit allem Fremden.“
Sich selber als VorbildDes Paters selbstverliebte Lösung für die Kirche besteht darin, daß er sich
für das Vorbild hält.
Mag sein, daß Pater Sporschill nicht mehr die Intelligenz der alten Jesuiten
besitzt.
Doch das alte jesuitische Selbstbewußtsein ist bei ihm noch ungebrochen: „Das wird bleiben
und das hat Bestand“ – klopft er sich selber auf die Schulter.
Dann holt er die Ladenhüter aus dem Formalinbad,
die bereits Protestanten und Anglikaner in den Abgrund geführt haben:
„Vielleicht wird im Zuge dieses
Dammbruches der Pflichtzölibat aufgehoben, vielleicht kommt auch das Priestertum der Frauen. Das alles
kann kommen, wenn der Deckel, der jetzt zerbricht, weg ist.“
Ein Narr für bischöfliche NarrenPapst
Benedikt XVI. kann vor dem Tätschel-Pater erwartungsgemäß nicht bestehen: „Der wird reagieren, nicht
agieren“ – spült er den Armen in den Abort.
Mit dem Pathos eines sowjetischen Volkskommissars ruft er
aus: „Die Initiative – die Revolution, muß immer von unten kommen.“
Er – dessen Werk von einem massiven
Kirchensteuer-Geldfluß aus dem Westen am Leben erhalten wird – nütze seine „Narrenfreiheit“, erklärt
der Pater.
Ein Bischof habe keine Narrenfreiheit: „Aber ein Bischof müßte Narren suchen, fördern.“
Und: „Wir haben keine Chance, wenn wir nicht Mutige, freche Hunde, rufen.“ Ob er damit ‘kreuz.net’ meint?
Kinder umarmen?Daß er von der herbeigesehnten Revolution selber hinweggefegt werden könnte, hat der
selbsterklärte Narr nicht bemerkt.
Den Strick dafür dreht er sich selber.
Auf die Frage „Sie haben
jeden Tag mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die eine Sehnsucht nach Nähe haben. Wie gehen Sie damit
um?“ antwortet er:
„Ich wünsche mir, daß ich meine Unbefangenheit nicht verliere. Wenn ich es nicht
mehr wage, ein Kind zu umarmen, kann ich die Arbeit aufgeben.
Was Straßenkinder wollen, was im Grunde
alle wollen, ist Gemeinschaft, Nähe, Umarmung, Emotion.
Wenn das nicht mehr möglich ist, müssen wir
zusperren. Das ist eine Gratwanderung.“Solche Aussagen verzeihen ihm die Kirchenfeinde nur darum, weil
sie hoffen, daß der altliberale Tätschel-Pater ihnen im Kampf gegen die Kirche noch zu Diensten stehen
wird.
Denn darum geht es, bei den aufgekochten Mißbrauchs-Verleumdungen.
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